Tschüss, Profileben!

Die Neuzugänge Gabriella Szabo und Vesna Tolic müssen beim Frauenhandball- Zweitligisten DJK/MJC Trier den Spagat zwischen Sport und Job meistern.

 

19.08.2017 Björn Pazen

 

Trier 10 Uhr morgens, Moselstadion. Noch bevor Josef Cinar und seine Kollegen von Eintracht Trier ihre Laufeinheit starten, schwitzen schon zwei Miezen auf der Tartanbahn. Tempoläufe stehen an für Gabriella Szabo und Vesna Tolic. 400 Meter, zehn Mal. Trainer Andy Palm und seine Stoppuhr werden zum größten Feind. Ausgepumpt kommen die beiden Handballerinnen ins Ziel, kurze Zeit später heißt es schon wieder: "Fertig werden ….und ab."

 

"Die Saisonvorbereitung ist nirgendwo ein Zuckerschlecken. Aber da müssen sie durch", sagt Palm. Dass das Trio Szabo, Tolic und Palm in Trier eine neue sportliche Heimat gefunden hat, liegt an einer Frau aus dem Münsterland: Eva Wortmann. Früher war sie Geschäftsführerin beim Ex-Frauen-Handball-Zweitligisten TV Greven, heute ist sie Spielerberaterin. Szabo, Tolic und Trainer Palm gehören zu ihren Klienten. Vor eineinhalb Jahren hatte Wortmann auch die mittlerweile in Leverkusen spielende Litauerin Zivile Jurgutyte zur MJC gebracht. Die neuen Rückraumspielerinnen Szabo (aus Rumänien) und Tolic (aus Kroatien) kennen sich, haben in der Vergangenheit schon gemeinsam in Frankreich gespielt, bevor sie nun in Trier anheuerten.


Szabo hat eine ziemliche Odyssee hinter sich, spielte vergangene Saison erst bei einem polnischen Club, der über Monate keine Gehälter gezahlt hatte. Sie ging dann im Januar zum Drittligisten Waiblingen bei Stuttgart, wo sie in die zweite Liga aufstieg. Tolic war zuletzt beim Miezen-Konkurrenten Halle/Neustadt unter Vertrag.


Für beide ist Trier Neuland - nicht nur, was den Wohnort betrifft. Auch die Rahmenbedingungen sind neu, denn bislang waren sie eigentlich immer Profispielerinnen. "Das gibt es in Trier nicht mehr", sagt Trainer Palm. Auch der Belgier befindet sich gerade auf Jobsuche über seine MJC-Tätigkeit hinaus.
Tolic stammt aus der Römer- und Urlauberstadt Split an der kroatischen Adria-Küste. Sie hat dort Tourismus-Marketing studiert und spricht vier Sprachen - aber wie Szabo noch kein Deutsch. "Daran werden wir jetzt gezielt arbeiten", sagt die 24-Jährige. "Was sie verstehen will, versteht sie auch", grinst Palm, der trotz seiner Multi-Kulti-Miezen-Truppe mit Spielerinnen aus neun Ländern Wert darauf legt, dass Deutsch die offizielle Sprache bei der MJC ist. Derzeit arbeitet Tolic halbtags als Zimmermädchen in einem Hotel. "Wenn ich besser Deutsch kann, werde ich nach einem anderen Job Ausschau halten." Gleiches gilt für Sportlehrerin Szabo, die aus der Stadt Brasov stammt.

 

MJC-Vorstand Jürgen Brech hofft, dass Unternehmen den Verein in diesem Punkt unterstützen: "Bei uns gibt es keine Profis mehr. Daher suchen wir Firmen, die uns dadurch sponsorn, dass sie unseren Spielerinnen Arbeitsplätze anbieten, die auf den Sport abgestimmt sind. Wir haben eine Kooperation mit der Handwerkskammer, aber wir würden uns über noch mehr Firmen freuen, die diesem Beispiel folgen."


