Bilder von Heinz Irsch

 

Spieltag 10./11. Oktober 2020

 

HSG Hunsrück II - DJK/MJC Trier 20:28 (8:16)

 

Die Mannschaft von Trainerin Esther Hermann entführt beide Punkte aus dem Hunsrück und feiert den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel. Ärgern wollte die Hunsrück Reserve den Gast aus Trier, doch dieses Vorhaben ging vor allem in den Anfangsminuten völlig in die Hose.

 

Angetrieben vom „Steil-Duo“ Franzi und Vivi spielten die Trierer den Gast schwindelig, führten 0:8 in der 12. Minute und hatten damit den Grundstein für ihren Erfolg gelegt. Selbst die Auszeit von HSG Trainer Korab Mulligi beim 0:5 nach 7 Minuten konnte den MJC-Express nicht stoppen. Bis zur klaren Führung erzielten Vivi (3) und Franzi (4) fast sämtliche MJC Tore! Erst jetzt lief es im HSG Spiel besser, die Mannschaft konnte die Restspielzeit der ersten Hälfte ausgeglichen gestalten. Nach dem Wechsel setzten sich die Miezen beim 13:23 in der 50. Minute erstmals auf 10 Tore ab, kontrollierten das Spiel und siegten am Ende auch in dieser Höhe verdient mit 20:28.

 

„Ein verdienter Sieg der MJC! Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt, fanden erst nach 20 Minuten ins Spiel. Leider zeigte unsere 6:0 Deckung keine Wirkung, die Abwehr spielte einfach zu passiv. Erst nach der Umstellung auf eine 5:1 Formation kamen wir zu Toren. In der Anfangsphase haben wir zudem die kleine MJC Torfrau regelrecht warm geschossen“, klagte HSG Coach Korab Mulliqi.

 

 Rundum zufrieden zeigte sich MJC Trainerin Esther Hermann mit dem Auftritt ihres Teams und das kommt selten vor: „Ersatzgeschwächt traten wir im Hunsrück an, während die Gastgeber doch mit der einen oder anderen Personalie überraschten. So spielte Svenja Mohr, die eigentlich ihrer Karriere beendet hatte. Bei uns fehlte kurzfristig Michi Wiemer, dazu ging Vivi Steil angeschlagen ins Spiel. Gegen das stark besetzte und gute HSG Team lieferten wir ein tolles Spiel, vor allem im ersten Spielabschnitt. Großes Lob an die gesamte Mannschaft, die auf allen Positionen ihre Leistung abrief, und vor allem in den ersten 15 Minuten jeden Fehler der Gastgeberinnen mit dem Gegenstoß bestraften. Im Angriff haben wir zudem das zu Ende gespielt, was wir auch trainiert haben. In der Abwehr setzten wir das gegen die Gegenspielerinnen um, was vorgegeben war. Ein dickes Lob an Anneke Helbrecht, die Svenja Mohr gut verteidigte. Zudem spielte Franzi Steil überragend, konnte im ersten Spielabschnitt nach Belieben Schalten und Walten. Nach dem Wechsel nahm Korab sie dann in Manndeckung, doch jetzt trafen unsere Außen Spielerinnen. Eine überragende Leistung des gesamten Teams. Nach der Pause wechselte ich dann durch und so hatte jede Spielerinnen ihren Anteil am Erfolg. Klar war die Spannung nach der klaren Führung raus, doch wir können nach diesem Sieg zuversichtlich in die Herbstferienpause gehen, in der wir aber durchtrainieren werden“, verrät Hermann.

 

„Unsere Trefferquote von den Aussenpositionen war gleich Null! Diese Tore brauchst Du aber, um gegen die MJC bestehen zu können. Auf Trierer Seite war es eine starke Franzi Steil, die wir erst nach der Pause durch die Manndeckung in den Griff bekamen. Sichtlich hatten die Gäste jetzt Probleme mit ihrem Spiel, doch die Außen Spielerinnen der Gäste hatten jetzt zu große Räume. Erst in den letzten 10 Minuten haben wir unser Spiel gefunden. Wir werden jetzt in der Pause an unseren Fehlern arbeiten, wissen aber, dass die Begegnung gegen die MJC nicht das Spiel war, das wir unbedingt gewinnen mussten“, sagt Mulliqi.

 

HSG: Kirst - Schäfer, Johann, Mohr (2), Litzenburger (7/2), Glöckner, Weber, L. Bach (2), Schirokich, Nicolea (5/2), Schug (1), Lammersmann (1), Hahn (2), Kalle

 

MJC: Dierkes - Hoffmann, Lamberty (2), Irsch (2/1), Helbrecht (1), Kreuzkamp, Fahl, Käsgen (4), Argento, V. Steil (5), Wiemer, F. Steil (9/1), Baldin (5)

 

HSC Schweich - HSG Wittlich II 23:29 (11:12)

 

Letztlich trat das Spielgeschehen in den Hintergrund: Kurz vor der Halbzeitpause musste eine Schweicher Spielerin mit einem epileptischen Anfall ins Krankenhaus eingeliefert werden und eine auch nach Ansicht von Gästetrainerin Jenny Scheibe umstrittene rote Karte gegen Schweichs Torfrau Mel Waters trug nicht dazu bei, dass sich eine gute Rheinlandligapartie entwickeln konnte.

 

Parallelen zum Auftaktspiel der Wittlicherinnen am vergangen Wochenende gegen Aufsteiger HSG Obere Nahe waren auch im Spiel beim zweiten Aufsteiger HSC Schweich erkennbar. Entgegen der Ankündigung konnte beim HSC die gefährlichste Angreiferin Angie Karrenbauer auflaufen: „Kurzfristig hatte sie ihren Urlaub gesagt“, erklärte HSC Coach Christian Leyh.

 

Ausgeglichen verlief die Anfangsphase, in der die Gäste zunächst 0:2 führten, Schweich dann endlich ins Spiel fand, vier Treffer in Folge erzielte und überraschend 4:2 in der 11. Minute führte. Doch Wittlich hielt dagegen, übernahm beim 5:7 in der 16. Minute wieder die Führung und dann folgte eine hektische Schlussviertelstunde, in der es für die Gastgeberinnen gleich zwei Zeitstrafen und eine rote Karte für Torhüterin Mel Waters in der 30. Minute setzte, eine Zeitstrafe hatte Wittlich zu verdauen.

 

„Die rote Karte war aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung der Schiedsrichter. Das habe ich mit dem Gespann diskutiert und mir dafür die gelbe Karte und die Zeitstrafe eingehandelt. Dies war der Bruch in unserem Spiel“, klagte Leyh.  

 

Wie in der Vorwoche gegen die HSG Obere Nahe tat sich das Team von Spielertrainerin Jenny Scheibe über weite Strecken des Spiels auch gegen den vermeintlichen „Underdog“ aus Schweich schwer. Stark spielte im ersten Spielabschnitt auf Wittlicher Seite Hanna Esch, die mit ihren 6 Treffern die Hälfte der Gästetore erzielte.

 

Wie im ersten Durchgang gelang den Eifelanerinnen auch im zweiten Spielabschnitt der bessere Start. Durch zwei Tore von Merle Kloep legte das Scheibe-Team zum 11:14 in der 32. Minute vor, doch die Gastgeberinnen ließen sich nicht abschütteln, blieben über 16:17 in der 43. Minute dran, Wittlich legte jetzt vier Treffern in Folge zum 16:21 in der 47. Minute nach und war in der Restspielzeit wie in der Vorwoche endlich auf dem Erfolgsweg. Doch die Gastgebermannschaft von Trainer Christian Leyh gab sich noch nicht geschlagen, verkürzte nach einer Auszeit noch einmal zwei Tore zum 19:21 in der 53. Minute. Wittlich hatte jedoch mehr zuzusetzen und zog über 20:25 in der 56. Minute dem letztlich ungefährdeten Sieg entgegen. Im zweiten Spielabschnitt war es auf Wittlicher Seite Merle Kloep, die mit ihren acht Treffern in dieser Hälfte wesentlichen Anteil am Gästesieg hatte.

 

„Die Einlieferung unserer Spielerin ins Krankenhaus und die rote Karte gegen unsere Torfrau haben uns verunsichert. Am Ende entschied Wittlich die Begegnung dank ihrer starken Perspektivspielerinnen für sich. Wir haben etliche klare Chancen nicht genutzt, dabei auch zwei Siebenmeter. Dennoch können wir mit der Niederlage leben. Wittlich gehört sicher nicht zu den Mannschaften, gegen die wir unsere Punkte holen müssen. Unserer Spielerin wünschen wir schnelle Besserung“, sagt HSC Coach Christian Leyh.

