10. September 2017

 

Der Spielbereich Mosel/Eifel bittet, wegen starker Nachfrage, noch kurzfristig einen zusätzlichem Lehrgang für den

elektronischen Spielbericht an.

 

Termin ist Donnerstag den 28.09.2017, 19 Uhr in Schweich, Hotel Leinenhof

 

 

26.06.2017

 

Liebe Sportkameraden,

 

der Spielbereich Mosel/Eifel veranstaltet am 15.08.2017 um 19:30 Uhr in Schweich, Hotel Leinenhof, eine Neuausbildung sowie eine Fortbildung für Zeitnehmer und Sekretäre. (Lehrgangsleiter Werner Hub)

 

Anmeldung ist nur über NU-Liga möglich.

 

Desweiteren werden am 17.08. und am 24.08.2017 zwei Lehrgänge jeweils um 19 Uhr in Schweich, Hotel Leinenhof, für den elektronischen Spielbericht (ESB) angeboten. (Lehrgangsleiter Rainer Schneider)

 

Diese Lehrgänge können nur mit einem gültigem Zeitnehmer/Sekretär Nachweiss

besucht werden.

 

Auch hier ist die Anmeldung nur über NU-Liga möglich.

 

Des weiteren besteht aber auch die Möglichkeit an Lehrgängen in den Spielbereichen

Rhein/Westerwald sowie Nahe/Hunsrück zu besuchen.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Fred Lauterbach

Schiedsrichterwart Mosel/Eifel

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Lieber Sportkameraden,

 

die beiden o.g. Spielbereiche führen wieder eine Schiedsrichterneuausbildung durch.

Diese findet statt am:

 

20/21.05.2017 

und

10/11.06.2017

 

in Schweich, Turnhalle

 

Anmeldungen der Aspiranten nur über NU-Liga möglich !

 

Ab der kommenden Saison 2017/18 wird bei nicht erreichen des Schiedsrichter-Soll der Verein mit Punktabzug pro fehlender Schiedsrichter, für die höchst spielende Mannschaft, im Verband, bestraft.

 

Mitzubringen sind Schreibutensilien sowie Sportsachen und 1 Ball. Die Gebühren werden über die Vereine abgerechnet und beinhalten an den Sonntagen ein Mittagessen.

 

Mit sportlichem Gruß

 

Fred Lauterbach (Schiedsrichterwart Mosel/Eifel)

Michael Johann ( Schiedsrichterwart Nahe/Hunsück)

Hallo zusammen,

 

unsere Termine für unsere Fortbildungen, jeweils Dienstags, 19 Uhr im Hotel Leinenhof in Schweich:
 

16.05.2017

22.08.2017

10.10.2017

28.11.2017

 

Anmeldungen nur noch über NU-Liga, ansonsten zählt dies als nicht teilgenommen.

 

Mit sportlichem Gruß

 

Fred Lauterbach

23.03.2016

Werner Bach beendet Karriere

Mit 7 Jahren begann für Werner Bach eine lange, erfolgreiche Handballkarriere, die er zusammen mit seinem Bruder Erwin beim TV Ehrang startete. 27 Jahre spielte das Brüderpaar zusammen, davon noch 15 Jahre Großfeldhandball. Werner schaffte den Sprung bis in die Oberliga, spielte Rheinlandauswahl und blieb nach seiner aktiven Spielerlaufbahn seinem Handballsport treu. 1986 legte er seine Schiedsrichterprüfung ab und war fortan in den Hallen des Handballverbandes Rheinland unterwegs, qualifizierte sich mit weiteren Prüfungen für den HVR Kader der Schiedsrichter und war bis 1999 in der Oberliga der Männer und Frauen aktiv. Am 15. März verabschiedeten ihn die Schiedsrichterkollegen aus dem aktiven Schiedsrichterdienst.
Besonders gefreut hat sich der bald 65-jährige Bach über den TuS Daun und den SV Gerolstein, die ihn in seinen letzten Spielen ebenfalls verabschiedeten. Der Spielbereich Mosel dankt Werner Bach für die lange Zeit seiner ehrenamtlichen Arbeit und ist sich sicher, ihn weiterhin in den Hallen als Zuschauer begrüßen zu können.