Sportlich haben Tolic und Szabo ihre Klasse bewiesen: "Beide bringen eine hohe Qualität mit", lobt Palm sein neues Rückraumduo. In der Vorbereitung haben beide ihre Fitness verbessert, Linkshänderin Szabo hat sich als beste MJC-Torschützin herauskristallisiert. Sie soll die ins schweizerische Thun abgewanderte Slowakin Lucie Weibelova ersetzen.


Die Integration in die neue Mannschaft ging schnell, betonen beide: "Die Atmosphäre im Team ist super", betont Tolic. "Wir wurden problemlos aufgenommen", ergänzt Szabo. Auch die Stadt Trier gefällt ihnen sehr gut. Und deswegen wollen sie die Miezen auch nicht als direktes Sprungbrett für eine Rückkehr in den Profihandball nutzen: "Wir wollen bleiben, mit Andy etwas bewegen und erfolgreich Handball spielen", sagt Tolic.


Dass die Fans Probleme damit haben könnten, dass das Gros des Kaders mit ausländischen Spielerinnen besetzt ist, sieht Palm nicht: "Wir arbeiten eng mit der zweiten Mannschaft zusammen, wollen auch mit anderen Vereinen aus der Region kooperieren."


Ein erstes Beispiel aus der Großregion sei Aaricia Smits aus Belgien. Künftig wollen die Miezen auch den luxemburgischen Handballverband beim Aufbau einer Frauen-Nationalmannschaft unterstützen. "Und mit der Handball-WM im Dezember wollen wir auch Werbung für uns machen, um viele Fans für die Miezen zu begeistern", sagt Palm.

 

Extra: HANDBALL-WM IN TRIER: 5000 TICKETS VERKAUFT

 

(BP) Rund 100 Tage vor dem Start der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland haben sich bislang 100 000 Fans mit Karten eingedeckt. Das hat der Deutsche Handballbund (DHB) bekanntgegeben. Für die 15 Vorrundenspiele der Gruppe A in Trier zwischen dem 2. und 8. Dezember sind rund 5000 Karten verkauft oder reserviert worden. Dies teilte die Arena Trier auf TV-Anfrage mit.

 

Für jedes der Spiele gehen etwas mehr als 2500 Karten in den Verkauf. "Wir hoffen auf 20 000 verkaufte Tickets", sagte Arena-Geschäftsführer Wolfgang Esser. Ab der kommenden Woche starten spezielle Verkaufsaktionen, zum Beispiel für Schulen. Für die drei Mittagspiele am 5., 7. und 8. Dezember (jeweils 14 Uhr) können sich Schulklassen Karten für fünf Euro pro Kind sichern.

 

 

Eine einkalkulierte Niederlage als Mutmacher

Miezen-Neuzugang Vesna Tolic aus Kroatien in Aktion. Foto: Tri-Sign/MJC  Foto: Bjoern Pazen (BP)
 

(BITBURG) Handball: Wie die Miezen dem russischen Meister Paroli bieten und warum sich eine japanische Torfrau besonders darüber freut.

 

9.08.2017 Björn Pazen

 

BITBURG Manchmal sind Ergebnisse im Sport völlig unbedeutend, speziell, wenn es sich um Testspiele handelt. "Waren das am Ende acht oder zehn Tore Unterschied? Egal, jedenfalls waren wir nicht schlecht", meinte Andy Palm, der neue Trainer der Trierer Handball-Miezen, als das Trainingsspiel in der Bitburger Sportschule beendet war. Dass es am Montagabend gegen die Frauen des Handballklubs Rostow am Don keinen MJC-Sieg geben würde, war vor dem Duell mit der Weltklasse-Auswahl klar, denn die Russinnen spielen tatsächlich und auch sprichwörtlich in einer anderen Liga.

 

Aber die Miezen hielten gegen die mit russischen Olympiasiegerinnen, brasilianischen Weltmeisterinnen oder französischen und spanischen Weltstars gespickte Mannschaft gut mit. "Zwischenzeitlich lagen wir nur mit zwei Treffern hinten, da waren im Europapokal viele Mannschaften schlechter als wir", lobte Palm. Rostow ist aktueller EHF-Pokal-Sieger und in der kommenden Saison einer der großen Favoriten auf den Gewinn der Champions League.