 

„Auch von unserer Seite wünschen wir gute Besserung. Der Spielverlauf war eigentlich nach dem Vorfall Nebensache. Wir haben erneut schwer ins Spiel reingefunden, waren in Abwehr und Angriff zu unkonzentriert, haben uns aber im Spielverlauf im Deckungsverband gesteigert. Es war ein körperbetontes Spiel, bei dem wir in der Schlussphase über das Tempo gekommen sind. Spielerisch waren wir sicher die bessere Mannschaft, hatten im ersten Spielabschnitt eine treffsichere Hanna Esch, im zweiten Spielabschnitt eine Merle Kloep, die über Linksaußen zum Erfolg kam. Dazu gab Sarah Rogowski ein gutes Debut im Seniorenteam, erzielte gleich drei Treffer und spielte gemeinsam mit Fredi Engel einen starken Abwehrpart“, resümierte Gästetrainerin Scheibe.

 

HSC: Waters und Quary- Weiss, Weich (1), Tönnissen, Gores (1), E. Longen (4/1), Keppler (3), Lehmann, V. Longen, Weiz, Schwarz (4/1), Karrenbauer (6), Beck (4/1)

 

HSG: Marx - Rogowski (3), Engel (1), Teusch (4), Esch (10/1), Ertz, Gaß, Scheibe, Kastrati (1), Kappes, Kehl, Schaaf, Zens (1), Kloep (9).

 

HSG Obere Nahe - SG Bannberscheid/Engers 21:33 (13:20)

 

Die Heimspielpremiere in der neuen Liga feierte Aufsteiger HSG Obere Nahe, musste sich aber erwartungsgemäß dem Favoriten aus Bannberscheid/Engers geschlagen geben, der allerdings ohne seine vier Spielerinnen aus dem Kreis Neuwied an der Nahe antreten musste (Corona Ampel auf orange).

 

Die Gäste ließen dennoch von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer am Ende die Stadenhalle als Sieger verlassen sollte. „Die SG kannte ich bislang nicht, doch schnell war erkennbar, welche Erfahrung die Gäste, die schon höherklassig gespielt haben, mitbringen. Meiner Mannschaft war die Nervosität vor dem Spiel deutlich anzumerken. Unsere Halle war mit den zugelassen 80 Fans ausverkauft“, erklärte HSG Trainerin Natalie Heinrich. 

 

Beim 3:7 in der 10. Minute nahm Heinrich ihre erste Auszeit. „Bis dahin überraschten uns die SG Spielerinnen, die auf der Spielmacherposition mit Derya Akbulut eine sehr starke Spielerin hatte, mit ihrem schnellen Spiel beim Gegenstoß und über die schnelle Mitte“.  Die Gäste konnten sich jetzt nicht mehr weiter absetzen und bis 11:15 in der 24. Minute hielt der Aufsteiger mit, dann setzte sich die SG bis zur Pause auf 13:20 ab und sorgte damit bereits für die Vorentscheidung.

 

Nach dem Wechsel waren es fünf Gästetreffer in Folge zum 13:25 in der 36. Minute, die nur noch die Frage nach der Höhe des SG Sieges unbeantwortet ließ. „Ob es erneut unsere Nervosität war, kann ich nicht beurteilen, doch wir haben dann eine Entwicklung gemacht, bekamen keine schnellen Tore mehr. 20 Gegentreffer im ersten Spielabschnitt war deutlich zu viel“, klagte Heinrich.

 

Nach dem 17:28 in der 41. Minute nutzte das Heinrich-Team die Restspielzeit, um die Niederlage in Grenzen zu halten.

 

„Im Angriff lief es schon wesentlich besser als gegen Wittlich. Kompliment an meine Mannschaft, die in der Restspielzeit ein 8:8 erreichte. Die Steigerung war erkennbar und wir sind trotz der Niederlage zufrieden mit dem Auftritt. Das war ein richtig harter Brocken, der seine ganze Erfahrung ausgespielt hat. Mit einem Durchschnittsalter von knapp 20 Jahren fehlt uns diese Erfahrung verständlicherweise noch“, sagt die HSG Trainerin.

 

Göymen und M. Brenner - Wiedemann (3), Hey (1), Kunz, Hartenberger (1), Catrein (1), Gesemann (1), Schwarz (3), Bubenheim (4), Merker (1), Duran Garcia (2), M.-M. Brenner (2/1), Heike (2).

 

 

Vorschau auf den Spieltag 10./11. Oktober 2020

 

TuS Daun - HSV Rhein-Nette wurde abgesagt

 

Ausgangslage: Beide Teams starteten mit einer Auftaktniederlage in die neue Saison. Während die Eifelanerinnen erwartungsgemäß bei einem der Titelfavoriten in Trier, der DJK/MJC Trier den Kürzeren zogen, kam die Heimniederlage des Aufsteigers aus Rhein-Nette gegen die junge und neuformierte Ruwertal HSG doch überraschend. Souverän hatten die Andernacherinnen die Bezirksliga in der vergangenen Saison bis zum Abbruch der Liga dominiert und sicher hätte ein Auftaktsieg der Moral der Mannschaft gutgetan. HSV Trainer Joa Helf meint: „Die Mädels haben in den Vorbereitungsspielen gezeigt, dass sie inzwischen auch körperlich robustere Teams im Griff haben können. Es steckt immer noch viel ungenutztes Potential in unserem jungen Team. Sie müssen unter anderem die Fehlerquote minimieren, um in dieser Liga mithalten zu können, sind aber auf einem guten Weg dahin“. Vor allem für die Daunerinnen gilt es vor heimischem Publikum zwei wichtige Punkte zu gewinnen. Sie stehen wohl mehr unter Druck als die Gäste.

 

HSG Obere Nahe - SG Bannberscheid/Engers (Samstag, 19 Uhr, Stadenhalle)

 

Ausgangslage: Noch steht nicht fest, ob der Gegner aus Bannberscheid/Engers überhaupt antreten kann. Grund sind die Corona Fallzahlen im dortigen Bereich und so rechnet HSG Trainerin Natalie Heinrich damit, dass die Entscheidung erst Ende der Woche fallen wird. „Wir bereiten uns dennoch intensiv auf diese Begegnung vor.

 

Personal: Fabienne Fetzer fällt weiterhin aus.

 

Prognose: „Unsere Abwehr muss auf jeden Fall so gutstehen, wie über weite Strecken im Spiel gegen Wittlich. Ohne Harz wird es für uns vor allem im Angriff sicher besser laufen und wir müssen hier einfach mehr Zug zum Tor entwickeln und mutiger sein! Mit der SG kommt der nächste Brocken auf uns zu, doch das haben wir bewusst so gewollt. Wer bei den Gästen aufläuft müssen wir abwarten. Für die Mannschaft ist dies sicher auch kein einfaches Unterfangen, da sie keinen Kontaktsport ausüben darf, wir aber im Training sind. Auf jeden Fall freuen wir uns auf das erste Heimspiel in der Stadenhalle, in der in den Sommerferien ein neuer Boden verlegt wurde. Unser Hygienekonzept steht und so hoffen wir auf eine gute Zuschauerunterstützung“, freut sich die HSG Trainerin.

 

HSG Hunsrück II - DJK/MJC Trier (Samstag, 19.30 Uhr, Hirtenfeldhalle)

 

Ausgangslage: Das hätte sich HSG Coach Korab Mulliqi anders gewünscht. Aufgrund des abgesagten Spiels am ersten Spieltag muss seine Mannschaft gleich im ersten Heimspiel gegen die Trierer MJC Farbe bekennen und zeigen, ob sie den Favoriten aus Trier ärgern kann. Personell hat sich einiges bei den Hunsrückerinnen getan und man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft am Samstag präsentiert. Für das Team von Trainerin Esther Hermann gilt es, an die über weite Strecken gute Leistung aus dem Dauner Spiel anzuknüpfen und sich mit einem Sieg oben festzusetzen. Immerhin hat die Mannschaft die Last einer 2 Punkte-Bestrafung wegen Nichterfüllen des Schiedsrichtersolls ihres Vereins zu kompensieren.

 

„Die Favoritenrolle gebe ich gleich nach Trier! Da stehen bundesligaerfahrene Spielerinnen auf der Platte. Wir dagegen hatten viele Abgänge und haben mit Nina Lammersmann und Julz Nicolae durchaus zwei Verstärkungen aus der RPS Oberliga bekommen“, sagt HSG Coach Korab Mulliqi.

 

Personal: Auf Seiten der Gastgeberinnen wird Lea Simon fehlen. Lang die Ausfallliste der Triererinnen: Mira Cartus, Vera Irsch, Hanna Sattler, Lena Hoffmann, Jill Meyers! Dafür kommt Lena Kreuzkamp aus der zweiten Mannschaft in den Kader, eine Alternative für den Rückraum.

 

Prognose: „Den Favoriten aus Trier wollen wir solange wie möglich ärgern. In den letzten Jahren konnten wir die Heimspiele gegen Trier immer gewinnen. Meine Spielerinnen sind heiß auf das erste Saisonspiel. Gegen die defensive 6:0 Abwehr der Triererinnen müssen wir die sich bietenden Chancen nutzen. Wir werden Vollgas geben und wollen den Sieg“, gibt sich Mulliqi kämpferisch.

