JSG Welling/Bassenheim trumpft beim evm-Cup auf



Vom Saisonzeitpunkt her mag man an ein Vorbereitungsturnier denken, aber der evm-Cup ist für den Handballnachwuchs im HV Rheinland viel mehr. Wenn in der Mülheim-Kärlicher Philipp-Heift-Halle und der Halle des Schulzentrums die D- und E-Jugendlichen losgelassen werden, erleben sie einen ihrer Handball-Höhepunkte des ganzen Jahres. Es ist eine Ausnahme, dass die Jüngsten so wie hier durch den HVR, die evm und den ausrichtenden TV Mülheim eine Bühne geboten, auf der sie ganz alleine im Mittelpunkt stehen. „Alle Mannschaften, die das Finale erreicht haben, sind schon Gewinnerteams", gab HVR-Präsident Peter Josef Schmitz zu bedenken. Immerhin haben die 19 Endturnierteilnehmer die Vorausscheidungen gemeistert, für die sich insgesamt 50 Teams angemeldet hatten. „Wir haben einen Tag lang tollen Handball zu sehen bekommen", freute sich HVR-Vizepräsident Hans Apel, der dem Gastgeber TV Mülheim genauso dankte wie den Ausrichtern der Vorrundenturniere.
Nachhaltige Jugendarbeit zahlt sich aus - das macht in etwa das Beispiel des TV Welling deutlich, der sich in einer Spielgemeinschaft mit dem TV Bassenheim in allen vier Konkurrenzen für das Finale qualifizierte und drei davon für sich entschied. Kein Zufall, wie der Wellinger Trainer Christian Esch erklärt. „Wir haben in der jüngsten Zeit einen sehr guten Zulauf. Das ist auch das Resultat aus dem Grundschulaktionstag, über den viele Kinder auf den Handball aufmerksam geworden sind. Solch einen Erfolg kannst du nicht von heute auf morgen haben, sondern das ist das Ergebnis von kontinuierlicher Arbeit im Verein."
Weibliche E-Jugend, männliche E-Jugend, weibliche D-Jugend - überall trumpfte die JSG Welling/Bassenheim ohne Niederlage auf. Den kompletten Erfolg verhinderten die D-Jungen des Gastgebers JH Mülheim/Urmitz, die sich durch den Sieg über den TuS Weibern den ersten Platz sicherten. Durch die kurzfristige Absage von Grün-Weiß Mendig nahmen hier nur vier anstatt der fünf vorgesehenen Mannschaften teil.
Nachdem jedes Team im Modus jeder gegen jeden seine Auftritte hatte, standen die Spieler  bei der Siegerehrung zum Teil mit großen Augen vor der Trophäensammlung. Die Pokale machen die Kinder stolz und lassen sie noch einige Zeit an einen besonderen Handballtag zurückdenken. Handball ist Teamgedanke, aber auch die besten Einzelspieler erhielten separate Auszeichnungen: Die Trainer wählten Zoey Schaden (weibliche E-Jugend, JSG Welling/Bassenheim), Mona Ihle (weibliche D-Jugend, JSG Welling/Bassenheim), Niko Lorscheider (männliche E-Jugend, HSC Schweich) und Simon Wilhelmy (männliche D-Jugend, JH Mülheim/Urmitz) zu den besten Torhütern. Die meisten Tore in den einzelnen Konkurrenzen erzielten Charlotte Lisnter (weibliche E-Jugend, TuS Daun), Lia Wunder (weibliche D-Jugend, Grün-Weiß Mendig), Lias Weiland (männliche E-Jugend, HSC Schweich) und Eric Daub (männliche D-Jugend, JH Mülheim/Urmitz).

Männliche D-Jugend: JH Mülheim/Urmitz - TV Moselweiß 14:11, JSG Welling/Bassenheim - TuS Weibern 7:9, Mülheim/Urmitz - Welling/Bassenheim 11:8, Moselweiß - Weibern 12:13, Weibern - Mülheim/Urmitz 10:20, Moselweiß - Welling/Bassenheim 9:13

1. JH Mülheim/Urmitz 3 45:29 6
2. TuS Weibern 3 32:39 4
3. JSG Welling/Bassenheim 3 28:29 2
4. TV Moselweiß 3 32:40 0

Weibliche D-Jugend: JSG Welling/Bassenheim - JSG Unterer Westerwald 10:6, DJK/MJC Trier - Grün-Weiß Mendig 11:5, HSC Schweich - Welling/Bassenheim 3:3, Unterer Westerwald - Trier 5:11, Mendig - Schweich 10:11, Welling/Bassenheim - Trier 6:4, Unterer Westerwald - Mendig 8:7, Trier - Schweich 9:8, Mendig - Welling/Bassenheim 3:7, Schweich - Unterer Westerwald 9:7.