Im besonderen Fokus bei den Miezen standen natürlich die Neuzugänge. Wie schon bei den ersten Testspielen in Belgien am vergangenen Samstag zeigte die Ungarin Gabriella Szabo, dass sie im rechten Rückraum eine echte Verstärkung sein wird. Die Linkshänderin soll Lucie Weibelova ersetzen, die in die Schweiz gewechselt ist. Szabo ist mit einem kraftvollen "Hammer" gesegnet, war auch gegen Rostov Triers beste Werferin.
In Abwesenheit der Langzeitverletzten Joline Müller (Kreuzbandriss) teilten sich Linsey Houben und Neuzugang Vesna Tolic die Position im linken Rückraum. Die Kroatin Tolic zeigte ebenfalls viele gute Ansätze, auf dieser Position werden die Miezen - wenn Müller im Winter zurückkehrt - dreifach gut und torgefährlich besetzt sein.

 

Im Tor freute sich Neuzugang Yuko Minami diebisch über jeden Wurf, den sie von den Weltstars aus Rostow parieren konnte - und es waren gar nicht wenige. Mit Melanie Eckelt wird die Japanerin um die Rolle der Nummer eins zwischen den Pfosten kämpfen - zumindest größenmäßig können beide aber nicht den Weggang von Jessica Kockler zum Bundesliga-Aufsteiger Bensheim kompensieren. "Ich bin aber sehr zufrieden mit ihren bisherigen Leistungen", sagt Trainer Palm.


Die vierte Neu-Mieze saß nur auf der Bank, denn die Belgierin Aaricia Smits (21) ist noch verletzt. "An ihr werden wir aber noch viel Freude haben, denn sie ist eine echte Allrounderin, kann auf allen Rückraumpositionen und am Kreis eingesetzt werden", lobt Palm seine Landsfrau, die derzeit wegen einer Bänderverletzung am Fuß außer Gefecht gesetzt ist. Eines fiel gegen Rostow auf: Die Miezen hatten trotz des frühen Zeitpunkts der Vorbereitung eine sehr gute Physis, kämpften und liefen über 60 Minuten. Am Samstag steht das nächste Testspiel beim französischen Zweitligisten Yutz an.
Ach ja, und weil bei Rostow jemand war, der akribisch alle Tore notiert hatte - was bei einem neunköpfigen Trainerstab auch kein Wunder ist - gab es sogar ein offizielles Endergebnis. Palm hatte mit seiner Deutung gar nicht so falsch gelegen. Nach 60 Minuten hieß es 28:37 (13:18) aus Sicht von Trier. Rostow bleibt derweil noch bis Sonntag in der Sportschule Bitburg, spielt noch drei Testpartien.

 

 

Miezen mit Sieg und Niederlage

(Eynatten/Trier) Eynatten/Trier (BP) Mit einem Sieg und einer Niederlage haben die Miezen das erste Test-Wochenende der Saisonvorbereitung beendet. Nach zuvor zwei harten Trainingseinheiten bat Trainer Andy Palm am Samstag in seiner belgischen Heimatstadt Eynatten noch zu zwei Testspielen

07.08.2017
 
Gegen die Belgierinnen von Femina Vise gab es für den Trierer Frauen-Handball-Zweitligisten einen 31:23-Erfolg, gegen das niederländische Team V&L Geleen verloren die Miezen mit 25:30. "Da waren die Spielerinnen aber auch komplett platt", sagt Palm: "Im ersten Spiel haben wir dafür schon viel von dem gezeigt, was ich mir vorstelle. Einige Aktionen waren schon ganz ansehnlich. Aber natürlich tauchten auch viele Fehler auf, an denen wir nun arbeiten werden." Beste MJC-Torschützin in den Testspielen war Neuzugang Gabriela Szabo, die insgesamt 14 Mal traf.
 
Bereits am heutigen Montag (20 Uhr) geht es für die Miezen weiter in Sachen Testspiele: Dann treffen die Triererinnen in Bitburg auf den aktuellen EHF-Pokalsieger Rostov/Don, der in Bitburg ein einwöchiges Trainingslager absolviert. Palm: "Das wird eine tolle Lehrstunde gegen eine der weltbesten Mannschaften. Aber auch aus solchen Partien kann man viel lernen."
 