 

Diese Einstellung hat Hermann erwartet: „Wir werden auf einen hochmotivierten Gegner treffen, der alles daransetzen wird, sein erstes Heimspiel zu gewinnen. Eine kampfstarke Mannschaft und ich gegen davon aus, dass die Mannschaft ihn Bestbesetzung aufläuft. Wichtig für uns wird sein, dass wir aus einer stabil stehenden Abwehr mit einer starken Torfrau ins Gegenstoßspiel finden, um so zu leichten Toren zu kommen. Im Angriff müssen wir unsere Chancen nutzen und die bislang wenigen technischen Fehler weiter minimieren. Zudem müssen wir nach den Auslösehandlungen auf die Nahstellen gehen, dahin wo es weh tut! Ziel für uns sind die nächsten beiden Punkte, dann folgt die zweiwöchige Herbstpause“, sagt MJC Trainerin Esther Hermann.

 

HSC Schweich - HSG Wittlich II (Sonntag, 15 Uhr, Zelthalle)

 

Ausgangslage: Nächster Härtetest für Aufsteiger Schweich. Die Mannschaft von Christian Leyh trifft im ersten Heimspiel auf die Wittlicher Reserve, die im Auftaktspiel gegen den Aufsteiger Obere Nahe lange Zeit Mühe hat, um ihr Spiel zu finden. Schweich ging im Auftaktspiel beim Geheimtipp der diesjährigen Saison, der HSG Kastellaun/Simmern gegen Ende die Puste aus. Während Wittlich mit zunehmender Spieldauer zuzusetzen hatte, war dies beim HSC anders. So dürfte klar sein, dass Schweich versuchen muss, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen, um dem Favoriten aus der Eifel nicht gleich deutlich hinterherzuhinken.

 

Personal: Auf Schweicher Seite fällt die Haupttorschützin Angie Karrenbauer aus privaten Gründen aus, zudem Pia Keppler und Denise Marxen. „Wir müssen zaubern“, gesteht Trainer Leyh. Wittlich läuft mit dem Kader der Vorwoche auf.

 

Prognose: „Wir können auf unseren Auftritt im Hunsrück sicherlich aufbauen und wissen, dass sich Wittlich ohne Harz schwerer tut! Auf jeden Fall wollen wir das Tempo mit unserem großen Kader hochhalten, wissen aber auch, dass Wittlich nicht die Mannschaft sein wird, gegen die wir unbedingt gewinnen müssen“, gibt Leyh zu.

 

„Ein Spiel ohne Harz und ohne Zuschauer wird sicherlich schwer! Schweich will als Aufsteiger natürlich die Klasse halten. Unser Fokus liegt darauf, konzentriert zu spielen und wir werden versuchen, den Gegner im Angriff und in der Abwehr unter Druck zu setzen. Über eine engagierte Abwehrarbeit wollen wir unser schnelles Spiel aufziehen und an die letzten 20 Minuten des Auftaktspieles anknüpfen. Wir sind sicherlich Favorit und nehmen diese Rolle gerne an“, gesteht HSG Spielertrainerin Jenny Scheibe.

 

HSG Mertesdorf/Ruwertal - TV Bassenheim II (Sonntag, 17 Uhr, Ruwertalhalle)

 

Ausgangslage: Die Ruwertal HSG empfängt im ersten Heimspiel der Saison die Reserve aus Bassenheim. Das es für die Gäste im Auftaktspiel gegen Weibern keine leichte Aufgabe werden würde, war klar. Sichtlich nervös aber hoch motiviert trat das Team um Trainer Peter Geisen gegen Weibern an, zeigte eine solide Abwehrleistung und lag zur Pause nur 7:10 zurück. Stephanie Seger hielt ihre Mannschaft mit ihrer Treffsicherheit und ihrer Erfahrung im Spiel. Trotz alledem verpatzten die Bassenheimerinnen viele Torchancen und konnten somit an den aufgebauten Vorsprung der Weibernerinnen nicht herankommen. Das Team lässt sich aber nicht von dieser schweren, aber fairen Partie entmutigen. Die Fehleranalyse und Behebung wird Bestandteil der Trainingseinheiten sein, um gegen die HSG Mertesdorf-Ruwertal optimistisch ins Spiel zu gehen. Erfolgreicher verlief der Auftakt für das Team von Trainer Paddy Wagner, dessen Mannschaft zwar spielerisch keine Glanzleistung abrief, dafür aber bis zum Umfallen fighten. Kann die Mannschaft am Samstag auch spielerisch zulegen, dürfte Wagner hinsichtlich des Spielausgangs nicht bange sein.

 

Personal: Mit Lena Weber kann Wagner am Sonntag auf den kompletten Kader zugreifen.

 

Prognose: „Wir müssen uns steigern, wollen aber unbedingt den zweiten Sieg. Der Gast steht nach der Auftaktniederlage bereits jetzt mit dem Rücken zur Wand, wird kämpferisch sicher alles in die Waagschale werfen. Wir werden uns auf das konzentrieren, was wir trainiert haben: kompakte Abwehr stellen, schnelles Spiel nach vorne finden. Das hat am Samstag nicht funktioniert. In der Abwehr überlege ich mir, ein paar Variationen zu spielen, mal sehen, was der Gegner so macht. Wichtig wird zudem sein, dass wir läuferisch drauflegen und die Nahtstellen suchen. Vor den möglichen 37 Gästen in der Ruwertalhalle, die das Hygienekonzept zulässt, wollen wir den zweiten Sieg. Legen wir spielerisch zu und geben kämpferisch erneut alles, ist das durchaus drin“, sagt Wagner.

 

 

Berichte vom Spieltag 03./04. Oktober 2020

 

DJK/MJC Trier - TuS Daun 34:20 (16:7)

 

Die DJK/MJC Trier unterstreicht mit dem klaren und ungefährdeten Erfolg ihren Anspruch, am Ende ein Wort bei der Titelvergabe mitreden zu dürfen. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an, dabei konnte Daun die Ausfälle von Lisa Rehnelt, Lisa Jehnen und Jana Clever nicht kompensieren.

 

Schnell machte das Team von Trainerin Esther Hermann deutlich, wer am Ende die Halle als Sieger verlassen sollte. Über 7:2 in der 10. Minute zwangen die Gastgeberinnen die Eifelaner in der 18. Minute beim 10:3 zur ersten Auszeit. Gegen die taktisch gut eingestellte und arbeitende MJC Abwehr fanden die Gäste kaum Mittel und so war das Spiel zur Pause beim 16:7 bereits entschieden.

 

Das Hermann-Team ließ auch nach dem Wechsel nicht locker, legte bis 23:9 in der 42. Minute vor und so hatte die MJC Trainerin die Möglichkeit, allen Spielerinnen ihre Spielanteile zu geben. Am Ende feierten die Gastgeberinnen ihren klaren 34:20 Erfolg gegen eine allerdings nie aufgebende Dauner Mannschaft.

 

„Ich bin froh über die ersten beiden Punkte! Von Anfang an hatte ich keine Bedenken, dass wir dieses Spiel verlieren könnten. Die Begegnung hatten wir immer im Griff, haben das Spiel zu keiner Phase aus der Hand gegeben. Im ersten Spielabschnitt haben wir sehr stark verteidigt und nur wenige Dauner Tore zugelassen. Unser Spiel wurde bestimmt von Franzi Steil (ehemals Garcia), Kati Irsch, die im Zusammenspiel mit Vivi Steil, die etliche Siebenmeter herausholte, sowie von Clara Baldin, die sich treffsicher von Linksaussen zeigte. Zudem feierte unser Neuzugang im Tor Henrike Dierkes einen guten Einstand zwischen den Pfosten. Positiv werte ich die Tatsache, dass wir viel wechseln konnten und so alle ihre Spielanteile bekamen. Allerdings erwarte ich auch, dass dann kein Bruch im Spiel erkennbar und die Konzentration hochgehalten wird. Doch hier haben wir uns einige individuelle Fehler geleistet, die Daun zu mehr Treffern im zweiten Spielabschnitt kommen ließ. Es war ein guter Einstand und ich hoffe, dass wir weiterspielen können. Die Mannschaftsleistung stimmt mich zuversichtlich, doch wir wissen auch, an was wir noch arbeiten müssen“, resümierte die MJC Trainerin.

 

„Uns war klar, dass es angenehmere Spiele zum Saisonauftakt gibt als beim Meisterschaftsfavoriten. Dazu kamen die Ausfälle wichtiger Stammspielerinnen, die wir nicht verkraften konnten. Wir kamen nicht gut ins Spiel, haben uns dann aber reingekämpft. Trier ist individuell einfach stärker besetzt und hat seine Klasse über 60 Minuten ausgespielt. Obwohl das Spiel frühzeitig entschieden war, haben wir den Kopf nicht hängen lassen und uns ordentlich präsentiert. Trotz der deutlichen Niederlage bin ich nicht unzufrieden mit unserer Leistung. Wir müssen und werden unsere Punkte gegen andere Gegner holen“, hofft Dauns Co-Trainer Gerd Clemens.