22.3.2016

Lehrwart-Urteil: Nicht alle Regeln sind praxisnah

Neue Richtlinien im Handball schon ab Sommer - Schiri-Ausschussmitglied Werner Hub sieht Gutes und Schlechtes
Verbands-Schiedsrichterlehrwart Werner Hub. Foto: privat

(Trier) Früher als erwartet greifen im Handball neue Regeln. Schon ab der nächsten Saison gelten wohl auch in den Ligen des Rheinland-Verbands Neuerungen für den Einsatz eines siebten Feldspielers oder bei passivem Spiel. Über den Sinn wird trefflich diskutiert. Verbands-Schiedsrichterlehrwart Werner Hub zeichnet ein differenziertes Bild.

21.03.2016
Mirko Blahak

Trier. Was für die besten Handballer der Welt bei den Olympischen Spielen im Sommer in Rio gilt, wird danach wohl auch die Spieler in Rheinlandliga, Verbandsliga oder Landesliga beschäftigen. Neue Regeln halten im Handball Einzug. Sie sollen das Spiel schneller und fairer machen. Nicht von allen neuen Richtlinien überzeugt ist Verbands-Schiedsrichterlehrwart Werner Hub.

Siebter Feldspieler statt Torwart: In Zukunft muss ein siebter Feldspieler nicht mehr mit einem Leibchen als Schlussmann identifizierbar sein. Der Zusatz-Akteur darf aber auch keine Torwart-Jobs erfüllen. Es kann aber jederzeit wieder ein Torhüter eingewechselt werden.
"Diese Änderung wird das Spiel schneller machen. Gleichzeitig kommt aber Mehrarbeit auf den Zeitnehmer und Sekretär zu", prognostiziert Hub.

Dass dieses taktische Mittel bis in die untersten Spielklassen angewandt wird, glaubt der 56-Jährige nicht: "Vielleicht nutzen es Vereine ab der Verbandsliga aufwärts."
Drei Spielzüge Pause für verletzten Spieler: Wenn ein Akteur liegen bleibt und die Zeit angehalten wird, damit der Spieler auf dem Feld behandelt wird, muss er anschließend bei drei Angriffen seines Teams zuschauen. Sein Team darf aber natürlich dessen Platz mit einem anderen Spieler besetzen. "Dies wird an der Basis schwer umsetzbar sein. Dort ist diese Regeländerung praxisfern", meint Hub. Grund: In den untersten Ligen pfeifen Schiedsrichter oftmals alleine und nicht im Gespann. Zudem gehen mehrere Partien ohne Zeitnehmer und Sekretär über die Bühne.

Sechs Pässe bei passivem Spiel: Nachdem der Unparteiische das Zeichen für Zeitspiel gegeben hat, darf die angreifende Mannschaft künftig nur noch sechs Pässe spielen, ehe abgepfiffen wird. "Eigentlich soll dadurch eine Tempoverschärfung rein, doch das Gegenteil könnte eintreten - weil die gegnerische Mannschaft versuchen wird, bei jedem Pass den ballführenden Spieler zuzumachen", argumentiert Hub, Mitte der 1990er Jahre als Schiedsrichter in der zweiten Liga unterwegs. Sein Urteil: "Durch diese Regeländerung wird jede Individualität genommen."
Siebenmeter in den letzten 30 Sekunden: Wenn sich ein Abwehrspieler in den letzten 30 Sekunden einer Partie eine grobe Regelwidrigkeit leistet, bekommt er nicht nur wie bisher die Rote Karte - für das gegnerische Team gibt’s obendrauf automatisch einen Siebenmeter. Hub: "Vor dem Hintergrund der sportlichen Fairness ist das eine sehr gute Richtlinie. Die Zahl der Fouls wird abnehmen - vor allem jene weit weg vom Tor."

Blaue Karte: Wenn der Schiedsrichter künftig nach einer Roten Karte auch noch die Blaue Karte zückt, signalisiert er damit, dass er auch einen Zusatzbericht verfassen wird. Hub, der heute noch als Schiedsrichter beispielsweise in der Verbandsliga pfeift, sieht’s zwiespältig: "Eigentlich braucht man die Blaue Karte nicht. Aber durch sie wird für jeden direkt transparent, dass es einen Bericht geben wird. Dass sie künftig eine Karte mehr dabei haben müssen, wird für die Unparteiischen kein Problem sein."

Laut Hub werden im April die Lehrwarte aus allen Handballverbänden in Deutschland bei einer Tagung in Halberstadt weitere Details zu den einzelnen Änderungen erfahren. Stand jetzt geht der ehemalige Spieler und Trainer des TV Ehrang davon aus, dass die Regeln alle auch im Verband Rheinland umgesetzt werden. "Sobald das Regelwerk scharf geschaltet wird, werden wir alle Unparteiischen in Fortbildungen schulen. Keiner wird pfeifen, der nicht unterrichtet wurde", sagt Hub.