1. JSG Welling/Bassenheim 4 26:16 7
2. DJK/MJC Trier 4 35:24 6
3. HSC Schweich 4 31:29 5
4. JSG Unterer Westerwald 4 26:37 2
5. Grün-Weiß Mendig 3 25:37 0

Männliche E-Jugend: JSG Welling/Bassenheim - HV Vallendar 11:4, TS Bendorf - SV Untermosel 5:4, Schweich - Welling/Bassenheim 4:7, Vallendar - Bendorf 7:4, Untermosel - Schweich 1:13, Welling/Bassenheim - Bendorf 5:3, Vallendar - Untermosel 5:4, Bendorf - Schweich 1:6, Untermosel - Welling/Bassenheim 3:8, Schweich - Vallendar 6:5.

1. JSG Welling/Bassenheim 4 31:14 8
2. HSC Schweich 4 29:14 6
3. HV Vallendar 4 21:25 4
4. TS Bendorf 4 13:22 2
5. SV Untermosel 4 12:31 0

Weibliche E-Jugend: TuS Daun - TV Engers 4:4, Grün-Weiß Mendig - Welling/Bassenheim 2:7, HSC Schweich - Daun 9:8, Engers - Mendig 5:0, Welling/Bassenheim - Schweich 3:1, Daun - Mendig 9:5, Engers - Welling/Bassenheim 2:8, Mendig - Schweich 1:5, Welling/Bassenheim - Daun 8:2, Schweich - Engers 9:5.

1. JSG Welling/Bassenheim 4  26:7 8:0
2. HSC Schweich 4 24:17 6:2
3. TuS Daun 4 23:26 3:5
4. TV Engers 4 16:21 3:5
5. Grün-Weiß Mendig 4 8:26 0:8

 

 

EVM-Cup: Handballfest für den Nachwuchs

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20 D- und E-Jugend-Mannschaften aus dem Handballverband Rheinland übernehmen am Sonntag das Kommando in der Philipp-Heift-Halle und dem Sportzentrum in Mülheim-Kärlich. Es sind die besten Teams ihrer Altersklassen, die sich für das Finale des EVM-Cups qualifiziert haben und jetzt im besonderen Rahmen im Modus „jeder gegen jeden“ ihre Sieger ermitteln.

 

Den Anfang machen die Mädchen. Ab 10 Uhr spielen die weiblichen E-Jugenden des TuS Daun, des TV Engers, von Grün-Weiß Mendig, der JSG Welling/Bassenheim und der HSC Schweich in der Philipp-Heift-Halle ihren Gewinner aus.

 

Zur gleichen Zeit misst sich in der Schulsporthalle der D-Nachwuchs. Hier haben sich die JSG Welling/Bassenheim, die JSG Unterer Westerwald, die DJK/MJC Trier, Grün-Weiß Mendig und der HSC Schweich qualifiziert.

 

Im Anschluss an die Siegerehrungen gegen 13.30 Uhr kommen ab 14 Uhr die Jungen auf ihre Kosten. Die JSG Welling/Bassenheim, der HV Vallendar, die TS Bendorf, der SV Untermosel und der HSC Schweich sind in der E-Jugend-Konkurrenz dabei, bei der D-Jugend greifen JH Mülheim/Urmitz, der TV Moselweiß, die JSG Welling/Bassenheim, der TuS Weibern und Grün-Weiß Mendig nach dem Siegerpokal.

 

Traditionell gibt es auch Einzelauszeichnungen für die besten Torhüter und Torschützen.

 

 

Siegerfoto: Dieter Rau

Metzer Titelverteidigung beim Wittlicher Handball-Cup

Franzosen gewinnen das Turnier der HSG Wittlich zum dritten Mal – 28:23-Finalerfolg gegen den deutschen Meister aus Bietigheim – Leverkusen Dritter vor Bukarest. – Von Björn Pazen.

Zum dritten Mal nach 2015 und 2018 hat Handball Metz den Wittlicher Handball-Cup gewonnen. Wie schon im Vorjahr besiegten die Handballerinnen aus Frankreich den deutschen Meister SG BBM Bietigheim im Endspiel im fast ausverkauften Wittlicher Eventum 28:23 (14:11). Der Champions-League-Halbfinalist des Jahres 2019 und französische Meister gewann alle vier Turnierspiele und stellte in Marie Helene Sajka (25 Treffer) auch die beste Turnierspielerin. „Vielen Dank, dass wir dabei sein durften und wir hoffen, dass wir auch nächstes Jahr wieder mitspielen können“, sagte die Metzer Kapitänin Grace Zaadi, als sie den Siegerpokal in Empfang nahm.