 

MJC: Dierkes - Hoffmann, Lamberty, Irsch (8), Weißhuhn, Helbrecht (1), Brunner (1), Kreuzkamp, Fahl (1), Käsgen (1), V. Steil (3), Wiemer (1), F. Steil (11/5), Baldin (7).

 

Daun: Treis und Miller - Schuh (1), Minninger (4/1), F. Kutscheid (3), J. Kutscheid (10/3), Blank, Römer (1), Basten, Thome, Poster, Dausend (1)

 

HSV Rhein-Nette - HSG Mertesdorf/Ruwertal 25:27 (12:14)

 

„Es viel uns schwerer als geglaubt“, fand HSG Trainer Paddy Wagner, dessen Mannschaft am Ende beide Punkte aus Andernach entführte. Vor allem gelang es seiner Mannschaft nie, ihr schnelles Spiel aufzuziehen, doch das sah Wagner der Nervosität seiner jungen Mannschaft geschuldet.

 

Allerdings führten die Ruwertalerinnen fast die komplette Spielzeit, ließen lediglich den Ausgleich der Gastgeberinnen beim 2:2 in der 5. Minute bis zur Pause zu. Die einzige Führung der Gastgeberinnen resultierte aus der 34. Minute beim 15:14, doch nach dem 16:16 setze sich die HSG wieder auf zwei Tore zum 16:18 ab.

 

„Wir hatten einfach zu viele technische Fehler, schafften es nie, den Vorsprung auf drei Tore auszubauen und so blieb es spannend“, verriet Wagner.

 

Immer wieder kam der HSG durch seine Gegenstöße zu einfachen Toren. Im Deckungsverband kamen die HSG Spieler nicht mit den Sperren gegen ihre defensive 6:0 Abwehr zurecht und so kamen die Gastgeberinnen immer wieder aus der Nahwurfzone zu ihren Torerfolgen, die auch die starke Luisa Becker im Tor nicht verhindern konnte. Nur wenig ließ die HSG dagegen aus dem Rückraum zu. 47 Sekunden vor dem Ende gelang den Gastgeberinnen der Anschlusstreffer zum 25:26, ehe Natalia Kierakowicz mit ihrem sechsten Tor an diesem Abend vier Sekunden vor dem Ende für die Entscheidung sorgte.

 

„Das Spiel hätte durchaus kippen können, wenn die Gastgeberinnen nicht vier ihrer Siebenmeter vergeben hätten. Spielerisch war das heute keine Offenbarung, doch die Mädels haben gekämpft bis zum Umfallen. Es war kein ruppiges Spiel, doch jeder Körperkontakt wurde von den Unparteiischen geahndet. Doch letztlich zählen die beiden Punkte im ersten Auswärtsspiel. Einiges müssen wir aber richtig gemacht haben. Auf jeden Fall ist es gegen Bassenheim wichtig, dass wir uns technisch verbessern“, ahnt Wagner.

 

Becker - Britz (1), Lamberti, Himmelreich (2), Kierakowicz (6), Schuh, Eiden (3), Fisch (6), Thinnes (2/1), Eiden, Treitz (2), Leyer (5/3).

 

HSG Wittlich II - HSG Obere Nahe 24:12 (6:6)

 

„Nach der ersten Halbzeit hatte ich graue Haare“, sagte Wittlichs Spielertrainerin Jenny Scheibe nach dem Auftritt ihres Teams gegen den Aufsteiger von der Oberen Nahe, der den Gastgeberinnen Paroli bot und zur Pause zu einem beachtenswerten Remis kam.

 

„Wir waren einfach zu nervös, die Abwehr tat sich bis zur 40. Minute sehr schwer, wir bekamen keinen Fuß auf den Boden, kamen überhaupt nicht den Einlaufen der Gästespielerinnen zurecht, packten hier einfach nicht zu“, klagte Scheibe.

 

„Unsere Abwehr stand im ersten Spielabschnitt richtig gut, doch leider vergaben wir insgesamt fünf Siebenmeter. Das war unter anderem auch unserer Nervosität und dem Harz geschuldet, obwohl wir uns damit besser zurechtfanden als geglaubt", fand Gästetrainerin Natalie Heinrich.

 

Auch nach dem Wechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. Erst nach dem 10:8 in der 42. Minute lief das Wittlicher Spiel und über 15:8 in der 43. Minute war die Vorentscheidung gefallen. Dem defensiv eingestellten Wittlicher Deckungsverband gelangen jetzt die Ballgewinne und mit einer insgesamt aggressiveren Abwehr zeigte die Gastgebermannschaft aus Sicht ihrer Trainerin jetzt „ein anderes Gesicht. Jetzt war es eine gute Leistung mit viel Tempo, viel konzentrierter und endlich im Spiel drin. Dem Gegner haben wir keine Chance gelassen, können uns bei Torfrau Julia Marx bedanken, die uns im ersten Spielabschnitt im Spiel hielt. Immer wieder sind wir kläglich an der gegnerischen Torfrau gescheitert, leisteten uns unkonzentrierte Abschlüsse. In den letzten 18 Minuten war die Leistung in Ordnung und wir kamen zum hart erkämpften Sieg, der aber absolut verdient ist“.

 

Beim 20:10 in der 52. Minute hatte die Wittlicher Reserve erstmals einen 10 Tore-Vorsprung erarbeitet, der am Ende auf 24:12 ausgebaut wurde. „Im Angriff müssen wir noch arbeiten, hier fehlt das Selbstvertrauen und der letzte Wille. Durchaus hätten wir mehr Tore machen müssen, doch so geht der Wittlicher Sieg aufgrund der letzten 18 Minuten in Ordnung. Wir lernen von Spiel zu Spiel, das war uns klar. Allerdings dürfen wir uns gegenüber der Bezirksliga keine schwächeren Phasen leisten. Insgesamt ist unsere Leistung im Auftaktspiel völlig in Ordnung, die Stimmung im Team ist gut, wir müssen nur schneller die Nervosität ablegen“, sagte Gästetrainerin Natalie Heinrich.

am Ende doch ein Grund zu feiern - HSG Wittlich II

 

HSG W II: Marx - Kastrati (1), Hohns (1), Kloep (5), Teusch (1), Esch (4), Engel (4), Schaaf, Ertz (7/5), Gaß, Scheibe (1), Zens, Kappes, Kehl.

 

HSG ON: Göymen - Wiedemann, Hey (1), Brusius, Hartenberg (1), Catrein (1), Gesemann, Schwaz, Bubenheim (1), Merker, Hartenberger (3), Duran (4), Brenner, Heike (1)

 

HSG Kastellaun/Simmern - HSC Schweich 35:23 (14:10)

 

„Trotz der am Ende hohen Niederlage bin ich nicht unzufrieden mit dem Auftritt meines Teams. Das hatte ich mir durchaus schlimmer vorgestellt. So hielten wir bis zum Ende der ersten Hälfte beim 14:10 achtbar mit, obwohl ich sagen muss, dass die HSG viele klare Chancen liegen ließ und immer wieder an unserer guten Torfrau Mel Waters scheiterte“, fand HSC Coach Christian Leyh.

 

Die Gastgeberinnen fanden besser ins Spiel, führten 8:3 in der 12. Minute und folgerichtig nahm Ley die Auszeit, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Über 12:5 in der 17. Minute spielte Schweich eine starke Schlussphase im ersten Spielabschnitt, gleichzeitig ließ die HSG ihre Chancen liegen und so stand es zur Pause nur 14:10 für das Team von Mirza Cehajic.

 

Nach dem Wechsel wurde es dann deutlicher: über 22:14 in der 41. Minute bleiben die Schweicherinnen in einer ausgeglichenen Folgespielzeit bis 29:22 in der 56. Minute wieder auf Augenhöhe, ehe sich die Gastgeberinnen dank ihrer konditionellen und spielerischen Überlegenheit weiter absetzten.

 

„Wir wollten nach dem Wechsel an die erste Hälfte anknüpfen, doch mit zunehmender Spieldauer war die Puste weg. Zu schnell suchten wir im Angriff den Abschluss, schalteten nicht mehr schnell genug von Angriff auf Abwehr um. Die Gastgeberinnen waren uns konditionell, körperlich und spielerisch überlegen. Doch auf unsere Leistung können wir aufbauen, müssen die Punkte gegen andere Teams der Liga gewinnen. Die HSG zählt sicherlich zu den Spitzenteams“, lobte Leyh.

