Unter der Leitung von Thomas Feilen und Olaf Gierenz fand in den Winterferien das vereinsinterne Handballcamp der HSG Wittlich statt. Eingeladen waren die Altersklassen B- und C-Jugend. Unterstützt wurde die Veranstaltung von zahlreichen ehrenamtlichen Trainiern und Helfern. Trainiert wurde in Kleingruppen an drei Tagen jeweils von 9 bis 16 Uhr im Eventum und zwei kleineren Hallen.

Im Mai steht bereits das nächste Camp an. Dann sind die Spielerinnen und Spieler der D- und E-Jugend eingeladen

20.02.2020

 

Fotos Dieter Rau.

12.02.2020

 

PST Trier wieder im weiblichen Jugendhandball aktiv –

Spielerinnen herzlich willkommen!

 

Nachdem der aktive Handball bei der PST Trier sich zuletzt auf die gemeinsame Frauenmannschaft mit dem TVG Trier beschränkte, gibt es seit Herbst letzten Jahres wieder erste Aktivitäten für Jugendhandball im weiblichen Bereich.

 

So finden derzeit eine Ballschule für Kinder ab 5 Jahren und spezifische Handball-Intensivtrainings (HIT) in Kursform statt. Für den Mai sind ein Kinder-Handballtag und ein eintägiges Trainings-Camp geplant, zu denen in Kürze die genaueren Informationen verfügbar sein werden.

 

In der kommenden Saison sollen möglichst auch erste Mannschaften unter Anleitung lizenzierter Trainer am Spielbetrieb teilnehmen. Hierzu sind Mädchen der Jahrgänge 2006 und jünger herzlich eingeladen. Nähere Infos in Kürze auf der Homepage des PST Trier (https://pst-trier.eu/).

 

Für seine herausragenden Verdienste um den Handballsport verlieh HVR Präsident Peter Josef Schmitz an Herbert Schuhmacher die Ehrenmitgliedschaft des Handballverbandes Rheinland

 

Januar 2020

 

 

 

 

 

 

 

26.12.2019

 

RLP-Auswahl hat Probleme mit Plan B


Als das Ergebnis der Gruppenauslosung feststand, war dem Trainer-Team der männlichen Handball-Rheinland-Pfalz-Auswahl bereits bewusst, dass der Deutschland-Cup in Berlin diesmal kein Zuckerschlecken wird. „Von Losglück konnten wir wahrhaftig nicht sprechen“, sagte Rudi Engel, der Verbandstrainer des Handballverbandes Rheinland (HVR), der das Team gemeinsam mit Jan Ludwig (Rheinhessen) und Detlef Röder (Pfalz) bei der „deutschen Meisterschaft der Landesverbände“ betreute. Aus rheinländischer Sicht standen zwei Mülheimer in der Bundeshauptstadt auf der Platte: Jacob Ullmann und Tim Hemmerle sammelten wichtige Erfahrungen. „Leider war der HVR zahlenmäßig diesmal nicht so gut vertreten. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir mit dem nächsten Jahrgang wieder eine bessere Rolle spielen. Nicht von ungefähr haben die 2004er ja, genauso wie bei den Mädchen, das Landesjugendsportfest gewonnen“, erzählte Engel.


In der Vorrunde musste Rheinland-Pfalz gegen Bayern, Sachsen-Anhalt und Westfalen antreten – drei Schwergewichte mit ganz viel Qualität in ihren Reihen. „Hinter Sachsen-Anhalt stecken zum Beispiel große Teile des Magdeburger Internats. Sie trainieren in einer Woche gefühlt häufiger gemeinsam als wir in einem ganzen Jahr“, beschrieb Engel die ungleichen Voraussetzungen.
So überraschte es nicht, dass die Rheinland-Pfälzer die drei Partien allesamt verlor und Gruppe D auf dem vierten Platz abschlossen. „Man muss ganz deutlich sagen, dass wir erwartungsgemäß keine Chance hatten“, resümierte Engel nach den klaren Niederlagen (22:30 gegen Bayern, 18:24 gegen Westfalen und 19:25 gegen Sachsen-Anhalt). In der Abwehr präsentierte sich der Außenseiter dabei sehr ordentlich, im Angriff hingegen machte sich ein deutlicher Unterschied bemerkbar. Engel: „Es zog sich durch alle drei Begegnungen, dass wir am Anfang gut mitgehalten und teilweise sogar geführt haben, aber mit zunehmender Spieldauer machte sich der Qualitätsunterschied bemerkbar. Wenn wir auf Plan B zurückgreifen mussten oder sich unsere Gegner auf unser Spiel eingestellt hatten, bekamen wir Probleme.“