MJC-Tore gegen Femina Vise: Szabo 6, Welter 5, Petrovska 5, Simon-Varga 4, Tolic 4, Sattler 3, Houben 3, Zrnec 1
 
MJC-Tore gegen V&L Geleen: Szabo 8, Zrnec 4, Welter 4, Petrovska 3, Simon-Varga 3, Sattler 2, Tolic 1

Belgien, Bitburg und russische Riesen

(TRIER) Handball: Für Trierer Miezen beginnnt die Zeit der Testspiele.

5.08.2017
 
 

TRIER (BP) Ausdauer, Athletik, Kraft und Koordination - es sind die Wochen des Jahres, die alle Sportler am meisten hassen, in denen aber auch die Grundlagen für die neue Saison gelegt werden: der erste Teil der Vorbereitung. Das ist bei den Miezen nicht anders. "Die Mannschaft hat einiges in den Knochen, alle Spielerinnen haben aber gut mitgezogen. Wir sind im Plan", sagt Neu-Trainer Andy Palm, der gemeinsam mit Athletik-Trainerin Sina Eckelt das Programm der ersten Wochen zusammengestellt hatte.

 

Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Joline Müller (Kreuzbandriss) und Ramona Constantinescu (Schulter-Operation) haben die Zweitliga-Handballerinnen die bisherige Vorbereitung größtenteils verletzungsfrei überstanden. Einzige Ausnahme ist der belgische Neuzugang Aaricia Smits. Die 21-Jährige knickte um, zog sich eine Bänderverletzung am Fuß zu und muss ein paar Tage pausieren. "In Kürze wird Aaricia aber ins Training zurückkehren", sagte deren belgischer Landsmann Palm.
Und für den gibt es am heutigen Samstag eine Rückkehr zu den Wurzeln: In seinem Heimatort Eynatten (bei Eupen) werden die Miezen einen Intensiv-Trainingstag absolvieren. Zwei Einheiten am Morgen und dann zwei Testspiele gegen einen belgischen Club sowie die niederländische Spitzenmannschaft aus Geleen. Das werden die beiden ersten offiziellen Testspiele der Miezen sein, nachdem man sich im Training bereits mit der MJC-Männermannschaft gemessen hat. "Da haben unsere Spielerinnen ihr Kämpferherz bewiesen und physisch dagegengehalten. Das war gut", lobt Palm.


Nach einem freien Sonntag geht es dann am Montagabend (20 Uhr) in der Sportschule Bitburg weiter - und in diesem Trainingsspiel werden den Miezen garantiert ihre Grenzen aufgezeigt werden. Denn es geht gegen die russische Weltklassemannschaft aus Rostow am Don, bestückt mit sechs russischen Olympiasiegerinnen und zahlreichen weiteren Topstars. Rostow ist aktueller EHF-Pokal-Sieger (im Fußball vergleichbar mit der Europa-League) und gilt in der kommenden Saison als einer der Champions-League-Favoriten.

"Das wird natürlich genial, gegen eine solche Mannschaft zu spielen", sagt Palm. Ab heute ist Rostow zu einem einwöchigen Trainingslager in Bitburg, wird dort noch gegen Metzingen und Metz (Samstag und Sonntag Teilnehmer beim Wittlicher Handball Cup) testen. Am Montag wird auch Kreisläuferin Andrea Czanik, die urlaubsbedingt die letzten zwei Wochen im MJC-Trainig fehlte, wieder an Bord sein.
Im Anschluss an den Test gegen Rostow folgen bis zum Saisonstart mit dem DHB-Pokalspiel beim Drittligisten Lintfort am 3. September unter anderem zwei Tests gegen den französischen Zweitligisten Yutz, ehe die Miezen am 26./27. August beim Lotto-Cup in Ludwigsburg antreten werden.

