| 07:41 Uhr

17:21 gegen Dänemark

Tränen und Trauer: DHB-Frauen nach WM-Aus geschockt
 
 
Nationalspielerin Jenny Karolus ist nach dem WM-Aus enttäuscht, während die dänischen Spielerinnen jubeln. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert
Magdeburg. Nach dem vorzeitigen WM-Aus flossen bei den deutschen Handball-Frauen reichlich Tränen. Der Schock über das Ausscheiden im Achtelfinale saß tief. dpa
 

„Es wird dauern, das zu verarbeiten. Es ist eine riesige Chance gewesen für uns“, sagte Kapitänin Anna Loerper nach dem 17:21 gegen den EM-Vierten Dänemark. Auch Bundestrainer Michael Biegler hatte mächtig an der Niederlage zu kauen. „Es war kein Gegner, den wir nicht hätten schlagen können. Das macht die Sache noch ärgerlicher“, sagte der 56-Jährige und flüchtete sich in Sarkasmus: „Ich habe die Spielerinnen wahrscheinlich nicht gut genug vorbereitet, dass sie das Tor treffen, und nicht die Ruhe reingebracht, dass sie sich nicht so viele Bälle auf die Füße schmeißen.“

 

Wie schon gegen die Niederlande offenbarte die DHB-Auswahl im Angriff eklatante Schwächen, die durch eine gute Abwehrleistung nicht zu kompensieren waren. So wurde das große Ziel Hamburg, wo es ab Freitag um die Medaillen geht, verpasst.

 

Biegler hofft trotz des „Nackenschlages“, wie er das Ausscheiden bezeichnete, auf eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. „Es ist eine riesige Bereitschaft bei den Spielerinnen da, sich weiter zu entwickeln und gut trainiert zu werden. Es ist also eine Basis vorhanden, dass es wieder bessere Zeiten geben kann. Es ist ein lohnenswertes Projekt, das nicht hinten runterrutschen sollte“, appellierte Biegler.

 

Er übernimmt am 1. Januar den Männer-Bundesligisten SC DHfK Leipzig. Nachfolger Henk Groener wird die Arbeit fortsetzen. „Ich kann nur hoffen, dass alle Beteiligten versuchen werden, das weiter zu entwickeln. Viele Dinge konnten wir nur anschieben“, sagte Biegler zum Abschied.

 

Personell steht allerdings nicht nur wegen des Trainerwechsels eine Zäsur an. „Ich gehe davon aus, dass viele Spielerinnen ihre internationale Laufbahn beenden werden“, sagte Loerper und fügte frustriert hinzu: „Das ist natürlich ganz, ganz traurig, seine Auswahlkarriere so zu beenden.“


 

| 09:52 Uhr

Eine wahre Pracht

Trier. Viele frohe Gesichter nach einer Woche Frauenhandball-WM in Trier – Arena-Team bemüht sich um weitere Sport-Großveranstaltungen.
 
 

Begeisterung, große Erleichterung – und auch ein bisschen Wehmut. Bei den WM-Organisatoren der Arena Trier war am gestrigen Schlusstag der Vorrundengruppe A der Frauenhandball-Weltmeisterschaft die Gemütslage facettenreich. WM-Projektleiterin Julia Lewen und Wolfgang Esser, Chef des lokalen WM-Organisationskomitees, zauberte vor allem der über den Erwartungen liegende Zuschauerzuspruch ein Leuchten in die Augen. „Es waren immer schöne Momente, wenn jeden Morgen die neuesten Zahlen zum Vorverkauf auf den Tisch kamen“, sagt Lewen. Mit 16 000 verkauften Tickets hatten die Macher im Vorfeld kalkuliert - am Ende waren es rund 21 500 Karten, die für die 15 Partien in der Arena an die Fans gebracht wurden. „Es konnte keiner damit rechnen, dass die Teams von Slowenien, Spanien und vor allem Rumänien so viele eigene Anhänger mobilisieren würden“, gestand Esser.

 

Und die Zuschauer, die kamen, verbreiteten eine tolle Stimmung. „Es sind nie Aggressionen aufgekommen“, betont Esser. Wie die Arena finanziell aus der WM-Woche kommt, konnte er gestern noch nicht abschließend sagen.

 

Das internationale Echo auf die WM-Woche in Trier sei sehr positiv, berichtet Tim Nimmesgern, Organisationsleiter des Deutschen Handball-Bunds am Spielort Trier, der die Außenwirkung an einem Beispiel festmacht: „Das Fernsehbild sah mit den vollen Tribünen überragend aus. Alleine in Frankreich haben Millionen Zuschauer die WM am Bildschirm verfolgt.“

Die Frauen-WM in Trier als Teil des Stadtmarketings und als Chance, die Arena für weitere Sport-Großveranstaltungen ins Gespräch zu bringen - aus Sicht von Esser sind beide Ziele erreicht worden. „Wir haben mit der WM die Daseinsberechtigung der Arena nochmals unterstrichen - manch einer hatte ja schon Zweifel geäußert nach den Abstiegen der Trierer Basketballer und der Handball-Miezen. Wir haben einen starken Akzent in puncto Hallensport gesetzt“, sagt der Arena-Geschäftsführer, der auch schon ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudert: „Wir hoffen, im nächsten Jahr vielleicht weitere Länderspiele im Basketball und Handball ausrichten zu können. Und es gibt auch eine Anfrage als Austragungsort für die Badminton-Europameisterschaft.“

Das ist noch Zukunftsmusik. Erstmal muss die Gegenwart gemeistert werden. Und die ist arbeitsreich. Lewen: „Der Alltag geht weiter, wir haben fünf Veranstaltungen in den nächsten acht Tagen.“ Schon am heutigen Samstagabend spielen die Miezen in der Arena, am Sonntag haben die Gladiators ein Heimspiel. Am Dienstag tritt die Metal-Band Manowar auf.

Sportlich bot der Schlusstag in Trier nach einem dramatischen 25:25-Remis am Abend zuvor zwischen Frankreich und Spanien zunächst eine weitere enge Partie. Im ersten Spiel holte sich Angola im Duell der bis dato sieglosen Teams gegen Paraguay vor 1123 Zuschauern den ersten WM-Erfolg (32:28). Angola spielt nun in der Runde um die Plätze 17 bis 20 am Sonntag in Leipzig zunächst gegen Polen. Paraguay bleibt der Kampf um die Ränge 21 bis 24 – Gegner am Sonntag in Magdeburg ist Argentinien.

Auch die ,Verlierer’ der Gruppe A werden Trier in guter Erinnerung behalten. „Wir hatten eine fantastische Zeit in Trier. Die kurzen Wege, die Organisation - alle haben einen tollen Job gemacht. Und ich war schon bei mehreren Turnieren dabei“, sagte Angolas dänischer Trainer Morten Soubak.

Im zweiten Spiel kassierte Rumänien vor 3824 Zuschauern eine klare 17:26-Niederlage gegen Frankreich. Da die Osteuropäerinnen schon vor der Partie als Gruppenerster feststand, schickte Trainer Ambros Martin nicht seine beste Mannschaft aufs Feld. Rumänien trifft im Achtelfinale in Leipzig nun auf Tschechien, Frankreich bekommt es an gleicher Stelle mit Ungarn zu tun.

Die letzte Partie in Trier am späten gestrigen Abend vor 3422 Zuschauern entschied Spanien gegen Slowenien mit 33:26 für sich. Das heißt: Spanien spielt im Achtelfinale gegen Norwegen, Slowenien trifft auf Schweden (beide Partien ebenfalls in Leipzig).


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| 22:45 Uhr

Handball-WM

Pleite gegen Holland - DHB-Frauen verspielen Gruppensieg
 
 
DHB-Akteurin Nadja Mansson (l) wird von der Niederländerin Kelly Dulfer am Wurf gehindert. Foto: Hendrik Schmidt FOTO: Hendrik Schmidt
Leipzig. Gruppensieg verpasst, gute Ausgangslage verspielt: Nach einer 23:31 (10:18)-Pleite gegen Vize-Weltmeister Niederlande ist das WM-Ziel Halbfinale für die deutschen Handball-Frauen ernsthaft in Gefahr geraten. Von Eric Dobias, dpa

Mit leerem Blick und gesenkten Hauptes schlichen die deutschen Handball-Frauen nach der herben 23:31 (10:18)-Pleite gegen Vize-Weltmeister Niederlande vom Parkett.

Durch die erste Turnierniederlage am Freitagabend vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Arena Leipzig verspielte die DHB-Auswahl den Gruppensieg bei der Heim-WM und bekommt es nun am Sonntag im Achtelfinale mit dem EM-Vierten Dänemark zu tun.

„Wir haben überhaupt nicht das abgerufen, was man in solch einem Spiel zeigen muss. Natürlich hatte ich mir das so nicht vorgestellt. Wir müssen das jetzt schnell reparieren“, sagte Bundestrainer Michael Biegler. Beste Werferinnen für die DHB-Auswahl, die phasenweise vorgeführt wurde, waren Alicia Stolle mit sechs Toren und Nadja Mansson mit fünf Treffern.