Ob auch alle Spieler direkt wissen werden, was Sache ist, bezweifelt er aber: "Bei anderen Regeländerungen war es immer schon so, dass sie gerade in den untersten Spielklassen eher im Vorbeigehen registriert wurden."

Schiedsrichter-Fortbildungen im Spielbereich Mosel/Eifel

ab 19 Uhr im Hotel Leinenhof in Schweich.

Dienstag

3. 10.05.2016
4. 23.08.2016
5. 11.10.2016
6. 22.11.2016

Teilnahme ist Pflicht, Anmeldung nur über NU-Liga (Veranstaltungen)

Mit sportlichem Gruß
Fred Lauterbach

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Montag · 07.12.2015 · 18:00 Uhr · Henning Opitz . Quelle handball-world.com

Gastkommentar von Henning Opitz: Uns Handballern fehlen überall Schiedsrichter - ein AufrufDem Handball fehlt es an Schiedsrichtern - von Flensburg bis Konstanz, von den Senioren bis zur F-Jugend. Einer, der weiß, wovon er spricht, ist Henning Opitz. Der ehemalige Präsident des Handball-Verbandes Berlin war 24 Jahre lang selbst als Schiedsrichter aktiv, leitete in dieser Zeit rund 100 Bundesligaspiele und war zudem als Beobachter im Einsatz. Die Entwicklung des Schiedsrichterwesens verfolgt er daher seit längerem - und stellt nun vier Ansätzen vor, wie die prekäre Situation entschärft werden könnte. Ein Gastkommentar.

Überall können wir lesen, dass dem Handball - wie auch den anderen Ballsportarten - Schiedsrichter fehlen, neue Schiedsrichter gewonnen und bereits amtierende Schiedsrichter gehalten werden müssen. Ursachen gibt es mehrere. Eine von ihnen: Der Respekt vor den Schiedsrichtern schwindet!

Das Vakuum treibt die Verbände, Bezirke, Kreise und Vereine und Spielgemeinschaften schon lange um. Das ist nicht neu, wie sich an einem Beispiel des Handball-Verbandes Berlin zeigen lässt: Vor einigen Jahren sprach der HVB in kleiner Runden mit den Vereinen, die im Vergleich zu den am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften zu wenig oder gar keine Schiedsrichter gemeldet haben.

Ziel der Gespräche war es, die Vereine und Spielgemeinschaften zu bitten, dem HVB mehr Schiedsrichter zu melden. Dafür machte der HVB das Angebot, diese neuen Schiedsrichter sofort auszubilden. Durch das „Mehr“ an Unparteiischen könnten die Vereine ihre Ordnungsgebühren wegen fehlender Schiedsrichter reduzieren und damit gesparte Geld besser für ihre Jugendarbeit nutzen.

Was musste der HVB dann aber alles hören, warum es nicht geht! Insbesondere dass die Vereine schon seit langer Zeit nach so vielen Ehrenamtlichen - Mannschaftsbetreuer, Fahrzeugen und Fahrern, Zeitnehmern, Sekretären und so weiter - vergebens suchen und nun auch noch nach Schiedsrichtern. Im übrigen müssten diese dann von den Vereinen mit Schiedsrichterkleidung ausgestattet und beitragsfrei gestellt werden. Der einhellige Tenor: „Da zahlen wir dann lieber Ordnungsgebühren!“

Da stellt sich dann die Frage, ob es nicht - wie schon im Badischen Handball-Verband und Handballverband Hessen - sinnvoller ist, für zu wenig gemeldete Schiedsrichter, die Vereine mit Punktabzügen ihrer Mannschaften zu belangen und so einen Sinneswandel herbeizuführen.

Ohne Schiedsrichter in den Vereinen geht es nicht

Dabei sind sich alle darin einig: Ohne Schiedsrichter geht es nicht! Also müssen Lösungen her, um neue Schiedsrichter zu gewinnen und die bereits amtierenden Schiedsrichter zu halten. Diese Ansätze könnten dazu beitragen.

1. Vereins-Schiedsrichterobleute, Schiedsrichterpaten oder Coach

Jeder Verein stellt seinen Mannschaften Trainer und Spielkleidung zur Verfügung. Also sollte er das auch für seine Schiedsrichter tun. Als Trainer sollte das ein Schiedsrichter-Obmann, Pate oder Coach sein, der als „Vereinskümmerer“ diese Aufgaben übernimmt: Das Betreuen der schon vorhandenen Schiedsrichter, das Gewinnen neuer Schiedsrichter, das Begleiten des Werdegangs, vom ersten Lehrgang an, der ersten und späteren Schritte bei Spielleitungen.