Im Endspiel führte der Titelverteidiger mit 11:4, dann steigerte sich Bietigheim und glich beim 18:18 sogar aus, am Ende aber triumphierte wieder Metz Handball, das zum siebten Mal beim Wittlicher Turnier am Start war. Im nicht minder hochklassigen Halbfinale gegen den eigentlichen Topfavoriten CSM Bukarest – einem vorweggenommenen Endspiel – hatte sich Metz deutlich knapper mit 28:27 durchgesetzt.

Bukarest, der Frauen-Handball-Champions-League-Sieger des Jahres 2016, musste bei seiner Premiere in Wittlich zahlreiche Leistungsträgerinnen ersetzen und verlor auch das Spiel um Platz drei deutlich mit 18:26 gegen die überraschend starken Werkselfen von Bayer Leverkusen mit der früheren Wittlicherin Jennifer Souza, die von den Fans beim Wittlicher Handball-Cup zum Publikumsliebling gewählt wurde. Eine Expertenjury kürte Dinah Eckerle (Bietigheim) zur besten Torhüterin und die Rumänin Crina Pintea (Bukarest) zur besten Turnierspielerin.

Den fünften Platz beim Wittlicher Handball-Cup belegte der TuS Metzingen, der sich deutlich mit 35:22 gegen den Bundesligakonkurrenten aus Buxtehude im Platzierungsspiel durchsetze, nachdem beide Mannschaften beide Vorrundenspiele verloren hatte.

Die Turnierorganisatoren der HSG Wittlich waren derweil mehr als zufrieden mit der sechsten Auflage des Wittlicher Handball-Cups, dem 20. Turnier der HSG. Fast 200 Vereinsmitglieder waren wieder im Einsatz. „So viele Zuschauer hatten wir noch nie, seit wir 2013 aus der BBS-Halle ins Eventum umgezogen sind“, sagt Axel Weinand, der Vorsitzende der HSG Wittlich. Auffällig war, wie international das Publikum beim bestbesetzten Frauen-Handball-Vorbereitungsturnier in Deutschland mittlerweile ist: „Wir hatten sehr viele Besucher aus den Niederlanden, Belgien oder Luxemburg, aber dank Metz auch sehr, sehr viele Franzosen“, sagte Weinand, der zudem bilanzierte: „Vom sportlichen Niveau war das mit das Beste in 20 Jahren.“


Julia Marx, die Orga-Chefin des Wittlicher Handball-Cups, sieht dies ähnlich: „Die Zuschauerresonanz war dieses Jahr wirklich extrem gut, und wir haben viel Lob von den Fans bekommen“, sagte Marx: „Das Turnier ging ohne große Probleme über die Bühne, unser Team ist eben sehr eingespielt.“ Einziger Wermutstropfen war eine Knieverletzung von Maura Visser (Bietigheim), die sich im Finale das Knie verdreht hatte.

Ergebnisse 6. Wittlicher Handball-Cup:
Vorrunde – Gruppe A: Buxtehuder SV – CSM Bukarest 20:21 (9:7), Bayer Leverkusen – Buxtehuder SV 31:24 (19:12), CSM Bukarest – Bayer Leverkusen 21:21 (9:7) – Gruppe B: TuS Metzingen – SG BBM Bietigheim 24:33 (14:16), Metz Handball – TuS Metzingen 31:18 (16:11), SG BBM Bietigheim – Metz Handball 27:31 (14:15).


Freundschaftsspiel HSG Wittlich – SV 64 Zweibrücken 31:27.


Halbfinals: Bayer Leverkusen – SG BBM Bietigheim 17:26 (9:14), Metz Handball – CSM Bukarest 28:27 (18:16),


Spiel um Platz 5: Buxtehuder SV – TuS Metzingen 22:35 (6:19),


Spiel um Platz 3: Bayer Leverkusen – CSM Bukarest 26:18 (15:7),


Finale: SG BBM Bietigheim – Metz Handball 23:28 (11:14).

Wahl zur besten Turnierspielerin: Crina Pintea (Bukarest),


Wahl zur besten Torfrau: Dinah Eckerle (Bietigheim),


Publikumsliebling: Jennifer Souza (Leverkusen),


Torschützenkönigin: Marie Helene Sajka (Metz/26 Tore).