Durch den schwachen Auftritt ist das WM-Ziel Halbfinale ernsthaft in Gefahr geraten, denn nun wartet im K.o.-Spiel an diesem Sonntag (20.30 Uhr) in Magdeburg in Dänemark ein dicker Brocken. Biegler hakte die Schlappe daher schnell ab und blickte lieber nach vorn: „Da geht die WM wieder von vorne los. Da zählt dieses Spiel nicht mehr, wenn man die richtigen Schlüsse daraus zieht und sich anders präsentiert.“

Im Duell mit dem WM- und EM-Zweiten waren die DHB-Frauen vor allem in der ersten Halbzeit überfordert. „Wir haben in den ersten 20 Minuten vorne zehn Bälle weggeschenkt. Das geht gegen eine solch konterstarke Mannschaft natürlich gar nicht“, kritisierte Biegler. „Die erste Halbzeit war so weit weg von dem, was man bieten muss, da war das ganze Spiel weg.“

Die deutsche Mannschaft startete hektisch ins Gruppenfinale und leistete sich gleich drei unnötige Ballverluste, die jeweils zu Gegentoren führten. Nach nicht einmal fünf Minuten nahm Biegler beim Stand von 1:4 die erste Auszeit.

Doch es wurde nicht besser. In der Abwehr taten sich ungewohnte Lücken auf, zudem bekam Torfrau Katja Kramarczyk keinen Ball zu fassen. Biegler reagierte und schickte schon nach elf Minuten Clara Woltering zwischen die Pfosten, die sich mit einer Glanzparade gut einführte. Beim 4:9 war der Olympia-Vierte dennoch erstmals auf fünf Tore enteilt.

Gegen die kompakte und aggressive Oranje-Deckung taten sich die DHB-Frauen im Angriff äußerst schwer. Kaum einmal gab es ein Durchkommen und wenn, kam bei einigen Pfostentreffern Pech dazu. Aufgeregt gestikulierend versuchte Biegler, seine Ladies auf Linie zu bringen - allerdings nur mit mäßigem Erfolg.

Zwar brachte Mansson aus dem Rückraum nun etwas mehr Druck ins deutsche Angriffsspiel, aber die Fehlerquote blieb einfach zu hoch. So hatten die Niederländerinnen leichtes Spiel, die Führung kontinuierlich auszubauen. Zur Pause lag das DHB-Team hoffnungslos mit acht Treffern zurück.

Nach dem Wechsel brachte Biegler im Rückraum Emily Bölk, doch auch das Wunderkind des deutschen Frauen-Handballs konnte nur wenig Schwung ins Offensivspiel bringen. Dafür übernahm die 21 Jahre alte Stolle zunehmend Verantwortung und sorgte immer wieder für Gefahr aus dem rechten Rückraum.

Die Niederlande behielt aber stets die Kontrolle im Spiel und ließ die deutsche Mannschaft nie näher als auf sechs Tore herankommen. Nach dem herben Rückschlag müssen die Biegler-Ladies am WM-Ruhetag nun schnell die Köpfe freibekommen, damit die Heim-WM für sie nicht schon im Achtelfinale beendet ist.

Das Achtelfinale im Überblick:

Sonntag, 10.12.2017:
Ungarn - Frankreich in Leipzig (17.30 Uhr)
Serbien - Montenegro in Magdeburg (17.30)
Schweden - Slowenien in Leipzig (20.30)
Deutschland - Dänemark in Magdeburg (20.30)

Montag, 11.12.2017:
Rumänien - Tschechien in Leipzig (17.30 Uhr)
Russland - Südkorea in Magdeburg (17.30)
Spanien - Norwegen in Leipzig (20.30)
Japan - Niederlande in Magdeburg (20.30)


 

| 19:58 Uhr

 

Handball-WM der Frauen

DHB-Auswahl erobert mit Pflichtsieg die Tabellenführung
 
 
 

 

 

 

 

Die beiden Chinesinnen Wu Nana (l) und Qiao Ru (r) versuchen die Deutsche Xenia Smits am Wurf zu hindern. Foto: Hendrik Schmidt

 

Leipzig. Pflichtaufgabe erfüllt, Tabellenführung erobert: Trotz eines fehlerhaften Auftritts haben Deutschlands Frauen mit einem ungefährdeten 24:9 (10:3)-Sieg gegen China den dritten Vorrundensieg bei der Heim-WM gelandet und sich die Pole Position im Kampf um den Gruppensieg gesichert. Von Eric Dobias, dpa

Zu den Klängen des Mark-Forster-Hits „Chöre“ ließen sich Deutschlands Frauen nach dem ungefährdeten 24:9 (10:3)-Kantersieg gegen Handball-Zwerg China vom Publikum feiern.

Mit dem dritten Vorrundenerfolg bei der Heim-WM sicherte sich die DHB-Auswahl die Pole Position im Kampf um den Gruppensieg, der an diesem Freitag gegen Vize-Weltmeister Niederlande aus eigener Kraft perfekt gemacht werden kann. „Wir wollen uns natürlich die bestmögliche Ausgangslage für das Achtelfinale sichern“, sagte Rückraumspielerin Emily Bölk.

Das Ausnahmetalent war in einer zerfahrenen Partie mit vier Toren beste Werferin. Svenja Huber, Jenny Karolius und Isabell Klein trafen am Mittwoch vor 3165 Zuschauern in Leipzig jeweils dreimal. „In der Deckung waren wir sehr dominant, im Angriff haben wir uns lange schwergetan“, sagte Bölk. „Für mich ist es natürlich eine Erleichterung, dass ich meine ersten WM-Tore erzielen konnte.“

Die DHB-Auswahl (7:1 Punkte) hat vor dem Duell mit dem EM-Zweiten Niederlande (5:3), der hinter den punktgleichen Rivalen Serbien und Südkorea (beide 6:2) derzeit nur auf Rang vier liegt, nun alle Trümpfe in der Hand. Dazu bedarf es allerdings einer deutlichen Steigerung, denn in der Offensive lieferte die Truppe von Bundestrainer Michael Biegler gegen den punktlosen Tabellenletzten der Gruppe D ihren bisher schwächsten Endrundenauftritt ab.

„Wir gehen schon kritisch mit uns um“, sagte Biegler. „Aber es ist auch nicht so einfach gegen einen solchen Gegner. Das Spiel ist gewonnen, die Punkte sind da, und das Torverhältnis spielt auch nicht die große Rolle. Sonst wäre ich heute nicht so entspannt.“

Keine 24 Stunden nach dem 22:22 gegen Serbien legte die DHB-Auswahl einen müden Start hin. Erst in der 5. Minute gelang der erste Treffer, nach zwölf Minuten stand es gerade einmal 2:1. Biegler versuchte seine Spielerinnen mit lauten Rufen aus ihrer Lethargie zu reißen, was ihm zunächst auch gelang. Mit einem 6:0-Lauf zog das deutsche Team auf 7:1 davon, das Klein mit ihrem 100. Länderspieltor erzielte.

Doch die Fehlerquote im Angriff blieb zu hoch. Immerhin gaben sich die deutschen Frauen in der Defensive kaum eine Blöße. Und wenn doch einmal ein Ball durchrutschte, war Torfrau Clara Woltering zur Stelle. Die 34-Jährige bot eine überzeugende Leistung und durfte dann sogar eine Premiere feiern: Mit einem Fernwurf ins leere chinesische Tor gelang der Dortmunderin im 218. Länderspiel der erste Treffer. „Für mich ist das nur eine Randnotiz“, sagte Woltering.

China erwies sich als der erwartet schwache Gegner, der die DHB-Auswahl kaum forderte. Umso unbefriedigender war die Halbzeitausbeute von lediglich zehn Toren. Das wurde erst nach dem Wechsel besser. Nun wurden die Angriffe konzentrierter abgeschlossen und der Vorsprung mit einem 6:0-Lauf auf 16:3 (43.) ausgebaut.

Doch dann zog vorne wieder der Schlendrian ein, was Biegler auf die Palme brachte. Zehn Minuten vor Schluss nahm er sichtlich verstimmt eine Auszeit, in der er seine Schützlinge wieder einschwor. Am Ende zählten aber auch für ihn in erster Linie die zwei Punkte, die Deutschland nun alle Chancen auf Platz eins lassen.

 

 

 

| 08:48 Uhr

Handball-WM in Trier

Warten auf den 20.000 Besucher
 
 
 

 

Spiel Rumänien gegen Spanien in der Arena Trier. FOTO: Arena Trier/Jürgen Brech

 

WM-Tag in Gruppe A: Rumänien und Frankreich im Achtelfinale, Slowenien und Spanien kurz davor - Wer als 20.000 Fan in der Arena gezählt wird, erhält ein handsigniertes Trikot der deutschen Nationalmannschaft und ein Fanpaket. Red

Drei von fünf Spieltagen der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft sind in der Arena Trier absolviert – und schon stehen die ersten beiden Achtelfinal-Teilnehmer fest: Durch ihre Siege am Dienstag haben sich Rumänien und Frankreich bereits f r die K.o.-Runde qualifiziert. Die Rumäninnen gewannen vor einer „Heim-Kulisse“ ihr drittes Spiel mit 19:17 gegen Spanien und sind das einzige weiter verlustpunktfreie Team in Trier. Frankreich setzte sich gegen Paraguay durch und hat mit vier Punkten ebenfalls das Weiterkommen sicher. Auch die beiden noch offenen Achtelfinal-Tickets sind eigentlich schon an Slowenien und Spanien (beide ebenfalls vier Punkte) vergeben – denn die weiter punktlosen Teams aus Angola und Paraguay haben nur noch mathematisch die Chance aufs Weiterkommen.