Zu den Aufgaben sollte auch gehören, mit der Vereinsleitung gemeinsam, für die „Erst-Spielkleidung“ seiner Schützlinge Sorge zu tragen und mit dem Verein ggf. auch einen Sponsor oder Spender für deren Ausstattung zu finden, was schon vielerorts erfolgreich umgesetzt worden ist.

Natürlich ist das noch ein Amt mehr, das besetzt werden „muss“ - aber es weigt diese Belastung auf. Obleute, Paten oder Coaches können dabei auch ältere, ehemalige Schiedsrichter sein, wie Beispiele in einigen Landesverbänden zeigen. Ihre Tätigkeit stellt gerade für Anfänger eine gewisse Berater- und Schutzfunktion dar. Und für junge, aber schon mehr Spiele leitende sind deren Beobachtungen, Tipps und Hilfestellungen wichtig, u.a. ein Videomitschnitt des Spieles für das Gespräch danach. Sie sind gewissermaßen Vertraute der Schiedsrichter nach außen, wie gerade geschildert und nach innen, sprich dem eigenen Verein gegenüber.

2. Schiedsrichter mit gezielten Ansprachen und Argumenten gewinnen

Das Gewinnen von neuen Schiedsrichtern, ob jung oder alt, muss gezielt und mit guten Argumenten erfolgen. Es reicht also nicht aus, die Frage oder Forderung zu stellen, doch Schiedsrichter zu werden. Vielmehr sollte das Eingangsgespräch mit den Vorteilen starten, die mit dem Amt von Schiedsrichtern verbunden sind:

- Die Schiedsrichter-Ausstattung (Trikot, Hose) wird normalerweise vom Verein gestellt, der u.U. auch Beitragsfreiheit gewährt
- Je nach Spielklasse gibt es eine Aufwandsentschädigung für den Einsatz
- Meist werden die Reisekosten erstattet
- Der Schiedsrichter-Ausweis berechtigt zum freien Eintritt für die Handballspiele im jeweiligen Zuständigkeitsbereich
- Es ist eine gesunde sportliche Betätigung
- Zugehörigkeit zu einer sportlichen Gemeinschaft
- Persönlichkeitsbildung, Entschlusskraft, Menschenkenntnis

Motivation Schiedsrichter zu werden und das Amt mit Engagement auszuüben, drückt auch eine Lehrgangs-Befragung von über 60 jungen Unparteiischen des Niedersächsischen Fußball-Verbandes aus. Der Verband wollte wissen, wie die Resonanz von Arbeitgebern bei Bewerbungen sei bzw. welches Feedback es im Beruf auf die Schiedsrichtertätigkeit gebe.

Das Ergebnis war, dass die Arbeitgeber der Befragten mit der Funktion „Schiedsrichter“ in besonderem Maße positiven Eigenschaften verbinden: - Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit. Sprich: Schiedsrichter sind damit in der Berufsfindung, Ausbildung und im Job im Vorteil.

3. Moderne Lehrmethoden bei der Schiedsrichter-Grundausbildung und Fortbildung

Lassen wir auch hier eigenen Beobachtungen sprechen: Die Zeiten, dass Schiedsrichter nur in der Theorie und mit dem Regelheft in der Hand ausgebildet werden, sind vorüber! Wer das immer noch tut, wird keine Spieler oder Interessierte - egal, ob jung oder alt - begeistern, überhaupt Schiedsrichter zu werden. Das gilt auch für den Ort der Ausbildung und die dort eingesetzte Technik.

Denn nur moderne Lehrmethoden mit aktuellen Medien setzen bereits bei den Schiedsrichter-Neulingen erste Zeichen für das notwendige Interesse und die Bereitschaft zum Lernen des Regelwerkes und der Umsetzung der Spielregeln. Ebenso gehören dazu entsprechende Lehrräume und eine Sporthalle, in der das gerade Erlernte im Spiel, sprich der Praxis, erprobt werden kann.

Die Frage ist heute auch, wie lange soll die Grundausbildung dauern und muss sie an den Erfahrungen der Neulinge ausgerichtet werden? Genau so sollte es sein: Jugendspieler sollten eine längere Grundausbildung haben, als erwachsene Spieler, die schon viele Jahre aktiv sind.