 

Quarry und Waters - Weiss (4), Schömann (1), Rosch, I. Longen (1), Gores, E. Longen (4), Lehmann, Waters, V. Longen (2), Mohr (1), Schwarz (2), Karrenbauer (8/1); Queck

 

 

Vorschau auf den Spieltag 03./04. Oktober 2020

 

HSG Wittlich II - HSG Obere Nahe (Samstag, 15 Uhr, Berufsbildende Schule)

 

Ausgangslage: Nicht unterschätzen sollte die Wittlicher Reserve um das Trainergespann Jenny Scheibe und Irina Rau zum Saisonauftakt den Aufsteiger HSG Obere Nahe mit ihrer Trainerin Natalie Heinrich. In der letztjährigen Bezirksligasaison sorgte das Nahe-Team für einige Ausrufezeichen und geht euphorisch die Runde in der Rheinlandliga an.

 

Personal: „Nur im Notfall werde ich der Mannschaft als Spielerin helfen“, verrät Wittlichs Trainerin Jenny Scheibe, die vor allem auf die fünf Jugendspielerinnen aus dem ehemaligen RPS Oberliga B-Jugendkaders zurückgreifen wird. Dazu werden Merle Kloep und „Fredi“ Engel, die beide zum 3. Liga Kader gehören, Spielpraxis im Rheinlandligateam der Wittlicherinnen sammeln. Wer allerdings am Samstag auflaufen kann, ist noch fraglich, fehlen wird definitiv Sophie Lames, fraglich ist der Einsatz von Laura Kehl. Bei den Gästen wird Fabienne Fetzer aufgrund ihres Bänderrisses fehlen, ansonsten kann HSG Trainerin Natalie Heinrich aus dem Vollen schöpfen.

 

Prognose: Der bereits in der letzten Saison niedrige Altersdurchschnitt ist dieses Jahr nochmal gefallen und so findet sich so manch eine Spielerin mit 18 Jahren schon mal im Team „alt“ wieder. Dieses junge Alter der Mannschaft klingt für den ein oder anderen vielleicht nach fehlender Erfahrung, für uns klingt es eher nach Tempo, Einsatz und sehr viel Spaß auf und neben dem Platz. Nach knapp fünf langen Monaten der Vorbereitung brennen wir alle darauf, am Samstag wieder in den Spielbetrieb zu starten und alles zu geben, um die ersten zwei Punkte der Saison einzufahren! Wir werden den Aufsteiger der HSG Obere Nahe keinesfalls unterschätzen, wollen uns aber allein auf unsere Stärken konzentrieren und ein temporeiches Spiel abliefern. Die Favoritenrolle nehmen wir an. Wir sind gut eingespielt, haben eine positive Stimmung im Team und gerade die jungen Spielerinnen übernehmen jetzt mehr Verantwortung. Aus der hoffentlich kompakt stehenden Abwehr wollen wir unser Tempospiel aufziehen. Der Gast ist ein unbekannter Gegner, gegen den wir unbedingt konzentrier bleiben müssen und gegen den wir auf die Tube drücken werden“, verspricht HSG Trainerin Jenny Scheibe.  „Auch wir freuen uns, dass es endlich losgeht. Wir haben viele Testspiele absolviert und sind gespannt auf die Rheinlandliga. Klar geht die Favoritenrolle an Wittlich, wir wissen, dass es schwierig wird, doch wir wollen als primäres Ziel eine Weiterentwicklung der Mannschaft und dabei Erfahrung sammeln. Allerdings muss jedes Spiel erst einmal gespielt sein und für uns ist das Spiel mit Harz eine echte Herausforderung. Keinesfalls wollen wir ängstlich auftreten, alles geben und kein Kanonenfutter in dieser Liga sein“, sagt Gästetrainerin Natalie Heinrich.

 

HSV Rhein-Nette - HSG Mertesdorf/Ruwertal (Samstag, 15.15 Uhr)

 

Ausgangslage: Der Aufsteiger vom Rhein wird der erste Prüfstein für die Ruwertal HSG unter ihrem neuen Trainer Paddy Wagner sein, der seine Mannschaft als „junge und wissbegierige Mannschaft“ umschreibt, die um die beiden Routiniers Luisa Becker und Hannah Britz aufgebaut werden soll. „Die Vorbereitung lief gut, die Mädels haben sehr gut mitgezogen, haben sich körperlich durchaus weiterentwickelt. Wir sind in der Lage, hohes Tempo über 60 Minuten zu gehen“, freut sich der neue HSG Coach.

 

Personal: Bis auf Lena Weber kann Wagner seine Bestbesetzung aufs Feld schicken.

 

Prognose: „Unsere Testspiele haben gezeigt, dass wir gerade in den letzten 20 Minuten zusetzen konnten. Da wir eine körperlich klein gewachsene Mannschaft haben, müssen wir viel aus der Nahwurfzone kommen. Die leichten Tore aus dem Rückraum werden uns fehlen. Doch ich bin guter Zuversicht, dass wir in Andernach erfolgreich auftreten werden. Ich erwarte eine offensive HSV Abwehr, gegen die wir uns wenig technische Fehler leisten dürfen. Mit dem schnellen Umschalten von Abwehr aus Angriff werden wir nach vorne spielen, müssen aber unbedingt die Chancenverwertung verbessern“, fordert Wagner.

 

HSG Kastellaun/Simmern - HSC Schweich (Samstag, 17.15 Uhr)

 

Ausgangslage: Dank der Quotenregelung schaffte es der HSC Schweich in die Rheinlandliga und wird von Trainer Christian Leyh in der Saison gecoacht. Vor allem körperlich müssen die HSC Damen gegenüber der Bezirksliga zulegen, daran hat man gearbeitet und wird im Hunsrück die erste Bewährungsprobe zu bestehen haben.

 

Personal: Gegenüber der letzten Saison geht der HSC Schweich unverändert in die neue Saison.

 

Prognose: „Wir haben viel trainiert, hatten eine gute Vorbereitung. Auch die Trainingsbeteiligung war in Ordnung und so gehen wir uns erstes Pflichtspiel in der Rheinlandliga mit Selbstvertrauen an. Die HSG ist für uns eine unbekannte Größe, die als Außenseiter auf den Titel gehandelt wird. Mit unserem schnellen Tempospiel wollen wir den Favoriten aber so lange wie irgend möglich, ärgern“, hofft Leyh.

 

DJK/MJC Trier - TuS Daun (Samstag, 17.30 Uhr, Wolfsberghalle)

 

Ausgangslage: „Auf jeden Fall wollen wir ganz vorne mitspielen“, gesteht MJC Trainerin Esther Hermann, das Wort Meisterschaft nimmt sie nicht in den Mund! Beim Saisonabbruch belegten die Triererinnen Platz 2 hinter dem TV Welling. Dass die Triererinnen auch in diesem Jahr zu den Meisterschaftsanwärterinnen zu zählen sein werden, ist unbestritten, doch wie ist der Gast aus Daun einzuschätzen? Nach dem die Eifelanerinnen in der vergangenen Saison die Liga mit einem 10:0 Start überraschten, lief bis zum Saisonabbruch nicht viel beim Team von Trainer Lukas Illigen zusammen. „Bei uns lief die zweite Vorbereitungsphase nichts so gut und dies war beruflichen und verletzungsbedingten Gründen geschuldet. Taktisch haben wir uns sicher weiterentwickelt, doch ich wäre gerne ein paar Schritte weiter“, gesteht Hermann. „Wir haben viel trainiert, aber erst zwei Testspiele absolviert und gesehen, dass hier noch Luft nach oben ist“, verrät Dauns Trainer Lukas Illigen

 

Personal: Bei den Triererinnen fällt Rückraumspielerin Mira Cartus wegen ihres Bandscheibenvorfalls länger aus. Neu im Team sind die Italienerin Alejandra Agento und Torfrau Henrike Dirkes, Nachwuchsspielerin Lea Hoffmann gehört fest zum Kader des Rheinlandligisten. Doch am Wochenende werden Vera Irsch, Jill Meyers, Hanna Sattler und Lena Hoffmann verletzungsbedingt ausfallen. Dafür greift aber Franzi Garcia ins Geschehen ein und so hat Hermann drei Rückraumspielerinnen. Die Gäste verstärkten ihr Team mit Elena Poster und Alexandra Thome (beide SV Gerolstein), sowie Sarah Schuh (TV Bitburg). Doch wer letztlich aufläuft entscheidet sich erst im Abschlusstraining.

 

Prognose: „Wir gehen mit der Last von zwei Minuspunkten in die Saison, da wir für das Nichterfüllen des Schiedsrichter-Solls bestraft wurden. Das muss ich ebenso hinnehmen wie die kurzfristige Entscheidung der Stadt, dass wir nicht mehr harzen dürfen. Gerade unsere erfahrenen Spielerinnen sind das nicht gewohnt. Aber auch das müssen und werden wir hinbekommen. Erfreulich ist auf jeden Fall, dass wir 50 Heim- und 10 Gästezuschauer erwarteten dürfen“, sagt Hermann.