 

Rund 3000 Fans kamen am Dienstag zu den beiden Sessions – und somit hat sich vor dem spielfreien Mittwoch die Zahl der verkauften Tickets auf über 19.000 erhöht. Am Donnerstag, spätestens aber Freitag wird die Marke von 20.000 WM-Besuchern geknackt. Und für den 20.000 Zuschauer hat sich das Lokale Organisationskomitee etwas Besonderes einfallen lassen: er oder sie erhält ein von allen Spielerinnen signiertes Originaltrikot der deutschen Frauen-Handball-Nationalmannschaft sowie ein Arena-Fanpaket. 20.000 Fans bedeuten eine durchschnittliche Auslastung von 2000 Besuchern pro Session. „Das ist eine herausragende“, sagt Wolfgang Esser, LOK-Chef und Arena-Geschäftsführer: „Das zeigt, dass es genau die richtige Entscheidung war, sich als WM-Spielort zu bewerben.“

 

Am Dienstagabend stellten wieder Franzosen und Rumänen die größten Fangruppen, beim Mittagsspiel Slowenien – Angola waren es hunderte Kinder, die als Schulklassen oder mit ihren Sportvereinen zur WM gekommen waren. Die Sparkasse Trier hatte 500 Karten für die Mittagssessions erworben und an Kinder und Senioren verteilt. Während die Partie Frankreich – Paraguay nur bis zur Pause (14:10) spannend war, ehe der Olympiazweite durchstartete und danach nur noch drei Tore zuließ und 35:13 gewann, waren die beiden anderen Dienstagsspiele hochklassig und teilweise dramatisch. Bis zur 47. Minute und dem 24:23 war die Partie Slowenien – Angola völlig offen, dann brach der Afrikameister völlig ein und kassierte sechs Tore in Folge. Beim 30:23 war die Messe gelesen, am Ende hieß es 32:25.

 

Noch spannender ging es im letzten Spiel zu, als Rumänien vor allem von den erneut über 500 frenetischen Fans profitierte, die das Team nach vorne schrien. Spanien war bis zum Ende auf Augenhöhe, doch schließlich waren es die acht Treffer von Welthandballerin Cristina Neagu, die den Unterschied machten. Sie drehte eine 2:4-Rückstand im Alleingang in ein 9:6 für den WM-Dritten

 

 

| 22:39 Uhr

Trotz WM-Achtelfinale

DHB-Frauen hadern mit Remis gegen Serbien
 
 
 
DHB-Akteurin Kerstin Wohlbold (r) setzt zum Wurf auf das serbische Tor an. Foto: Hendrik Schmidt
Leipzig. Vize-Weltmeister Niederlande hat durch einen 29:22 (14:8)-Sieg gegen Kamerun vorzeitig das WM-Achtelfinale der Handball-Frauen erreicht. Von Eric Dobias, dpa

Der Jubel-Tanz der deutschen Frauen nach dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale der Heim-WM blieb aus.

Zwar löste die DHB-Auswahl durch das 22:22 (9:11) im Handball-Krimi gegen Serbien vorzeitig das Ticket für die K.o.-Runde, doch der späte Ausgleich wenige Sekunden vor Schluss drückte auf die Stimmung. „Die letzte Aktion tat weh. Deshalb fühlt es sich ein wenig wie eine Niederlage an“, sagte die erneut starke Torfrau Katja Kramarczyk. „Wir wollten gewinnen. Das Beste ist daher der Achtelfinaleinzug.“

Immerhin blieb die DHB-Auswahl auch im dritten Turnierspiel ungeschlagen und hat mit 5:1 Punkten im Kampf den Gruppensieg weiter alle Trümpfe in der Hand. Bundestrainer Michael Biegler spendete seinen Spielerinnen daher Trost. „Natürlich sind sie enttäuscht, dass sie sich nicht belohnen konnten. Und natürlich kann es sein, dass es sich für sie nicht so gut anfühlt. Aber wir haben den Sieg nicht aus der Hand gegeben, sondern heute den nächsten Schritt in unserer Entwicklung gemacht“, sagte Biegler.

Die Gefühlslage bei den DHB-Frauen war jedoch eine andere, nachdem sie kurz vor dem Ende bei eigener Führung noch im Ballbesitz waren. „Wir sind generell enttäuscht“, sagte Kapitänin Anna Loerper. „Am Ende müssen wir die knappe Führung 30 Sekunden vor Schluss besser über die Bühne bringen.“

Ähnlich sah das Svenja Huber, die am Dienstag vor 3871 Zuschauern in Leipzig mit fünf Treffern beste Werferin ihres Teams war: „Wir geben den letzten Angriff aus der Hand, nachdem wir uns super zurückgekämpft haben. Wir müssen wohl noch konstanter werden, wissen aber auch, dass wir uns in ein Spiel zurückkämpfen können.“

Nächster Gegner ist am Mittwoch (18.00 Uhr) der punktlose Gruppenletzte China, gegen den nur zwei Punkte zählen. „Da muss ein Pflichtsieg her“, sagte Rechtsaußen Huber. Zum Abschluss der Vorrunde geht es am Freitag gegen Vize-Weltmeister Niederlande, der wie die DHB-Auswahl und Serbien schon für das Achtelfinale qualifiziert ist.

Anders als beim Sieg gegen Südkorea war das Biegler-Team in der Anfangsphase hellwach. Nach einem Raketenstart zum 5:1 (9.) nahm der WM-Zweite von 2013 eine frühe Auszeit und dem DHB-Team damit etwas den Wind aus den Segeln. „Nach dem starken Start haben wir uns verunsichern lassen“, monierte Biegler. Gegen die fortan aggressiver deckenden Serbinnen gab es kaum noch ein Durchkommen. Beim 7:7 (18.) war die Partie wieder auf Null gestellt.

Nun reagierte Biegler mit einer Auszeit, die aber nicht den erhofften Effekt zeigte. Vielmehr geriet der WM-Gastgeber beim 8:9 (23.) erstmals in Rückstand, der bis zur Pause auf zwei Tore anwuchs. Das konnte auch Ausnahmetalent Emily Bölk, die nach ihrer im Training erlittenen Fußverletzung erstmals im Kader stand, bei ihrem WM-Debüt nicht verhindern. Die 19-Jährige vom DHB-Pokalsieger Buxtehuder SV kam in der 26. Minute auf das Parkett, konnte bei ihrem Kurzauftritt in der Offensive aber noch keine Akzente setzen.

Nach dem Wechsel gelang den Biegler-Ladies zwar schnell der Ausgleich, doch Serbien stellte umgehend wieder den Zwei-Tore-Abstand her. Zwölf Minuten vor Schluss gelang dann endlich der Ausgleich. Nun war Feuer in der Partie - auch wenn die Fehlerquote im deutschen Team unverändert hoch blieb. In der dramatischen Schlussphase konnte sich keine Mannschaft mehr einen entscheidenden Vorteil verschaffen.

Neben Deutschland haben sich bereits sieben weitere Teams vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert. Titelverteidiger Norwegen landete in der Gruppe B mit einem 35:20 gegen Polen genauso den dritten Sieg im dritten Spiel wie Olympiasieger Russland in der Gruppe C beim 24:16 gegen Brasilien.

Drittes Turnierteam mit einer weißen Weste ist Rumänien. Der EM-Fünfte kam in der Gruppe A zu einem 19:17 gegen Spanien und verfügt damit ebenso über 6:0 Zähler wie die beiden Topfavoriten. Die Spanierinnen stehen trotz der Niederlage ebenfalls schon im Achtelfinale, für das auch der Olympia-Zweite Frankreich dank eines 35:13-Kantersieges gegen Paraguay das Ticket löste.

Auch der WM-Zweite Niederlande steht nach einem 29:22 gegen Kamerun in der K.o.-Runde. Mit 4:2 Punkten hat der Olympia-Vierte in der deutschen Gruppe D mindestens den vierten Platz sicher, da er gegen die weiter punktlosen Rivalen Kamerun und China (beide 0:6) jeweils den Direktvergleich für sich entschieden hat.

Serbien ist nach dem 22:22 gegen die DHB-Auswahl als Tabellenführer mit 5:1 Zählern ebenfalls schon durch. Kurs auf die K.o.-Runde hält auch Südkorea. Der Asienmeister feierte beim lockeren 31:19 gegen China den zweiten Sieg im Turnier.

Spannender geht es in den Gruppen B und C zu, wo hinter den souveränen Norwegerinnen beziehungsweise Russinnen jeweils noch vier Teams auf das Weiterkommen hoffen dürfen.

 

 

 

 
| 22:17 Uhr

23:18-Sieg gegen Südkorea

DHB-Frauen stoßen Tor zum WM-Achtelfinale weit auf
 

 

Friederike Gubernatis (l) und Julia Behnke freuen sich über einen Treffer gegen Südkorea. Foto: Hendrik Schmidt FOTO: Hendrik Schmidt

 

Leipzig. Angeführt von einer überragenden Torfrau Katja Kramarczyk und einer treffsicheren Friederike Gubernatis haben Deutschlands Handball-Frauen das Tor zum Achtelfinale bei der Heim-Weltmeisterschaft weit aufgestoßen. Von Eric Dobias, dpa

Die deutschen Handball-Frauen hüpften nach der Gala gegen Südkorea ausgelassen über das Parkett und ließen sich danach von den begeisterten Fans feiern.