 

 

Saisonstart der Miezen vor den Toren Hamburgs

(Trier) Trier Nach wochenlangem Hin und Her steht seit Mitte Juli fest, welche Mannschaften in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga spielen. Und nachdem die Besetzung klar ist, sind nun auch die Spiele der Trierer Miezen terminiert.

 

02.08.2017 Björn Pazen


Grund war die Situation des Erstligisten HC Leipzig, der letztendlich Insolvenz anmelden musste. Da die Frage, ob der HCL eine Lizenz erhält oder nicht, durch drei Instanzen ging, zog sich das Thema lange hin. Nun ist klar: Leipzig muss in der 3. Liga antreten, aus der 2. Liga steigen die Rödertalbienen nachträglich auf - und den freien Platz im Unterhaus behält der ursprüngliche Absteiger Herrenberg.

 

Somit sind fünf Miezen-Gegner neu in der 2. Liga: Bundesliga-Absteiger SVG Celle und die Aufsteiger HCD Gröbenzell (bei Fürstenfeldbruck in Oberbayern), FSG Waiblingen (bei Stuttgart), die Füchse Berlin und die SG Kirchhof aus Nordhessen.


Ihr erstes Ligaspiel bestreiten die Miezen am 9. September beim letztjährigen Zweitliga-Zweiten Rosengarten vor den Toren Hamburgs, zuvor steht am 3. September aber bereits das DHB-Pokal-Spiel beim Zweitliga-Absteiger TuS Lintfort an. Die Miezen-Fans müssen bis zum 1. Oktober auf das erste Heimspiel warten, dann kommt es gleich zum Rheinland-Pfalz-Derby gegen Mainz. Das erste Miezen-Heimspiel zu gewohnter Samstagabend-Zeit (19.30 Uhr) ist am 28. Oktober gegen die Kurpfalz-Bären aus Ketsch und Ex-Mieze Kathrin Schneider.


Weniger als 24 Stunden nach dem letzten Frauen-Handball-WM-Spiel in Trier (8. Dezember, 20.45 Uhr) sind die Miezen schon wieder in der Arena gegen Beyeröhde gefordert. Die Weihnachtspause dauert in dieser Saison nur vom 16. bis 30. Dezember, denn an diesen Tagen stehen die Miezen jeweils auf dem Parkett. Die Rückrunde beginnt am 27. Januar, die Saison endet für die MJC mit dem Auswärtsspiel am 26. Mai in Zwickau.

 

DHB-Pokal, Runde 1:
Sonntag, 3. September, 16 Uhr:
TuS Lintfort (3. Liga) - DJK/MJC Trier


Samstag, 9. September 19 Uhr:
HL Buchholz 08-Rosengarten - DJK/MJC Trier


Samstag, 23. September, 16 Uhr:
HCD Gröbenzell - DJK/MJC Trier


Sonntag, 1. Oktober, 16 Uhr:
DJK/MJC Trier - FSG Mainz 05/Budenheim


Samstag, 14. Oktober, 19.30 Uhr:
TG Nürtingen - DJK/MJC Trier


Sonntag, 22. Oktober, 16 Uhr:
DJK/MJC Trier - HSG Hannover-Badenstedt


Samstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - Kurpfalz-Bären


Samstag, 11. November, 19.30 Uhr:
SVG Celle - DJK/MJC Trier


Sonntag, 19. November, 16 Uhr:
DJK/MJC Trier - SG 09 Kirchhof


Samstag, 25. November, 18 Uhr:
FSG Waiblingen-Korb - DJK/MJC Trier


Samstag, 9. Dezember, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - TV Beyeröhde


Samstag, 16. Dezember, 16 Uhr:
DJK/MJC Trier - Füchse Berlin Reinickendorf


Samstag, 30. Dezember, 18 Uhr:
SG H2Ku Herrenberg - DJK/MJC Trier


Samstag, 6. Januar, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - SV Werder Bremen


Samstag, 13. Januar, 18 Uhr:
SV Union Halle-Neustadt - DJK/MJC Trier


Samstag, 20. Januar, 15 Uhr:
DJK/MJC Trier - BSV Sachsen Zwickau


Samstag, 27. Januar, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - HL Buchholz 08-Rosengarten