 

„Sicher kommt uns das Harzverbot in Trier entgegen, doch die Aufgabe, gleich beim Titelfavoriten zu starten ist schwer genug. Es muss uns gelingen, dass Gegenstoßspiel der Gastgeberinnen zu unterbinden, selbst aus einer stabilen Abwehr sicher nach vorne zu spielen und die sicheren Abschlüsse zu suchen“, fordert Illigen, der selbst aus beruflichen Gründen am Sonntag nicht in Trier dabei sein kann.

 

SG Bannberscheid/Engers - HSG Hunsrück II (Sonntag, 15 Uhr)

 

Ausgangslage: „Mit Höhen und Tiefen war unsere Vorbereitung, nicht oft hatte ich das komplette Team zusammen, da viele berufs- und schulbedingt fehlten. Wir hätten sicher noch Zeit gebraucht, um uns einzuspielen. Jetzt sind wir derzeit bei 80 Prozent was Leistung und Fitness betrifft“, verrät HSG Coach Korab Mulliqi

 

Personal: Mit Hanna Bach, Luisa Bach und Luisa Bottlender sind gleich drei Stammspielerinnen des letztjährigen Kaders in die Oberligakader des Vereins gewechselt. Zudem hat Routinier Svenja Mohr ihre Karriere beendet. Aus dem Oberligakader wird Routinier Julz Nicolae im Rheinlandligateam auflaufen. Fehlen wird am Sonntag Franzi Wolf.

 

Prognose: „Unser Gegner ist schwer einzuschätzen, dürfte aber durch den Zusammenschluss stärker geworden sein. Viele junge Spielerinne sind dort im Kader, doch wir wollen unbedingt die ersten Punkte der Saison einfahren“, sagt Mulliqi

 

 

 

23. August 2020

 

Situationsberichte August 2020

 

Anders als in der Rheinlandliga Männer sieht es in der Rheinlandliga der Frauen aus. Gleich sechs Teams aus dem Spielbereich Eifel/Mosel/Hunsrück stellen die Hälfte der teilnehmenden Mannschaften in der Liga.

 

HSG Hunsrück II

 

Ein weiteres Jahr wird Korab Mulliqi die Verantwortung bei der Hunsrück Reserve als Trainer tragen und das wird sicher kein einfaches Jahr.

 

„Mit Hanna Bach, Luisa Bach und Luisa Bottlender sind drei Stammspielerinnen des letzten Jahres in den RPS Oberligakader gewechselt. Dazu hat Svenja Mohr ihre Karriere beendet, wird uns aber im Notfall helfen. Aus der Jugend ergänzen Merle Fink, Marie Klär und Maren Bach unseren Kader, dazu stößt mit Julz Nicolae eine erfahrene Spielerin aus der ersten Mannschaft. Es wird schwierig, wir sind hintendran und erst seit einem Monat in der Halle. Zuvor haben wir die konditionellen Grundlagen mit dem entsprechenden Lauftraining gelegt, haben jetzt Kraft-Ausdauer und die taktische Ausrichtung vor uns. Wichtig wird sein, dass sich die komplett neu zusammengestellte Mannschaft einspielt. Im letzten Jahr hatte ich eine eingespielte Mannschaft und daran arbeiten wir jetzt. So stehen Spiele gegen Kirn und Kastellaun/Simmern sowie drei weitere Testspiele für uns auf dem Vorbereitungszettel, ehe die Saison gleich mit einem doppelten Kracher für uns beginnt. Gleich zum Saisonstart geht es zu SG Bannberscheid/Engers (3./4.10) und am darauffolgenden Wochenende erwarten wir die MJC Trier. Neben diesen beiden Teams sehe ich Wittlich II und Kastellaun/Simmern, dass sich qualitativ gut verstärkt hat, in den Favoritenrollen. Wir werden hoffentlich dahinter landen“, sagt Mulliqi.

 

HSC Schweich

 

„Es ist geschafft. Obwohl die Saison noch nicht zu Ende gespielt war, steigen wir durch die Quoten Regelung des DHB in die Rheinlandliga auf. Durch die Tatsache, dass wir bei Abbruch des Spielbetriebes auf dem ersten Tabellenplatz (jedoch mit zwei mehr absolvierten Spielen) standen, sind wir durch diesen Entschluss aufgestiegen. An dieser Stelle nochmal ein riesiges Kompliment an meine Mannschaft, die im Training und im Spielbetrieb immer mitgezogen und viel dazugelernt haben und sich dadurch von Spiel zu Spiel unheimlich steigerte. Danke auch an Petra Longen, die natürlich auch einen großen Teil zum Aufstieg durch die Leitung des einen oder anderen Trainings oder Spieles beigetragen hat, bei denen ich mit den Herren 1 unterwegs war. Jetzt geht es darum, langsam, aber sicher wieder zur Normalität zurück zu finden und uns auf eine spannende und herausfordernde Rheinlandligasaison vorzubereiten, mit dem klaren Ziel Klassenerhalt.  In der Bezirksliga hat es meistens gereicht, durch schnelles, temporeiches Spiel und einer einigermaßen stabilen Abwehr zum Erfolg zu kommen. Das wird in der Rheinlandliga anders aussehen. Vor allem körperlich müssen wir zulegen, da kommen andere Kaliber auf uns zu“, ahnt Trainer Christian Leyh.

 

Unverändert geht der HSC gegenüber der letzten Saison das Abenteuer Rheinlandliga an, doch Mannschaft und Trainer freuen sich auf die Herausforderung. In der kommenden Saison wird die Frauenmannschaft Priorität bei Trainer Christian Leyh haben, der zeitgleich auch noch die Verantwortung für das Verbandsligateam der Männer trägt. „Sollten die Spiele und das wird eher bei den Auswärtsspielen der Fall sein, parallel angesetzt sein, werde ich bei den Frauen sein“, verspricht Leyh, für den die Saison gleich mit einem Kracher startet. Es geht am 3.10. in den Hunsrück, zu einem der Meisterschaftsfavoriten, der HSG Kastellaun/Simmern

 

HSG Obere Nahe

 

Foto HSG Obere Nahe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Natalie Heinrich (B-Lizenzinhaberin) wird in Zukunft den neuen Rheinlandligisten HSG Obere Nahe coachen. Aktuell trainiert Felix Fetzer seit Ende Juli die Damen, da Heinrich momentan aus privaten Gründen nicht da sein kann. Die HSG Obere Nahe wird auf den Mitaufsteiger HSC Schweich treffen, mit dem man sich in der vergangenen Saison ein Kopf-an- Kopf Rennen in der Bezirksliga lieferte.

 

Dabei sah es zunächst danach aus, als habe die HSG ihr Saisonziel beim Corona-bedingten Abbruch der Saison nicht erreicht. Als Zweitplatzierte hinter dem HSC Schweich schien die Mannschaft am Ende unglücklich in der Bezirksliga verbleiben zu müssen. Doch dann verzichtete der TV Arzheim II auf seinen Platz in der Rheinlandliga.

 

„Eigentlich hätten wir in der Bezirksliga in zwei Staffeln spielen sollen, einer Sechser und einer Siebener-Staffel. Als uns die Staffellleiterin über die Möglichkeit informierte, doch in der Rheinlandliga zu spielen und uns drei Tage zur Entscheidung ließ, habe ich meine Mädels zunächst über die Staffeleinteilung in der Bezirksliga informiert. Ich habe geglaubt, meinen Mädels damit die Vorfreude auf die anstehende Saison zu nehmen, doch die Reaktion reichte von „easy“ bis „langweilig“.

 

Abends habe ich die Mädels bei einer Skype-Konferenz zappeln lassen, diskutierte zunächst das Für und Wider einer Teilnahme an diesen Staffeln und dann ließ ich die Bombe platzen. Wir hatten den Aufstieg auf Umwegen geschafft, es war plötzlich große Gegenliebe da. Vorher hatten wir uns selbstverständlich mit dem Thema eines möglichen Aufstieges beschäftigt, zumal das Team zum Saisonstart fast komplett neuformiert worden war und vor allem Spielerinnen aus der A- und B-Jugend in ihren Reihen hatte. Der Altersdurchschnitt lag gerade mal bei 18,4 Jahren. Das es in der Saison dann so gut lief, lag auch daran, dass ich immer versucht habe, den Druck von den Mädels zu nehmen“, verriet Heinrich.

 

Mit zunehmendem Saisonverlauf in der Bezirksliga zeigte sich, dass die HSG durchaus oben mithalten konnte. Aber reicht das auch für die Rheinlandliga? Diese Frage stellten sich Trainerin und Spielerinnen und so sieht man die kommende Saison als Abenteuer, auf das sich das gesamte Team freut. 

 

„Drei bis vier Trainingseinheiten standen seit Anfang Juni aktuell auf dem Trainingsplan der Mannschaft, seit dem 3. August drei Trainingseinheiten in der Halle und über die Motivation meiner Spielerinnen kann ich mich überhaupt nicht beklagen. Die wollen alle und ich muss sich sogar manchmal einbremsen. Wir haben keine Abgänge, ergänzen das Team mit Lea Brusius unserer A-Jugend. “, gesteht Heinrich, die zum Saisonstart mit dem Auswärtsspiel in Wittlich am 3. Oktober ihre Visitenkarte in der Rheinlandliga der Frauen abgeben wird. Doch vorher gibt es noch reichlich Gelegenheit, sich in Vorbereitungsspielen gegen HG Itzenplitz, Schwarzerden, Schwarzenbach, Meisenheim und Kirn in Form zu bringen.