Mit dem 23:18 (11:10) gegen den Asienmeister stieß das Team von Bundestrainer Michael Biegler am Sonntag vor 5794 Zuschauern in Leipzig das Tor zum Achtelfinale bei der Heim-WM weit auf. „Ich bin total happy über den Sieg. Es hat heute unheimlich viel Spaß gemacht“, sagte Spielführerin Anna Loerper. „Jetzt haben wir uns so richtig ins Turnier gespielt.“

 

Aus einer starken Teamleistung ragten die überragende Torfrau Katja Kramarczyk und die treffsichere Friederike Gubernatis noch heraus. „So richtig realisieren kann ich es noch nicht, dass es so gut für mich läuft. Das ist schon eine kleine Krönung“, sagte Gubernatis, die in einer lange umkämpften Partie mit sieben Toren beste Werferin für die DHB-Auswahl war. „Ich freue mich, dass ich einen großen Teil zum Erfolg beitragen konnte“, sagte Kramarczyk.

 

Nächster Gegner der deutschen Mannschaft ist am Dienstag Serbien. Mit einem Erfolg gegen den WM-Zweiten von 2013, der zum Auftakt zwei Kantersiege gegen China und Kamerun feierte, würde der WM-Gastgeber bereits vorzeitig die K.o.-Runde erreichen und alle Trümpfe im Kampf um den Gruppensieg in der Hand halten.

Nach dem WM-Aus von Kim Naidzinavicius, die beim Auftaktsieg gegen Kamerun einen Kreuzbandriss erlitten hatte, musste Biegler improvisieren. Der 56-Jährige verzichtete auf einen Einsatz von Top-Talent Emily Bölk, die wegen einer Fußverletzung erneut nur auf der Tribüne saß, und berief stattdessen Alicia Stolle in den Kader.

 

Der Asienmeister, der am Vortag den WM-Zweiten Niederlande mit 24:22 düpiert hatte, erwies sich von Beginn an als der erwartet schwere Gegner. Nach fünf Minuten lag die DHB-Auswahl beim 2:5 schon mit drei Toren hinten. Viele technische Fehler hemmten zu Beginn den Spielfluss der Deutschen, denen die wuseligen Südkoreanerinnen in der Defensive ein ums andere Mal entwischten. Zudem bekam Torfrau Clara Woltering keinen Ball zu fassen, weshalb Biegler schon nach 13 Minuten Kramarczyk zwischen die Pfosten beorderte. „Für mich war es in der Stadt, wo ich wohne, ein besonderes Spiel“, sagte Kramarczyk.

 

Die Ex-Leipzigerin gab der Abwehr mit etlichen Glanzparaden die nötige Sicherheit, doch vorne lief zunächst weiter vieles schief. Gleich mehrfach verpasste die DHB-Auswahl beim Stand von 7:8 den Ausgleich, der dann gut fünf Minuten vor der Pause beim 9:9 doch noch gelang. Als Kramarczyk wenig später einen Siebenmeter parierte und Julia Behnke die deutsche Mannschaft erstmals in Führung brachte, verwandelte sich die Arena Leipzig endgültig in ein Tollhaus.

 

Jetzt war der Gastgeber voll da. Im Rückzug gelangen nun Balleroberungen, die das Publikum von den Sitzen rissen. Dank eines Treffers von Nadia Mansson, die wenige Sekunden vor der Pause in Unterzahl traf, nahm die DHB-Auswahl eine knappe Halbzeitführung mit in die Kabine.

 

Auch nach dem Wechsel lief das deutsche Offensivspiel nur schleppend an. Mehr als fünf Minuten lang gelang kein Treffer, was jedoch keine großen Auswirkungen hatte, weil die Abwehr weiter stabil stand. Nach 38 Minuten baute Svenja Huber den Vorsprung erstmals auf zwei Tore aus, Mitte der zweiten Hälfte waren es beim 19:15 sogar vier. Als auch noch eine doppelte Unterzahl ohne Gegentor überstanden wurde, waren die letzten Siegzweifel beseitigt.

 

| 22:58 Uhr

 

Schwungvoller WM-Start in Trier
 
 
 

Volle Arena Trier: Die ersten Partien bei der WM waren sehr gut besucht.

 

FOTO: HANS KRAEMER / TV

Trier. Die große Handball-Welt ist zu Gast in Trier. Seit Samstag wird in der Arena die Frauen-WM-Vorrunde in der Gruppe A ausgetragen. So lief der erste Turniertag.

Knapp 2400 Fans beim Auftaktspiel zwischen Rumänien und Paraguay und jeweils mehr als 3000 Zuschauer bei den Abendpartien Frankreich gegen Slowenien sowie Spanien gegen Angola – die Frauenhandball-Weltmeisterschaft in Trier ist am Samstag schwungvoll gestartet. Vor allem die überraschend große und farbenfrohe Schar rumänischer Anhänger hat für eine gute Stimmung in der Arena gesorgt.

 

Sie hatten auch allen Grund, denn ihr Team startete mit einem ungefährdeten 29:17-Erfolg gegen den Dritten der Pan-Amerika-Meisterschaft ins Turnier. Einige Zuschauer bekamen das Eröffnungsspiel allerdings erst mit Verspätung zu sehen – da sich vor der Arena am Einlass lange Schlangen gebildet hatten, gelangten viele Fans erst nach Spielbeginn zu ihren Plätzen.

Die Konsequenz: Vor den weiteren Partien wurden die Einlasszeiten von 60 auf 90 Minuten vor dem Anpfiff ausgeweitet.

 

Am ersten Tag der Vorrundengruppe A, die komplett in Trier ausgetragen wird, gab’s auch gleich die erste faustdicke Überraschung. Medaillenkandidat Frankreich unterlag unerwartet Slowenien mit 23:24, das damit nach zwölfjähriger WM-Abstinenz direkt ein Coup gelang. In einigen Gesichtern der zahlreich vertretenen französischen Fans war die Enttäuschung ablesbar.

 

Beste Spielerin war Sloweniens Topstar Ana Gros, die in Metz spielt und damit gleich auf mehrere Teamkolleginnen traf. „Das war natürlich schon ein bisschen komisch. Aber wir sind Profis. Für uns war es ein guter Start ins Turnier“, sagte Gros, die neun Mal traf.

Frankreichs Coach Olivier Krumbholz war bedient, er führte die Niederlage seines Teams vor allem auf das aggressive und abschlussstarke Angriffsspiel der Sloweninnen zurück. Der Atmosphäre in der Arena konnte er dagegen Positives abgewinnen: „Von der Stimmung in der Halle her war es ein guter Beginn in die WM.“

 

Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die sich mit ihrem Mann, dem früheren Trierer Oberbürgermeister Klaus Jensen, und Bundes-Familienministerin Katarina Barley die Partie ansah, war begeistert: „Das war ein Riesenspiel, spannend bis zum Schluss. Ich war von der Atmosphäre begeistert. Es hat mich gefreut, dass so viele Fans in der Arena waren.“

 

Im dritten Samstags-Spiel behielt Spanien gegen Angola mit 28:24 die Oberhand. Der zwölfmalige Afrikameister lieferte den Iberern einen großen Kampf, musste sich aber letztlich geschlagen geben.

 

Am Sonntag sind erneut alle sechs Teams im Einsatz. Dann stehen folgende Begegnungen an: Slowenien - Rumänien (14 Uhr), Angola - Frankreich (18 Uhr) und Paraguay - Spanien (20.30 Uhr). Für die Mittagspartie und die Abendsession sind nach Veranstalterangaben jeweils rund 1950 Tickets verkauft. Es wird laut WM-Organisatoren also noch Karten an der Tageskasse geben. Diese ist ab 12 Uhr geöffnet, wegen der Sicherheitskontrollen werden die Zuschauer gebeten, rechtzeitig an der Arena zu sein. Inklusive des ersten Tags sind für alle 15 Partien in der Arena bereits mehr als 17 000 Karten an den Fan gebracht worden.

 

 

 

 

Handball-WM: Frankreich hofft auf „Heimspiele“ in Trier
 
 
 

 

 

Mégane Vallet und Maskottchen Hannibal mit dem Trikot der Französinnen. FOTO: WM-Organisationsbüro / TV

Trier. Bis zu 500 Fans aus dem Nachbarland werden am Samstag zum ersten Handball-WM-Spiel gegen Slowenien in der ausverkauften Arena erwartet.
 

Frankreich ist bereit für die Frauenhandball-Weltmeisterschaft und die Vorrundenspiele in Trier: Am Donnerstagabend ist der Topfavorit auf den Sieg in Gruppe A in Trier angekommen, nachdem man einen Tag zuvor im finalen Test in Metz mit 30:18 gegen Angola gewonnen hatte – einen der fünf Vorrundengegner in der Arena Trier. Am Samstag (18 Uhr) geht es los gegen Slowenien, am Sonntag spielt die Equipe Tricolore gegen den Afrikameister.