Denn gerade sie sind eine wichtige Zielgruppe für das Schiedsrichteramt. Schließlich gibt es im Moment viele „junge“ und viele „alte“ Schiedsrichter. Doch die Altersklasse dazwischen, der über 30- und 40-jährigen Einsteiger fehlt aller Orten! Einige unserer Verbände, Bezirke und Kreise haben das bereits erkannt und bieten deshalb schon sogenannte „Seiteneinsteiger“-Lehrgänge an, um genau diese Zielgruppe zu erreichen.

Alle Altersgruppen haben aber eines gemeinsam: Den Regeltest, sprich die schriftliche Beantwortung von Regelfragen. Wurde dieser Regeltest bestanden, folgen die ersten Einsätze, die aus unserer Sicht von den Schiedsrichterobleuten, Paten oder Coaches ihrer Vereine sofort begleitet werden sollten (ebenso die Einsätze später). Verlaufen die ersten Mindesteinsätze erfolgreich, erhalten die Probanden ihre Zulassung mit der Ausstellung des Schiedsrichterausweises.

4. Fair-Play-Aufrufe können dazu beitragen, Schiedsrichter zu halten

Die ersten Spiele werden geleitet und schon beginnt der Ärger auf den Tribünen und macht auch nicht vor der Auswechselbank halt. Gleich werden die Pfiffe der Schiedsrichter in Zweifel gezogen, ihre Entscheidungen mit Einwendungen und Kommentaren bedacht, die je nach Stressresistenz dazu führen, über kurz oder lang, frustriert aufzuhören und die Pfeife an den Nagel zu hängen.

Diesem Mangel an Wertschätzung, der gerade frischen Schiedsrichterabsolventen häufig entgegengebracht wird, muss durch Fair-Play-Aktionen begegnet werden. Das können plakative Aktionen, wie diese ins Bild gesetzte Fair-Play-Kampagne des HVB sein, zu deren Aushängen jeder Berliner Verein in seinen Heimspielhallen schon vor Jahren verpflichtet worden ist. Oder diese Fair-Play-Aktion des FDDH, die in dieser Saison über 90.000 Facebook-Besucher gesichtet haben und bereits von Vereinen, Kreisen, Bezirken und Verbänden auf Plakaten und Hallenheften übernommen wurde.

Das aber hilft nicht alleine. Vielmehr müssen hinter den Kampagnen auch alle beteiligten Vereine, deren Verantwortliche, Hallensprecher, Übungsleiter, Trainer und Betreuer stehen. Sie müssen sich dazu bekennen und einmischen, wenn es bei den Spielen zu Ausfällen gegenüber den Schiedsrichtern kommt oder die schon im Vorfeld versuchen einzudämmen. Fair-Play-Durchsagen der Hallensprecher sind ein Beispiel, aber auch das Zeigen von gelben oder blauen Karten, wie schon in Hessen gegenüber Zuschauern passiert und in Bayern praktiziert. Fassen wir zusammen: Um den Schiedsrichtermangel zu beheben und die noch vorhandenen Schiedsrichter zu halten, bedarf es vieler Maßnahmen, gerade der Vereine, aber auch in den Verbänden, ihren Bezirken (Regionen) und Kreisen. Dazu zählen:

1. Ohne Schiedsrichter im eigenen Verein geht es nicht. Diese müssen von den Vereinen durch gezielte Nutzenansprache gewonnen werden.
2. Die Vereine müssen für ihre Schiedsrichter Obleute, Paten oder Coaches einsetzen - wie sich ja auch Trainer um die Mannschaften kümmern
3. Bei der Schiedsrichter-Grundausbildung und -fortbildung müssen flächendeckend moderne Lehrmethoden eingesetzt werden.
4. Die Wertschätzung der Schiedsrichter muss deutlich verbessert werden.

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Verabschiedung der Schiedsrichter

Hubert Kirschner, H. J. Schmitt und Willi Deutsch

anläßlich der SR-Sitzung am 26.05.2014 

-Text folgt-

Liebe Schiedsrichter Kameraden,

unsere nächste Schiedsrichter-Fortbildung findet am Montag den 26.05.2014, im Gasthaus Junges,

in Schweich statt. Die Teilnahme. ist Pflicht !

Des weiteren werden, an diesen Abende, zwei altgediente Schiedsrichter-Kollegen verabschiedet.

Mit sportlichem Gruss

Fred Lauterbach

Schiedsrichterfortbildungen 2014

im Bezirk Mosel/Eifel

immer Montags
 26.05 / 25.08 / 06.10 / 17.11.