DJK/MJC Trier

 

Die Trierer starten am 3. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TuS Daun in die kommende Rheinlandligasaison, die man am Ende mit dem Gewinn der Meisterschaft abschließen möchte. „Zumindest wollen wir ganz vorne mitspielen“, gesteht Trainerin Esther Herrmann, die ihre Mannschaft seit Juli auf die anstehende Saison vorbereitet.

 

„Dabei unterstützt mich Kevin Heinz als Athletiktrainer, der zunächst zwei Einheiten in der Woche übernommen hatte und ich die Dritte. Da das Training mit Kevin allen Beteiligten etwas bringt, haben wir mit dem Vorstand entschieden, dass die Athletikeinheiten auch im August weitergehen. Jetzt macht Kevin eine Einheit im Moselstadion und ich die beiden anderen in der Halle. Seit August sind wir wieder in der Halle und den Mädels ist die lange Pause ohne Ball deutlich anzumerken. Wir arbeiten derzeit wieder an Basics“, gesteht Herrmann, die gegenüber den bereits feststehenden Abgängen vier Neuzugänge zu vermelden hat.

 

Zum einen stößt die 33-jährige Italienerin Alejandra Agento zur Mannschaft, die Herrmann zur Allrounderin machen will. „Sie kommt eigentlich von der Linksaussenpostion, doch aufgrund der Tatsache, dass Mira Cartus nach ihrem Bandscheibenvorfall länger ausfallen wird, bin ich im Rückraum zum Handeln gezwungen“, erklärt die MJC Trainerin. Weiterer Neuzugang ist Clara Baldin aus der zweiten Mannschaft, die ebenfalls im Rückraum eingesetzt werden soll. Im Torhüterbereich wurden die Triererinnen ebenfalls fündig: mit Henrike Dirkes wechselt studienbedingt eine 24-jährige Torfrau, die ehemals in A-Jugend Bundesliga spielte in die Domstadt. „Sie will längerfristig hiebleiben und sie passt sportlich und menschlich sehr gut ins Team“, lobt Herrmann. Fest im Kader des Rheinlandligisten ist auch A-Jugendspielerin Lea Hoffmann, die nur dann noch in der RPS Oberliga auflaufen wird, wenn es keine Überschneidungen mit der ersten Mannschaft geben sollte.  Die übrigen A-Jugendlichen des Vereins werden behutsam an die Rheinlandliga herangeführt.

 

Spielpraxis sammelt das Team bei Vorbereitungsspielen in Kirn, zweimal gegen die SG Oberthal, den HSV Sobernheim, die TSG Fraulautern/Überherrn, bevor dann die neue Saison startet. „Darauf freuen wir uns alle und hoffen sehr, dass alles wie vorgesehen klappt und es endlich wieder losgehen wird“, sagt Herrmann. Noch nicht abschließend geklärt ist die Frage, ob die Damen oder die Herren der MJC in der Rheinlandliga den feststehenden 3 Punkte-Abzug wegen Nichterfüllen des Schiedsrichtersolls in Kauf nehmen müssen.

 

HSG Mertesdorf/Ruwertal

 

Nachdem das HSG Trainergespann Andi Schröder und Steffi Frisch ihr Amt zur Verfügung gestellt hatten, wurde die HSG auf der Suche nach einem Nachfolger fündig. Mit Paddy Wagner (51) stellt sich ein Urgestein des Ruwertaler Handballs in den Dienst der Mannschaft. Jahrelang war Wagner verantwortlicher Trainer der Ruwertaler Männer, legte eine dreijährige Pause ein und nahm im Juli mit seinem Team die Vorbereitung auf die anstehende Saison auf.

 

Trainererfahrung sammelte Wagner seit 1993 ebenfalls mit der Damenmannschaft der HSG Mertesdorf/Ruwertal, die er 10 Jahre in der Oberliga trainierte. Es folgte eine „Interimszeit“ von 2010-2013, in der Wagner seinen Stammverein verließ und zusammen mit dem ehemaligen luxemburgischen Nationaltrainer Henk Mauruschatt den RPS Oberligisten HSG Biewer/Pfalzel trainierte, ehe er ab 2014 wieder im Ruwertal tätig wurde und jetzt die Herrenmannschaft der HSG Mertesdorf/Ruwertal in der Verbandsliga trainierte.

 

Zunächst hatte Wagner für diese Saison bei der männlichen C-Jugend seines Stammvereins zugesagt, doch dann übernahm er die Rheinlandligamannschaft. „Wir haben für die C-Jugend einen adäquaten Ersatz gefunden und so bereiten wir uns seit Juli im Freien vor, haben den Schwerpunkt auf die Koordination und die Schnellkraft gelegt und sind seit August in der Halle. Zweimal wöchentlich trainiert die Mannschaft, am Wochenende folgt dann ein Vorbereitungsspiel. Mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Es ist eine junge, wissbegierige und lernwillige Mannschaft, die sich um die beiden Routiniers Luisa Becker und Hannah Britz gefunden hat. Von klein an wurden die Mädels von Sabine Meyer an den Seniorenbereich herangeführt, dann führten Andi Schröder und Steffi Frisch die Arbeit im Seniorenbereich fort. Diese Mannschaft hat Zukunft, es macht viel Spaß“, freut sich Wagner, der mit den Vorbereitungsspielen gegen Hermeskeil/Schwarzenbach, einem Turnier in Wittlich, dem Spiel gegen die RPS Oberliga A-Jugend der MJC Trier und weiteren Spielen seiner Mannschaft die nötige Wettkampfpraxis vermitteln will.

 

„Am besten sieht man beim Spiel, woran es noch hapert und wir arbeiten müssen“, sagt Wagner.

Testspiel der HSG Mertesdorf/Ruwertal gegen die TuS Fortuna Schwarzenbach statt (36:16).

TuS Daun

 

Lukas Illigen und Gerd Clemens führen die Dauner Damen in die kommende Oberligasaison. Nachdem Illigen seine sportliche Laufbahn aufgrund eines Knieschadens unerwartet beenden musste, kann er sich jetzt ausschließlich auf die Damenmannschaft des TuS konzentrieren.

 

Neben den bereits feststehenden Neuzugängen Elena Poster vom SV Gerolstein und Sarah Schuh vom TV Bitburg, schloss sich auch noch Alexandra Thome vom SV Gerolstein den Eifelanern an.

 

„Wir trainieren seit dem 15. Juni und sind seit 21. 8.20 wieder im Hallentraining. Doch lange Zeit war die Frage, wann wir die Halle endlich wieder nutzen können, unbeantwortet und so haben wir bislang noch keine Testspiele ausgemacht. Es war uns wichtig, den Spielerinnen im Freien auf dem Beachplatz und im Wald viel Spaß zu vermitteln. Dabei haben wir uns auch die entsprechende Fitness geholt. Jetzt geht’s endlich in der Halle mit Ball in Kleingruppen weiter. Leider war die Trainingsbeteiligung aufgrund von Verletzungen und der Urlaubszeit nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Doch so langsam kehrt die Normalität ein und wir freuen uns auf den Saisonstart am 3.10., gleich mit dem Lokalderby beim Meisterschaftsfavoriten DJK/MJC Trier“, sagt Dauns Coach Lukas Illigen.

 

HSG Wittlich II

 

Jenny Scheibe trainiert weiterhin die Wittlicher Reserve, ihr zu Seite steht Co-Trainerin Irina Rau. Scheibe wollte ausschließlich als Trainerin arbeiten, doch das hat sich ein wenig verändert: „Im Notfall werde ich der Mannschaft helfen. Ebenso versucht Irina Rau nach ihrem Kreuzbandriß den Wiedereinstieg. Doch noch ist es zu früh, um es definitiv zu machen. Sie hat mit leichten Trainingseinheiten begonnen“, erklärt die HSG Trainerin, die auf fünf Spielerinnen des letztjährigen RPS Oberliga B-Jugendkaders zurückgreifen kann.

 

Damit setzt der Verein seine Perspektivarbeit fort. Die Mannschaft verlassen hat Michel Loscheider aufgrund ihres Wohnungswechsels und Nachwuchstalent Merle Kloep wird behutsam an die 3. Liga herangeführt, sammelt ihre Spielpraxis aber im Rheinlandligateam bei Scheibe. Auch „Fredi“ Engel, die zum 3. Liga Kader gehört, wird sich bei uns Spielpraxis holen“, verrät Scheibe.

 

Seit Juni bereitet das Trainerteam die Mannschaft auf die am 3.10. mit dem Spiel gegen den Aufsteiger von der Oberen Nahe beginnenden Saison vor.