 

 

WM-Aus von Naidzinavicius schockt deutsche Handballerinnen
 
 
 

 

 

 

 

 

 
Die deutsche Handballerin Kim Naidzinavicius hat sich im ersten Wm-Spiel schwer verletzt. Foto: Hendrik Schmidt FOTO: Hendrik Schmidt
Leipzig. Das Verletzungsdrama um Kim Naidzinavicius hat die deutschen Handballerinnen gleich zum Auftakt der Heim-WM in einen Schock-Zustand versetzt. dpa

„Das ist ein schwerer Schlag für Kim und unsere Mannschaft, aber wir müssen auch für diese Situation Lösungen finden“, kommentierte DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld die niederschmetternde Nachricht vom WM-Aus der 26-jährigen Rückraumspielerin vom deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

 

„Der Preis, den wir bezahlt haben, ist zu hoch“, klagte Bundestrainer Michael Biegler nach dem lockeren 28:15-Auftaktsieg gegen Kamerun. Er muss nun innerhalb kürzester Zeit eine personelle Alternative finden. „Wir haben unseren Fahrplan der Nachnominierung schon umgestellt. Jetzt müssen wir wieder einen neuen Weg suchen. Aber der wird nicht so einfach wie die letzte Umstellung“, sagte Biegler. „Darüber muss ich mir erst einmal Gedanken machen.“

 

Naidzinavicius war mit großen Hoffnungen in die Heim-WM gegangen. „Ich will in jedem Spiel Vollgas geben und der Mannschaft helfen, egal ob in der Abwehr oder im Angriff. Ich hoffe, dass ich eine konstante Leistung bringen kann“, hatte sie vor dem WM-Auftakt ihr persönliches Ziel formuliert.

 

Eigentlich war für die 1,83 Meter große Sport- und Fitnesskauffrau eine tragende Rolle im deutschen Spiel vorgesehen. Naidzinavicius sollte im linken Rückraum für Torgefahr sorgen und in der Mitte Regisseurin Anna Loerper entlasten. Zudem gilt sie als sichere Siebenmeterschützin.

 

Vor dem zweiten Vorrundenspiel an diesem Sonntag gegen Südkorea müssen die DHB-Frauen nun schnell die Köpfe frei bekommen. „Wir haben alle daran zu schlucken, weil Kim eine sehr wichtige Person für uns ist“, sagte Friederike Gubernatis.

Ähnlich äußerte sich Loerper. „Wir sind natürlich geschockt über die Verletzung von Kim“, sagte die Kapitänin. „Glücklicherweise haben wir eine starke Mannschaft und Spielerinnen, die für sie nachrücken können. Das wird uns als Mannschaft noch enger zusammenrücken lassen.“

 

Wen Biegler in den Kader holt, war zunächst offen. Das Pech zum WM-Beginn setzte dem 56-Jährigen sichtlich zu. „Das ist die dritte Verletzte innerhalb von drei Tagen“, klagte Biegler. „Da kommt jeder alleine drauf, was das für eine Mannschaft bedeutet.“

Die Arena besteht den strengen Handball-WM-Test

Daumen hoch: Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser, WM-OK-Chef Berndt Dugall, WM-Projektleiterin Julia Lewen, Marek Goralczyk (IHF), DHB-Vizepräsident Heinz Winden und Josef Peter Schmitz (Präsident HV Rheinland). TV-Foto: Björn Pazen 
 

(TRIER) TRIER (BP) Marek Goralczyk und Marko Tosi Brandi nahmen ihren Job extrem ernst. Der Pole und der Italiener haben im Auftrag des Handball-Weltverbands IHF die Arena Trier für die Frauen-Weltmeisterschaft unter die Lupe genommen.

 

21.10.2017

 

42 Tage vor dem ersten Spiel in Trier fand am Freitag die finale Abnahme und Besichtigung statt. Neben der Halle wurden auch die Hotels für Mannschaften (Four Side Plaza/IAT Tower) und Offizielle (Nell’s Park) besichtigt. Trier war für die Delegation der letzte Stopp ihrer Deutschlandreise durch die sechs WM-Spielorte.
"Trier hat einen großen Vorteil. Alles ist sehr nahe zusammen, die Mannschaften könnten sogar zu Fuß von ihrem Hotel zu den Spielen gehen. Zudem ist uns sehr positiv aufgefallen, dass es schon viel Werbung für die WM in Trier gibt", sagte der Pole Goralczyk. Insgesamt stellte er dem Spielort Trier ein gutes Zeugnis aus: "Es gibt noch ein paar Sachen zu erledigen, aber das war in allen Arenen so. Aber alles machbare Details." Ein zentraler Punkt für den Weltverband ist die Sicherheit. Die Zuschauerkontrollen werden zum Beispiel schon auf dem Arenavorplatz sein.

 

Weil im Zuge der Inspektion bekannt wurde, dass gewisse Kontingente von der IHF nicht benötigt werden, gehen nun weitere Karten der ersten Kategorie für alle 15 Spiele in den freien Verkauf. Laut Julia Lewen, Projektmanagerin bei der Arena Trier, sind derzeit rund 7500 Karten verkauft: "Wir haben für alle Spiele noch Karten in allen Kategorien, für die Abendspiele am Samstag, 2. Dezember, wird es allerdings schon eng." Bis zum WM-Start laufen weitere Verkaufsaktionen, speziell für Kinder, aber auch Unternehmen, die zum Beispiel ihre Weihnachtsfeier bei der WM veranstalten wollen. Die Schultickets für die Nachmittagsspiele um 14 Uhr für fünf Euro pro Schüler sind gut angelaufen, aber auch dort habe man noch Kapazitäten. Insgesamt gehen pro Spiel rund 2500 Karten in den freien Verkauf.


WM-OK-Chef Berndt Dugall, der die DHB-Delegation leitete, war ebenfalls zufrieden: "Trier war die einzige Arena, wo der komplette Aufbau so geleistet wurde, wie es bei WM-Spielen aussieht. Bei anderen Hallen gab es nur Pläne und Modelle. Generell ist Trier bereit für die WM. Alles, was noch umgesetzt werden muss, bereitet uns keine Probleme."

 

(BP) 15 Spiele der Vorrundengruppe A mit Frankreich, Rumänien, Spanien, Angola, Slowenien und Paraguay gehen zwischen dem 2. Dezember und 8. Dezember in der Arena über die Bühne. Am 2., 3., 5., 7. und 8. Dezember gibt es jeweils drei Spiele täglich, ein Mittagsspiel um 14 Uhr und eine Abendsession mit Partien um 18 Uhr und 20.30 Uhr. Karten gibt es ab 7,50 Euro, wer acht Karten einer Kategorie bestellt, erhält zwei Freikarten der gleichen Kategorie. Alle Preise und Aktionen unter www.arena-trier.de

 

10. Juli 2017

Spielverbote im Dezember wegen Frauen WM

 

Wegen der im Dezember stattfindenden Frauen-WM wird nochmals auf das Spielverbot am 02. und 03.12.2017 ganztägig und am 17.12.2017 ab 12.00 Uhr hingewiesen. In den Rahmenspielplänen zur Saison sind diese Spielverbote entsprechend gekennzeichnet.

Das Spielverbot gilt für alle Spielklassen auf Verbandsebene sowie in den Oberligen und ist zwingend einzuhalten. Ausnahmen von den genannten Spielverboten sind nicht zulässig.

Trier, den 10.07.2017
Herbert Schuhmacher
Vizepräsident Spieltechnik

 

11. Juli 2017

 

Frankreich, Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola und Paraguay spielen bei Frauen-Handball-WM in Trier - Vorrundengruppen in Hamburg ausgelost

 

Wer spielt bei der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft im Dezember in der Arena Trier? Diese Frage wurde am Dienstagnachmittag bei der WM-Auslosung am Final-Spielort Hamburg beantwortet. Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe und Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser hatten wegen der vielen Kontakte auf Japan oder China als Starter an der Mosel gehofft, am Ende aber wurden fünf andere Teams neben Gruppenkopf Frankreich gezogen: Die Französinnen spielen gegen Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola und Paraguay. Das war das Ergebnis der Auslosung in Hamburg, die von WM-Botschafterin und Rekord-Nationalspielerin Grit Jurack durchgeführt wurde.

Vor allem die europäischen Mannschaften sind an den fünf Vorrundenspieltagen am 2. 3. 5. 7. und 8. Dezember die Favoriten in der Arena Trier: Frankreich ist aktueller Olympiazweiter und EM-Dritter, die Spanierinnen standen 2014 im EM-Finale und waren 2012 Olympiazweiter, Rumänien ist aktueller WM-Dritter und verfügt über die aktuelle (und dreifache) Welthandballerin des Jahres, Cristina Neagu. Eher überraschend haben sich die Sloweninnen für die WM qualifiziert, gleiches gilt für den Pan-Amerika-Dritten aus Paraguay. Dagegen zählt Afrikameister Angola zu den stärksten nicht-europäischen Nationen im Frauenhandball.

Die ersten vier Mannschaften der vier Vorrundengruppen qualifizieren sich für die Achtelfinals, die übrigen Teams spielen im Präsidenten-Cup die Plätze 17 bis 24 aus. Die vier Achtelfinal-Teilnehmer aus Trier reisen am 9. Dezember nach Leipzig, parallel wird die K.O.-Runde in Magdeburg ausgespielt, bevor am 15. und 17. Dezember das Finalwochenende in Hamburg stattfindet.

"Das ist für Trier eine tolle Gruppe mit vielen internationalen Stars und Mannschaften aus drei Kontinenten. Die Vorfreude auf die WM ist sehr groß", sagte Sportdezernent Andreas Ludwig: "Wir müssen nun alle Kontakte in diese sechs Länder ausspielen und Netzwerke anzapfen, um möglichst viele internationale Zuschauer zu erreichen", ergänzte der Sportdezernent.

"Schade, dass es weder mit Japan oder China geklappt hat, aber wir haben eine interessante Gruppe erwischt. Wir werden nun Gas geben, um der Handballwelt eine volle Halle in Trier und uns als perfekte Gastgeber zu präsentieren", sagte Wolfgang Esser. Der Arena-Geschäftsführer war als Chef des lokalen Trierer Organisations-Komitees bei der Auslosung vor Ort im 23. Stock des Emporio-Towers mit Blick über die Hansestadt. Als DHB-Vizepräsident war auch Heinz Winden aus Kasel bei der Auslosung, seine Meinung zur Gruppe A in Trier: ""Wir hatten vielleicht nicht das Glück, aber wir werden eine sehr internationale Gruppe sehen. Wir alle werden das Beste daraus machen."