Samstag, 3. Februar, 18.45 Uhr:
TV Beyeröhde - DJK/MC Trier


Samstag, 10. Februar, 15 Uhr:
DJK/MJC Trier - HCD Gröbenzell


Samstag, 17. Februar, 19 Uhr:
FSG Mainz 05/Budenheim - DJK/MJC Trier


Samstag, 24. Februar, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - TG Nürtingen


Sonntag, 4. März, 16 Uhr:
HSG Hannover-Badenstedt - DJK/MJC Trier


Samstag, 10. März, 18 Uhr:
Kurpfalz-Bären - DJK/MJC Trier


Samstag, 17. März, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - SVG Celle


Samstag, 7. April, 18 Uhr:
SG 09 Kirchhof - DJK/MJC Trier


Sonntag, 15. April, 16 Uhr:
DJK/MJC Trier - FSG Waiblingen-Korb


Samstag, 21. April, 19 Uhr:
Füchse Berlin Reinickendorf - DJK/MJC Trier


Samstag, 28. April, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - SG H2Ku Herrenberg


Samstag, 5. Mai, 19.30 Uhr:
Werder Bremen - DJK/MJC Trier


Samstag, 12. Mai, 19.30 Uhr:
DJK/MJC Trier - SV Union Halle-Neustadt


Samstag, 26. Mai, 18 Uhr:

BSV Sachsen Zwickau - DJK/MJC Trier

 

 

Ein gemischtes Doppel, ein eigentlich kompletter Kader und vier Neue

 
Andy Palm und Sina Eckelt sind die neuen Miezen-Trainer. Vergangene Woche haben der Belgier und die Frankfurterin die Saisonvorbereitung gestartet. Mit dabei: vier Neuzugänge aus vier Ländern.
 
TV-Foto: Björn Pazen  Foto: Bjoern Pazen
 

(TRIER) Handball: Die neuen Miezen-Trainer Andy Palm und Sina Eckelt haben ihre Arbeit aufgenommen, müssen aber über die Vorbereitung hinaus auf zwei Langzeitverletzte verzichten. Das Saisonziel heißt: "Klassenerhalt plus X"

 

25.07.2017 Björn Pazen

 

TRIER Ein Ostbelgier mit indischen Wurzeln und ein "Frankfurter Mädsche" sind die neuen Chefs im Ring bei den Trierer Miezen. Vergangene Woche haben Andy Palm (29) und Sina Eckelt (31) die Saison-Vorbereitung der Zweitliga-Handballerinnen gestartet - mit viel Enthusiasmus und einem Kader, der deutlich "fertiger" ist als bei vielen Vorgängern.

 

Palm war - nach einer handballerischen Weltreise - bis Ende Februar beim Miezen-Konkurrenten Sachsen Zwickau tätig, Eckelt kennt den Club und die MJC-Mannschaft, denn sie war schon unter Palms Vorgängerin Cristina Cabeza im Trainerstab, ist zudem mit MJC-Torfrau Melanie Eckelt verheiratet. Beide heben hervor, dass es auch bei den Trainern um das Teamwork geht: "Ich mache als Athletiktrainerin die Spielerinnen fit, damit Andy sie dann taktisch auf dem Feld als Waffe einsetzen kann", sagt Sportwissenschaftlerin Eckelt mit einem Grinsen.


Palms Vita ist reichlich international: Als Sohn einer Inderin und eines Belgiers wächst er in Eynatten (bei St. Vith) auf, wird belgischer Jugend-Nationalspieler. Es folgt ein Wechsel in die Niederlande, dann ein Profivertrag in Dänemark - und parallel trainiert er schon Mannschaften. Mit nur 20 Jahren und nach einer Handverletzung ist der Traum vom Handballprofi bereits geplatzt. "Die Intensität in Dänemark war halt eine andere", sagt er heute.