 

„Die Mädels arbeiten sehr fleißig und wir haben trotz der Urlaubszeit eine hohe Trainingsbeteiligung. Zwei Trainingseinheiten in der Halle und eine Laufeinheit im Freien, bei der uns Athletiktrainerin Ruth Schaaf-Kloep hervorragend unterstützt und das auch während der Saison tun wird. Wir haben die konditionellen Grundlagen gelegt und im Abwehrbereich gearbeitet. Dazu hatten wir viele Team-Events, vor allem mit unserer RPS Oberliga B-Jugend, die ich zusammen mit Tobias Quary coache. Ab dieser Woche werden wir uns auch die Spielpraxis holen, mit Spielen gegen die männliche RPS Oberliga, die weibliche RPS Oberliga, Saarbrücken, die MJC Trier, die HSG Mertesdorf/Ruwertal und Schwarzenbach. An jedem Wochenende ein Vorbereitungsspiel bis zum Saisonstart. Das Team hat sich gefunden und die Jugendlichen sind integriert, dabei profitieren wir sicher auch von der letztjährigen Zusammenarbeit. Eine gute Mischung aus Erfahrung und Jugend“, findet Scheibe.

 

 

 

10.08.2020

 

Die HSG Mertesdorf/Ruwertal ist auf der Suche für die Nachbesetzung des vakanten Trainerpostens beim Team der Rheinlandliga Frauen fündig geworden.

 

Seit Mitte Juli hat Patrick "Paddy" Wagner die Verantwortung für die Mannschaft übernommen. "Paddy stand als erfahrener Trainer eigentlich von Anfang an als Kandidat für das Amt auf unserem Zettel", so Spielwart Michael Hemmes.

 

"Allerdings hatte er dem Verein als Trainer für die mC-Jugend zugesagt und wollte diese in den nächsten Jahren perspektivisch aufbauen". Deswegen bemühte der Verein sich um andere Alternativen. Letztlich gab es viele gute Gespräche und Ansätze, leider aber keine Zusage. So hat der Vorstand dann bei Paddy nachgefragt das Amt des Trainers der 1. Damen zu übernehmen, was er dann auch nach kurzer Überlegung getan hat.Trotzdem liegt ihm noch das Wohlergehen unserer mC-Jugend am Herzen. So unterstützt er auch hier noch das Training bis ein Nachfolger oder Nachfolgerin gefunden ist. Mit Schulstart kann dann auch das Training in der Ruwertalhalle sowohl für die Damen als auch den Rest der HSG wieder starten, die Turnhalle war bisher wegen der Corona Auflagen immer noch geschlossen.

 

"Ausdrücklich möchte ich hiermit auch noch den beiden jetzt ausgeschiedenen Verantwortlichen für die 1. Damen, Steffi Frisch und Andreas Schröder, danken. Sie haben es geschafft aus einer durchweg jungem Team innerhalb kürzester Zeit eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. Höhepunkt war der Einzug ins Pokal-Final-Four, für das sich die Mannschaft als einziges Team der Rheinlandliga qualifizieren konnte. Hier spreche ich im Namen des ganzen Vorstandes," so Spielwart Michael Hemmes weiter. "Die beiden bleiben dem Verein ja zum Glück noch weiterhin als Spieler erhalten und wenn wieder Lust am Traineramt aufkommt.........wir finden da schon was!"

 

 

18.05.2020

 

HSG Wittlich II mit Trainergespann Scheibe/Rau

 

Das Wittlicher Team wird weiterhin von Trainerin Jenny Scheibe geführt, ihr zur Seite steht Co-Trainerin Irina Rau, die sich nach ihrem letztjährigen Bänderriss dafür entschieden hat, nicht mehr aktiv ins Geschehen einzugreifen. Auch Jenny Scheibe wird künftig nur noch als Trainerin arbeiten, sie beendete ihre aktive Laufbahn mit dem Saisonende. Zum Kader stoßen fünf Spielerinnen des RPS B-Jugend Kaders, auf die der Verein perspektivisch baut. Die Mannschaft verlassen wird wohl Michele Loscheider aufgrund ihres Umzuges und Nachwuchstalent Merle Kloep soll behutsam an die 3. Liga herangeführt werden, dort ihre Einsätze bekommen, aber genügend Spielpraxis im Rheinlandligateam sammeln.

 

„Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Irina. Derzeit arbeiten die Mädels fleißig ihren individuellen Trainingsplan ab und wir hoffen, Ende Mai wieder in Kleingruppen draußen und in später dann in der Halle mit der Vorbereitung auf die Saison beginnen zu können“, sagt Scheibe.

 

HSG Mertesdorf/Ruwertal auf Trainersuche

 

Das Trainergespann Andi Schröder und Steffi Frisch beenden nach einjähriger Tätigkeit ihre Arbeit bei der HSG. „Es sind private und berufliche Gründe, die bei uns dazu geführt haben, dass wir leider aufhören müssen“, erklären Schröder und Frisch.

 

So ist Spielwart Michael „Hemmi“ Hemmes auf der Suche nach einem Trainer/Trainerin für das Rheinlandigateam: „Für uns steht fest, dass wir weiterhin in der Rheinlandliga spielen werden, zumal der Kader unverändert bleibt. Allerdings gestaltet sich die Trainersuche schwierig“, verrät der HSG Spielwart.

 

TuS Daun verändert sich personell nur wenig

 

Das letztjährige Rheinlandligateam wird sein Gesicht kaum verändern. Lediglich im Torhüterbereich wird Ilona Miller kürzertreten müssen, dafür wird der Kader ergänzt mit Elena Poster (SV Gerolstein) und Sarah Schuh (TV Bitburg) und wird vom Trainerteam Lukas Illigen und Gerd Clemens auf die neue Saison vorbereitet. Start in die Vorbereitung soll dann am 30. Juni sein.

 

„Wir sind alle mal gespannt, wann die Saison dann letztlich los geht, ich hoffe noch in diesem Jahr“, sagt Illigen.

 

10. Mai 2020

 

 

DJK MJC Trier setzt in der kommenden auf den Nachwuchs und die Erfahrung

 

„Mit den entsprechenden Trainingsplänen habe ich meine Spielerinnen in den letzten Wochen bei Laune gehalten. Bis zuletzt haben wir gehofft, dass die Saison doch noch zu Ende gespielt wird und wir Welling im Kampf um den Titel ärgern können. Die Spielerinnen haben gut mitgezogen, doch jetzt ist die Saison offiziell rum“, sagt MJC Trainerin Esther Herrmann.

 

Die MJC Trainerin hofft darauf, entsprechend den Vorgaben des Deutschen Handballbundes bald wieder das Training im Freien und in Kleingruppen aufnehmen zu können. Nicht mehr dem Kader der Triererinnen gehören Alicia Natter und Torfrau Margareta Müller an, die ihre Karriere beendet haben. Zudem hatte bereits Routinier Franzi Garcia Almendaris ihren Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen bekanntgegeben.

 

Gerade im Torwartbereich haben die Triererinnen ein Problem. Doch dies will der Verein über eine noch engere Kooperation mit der A-Jugend lösen, setzten hier vor allem auf Torfrau Jette Martin. Dazu wird im Oktober studienbedingt eine Torfrau aus dem Berliner Raum stoßen, die über Erfahrungen in der A-Jugend Bundesliga verfügt. „Im Feld sind wir gut aufgestellt, zumal sich unsere Leistungsträger Vivi Steil und Kaddy Irsch entschieden haben, hier zu bleiben und nicht das Angebot eines höherklassigen Vereins aus der Region anzunehmen. Wir bauen auf unseren Jugendbereich, ziehen die Spielerinnen komplett in den Kader und werden sie behutsam weiter aufbauen“, sagt die MJC Trainerin.

 

 

HSG Hunsrück II wird mit verändertem Kader in die neue Saison gehen müssen

 

Die gute Nachricht vorne weg: Trainer Korab Mulliqi wird eine weitere Saison die Verantwortung bei den Rheinlandliga Damen der HSG Hunsrück tragen.

 

Doch bedingt durch die vielen personellen Veränderungen im RPS Liga Team der Hunsrücker, werden wohl vier bis fünf Spielerinnen des Rheinlandligateams die komplette Vorbereitung beim RPS Liga Team mitmachen. Erst nach Abschluss der Vorbereitung wird sich zeigen, wer dann ins RPS Liga Team rückt. Personell verstärken wird Mulliqi seine Mannschaft mit den A-Jugendlichen aus dem eigenen Verein.

 

Für den HSG Coach beginnt in absehbarer Zeit die Saisonvorbereitung, doch bereits jetzt ist sich der HSG Coach sicher: „Unsere Mannschaft wird sicherlich nicht so stark wie letzte Saison sein. Wir bauen ein komplett neues Team auf und sehen uns künftig im Mittelfeld der Liga“, sagt der HSG Trainer.