Die deutsche Mannschaft spielt in Leipzig in Gruppe D gegen die Niederlande, Serbien, Südkorea, China und Kamerun. "Eine bunte, aber machbare Gruppe", sagte Bundestrainer Michael Biegler.

An jedem Spieltag in der Arena Trier gibt es drei Partien - ein Mittagsspiel um 12 oder 14 Uhr und zwei Abendspiele um 18 Uhr sowie 20.30 Uhr. Der Spielplan wird in den nächsten zwei Wochen veröffentlicht. "Wir werden jetzt gezielt unsere Werbung in Frankreich intensivieren, da wir ja jetzt die Gegner kennen. Zudem werden wir auch auf deutscher Seite der Großregion zahlreiche Handball-Veranstaltungen besuchen, um Werbung für die WM zu machen", sagte Esser.

Karten für die WM-Spiele in Trier gibt es über die Arena (www.arena-trier.de) sowie alle Eventim-Vorverkaufsstellen. Tickets sind ab 7,50 Euro für Mittagsspiele beziehungsweise 12,50 Uhr für zwei Abendspiele erhältlich. Für Gruppen wichtig: Für acht Tickets einer Kategorie gibt es zwei Gratiskarten, im Angebot gibt es auch Turnierkarten für alle 15 Spiele in der Arena. Alle Karten gelten als Bus- und Bahnfahrkarten im Bereich des Verkehrsverbunds Trier.

Die Vorrundengruppen der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft:
Gruppe A in Trier: Frankreich, Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola, Paraguay
Gruppe B in Bietigheim-Bissingen: Norwegen, Schweden, Tschechien, Ungarn, Argentinien, Polen
Gruppe C in Oldenburg: Dänemark, Russland, Brasilien, Montenegro, Japan, Tunesien
Gruppe D in Leipzig: Niederlande, Deutschland, Serbien, Südkorea, China, Kamerun

Alle Informationen zum WM-Spielort Trier gibt es auf der Arena-Website oder auf Facebook unter IHFWMTRIER.

 

 

Frauen-Handball-Weltmeisterschaft: Europäische Stars, internationales Flair

 

 Foto: Björn Pazen
 

(Hamburg/Trier) Die Wünsche von Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe gingen zwar nicht in Erfüllung, aber die Handballfans in Trier werden dennoch zwischen 2. und 8. Dezember Weltklasse-Handball in der Arena sehen.

 

27.06.2017
Björn Pazen

 

Neben dem bereits zuvor gesetzten Gruppenkopf Frankreich spielen Rumänien, Spanien, Slowenien, Angola und Paraguay in Gruppe A der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft in der Arena. Das ergab die Auslosung am Dienstag in Hamburg, die von Rekord-Nationalspielerin und WM-Botschafterin Grit Jurack vorgenommen wurde.

 

Schade, dass es weder mit Japan oder China geklappt hat, aber wir haben eine interessante Gruppe erwischt. Wir werden nun Gas geben, um der Handballwelt eine volle Halle in Trier und uns als perfekte Gastgeber zu präsentieren“, sagte Wolfgang Esser. Der Arena-Chef war als Chef des lokalen Trierer Organisations-Komitees bei der Auslosung vor Ort – genau wie der DHB-Vizepräsident Heinz Winden aus Kasel (Kreis Trier-Saarburg). Und der blickt ebenfalls optimistisch nach vorne: „Wir hatten vielleicht nicht das Glück, aber wir werden eine sehr internationale Gruppe sehen. Wir alle werden was draus machen“, sagte Winden, der viele Jahre lang auch Delegationsleiter der deutschen Handballerinnen waren. Die treffen in Vorrundengruppe D in Leipzig auf Serbien, Südkorea, China und Kamerun. „Eine bunte, aber machbare Gruppe“, sagte Bundestrainer Michael Biegler.

In Trier dürften die europäischen Teams die Topplätze unter sich ausmachen: Frankreich ist aktueller Olympiazweiter und EM-Dritter, die Spanierinnen standen 2014 im EM-Finale und waren 2012 Olympiazweiter, Rumänien ist aktueller WM-Dritter und verfügt über die aktuelle (und dreifache) Welthandballerin des Jahres, Cristina Neagu. Eher überraschend haben sich die Sloweninnen für die WM qualifiziert, gleiches gilt für den Pan-Amerika-Dritten aus Paraguay. Dagegen zählt Afrikameister Angola zu den stärksten nicht-europäischen Nationen im Frauenhandball.

 

Gespielt wird in der Arena Trier am 2. Dezember, 3. Dezember, 5. Dezember, 7. Dezember und 8. Dezember. An jedem Tag gibt es drei Spiele – eine Mittagspartie um 12 oder 14 Uhr und zwei Abendspiele um 18 Uhr sowie 20.30 Uhr. Der Spielplan wird in den nächsten zwei Wochen veröffentlicht. „Wir werden jetzt gezielt unsere Werbung in Frankreich intensivieren, da wir ja jetzt die Gegner kennen. Zudem werden wir auch auf deutscher Seite der Großregion zahlreiche Handball-Veranstaltungen besuchen, um Werbung für die WM zu machen“, sagte Esser. Unter anderem bei Wittlicher Handball Cup am ersten August-Wochenende, wo zahlreiche Nationalspielerinnen auf dem Fall stehen, wir der WM-Spielort Trier mit einem Stand präsent sein.
 

Tickets für die Weltmeisterschaft

Karten für die WM-Spiele in Trier gibt es über die Arena (www.arena-trier.de) sowie alle Eventim-Vorverkaufsstellen. Tickets sind ab 7,50 Euro für Mittagsspiele beziehungsweise 12,50 Uhr für zwei Abendspiele erhältlich. Für Gruppen wichtig: Für acht Tickets einer Kategorie gibt es zwei Gratiskarten, im Angebot gibt es auch Turnierkarten für alle 15 Spiele in der Arena. Alle Karten gelten als Bus- und Bahnfahrkarten im Bereich des Verkehrsverbunds Trier. 

 

 

 

Sonntag · 27.11.2016 · 16:23 Uhr · jun

EM-Generalprobe: DHB-Team zeigt Charakter und holt Zehn-Tore-Rückstand auf
Jenny Karolius - Foto: Marco Wolf

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zeigte bei ihrer EM-Generalprobe zwei Gesichter: Nach einer missglückten ersten Hälfte und einem 10:20-Halbzeitrückstand stellte das Team von Michael Biegler im zweiten Durchgang seinen Kampfgeist unter Beweis und egalisierte den Rückstand. Am Ende stand mit einem 28:28 das zweite Unentschieden - nach dem 24:24 gestern - zu Buche. Neben Torfrau Dinah Eckerle, die in der zweiten Hälfte eine überragende Leistung zeigte, bestach Saskia Lang mit viel Zug zum Tor.

Im Vergleich zum gestrigen Aufeinandertreffen nahm Michael Biegler zwei personelle Änderungen vor. Der Bundestrainer berief Katja Kramarczyk und Stella Kramer anstelle von Clara Woltering und Maike Schirmer ins Aufgebot; auf Meike Schmelzer verzichtete er zum zweiten Mal. Auch in der Startaufstellung gab es zwei Änderungen: Torhüterin Kramarczyk begann zwischen den Pfosten, während Alicia Stolle im rechten Rückraum agieren durfte.

Der erste Treffer der Partie ging dann auch gleich auf das Konto der Linkshänderin, doch Jenny Alm sorgte umgehend für das 1:1 (2.). Die folgenden Minuten waren von Fehlwürfen auf beiden Seiten geprägt - Svenja Huber scheiterte von der Siebenmeterlinie ebenso an Johanna Bundsen wie Julia Behnke, doch da auch Emma Ekenman-Fernis an Kramarczyk scheiterte und Anna Lagerquist den Ball frei vom Kreis über das Tor setzte, blieb das Spiel eng.

Nach einem Gegenstoß von Maria Kiedrowski lag das DHB-Team in der 10. Spielminute noch mit 4:3 (10.) in Front, doch nun übernahm Schweden nach und nach die Kontrolle. Mit einem Doppelschlag drehte der EM-Gastgeber zunächst den Spielstand - Olivia Mellegard erzielte per Gegenstoß das 5:4 - und setzte sich dann Tor um Tor ab. Mit einem 6:0-Lauf distanzierte das Team von Hendrik Signell die deutsche Auswahl deutlich - von 10:7 (16.) zogen die Schwedinnen auf 16:7 (23.) davon.

Im deutschen Spiel lief in dieser Phase so gut wie nichts zusammen. Die Abwehr agierte nicht geschlossen und im Angriff leistete sich die Mannschaft von Michael Biegler zu viele Fehler. Erst nach einer Zeitstrafe gegen Johanna Westberg konnte die eingewechselte Emily Bölk den Platz nutzen und die Torflaute der DHB-Auswahl mit dem Treffer zum 16:8 (25.) beenden.

Neben Bölk waren nach und nach Jenny Karolius, Kerstin Wohlbold und Anne Hubinger in die Partie gekommen und auch im Tor wechselte Biegler nun: Dinah Eckerle kam für Kramaczyk zwischen die Pfosten. In der 27. Spielminute lag Schweden beim 18:8 erstmals mit zehn Treffern in Front und nachdem Huber einen weiteren Siebenmeter vergeben hatte, ging es auch mit einem 20:10 für die EM-Gastgeber in die Kabine.