Weil zufällig die indische Frauen-Nationalmannschaft zeitgleich ein Trainingslager in Dänemark absolvierte, kam Palm mit dem Verband in Kontakt, zog in die Heimat seiner Mutter, wurde Nationaltrainer. Nach der Rückkehr trainierte er mehrere Mannschaften im Raum Aachen, ehe er dem Angebot von Zwickau folgte und in Sachsen erst die zweite und dann die erste Mannschaft trainierte.

 

Und nun ist er am anderen Ende Deutschlands. "Trier ist auch außerhalb des Sports ideal für mich, denn so kann ich wieder ein richtiges Familienleben haben", sagt Palm. Seine Freundin lebt in Siegen, sein Vater in Luxemburg, der Rest der Familie in Ostbelgien. "Im Winter dauerte die Fahrt von Zwickau bei Eis und Schnee schon mal 15 Stunden, so bin ich jetzt in zwei Stunden überall." Zudem fand er es toll, als "Mensch aus der Großregion" einmal die Miezen trainieren zu können: "Die kennt auch in Ostbelgien jeder, der sich mit Handball befasst."


Weil man bekanntlich vom Job als Miezentrainer nicht leben kann, ist Palm derzeit noch auf der Suche nach einer Arbeit. Ihm liegt zum Beispiel ein Angebot des belgischen Handballverbands vor, die Frauen-Nationalmannschaft zu trainieren. Dann wäre er auch für einen der vier Miezen-Neuzugänge im Nationalteam zuständig: die Belgierin Aaricia Smits (21), Schwester der hierzulande eingebürgerten Nationalspielerin Xenia Smits.


Vier Neue gilt es für Palm und Eckelt bis zum Saisonstart mit dem DHB-Pokalspiel beim Zweitliga-Absteiger Lintfort am ersten September-Wochenende zu integrieren. Neben Smits sind dies die japanische Torfrau Yuko Minami (30, vom TV Beyeröhde), die kroatische Rückraumspielerin Vesna Tolic (24, Halle-Neustadt) sowie die ungarische Allrounderin Gabriella Szabo (30, aus Waiblingen). "Sie ziehen alle super mit", lobt Palm, der allerdings auf zwei Spielerinnen mehrere Monate verzichten muss: Joline Müller zog sich bekanntlich im letzten Saisonspiel einen Kreuzbandriss zu und fällt ebenso mehrere Monate aus wie die Rumänin Ramona Constantinescu, die ein weiteres Mal an ihrer Schulter operiert werden muss. "Trotz dieser Ausfälle werden wir nicht mehr am Transfermarkt aktiv", sagt Palm: "Der Kader ist komplett." Viele seiner Vorgänger hatten zum Start der Vorbereitung häufig nur Rumpfkader zur Verfügung, da sieht es dieses Jahr besser aus.


Die Ziele von Palm und Eckelt decken sich mit denen der vergangenen Jahre: "Frühzeitiger Klassenerhalt plus X". "Wir wollen unseren Fans attraktiven Handball zeigen und die Arena wieder zu einer Festung machen", sagt Palm.

 

Extra: TESTSPIELE UND TURNIERE BIS ZUM SAISONSTART


(BP) In dieser Woche steht ein erstes internes Testspiel der Miezen gegen die Männermannschaft der DJK/MJC an. Am 5. August folgt ein Intensiv-Trainingstag in Ostbelgien mit zwei Partien gegen belgische und niederländische Mannschaften. Höhepunkt der Vorbereitung ist ein Testspiel gegen den aktuellen EHF-Pokal-Sieger Rostow am Don am 7. August in Bitburg, wo der russische Verein ein Trainingslager bestreitet. Danach folgen unter anderem zwei Tests gegen den französischen Zweitligisten Yutz, ehe die Miezen am 26./27. August beim hochkarätig besetzten Lotto-Cup in Ludwigsburg antreten werden.

 

 

 

Quelle: DJK/MJC Trier 23.7.2017

 

Die Vorbereitung auf die kommende Saison ist in vollem Gange

 

Zum Abschluss der ersten Trainingswoche mit insgesamt 6 Trainingseinheiten, die neben dem Grundlagenausdauertraining auch diverse Leistungsüberprüfungen beinhaltete, ging es am gestrigen Samstag im Bootcamp noch einmal richtig zur Sache.

