HSG Wittlich gelingt Mega-Coup:

 

Ex-Champions-League Sieger Bukarest beim Wittlicher Handball Cup

 

Fünf der sechs Teilnehmer für den Wittlicher Handball Cup 2019 standen schon seit langem fest, aber der letzte Platz - reserviert für ein internationales Frauen-Topteam - war offen. Die HSG Wittlich stand zum Beispiel in Kontakt mit mehreren dänischen Teams, nun konnte der HSG-Vorsitzende Axel Weinand Vollzug melden, und wie: Am 3./4. August gastiert erstmals eine rumänische Mannschaft beim Turnier, das seit 1999 in Wittlich über die Bühne geht. CSM Bukarest, der Champions-League-Sieger des Jahres 2016, ist neben dem aktuellen CL-Sieger Györ aus Ungarn die wohl beste Frauen-Klubmannschaft der Welt.

 

Zum Kader zählt zum Beispiel die Rumänin Cristina Neagu, die einzige dreifache Welthandballerin des Jahres aller Zeiten. Nach ihrem Kreuzbandriss bei der EM im Dezember könnte die rumänische Volksheldin ausgerechnet in Wittlich ihr Comeback feiern. Fans aus der Region kennen sie noch als überragende Spielerin der WM-Vorrunde 2017 in Trier. In der Serbin Andrea Lekic steht eine weitere ehemalige Welthandballerin im millionenschweren Kader von CSM. Zu den sieben Neuzugängen zählt unter anderem Nora Mörk, dreifache Champions-League-Siegerin sowie Weltmeisterin, Olympiasiegerin und Europameisterin mit Norwegen.

 

Aber wie hat die HSG Wittlich es geschafft, eine solche Mannschaft zum Turnier ins Eventum zu lotsen - ohne Antrittsgeld oder andere Gagen? Der Zufall spielte mit, denn vergangene Woche gab Bukarest seinen neuen Trainer bekannt, den Schweden Thomas Ryde. Der führte den dänischen Verein aus Viborg schon zum Champions-League-Titel 2006 - und war in den Jahren 2005 bis 2007 dreimal beim damaligen „Stelioplast-Cup“ in Wittlich am Start (zweimal Sieger, einmal Zweiter). „Plötzlich hatte ich eine Nachricht von Thomas auf meinem Handy, ob er mit Bukarest bei uns spielen könne. Wittlich sei das beste Vorbereitungsturnier, bei dem er je gewesen habe“, sagt Axel Weinand: „Nach ein paar SMS hin und her war nun alles geklärt.“

 

Der HSG-Vorsitzende ist sich trotz hochkarätiger Vorgängerteams - wie den späteren Champions-League-Siegern Viborg und Larvik (Norwegen) oder dem Titelverteidiger des Jahres 2018, Metz Handball aus Frankreich, sicher: „Bukarest ist vom Kader her die beste Mannschaft, die jemals in Wittlich gespielt hat.“ Und die Ambitionen der Rumänen sind hoch: „Unser Ziel ist ganz klar der Champions-League-Titel“, sagte Ryde bei seiner Vorstellung.

 

Metz mit der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits hat ebenfalls wieder zugesagt, nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte mit französischer Meisterschaft und Pokalsieg sowie dem erstmaligen Einzug ins Champions-League-Halbfinale. Im Viertelfinale der Königsklasse warfen die Französinnen, die das Wittlicher Finale 2018 gegen Bietigheim gewannen - übrigens Bukarest raus, somit könnte es im Eventum zur großen Revanche der beiden Topmannschaften kommen.

 

Die Fans können sich aber auch auf nationale Klasse freuen: Der deutsche Meister und Vize-Pokalsieger SG BBM Bietigheim ist ebenso wieder am Start wie der Ligadritte TuS Metzingen sowie der mehrfache Pokalsieger und Ligavierte SV Buxtehude. Und bei der 20. Auflage des Turniers - 14 Mal als Stelioplast-Cup, nun zum sechsten Mal als Wittlicher Handball-Cup - darf natürlich auch Bayer Leverkusen nicht fehlen. Der Rekordmeister ist als einziges Team zum 20. Mal in Wittlich dabei - wartet aber immer noch auf den ersten Turniersieg.

 

In Kürze werden die beiden Vorrundengruppen ausgelost, am Modus hat sich seit 1999 nichts geändert. Samstags finden die Vorrundenspiele statt, sonntags die Halbfinals, Platzierungsspiele und dann gegen 17.45 Uhr das große Finale. Der Vorverkauf mit besonderen Gruppen- und Vereinsangeboten startet ebenfalls bald. Weitere Informationen unter www.hsg-wittlich.de