Der zweite Durchgang begann mit einer Parade von Eckerle, die Ekenman-Fernis einen Wurf von Rechtsaußen abnahm. Die frisch eingewechselte Stella Kramer machte es auf der anderen Seite besser und verkürzte auf 11:20 (32.). Neben der Dortmunderin standen Lone Fischer und Isabell Klein als frische Kräfte auf dem Feld.

Die Linkshänderin scheiterte zwar kurz nach Wiederanpfiff an Filippa Idehn, doch über Saskia Lang baute das DHB-Team nun viel Druck aus der 2. Welle auf. Die Leipzigerin, die mit Anna Loerper eigentlich einen Angriff-Abwehr-Wechsel spielte, sorgte für neue Dynamik und traf innerhalb kurzer Zeit zweimal. Nach dem 14:22 (35.) durch Lang legte Signell schon früh die Auszeit.

Das deutsche Team erhielt den Druck nun aufrecht und hatte nach einem Siebenmetertreffer von Loerper die Hälfte des Rückstands bereits aufgeholt - die Spielmacherin traf zum 17:22 (37.). Mit einer starken Eckerle zwischen den Pfosten, die zahlreiche Würfe der Schwedinnen parieren konnte, kämpfte sich die deutsche Mannschaft Tor um Tor heran. Loerper verkürzte zunächst auf 20:24 (47.), bevor Karolius das Biegler-Team mit dem Treffer zum 23:26 (50.) endgültig wieder in Schlagdistanz brachte.

Signell reagierte mit der nächsten Auszeit, doch seine Mannschaft war inzwischen stark verunsichert und hatte in Eckerle seine Meisterin gefunden. Louise Sand setzte einen Gegenstoß an den Pfosten - und Bölk und Hubinger stellten den Anschluss her: Nach dem 24:26 (53.) durch Bölk traf die Linkshänderin zum 25:26 (55.). Nach zwei weiteren Paraden von Eckerle war es noch einmal Hubinger, die zum gefeierten 27:27-Ausgleich traf (57.). Nach einer hochspannenden Schlussphase trennten sich die beiden Teams 28:28.

Letzter Test ist zugleich Startschuss

Deutsche Frauen treffen am Sonntag in Trier auf Schweden - 1500 Karten verkauft
Für Bundestrainer Michael Biegler und die deutschen Handballerinnen geht es am Sonntag gegen Schweden darum, die weiße Weste zu wahren. Noch nie hat eine DHB-Auswahl ein Länderspiel in der Arena verloren. Foto: dpa Foto: Felix Kästle (g_sport

(Trier) Die Arena will Werbung für die Frauen-Handball-WM 2017 machen, die deutsche Mannschaft will sich Rückenwind für die bevorstehende EM holen: Am Sonntag (15 Uhr) trifft die DHB-Auswahl in Trier auf Schweden.

26.11.2016
Björn Pazen

Trier. Den Weg in die Arena zu ihrem Länderspiel können die deutschen Handballerinnen zu Fuß zurücklegen. Denn sie werden am Samstagabend nach dem ersten Test gegen Schweden in Hamm/Westfalen im IAT-Tower (Mannschaftshotel auch während der WM 2017) gleich neben der Arena einchecken - und dort auch bis Montagmorgen bleiben.
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Nur eine Ex-Mieze dabei

Dazwischen liegt am Sonntagnachmittag (Anwurf 15 Uhr) die Generalprobe für die Europameisterschaft gegen den EM-Gastgeber. Bis gestern bereitete Bundestrainer Michael Biegler seine "Ladies", wie er seine Spielerinnen nennt, in Leverkusen auf die EM-Vorrundengruppe vor. In Kristianstad geht es zunächst gegen den WM-Zweite Niederlande (4. Dezember), dann gegen den Olympiazweiten Frankreich (6. Dezember) und final gegen den WM-Vierten Polen (8. Dezember). Da nur die ersten drei Mannschaften in die Hauptrunde einziehen, muss mindestens ein Sieg her.
Und auf dem Weg zur EM musste Biegler einige Rückschläge hinnehmen - unter anderem die beiden Ex-Miezen Nadja Nadgornaja (schwanger) und Shenia Minevskaja (Fingerbuch) fallen für den Test in Trier und die EM aus. Somit steht in Svenja Huber nur eine Spielerin im 21-köpfigen Kader, die schon einmal das MJC-Trikot trug.
Biegler war bereits im Sommer in der Arena, schaute sich seine Nationalspielerinnen beim Miezen-Cup an. Im April war der 55-Jährige Bundestrainer geworden, für ihn ist die EM nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zur Heim-WM 2017. Und das hat er mit den Trier Länderspiel-Organisatoren gemein. Denn der Test gegen Schweden ist der Startschuss für die WM-Kampagne.

Der Spielfeldaufbau wird in etwa so aussehen, wie vom Weltverband IHF für die 15 WM-Spiele in der Arena gefordert. Zudem werden viele Gäste eingeladen, die man als Partner für die WM 2017 gewinnen will. Dazu zählt auch eine Delegation aus der Trierer Partnerstadt Metz - denn Frankreich ist im Falle der Qualifikation Gruppenkopf in Trier. Diese Delegation wird am Sonntag von der französischen Ex-Mieze Megane Vallet betreut werden.

"Wir wollen dem Deutschen Handballbund mit einer vollen Halle zeigen, dass wir die richtige Wahl als WM-Spielort sind", sagt Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser. Bis Freitagmittag waren bereits 1500 Karten abgesetzt. Tickets sind noch in allen Kategorien im Vorverkauf an allen Eventim-Vorverkaufsstellen und an der Tageskasse erhältlich. Die Eintrittskarten gelten am Sonntag auch als kostenlose Fahrscheine in allen Bussen und Bahnen des Verkehrsverbunds Trier.
Und am Sonntag gilt es, eine Serie auszubauen. Denn: Sechs Länderspiele haben deutsche Männer- und Frauen-Handballnationalmannschaften bisher (seit 2003) in der Arena bestritten und sechsmal gingen die DHB-Auswahlen als Sieger vom Feld.

Startschuss für die Handball-WM 2017:

Trier will sich als Sportstadt und von seiner besten Seite zeigen

Rund ein Jahr vor der Frauen-Weltmeisterschaft ist das Test-Länderspiel Deutschland gegen Schweden am 27. November der Auftakt der Bewerbung für das Großereignis

Vom 2. bis 8. Dezember 2017 kommt die Handballwelt nach Trier - und rund ein Jahr zuvor findet der offizielle Startschuss für die Frauen-Handball-Weltmeisterschaft mit einem Länderspiel in Trier statt. Am 27. November (Anwurf: 15 Uhr) treffen die deutschen Frauen in der Arena in ihrem letzten EM-Test auf EuropameisterschaftsGastgeber Schweden.

Und diese Partie will das lokale WM-Organisationskomitee um Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser und Triers Sportdezernent Andreas Ludwig nutzen, um Vorfreude auf die Weltmeisterschaft 2017 zu schüren.

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Trierer Rathaus stellten Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe, Andreas Ludwig, Wolfgang Esser und Julia Lewen, WM-Projektleisterin im Arena-Team, den aktuellen Stand der Planungen für die Weltmeisterschaft, aber auch das Test-Länderspiel gegen Schweden vor. „Dass die Arena einer von deutschlandweit nur sechs Austragungsorten der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft ist, unterstreicht den Ruf Triers als Sportstadt“, sagte Oberbürgermeister Leibe.

Neben Trier wird die Weltmeisterschaft in Leipzig, Bietigheim, Oldenburg, Magdeburg und Hamburg ausgetragen. Trier hatte Mitte Oktober problemlos grünes Licht vom Weltverband IHF erhalten, der die Arena sowie die Hotels für Mannschaften und Offizielle in einer gemeinsamen Delegation mit Vertretern des Deutschen Handballbunds (DHB) inspizierte.

In der Arena finden insgesamt 15 Vorrundenspiele der Gruppe A statt, jeweils drei Spiele am 2.12., 3.12., 5.12., 7.12. und 8.12. Sechs Mannschaften werden in der Arena um den Einzug ins Achtelfinale kämpfen, für das sich die vier jeweils besten Teams der vier Vorrundengruppen qualifizieren. Wer in Trier spielt, entscheidet sich bei der Vorrundenauslosung am 27. Juni 2017 in Hamburg. Direkt qualifiziert sind nur Gastgeber Deutschland (Gruppenkopf in Leipzig) und Titelverteidiger Norwegen (gesetzt für Bietigheim).

In Trier drückt man derweil den Französinnen die Daumen - denn wenn sich die Equipe Tricolore (aktueller Olympiazweiter) für die WM qualifiziert, wird sie ihre Vorrundenspiele in der Arena austragen. „Wegen der Nähe zu Frankreich und der hervorragenden Beziehungen von Trier zu seiner Partnerstadt Metz - der Hochburg des französischen Frauenhandballs - war unsere Bewerbung schon darauf ausgelegt“, sagt Esser. Mit einer Delegation inklusive der früheren, aus Metz stammenden Miezenspielerin Megane Vallet präsentierte sich Trier bereits in der Partnerstadt. „Wir haben sehr gute Kontakte nach Metz, nicht erst, nachdem wir uns gemeinsam für die Tour de France beworben hatten“, betonte Sportdezernent Ludwig. Auch über das Städtenetzwerk Quattropole soll die WM beworben werden - nicht nur in Metz, auch im Saarland und Luxemburg. Geplant ist zum Beispiel auch eine Verbindung zum parallel zur Weltmeisterschaft stattfindenden Weihnachtsmarkt, zu dem traditionell viele Besucher aus den Nachbarländern nach Trier kommen. Auch deshalb ist die Trier Tourismus und Marketing GmbH im Organisationskomitee vertreten. Weitere Kooperationen - zum Beispiel mit der Sportakademie, der Universität, der ADD, Sport-Leistungskursen der Trierer Gymnasien - sind bereits besprochen.