Die Veranstaltungen finden in Schweich, im Gasthaus Junges, um 19:00 Uhr statt.

Teilnahme ist Pflicht

Anmeldung bitte über das NU-LIGA System.

mit sportlichem Gruss

Fred Lauterbach

Schiedsrichterwart Mosel/Eifel

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Die Tatsachenfeststellung des Schiedsrichters

oder „Die unmögliche Tatsache“von Heinz Winden, Kasel/Trier,

In dem Gedicht "Die unmögliche Tatsache" von Christian Morgenstern ist Palmström, gerade von einem Fahrzeug überfahren und schwerverletzt, dennoch felsenfest überzeugt, der Unfall kann in Wirklichkeit nicht passiert sein, denn in dieser Straße darf laut Straßenverkehrsordnung kein Fahr-zeug fahren. Folglich ist es unmöglich, dass ihn ein Auto überfahren haben kann! „Und er kommt zu dem Ergebnis: "Nur ein Traum war das Erlebnis", weil, so schließt er messerscharf, "nicht sein kann, was nicht sein darf."
Auch im Sport müssen wir mit der „unmöglichen Tatsache“ leben, jedoch in um-gekehrter Weise. Denn hier darf nicht nur, sondern muss sogar sein, was nicht sein kann, was nicht wa(h)r. Im Sportrecht benötigen wir die normative Vermu-tung für die Richtigkeit des geschilderten (evtl. objektiv falschen) Tatbestandes, nämlich der Tatsachenfeststellung des Schiedsrichters aufgrund eigener, subjek-tiver Wahrnehmung (Regel 17:11, § 55 DHB-Rechtsordnung). Diese Tatsachen-feststellung ist örtlich und zeitlich beschränkt und zwar auf den Wettkampfbereich und auf den Zeitraum, in dem der Schiedsrichter Maßnahmen treffen kann.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Richtigkeitsvermutung in anderen Rechtsberei-chen kann der Vermutungs- oder Tatsachengegner im Sportgerichtsverfahren nicht den Beweis des Gegenteils antreten. Die sportrechtliche Vermutung der Richtigkeit schiedsrichterlicher Tatsachenfeststellung ist unwiderlegbar. Obwohl die Wahrnehmung des Schiedsrichters u. U. nicht der Wirklichkeit entspricht, gilt sie als Tatsache. Und Tatsachen sind denkgesetzlich unwiderlegbar und damit unanfechtbar. Folglich und unstreitig gilt hier das ungeschriebene Gesetz des Beweismittel- und des Beweisführungsverbots z. B. durch Zeugen oder Video-aufzeichnung.
Der Schiedsrichter gilt in seiner Wahrnehmungsfähigkeit als unfehlbar. „Dies muss so sein und ist im Interesse der zügigen und gesicherten Abwicklung eines Spiels und des gesamten Spielbetriebs hinzunehmen, auch wenn hierdurch ge-legentlich die Prinzipien der Wahrheit und Gerechtigkeit zurückstehen müssen. Wenn die Widerlegung einer falschen Tatsachenfeststellung durch Zeugen oder eine Videoaufzeichnung zugelassen würde, müsste es aufgrund von Einsprüchen gegen die Wertung von Spielen in einem unerträglichen Maß zur Anordnung ihrer Neuansetzung führen. Eine Spielserie könnte kaum jemals fristgerecht zu Ende geführt werden“ (so DHB-Bundesgericht).
Die Fiktion der kognitiven Unfehlbarkeit des Schiedsrichters bezieht sich sowohl auf die positive wie auf die negative subjektive Wahrnehmung und Feststellung eines Vorgangs oder Zustands. Nicht jedoch werden von der unwiderlegbaren Tatsachenfeststellung die schiedsrichterliche Nichtwahrnehmung eines Ereignis-ses, das Nichtwissen oder die Nichtfeststellung eines Vorgangs (z. B. Nichtwahr-nehmung des Schlusssignals) oder der sich gegenseitig widersprechenden bzw. ausschließenden Tatsachenfeststellungen eines Schiedsrichterpaares erfasst. In diesen Fällen obliegt es der Beweiserhebungs- und Beweiswürdigungskompetenz des Sportgerichts, welches Beweismittel es zur Erforschung des wahren Sachverhalts heranzieht. Mithin handelt es sich in dem Fall, in dem der Schieds-richter eine Entscheidung trifft, die nicht auf seiner eigenen (irrigen) Wahrneh-mung beruht, nicht um eine Tatsachenfeststellung und –entscheidung. Hat der Schiedsrichter beispielsweise nach eigenem Bekunden nicht (genau) gesehen, dass/wie der Ball über die Torlinie zwischen den Torpfosten ins Tor gelangt ist oder hegt er diesbezüglich Zweifel, schlussfolgert jedoch aus den Tatsachen, dass der Ball im Tor liegt, Spieler wie Zuschauer nicht protestieren und der Lini-enrichter keine gegenteilige Aussage macht, dass das Tor regulär erzielt worden ist und entscheidet dann auf Tor, so mag die Entscheidung situationsbedingt richtig sein. Es handelt sich in diesem Fall jedoch nicht um eine unwiderlegbare Tatsachenfeststellung, weil die Schiedsrichterentscheidung nicht auf seiner eige-nen Wahrnehmung, sondern auf einer Geschehensschlussfolgerung beruht. War dieses Tor spielentscheidend, verfügt das Sportgericht im Handballsport die Neuansetzung des Spiels.