Während bei vielen Gegnern Jugendnationalspieler auf der Platte standen, fehlt dem rheinland-pfälzischen 2003er-Jahrgang zum Beispiel ein Ausnahmekönner wie der ehemalige Friesenheimer Benjamin Lincks, der inzwischen in Dormagen spielt und seinem Heimatverband verloren gegangen ist. „Bei der DHB-Sichtung war er noch eine wichtige Stütze unseres Teams“, erinnert sich Engel. In Berlin mussten andere in die Bresche springen. Besonders gut gelang das dem Friesenheimer Malte Dorra, der prompt eine Einladung zum Probetraining bei GWD Minden erhielt, sowie die beiden Nieder-Olmer Niklas Glindemann und Denis Milosavljevic, die Beachhandball-Jugendnationaltrainer Konrad Bansa für den nächsten Lehrgang nominierte.
Dorra, Glindemann und Milosavljevic zeigten ihre Klasse insbesondere in den Begegnungen der Platzierungsrunde, in der mit Bremen und Brandenburg zwei Gegner auf Augenhöhe warteten. „Die Jungs spürten“, so stellten das Trainer-Trio schnell fest, „dass sie eine Chance haben und gingen mit viel mehr Selbstvertrauen zu Werke.“ Der 21:19-Erfolg über Bremen sowie das 24:20 gegen Brandenburg im abschließenden Spiel um Platz 13 unter 16 angetretenen Mannschaften belegten diese Einschätzung.


Turniersieger wurde die Mannschaft des Mittelrhein, die sich im Finale mit 27:24 gegen Sachsen behauptete.

Rheinland-Pfalz: Luis Friedrich, Paul Rutz - Niclas Josten (7), Lars Wagenknecht (4), Lukas Emmel (1), Tim Hemmerle (2), Arved Horchheimer (11), Johannes Köster (3/1), Paul Kunkel (13), Tobias Kurz (5), Niklas Glindemann (5), André Pitthan (2/1), Jacob Ullmann (7), Denis Milosavljevic (7), Till Schenkel (12/2), Malte Dorra (25/5).

 

 

Eine Schadensersatzverpflichtung besteht im Handball bei Verletzungen für den verursachenden Spieler nur, wenn gegen ihn eine Rote Karte mit einem Schiedsrichterbericht verhängt wurde.

 

Wenn allein eine Rote Karte ohne Bericht verhängt wird, die sich nicht auf weitere Spielteilnahmen auswirkt, kommen Ersatzansprüche nicht in Betracht. Dies entschied das Oberlandesgericht Frankfurt laut einem nun veröffentlichten Urteil zu Ersatzansprüchen gegen eine Torfrau.

 

Die Torhüterin einer Jugendmannschaft war der Mitteilung zufolge mit einer Angreiferin beim Sprungwurf im Torkreis zusammengestoßen. Dafür wurde sie nur für den restlichen Spielverlauf vom Platz gestellt; der Schiedsrichter hatte kein Bericht dazu verfasst. „Wird allein eine rote Matchkarte ohne Bericht verhängt, die sich nicht auf weitere Spielteilnahmen auswirkt, kommen Ersatzansprüche nicht in Betracht“, lautete das Urteil des Oberlandesgerichtes.

 

Die Klägerin sei bei dem Zusammenstoß gestürzt und habe einen Kreuzbandriss erlitten. Das Landgericht hat ihrer Klage auf Schadenersatz weitgehend stattgegeben. Dagegen wies das Oberlandesgericht in der Berufungsverhandlung die Klage nun ab.