„Mit der Handball-Weltmeisterschaft wollen wir intensives Stadtmarketing für Trier betreiben, weit über den Sport hinaus“, sagte Wolfgang Esser. Daher gab es auch schon Gespräche mit der City-Initiative und dem Einzelhandelsverband. Geplant ist zum Beispiel, die Jubiläumsveranstaltung von „Trier spielt“ ganz in den Zeichen des Handballs zu stellen. „Es wäre toll, wenn möglichst viele regionale Unternehmen und Wirtschaftspartner die Weltmeisterschaft unterstützen würden. Denn mit einer erfolgreichen Organisation können und wollen wir uns für weitere sportliche Großereignisse bewerben“, sagte der Geschäftsführer der Arena.

Rund 2500 Karten gehen für jedes WM-Spiel in den freien Verkauf. „Fans können die Karten entweder über die offizielle Website oder direkt bei uns in der Arena erwerben“, sagte die auch fürs Ticketing zuständige Projektleiterin Julia Lewen. An jedem der fünf Spieltage wird es ein Mittagsspiel - entweder um 12 Uhr oder um 14 Uhr - geben, mit dem Schulklassen, Vereine oder andere Gruppen durch besondere Rabattierungen vergünstigt das WM-Fieber in Trier genießen können.

Die beiden übrigen Partien finden dann um 18 Uhr und 20.30 Uhr statt. „Es gibt Tickets für einzelne Sessions, ganze Tage oder sogar alle 15 Spiele in Trier“, sagte Lewen. Der offizielle Vorverkauf für alle WM-Standorte hat am 27. Oktober begonnen - die Bewerbung wird natürlich forciert, wenn feststeht, wer in Trier spielen wird.

Ein erstes WM-Flair erhofft man sich beim Organisationskomitee vom Testspiel Deutschland gegen Schweden am 27. November: „Wir wollen dem DHB mit einer möglichst vollen Halle zeigen, dass wir die richtige Wahl als WM-Spielort sind“, sagt Esser, der auf 2000 Zuschauer hofft. Karten für dieses Spiel gibt es ebenfalls bei der Arena oder im Internet unter www.dhb.de/tickets.

Bei diesem Spiel wird die Arena schon so aufgebaut werden, wie sie bei der WM aussehen wird, inklusive der Umsetzung aller strengen Auflagen des Weltverbands IHF. Auch zwei ehemalige Miezen-Spielerinnen stehen im Kader von Bundestrainer Michael Biegler für diese Partie: Svenja Huber (jetzt bei Borussia Dortmund) und Shenia Minevskaja (jetzt HC Leipzig). Und für die gilt es, eine Serie auszubauen: Noch nie seit dem ersten Handball-Länderspiel in der Arena am 1. Juni 2003 (Frauen-WM-Qualifikation gegen Bulgarien) hat eine deutsche Handball-Nationalmannschaft (Männer und Frauen) in Trier eine Partie verloren.

Die wichtigsten Fakten zur Frauen-WM 2017:

• 1. bis 17. Dezember 2017

• Spielorte Vorrunde: Trier (im Falle der Qualifikation mit Frankreich), Oldenburg

(im Falle der Qualifikation mit Dänemark), Bietigheim (mit Norwegen), Leipzig (mit Deutschland)

• Eröffnungsspiel mit deutscher Beteiligung am 1. Dezember in Leipzig; alle weiteren Vorrundenspiele ab dem 2. Dezember

• Spielorte Achtelfinale, Viertelfinale, President‘s Cup: Magdeburg, Leipzig

• Finalwochenende in Hamburg

• 15 Vorrundenspiele in Trier; je drei Spiele an fünf Tagen

• 24 Teilnehmer – Vorrunde in vier Sechsergruppen

• Datum Auslosung der Gruppen: 27. Juni 2017 in Hamburg

• Tickets unter www.germanyhandball2017.com oder über die Arena Trier

(www.arena-trier.de) sowie bei allen Eventim-Vorverkaufsstellen.

• Ticketpreise für Trier: ab 7,50 Euro für ein Mittagspiel in der günstigsten

Kategorie bis 30 Euro für zwei Abendspiele in der Kategorie 1, Tageskarten für

drei Spiele zwischen 12,50 Euro und 35 Euro, Turnierticket für alle 15 Spiele in

Trier zwischen 50 Euro und 150 Euro.

Frauen-Handball-Länderspiel am 27. November:

Grünes Licht für Trier: Arena besteht die WM-Inspektion

(Trier) Inspektion bestanden, die Frauen-Handball-WM 2017 kann kommen: Diese frohe Kunde gab es von Vertretern des Welthandballverbands sowie des deutschen Handballbunds bei der Hallenabnahme der Arena Trier.

Trier. Die Reisegruppe war am Donnerstag am Schlusspunkt ihrer "Deutschlandtour" angekommen. Leipzig, Magdeburg, Hamburg, Oldenburg - und am Ende Trier. Vertreter des Welthandballverbands IHF, des Deutschen Handballbunds DHB sowie der IHF-Fernsehpartner haben die Hallen inspiziert, in denen im Dezember 2017 die Frauen-Handballweltmeisterschaft in Deutschland stattfinden soll.

Für die Arena gab es ein Sonderlob: "Keine Halle war so gut vorbereitet wie Trier", sagte Berndt Dugall, der Vorsitzende des WM-Organisationskomitees nach der Besichtigungstour. Neben der Arena wurden auch die Hotels inspiziert, in denen 2017 die Mannschaften (IAT-Tower) und IHF-Offiziellen (Nell’s Park) residieren werden.
Das Team um Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser und WM-Projektleiterin Julia Lewen punktete damit, dass der Aufbau grob schon so präsentiert werden konnte, wie es bei der WM sein wird, was Tribünen oder den Medienbereich betrifft. Bis zu drei Fernsehstudios werden Platz finden, bis zu 14 Kommentatorenplätze für Fernseh- und Radiosender, dazu weitere 50 Plätze für Journalisten. Die ähnliche Anzahl von Plätzen wird es im Medienzentrum geben, wo auch die Pressekonferenzen nach den 15 Vorrundenspielen in Trier am 2., 3., 5., 7. und 8. Dezember stattfinden werden. Nachdem es einige Änderungswünsche der IHF gab, werden nur noch etwas mehr als 3000 Karten für die Partien in den Verkauf gehen können. "Die genaue Anzahl ermitteln wir nun, wenn wir die Tribünen so ausgefahren haben, wie es die IHF fordert", sagte Esser dem TV. Dieser WM-Aufbau soll beim Länderspiel der deutschen Handballerinnen am 27. November gegen Schweden (siehe Extra) getestet werden.
"Es war unser großer Vorteil, dass wir über Tribünen verfügen, die sehr variabel ein- und ausgefahren werden können", sagt Esser. Auch was Umkleidekabinen, Büros und VIP-Bereiche betrifft, hatte die Arena keine Probleme, die IHF-Standards zu erfüllen.

Der WM-Vorverkauf startet am 27. Oktober, allerdings stehen erst nach der Auslosung am 27. Juni 2017 fest, welche Mannschaften in WM-Vorrundengruppe A in Trier spielen werden. Als Gruppenkopf plant man mit Frankreich - der Olympiazweite muss allerdings erst noch das Ticket für die WM lösen, für die neben Gastgeber Deutschland nur Titelverteidiger Norwegen direkt qualifiziert ist.
Gerade in Frankreich wollen die Macher frühzeitig für die WM trommeln, daher wird eine Delegation aus Triers Partnerstadt Metz zum Länderspiel am 27. November eingeladen. Das lokale Organisationskomitee - mit Vertretern der Stadt, der Trierer Tourismus-Werbung, des Handballverbands Rheinland (HVR), der Miezen und der Sportakademie - hat seine Arbeit bereits aufgenommen. Unter anderem plant der HVR den Startschuss für den verbandweiten Handball-Grundschultag am 3. Mai 2017 in der Arena Trier, auch um bei den beteiligten Vereinen Werbung für die WM zu machen. BP

Extra
Rabattaktion für Vereine: Am Sonntag, 27. November (15 Uhr) absolvieren die deutschen Handballerinnen ihren letzten Test vor der Europameisterschaft gegen den EM-Gastgeber Schweden in der Arena Trier. Tickets gibt es sowohl bei der Arena als auch online unter www.dhb.de/tickets von fünf Euro bis 20 Euro. Für alle Sportvereine haben die Arena und der Deutsche Handballbund eine exklusive Aktion gestartet: Wer als Verein acht Eintrittskarten einer Kategorie kauft, erhält zwei weitere Tickets der gleichen Kategorie kostenlos obendrauf. Diese Tickets kann man nur über das Online-Bestellformular erwerben, das unter www.dhb.de/teamticket_trier hinterlegt ist. BP