Im Interesse der Wahrheit und damit der Gerechtigkeit ist außerhalb der unwider-legbaren Tatsachenfeststellung die Videoaufzeichnung ein taugliches Beweismit-tel wie jedes andere. Bei Terminengen des Spielbetriebs und in Eilverfahren kann die Videovorführung sogar das zweckmäßige Beweismittel sein, wenn sie beispielsweise eine Verfahrensvertagung zwecks weiterer Zeugenvernehmung überflüssig macht oder dem Gericht Hintergrundwissen und einen allgemeinen Überblick (z. B. über angeblich chaotische Geschehensabfolgen) vermittel kann. Wie das Beweismittel an sich und seine Einführung in das Verfahren letztlich zu werten sind, hängt ausschließlich von der ihm zugemessenen Bedeutung in der richterlichen Beweiswürdigung als Bestandteil der Urteilsbegründung ab.
Im Gegensatz zur klaren Regelung im Falle der (irrigen) Tatsachenfeststellung des Schiedsrichters hat der Handballsport im Vergleich zu anderen Sportarten ein anderes Problem: Nach der internationalen Handballregel 17:11 sind auch die B e u r t e i l u n g eines Sachverhalts durch den Schiedsrichter und den Delegierten sowie die entsprechende Entscheidung unanfechtbar.
Die Beurteilung, d. h. die Bewertung eines Sachverhalts ist in einem höheren Maße menschlichen Fehlerquellen und Meinungsverschiedenheiten ausgesetzt als die subjektive, sensitive Tatsachenfeststellung. Die menschlichen Sinne trü-gen weniger, nicht weil sie immer richtig urteilen, sondern weil sie überhaupt nicht urteilen und der Irrtum meistens durch Gehirn und Verstand ausgelöst wird. Führt schon die Tatsachenfeststellung aufgrund der unterschiedlichen neuronalen Vernetzungen in Menschenhirnen - eine „Tatsache“ ist kein objektiver äußerer Vorgang oder eine Wahrnehmung von Auge und Ohr, sondern die individuelle Reproduktion von Gehirnreizungen - zu unterschiedlichen Tatsachenschilde-rungen mehrerer Zeugen desselben Vorgangs, so ist die Bewertung des Vorgangs in weit größerem Maße von subjektiven, individuellen Empfindungen, persönli-chen Einstellungen, Wertvorstellungen und vom Denkvermögen abhängig und somit auch weiter von der objektiven Gerechtigkeit entfernt. Und der Schiedsrich-ter hat von allen Spielbeteiligten das erste Anrecht auf Irrtum, werden doch an seine Fähigkeiten, in Sekundenbruchteilen einen Vorgang visuell wahrzunehmen, kognitiv zu erkennen, intellektuell zu beurteilen und judikativ zu entscheiden, höhere Ansprüche gestellt als an Spieler, deren Fehler oder Versagen beispielsweise bei einem spielentscheidenden Elfmeter oder 7-m-Wurf keiner Kritik ausgesetzt ist.
Aufgrund der gravierenden Auswirkungen ist die Unanfechtbarkeit der Tatsa-chenfeststellung und Beurteilung des Schiedsrichters (Delegierten) auf Spielver-lauf, Spielstrafen und Spielergebnis zu beschränken und nicht auf über das Spiel hinausgehende Bestrafungen anzuwenden. Vorstehendem BG-Zitat ist damit immer noch Genüge getan. Es sind Konsequenzen aus der Fragestellung zu ziehen, ob ein Zivilgericht die Unanfechtbarkeit beispielsweise eines Ausschlusses wegen Tätlichkeit im Hinblick auf eine mehrmonatige Sperre bestätigen würde, wenn der Schiedsrichter sich geirrt hat („nicht die Nr. 4, sondern die Nr. 14 hat ihn geschlagen“). Die Unanfechtbarkeit eines solchen Irrtums würde für einen Bundesligaspieler die Wirkung eines zeitweisen Berufsverbots zur Folge haben. Oder nimmt man allgemein die Beurteilung eines Verhaltens gegenüber dem Schiedsrichter, das in der Wertungsskale von Unsportlichkeit bis Tätlichkeit (zwei-Minuten-Hinausstellung bis 48 Monate Sperre) je nach subjektiven Bewer-tungsmaßstäben eingeordnet werden kann. Im Bereich des grundgesetzlich ge-schützten Rechts auf Beruf und Arbeit wird ein Zivilgericht die formelle Unan-fechtbarkeit einer nachweislich falschen Tatsachenfeststellung oder Sachverhaltswertung durch den Schiedsrichter oder den Delegierten kaum be-stätigen können, wohlgemerkt nur bezüglich der weitergehenden, individuellen Strafwirkungen, die über den Spielverlauf und das Spielergebnis hinausgehen.
Menschen irren und Schiedsrichterpersönlichkeiten gestehen einen erkannten Irrtum ein. Die zugestandene Irrtumsfähigkeit ist Voraussetzung für die Lernfä-higkeit, diese wiederum ist ein Mitgarant für das hohe Niveau unserer Schieds-richter in DHB und anderen Sportverbänden. Und es spricht auch für die Schiedsrichtergilde, dass sie mit der auferlegten Unfehlbarkeit, welche ihre erst- und letztinstanzliche Richterrolle zudem in eigener Sache erweitert, nicht glücklich ist.