„Die Beklagte habe vorliegend nicht dermaßen grob regelwidrig gehandelt, dass ein deliktischer Schadensersatzanspruch in Betracht käme“, teilte das OLG mit. Die „Herbeiführung einer Verletzung des Kontrahenten (Gegenspielers) bei Einhaltung der Spielregeln (kann) regelmäßig eine Haftung des Schädigers aus Delikt nicht begründen“, stellt das Gericht im Hinblick auf Mannschaftssportarten fest. Welche Gefahren im Einzelnen hingenommen werden müssten, richte sich nach den jeweiligen Sportarten.

27. Mai 2019

 

Zum Abschied von Andreas Rosch als Trainer des HSC Schweich gab es auf Transparenten viele Dankesworte. Der Spruch auf dem Foto unten wurde mit einem Augenzwinkern verfasst

 

Im regionalen Handball gibt es gleich mehrere Brandherde. Andreas Rosch, Urgestein beim HSC Schweich, gibt Denkanstöße für eine bessere Zukunft.

 

Von Mirko Blahak

 

 

Er weiß, wovon er spricht. 19 Jahre lang war er Trainer der ersten Herren-Mannschaft des HSC Schweich, die er von der Landesliga in die Rheinlandliga führte. Mehr als 500 Spiele mit dem HSC liegen hinter dem ehemaligen Bankkaufmann, der zum Ende der aktuellen Saison seinen Abschied verkündet hat.

 

Dabei sind die Probleme vielschichtig. „Im Jugendbereich machen viele Vereine sehr gute Arbeit“, sagt Rosch. Der Zulauf ist da, manche Clubs haben sogar keine Möglichkeit, alle interessierten Kinder aufzunehmen. Doch später kommt der Bruch. „Vor allem zwischen der C- und der B-Jugend gehen unheimlich viele Spieler dem Handball verloren“, sagt Rosch. Eine zweite Abschiedswelle gibt es beim Übergang vom Jugend- in den Seniorenbereich. Eine weitere Schwierigkeit in der Region Trier aus Sicht von Rosch: „Jugendliche, die richtig Talent haben, werden teilweise erfolgreich von Vereinen aus dem Koblenzer Raum umworben.“

       

Zudem kritisiert Rosch die Mentalität mancher Akteure: „Mit den Jahren ist es immer schwieriger geworden, als Trainer zu arbeiten, da sich die Einstellung der Spieler über die Jahre doch deutlich verändert hat. Hatte man vor 15 Jahren noch einen Kader von 13 Mann, von denen dann elf bei jedem Spiel anwesend waren, so hat man heutzutage bei einem Kader von 20 Mann am Ende der Saison drei Spieler, die jede Partie bestritten haben.

Was tun? Ein Schlüssel für Rosch ist die flächendeckendere Besetzung der Jugendtrainer-Posten „mit richtig guten Leuten“. Er würde sich wünschen, dass viel mehr Spieler nach ihrer aktiven Zeit dem Handball und ihren Ex-Vereinen als Coaches etwas zurückgeben. „Als guter Trainer kann man auch in der Region Trier Geld verdienen“, ist sich das HSC-Urgestein sicher. 

Was er fordert, will Rosch selbst mit Leben füllen. Nach dem Ende seiner Trainerkarriere will Rosch stärker als bisher als Schiedsrichter unterwegs sein.

Zehn bis 15 Einsätze in der nächsten Saison in den Spielklassen bis hoch zur Verbandsliga kann er sich vorstellen. Gleichzeitig will er sich in die Nachwuchsförderung bei den Unparteiischen einbringen: „Zu viele Schiedsrichter gehen verloren, weil sie teilweise wie Freiwild behandelt werden. Der Respekt auf dem Feld ist nicht mehr so gegeben wie vor 20 Jahren.“ Roschs Ankündigung klingt wie ein kleines Bewerbungsschreiben: „Vielleicht kann ich meine jahrelange Erfahrung als Trainer und Schiedsrichter auch im Verband irgendwie einbringen, um das große Problem des Schiedsrichtermangels zu verbessern.“