 

 

 

HSG Wittlich gelingt Mega-Coup:

 

Ex-Champions-League Sieger Bukarest beim Wittlicher Handball Cup

 

Fünf der sechs Teilnehmer für den Wittlicher Handball Cup 2019 standen schon seit langem fest, aber der letzte Platz - reserviert für ein internationales Frauen-Topteam - war offen. Die HSG Wittlich stand zum Beispiel in Kontakt mit mehreren dänischen Teams, nun konnte der HSG-Vorsitzende Axel Weinand Vollzug melden, und wie: Am 3./4. August gastiert erstmals eine rumänische Mannschaft beim Turnier, das seit 1999 in Wittlich über die Bühne geht. CSM Bukarest, der Champions-League-Sieger des Jahres 2016, ist neben dem aktuellen CL-Sieger Györ aus Ungarn die wohl beste Frauen-Klubmannschaft der Welt.

 

Zum Kader zählt zum Beispiel die Rumänin Cristina Neagu, die einzige dreifache Welthandballerin des Jahres aller Zeiten. Nach ihrem Kreuzbandriss bei der EM im Dezember könnte die rumänische Volksheldin ausgerechnet in Wittlich ihr Comeback feiern. Fans aus der Region kennen sie noch als überragende Spielerin der WM-Vorrunde 2017 in Trier. In der Serbin Andrea Lekic steht eine weitere ehemalige Welthandballerin im millionenschweren Kader von CSM. Zu den sieben Neuzugängen zählt unter anderem Nora Mörk, dreifache Champions-League-Siegerin sowie Weltmeisterin, Olympiasiegerin und Europameisterin mit Norwegen.

 

Aber wie hat die HSG Wittlich es geschafft, eine solche Mannschaft zum Turnier ins Eventum zu lotsen - ohne Antrittsgeld oder andere Gagen? Der Zufall spielte mit, denn vergangene Woche gab Bukarest seinen neuen Trainer bekannt, den Schweden Thomas Ryde. Der führte den dänischen Verein aus Viborg schon zum Champions-League-Titel 2006 - und war in den Jahren 2005 bis 2007 dreimal beim damaligen „Stelioplast-Cup“ in Wittlich am Start (zweimal Sieger, einmal Zweiter). „Plötzlich hatte ich eine Nachricht von Thomas auf meinem Handy, ob er mit Bukarest bei uns spielen könne. Wittlich sei das beste Vorbereitungsturnier, bei dem er je gewesen habe“, sagt Axel Weinand: „Nach ein paar SMS hin und her war nun alles geklärt.“

 

Der HSG-Vorsitzende ist sich trotz hochkarätiger Vorgängerteams - wie den späteren Champions-League-Siegern Viborg und Larvik (Norwegen) oder dem Titelverteidiger des Jahres 2018, Metz Handball aus Frankreich, sicher: „Bukarest ist vom Kader her die beste Mannschaft, die jemals in Wittlich gespielt hat.“ Und die Ambitionen der Rumänen sind hoch: „Unser Ziel ist ganz klar der Champions-League-Titel“, sagte Ryde bei seiner Vorstellung.

 

Metz mit der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits hat ebenfalls wieder zugesagt, nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte mit französischer Meisterschaft und Pokalsieg sowie dem erstmaligen Einzug ins Champions-League-Halbfinale. Im Viertelfinale der Königsklasse warfen die Französinnen, die das Wittlicher Finale 2018 gegen Bietigheim gewannen - übrigens Bukarest raus, somit könnte es im Eventum zur großen Revanche der beiden Topmannschaften kommen.

 

Die Fans können sich aber auch auf nationale Klasse freuen: Der deutsche Meister und Vize-Pokalsieger SG BBM Bietigheim ist ebenso wieder am Start wie der Ligadritte TuS Metzingen sowie der mehrfache Pokalsieger und Ligavierte SV Buxtehude. Und bei der 20. Auflage des Turniers - 14 Mal als Stelioplast-Cup, nun zum sechsten Mal als Wittlicher Handball-Cup - darf natürlich auch Bayer Leverkusen nicht fehlen. Der Rekordmeister ist als einziges Team zum 20. Mal in Wittlich dabei - wartet aber immer noch auf den ersten Turniersieg.

 

In Kürze werden die beiden Vorrundengruppen ausgelost, am Modus hat sich seit 1999 nichts geändert. Samstags finden die Vorrundenspiele statt, sonntags die Halbfinals, Platzierungsspiele und dann gegen 17.45 Uhr das große Finale. Der Vorverkauf mit besonderen Gruppen- und Vereinsangeboten startet ebenfalls bald. Weitere Informationen unter www.hsg-wittlich.de