Heinz Winden

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Werner Mittler ist totDie Handballerinnen und Handballer, die Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter trauern um Werner Mittler, den langjährigen Bezirksschiedsrichterwart des Handballbezirks Mosel, der am vergangenen Dienstag im Alter von 80 Jahren verstorben ist.

Mittler begann seine Laufbahn als aktiver Handballer 1948, war aktiv zunächst bei ETuS Trier, dem SV Trier-West, dem Post Sportverein Trier, dem SV Langsur, dem TV Ehrang, sowie zuletzt für den Post Sportverein Trier . Von 1975 bis 2011 war er als Schiedsrichter tätig, war Beisitzer im Bezirksjugendausschuss von 1969 bis 1971, Bezirks-Schiedsrichterlehrwart von 1979 bis 1982 und Bezirksschiedsrichterwart von 1981 bis 2009. Für seine Verdienste um den Handball erhielt er die Ehrennadel in Gold des Post-Sportverein und des Handballverbandes Rheinland, die Ehrennadel in Silber des Westdeutschen Handballverbandes und des Deutschen Handballbundes.

Unter der Leitung von Werner Mittler als Schiedsrichterwart wurde zwischen 1981 und 2009 ca. 500 Schiedsrichter aus- und fortgebildet. Er war gleichzeitig für die Ansetzung der Schiedsrichter zu den Spielen auf Bezirksebene zuständig. Mittler trat immer für die Belange der Schiedsrichter ein und war ein großer Unterstützer der Jugend.

Werner Mittler war einer der herausragenden Persönlichkeiten des Handballverbandes Rheinland.

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Hallo zusammen,
anbei die neuen Termine für die Schiedsrichterfortbildungen im Spielbereich Mosel.

08.07.13
02.09.13
21.10.13
02.12.13mit sportlichem Gruss
Fred Lauterbach
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Schiedsrichter Hans Bohn verabschiedet
Foto Hans Krämer

Verabschiedung: Die beiden Handball-Schiedsrichter Hans Bohn (rechts) und Werner Mittler (fehlte aus gesundheitlichen Gründen) haben ihre Karrieren beendet und sind bei einer Schiedsrichtersitzung des Handballbezirks Mosel verabschiedet worden.

Bohn war 52 Jahre lang aktiver Schiedsrichter, Mittler leitete 40 Jahre lang Handballspiele und war zudem 32 Jahre Schiedsrichterwart. Im Bild zu sehen sind Herbert Schumacher, Vizepräsident Spieltechnik Handballverband Rheinland, Werner Hub, Verbandsschiedsrichter-Lehrwart, und Volker Binz, Schiedsrichterwart Spielbetrieb Mosel/Eifel (von links), der Bohn ein Geschenk überreicht. (R.S.)