 

 

 

Die Miezen trafen sich morgens in der von Sascha Telen zur Verfügung gestellten Muskelwerkstatt (Nochmals vielen Dank an Sascha!!), wo Co-Trainerin Sina Eckelt die Mädels ordentlich ins Schwitzen brachte. In drei Trainingsblöcken arbeiteten die Miezen an ihrer Athletik. Der erste Block beinhaltete verschiedene Zirkeleinheiten, die die Mädels in Zweierteams durchführten. Dabei mussten sie neben Liegestütz, Kniebeugen und Rudern unter anderem auch Beineheben und Burpees absolvieren.

 

Der zweite Trainingsblock war etwas kraftintensiver gestaltet, wonach sich die Mädels die anstehende Mittagspause wohl verdient hatten. Im dritten Block verlangte das Trainerteam den Mädels noch einmal alles ab – ob mit Rope, Wall Balls oder an den Ringen. Auch das Teambuilding kam nicht zu kurz, denn zum Abschluss hangelte sich jede einzelne Mieze, getragen durch die Motivationsrufe ihrer Mitspielerinnen, durch die Crossfit-Station in die Dusche...

 

„Die Mädels haben das Training heute wirklich gut durchgezogen, alle haben bis zum Ende gekämpft und sich gegenseitig motiviert. Auch die Neuzugänge sind bereits gut integriert. Die Stimmung war wirklich super – so kann es gerne weitergehen.“, freut sich ein zufriedener Trainer Andy Palm.

 

Heute steht ein wohlverdienter Regenerationstag an, bevor die Miezen morgen in die zweite Trainingswoche starten – erstmals auch mit Ball!

 

 

Klarheit bei Verletzten – Verlängerung bei Simon Varga und Czanik

Veröffentlicht am von Redaktion
 

Während die Saison 16/17 seit dem vergangenen Sonnabend für die Miezen als beendet gilt, kann die MJC weitere Informationen verkünden:

 

„Joline Müller hat sich gegen die HSG Bensheim/Auerbach das vordere Kreuzband gerissen“, bestätigte Vorstand Jürgen Brech am Dienstagmorgen, der gesamte Verein wünscht Scholli eine gute Besserung, wir sind uns ganz sicher dass sie es packt!“ Auch bei der langzeitverletzten Ramona Constantinescu herrscht derweil Klarheit, so ist bei der rumänischen Außenakteurin inzwischen ein Bizepssehnenriss diagnostiziert.

 

Werden wie in dieser Szene auch in der kommenden Spielzeit zusammen an der Mosel auf Torejagd gehen: Dóra Simon Varga und Andrea Czanik

 

 

Werden, wie in dieser Szene, auch in der kommenden Spielzeit zusammen an der Mosel auf Torejagd gehen: Dóra Simon Varga und Andrea Czanik

 

„Während die Verletzungen von Joline und Ramona selbstverständlich schmerzen, gibt es allerdings auch positive Dinge zu verkünden“, so der Miezenchef, „wir konnten gegen Ende der vergangenen Woche Klarheit schaffen, so haben sowohl Dóra Simon Varga als auch Andrea Czanik ihre Kontrakte verlängert.“

Saisonvorbereitungen laufen: Miezen mit 4 Neuzugängen

Veröffentlicht am von DJK/MJC Trier:
 

Die Saisonvorbereitungen laufen bei den Miezen auf Hochtouren, bereits vor dem offiziellen Saisonende stehen an der Mosel mit Gabriella Szabo, Vesna Tolic, Aaricia Smits sowie Yuko Minami vier Neuzugänge fest.

 

Der erste Neuzugang ist Gabriella Szabo, die 30-jährige Linkshänderin ging zuletzt beim Vfl Waiblingen in der 3. Liga auf Torejagd und besitzt sowohl die ungarische als auch die rumänische Staatsangehörigkeit. „Gabi Szabo spielte bereits in Rumänien, Frankreich sowie Polen, und bringt einiges an internationaler Erfahrung mit“, so Miezenchef Jürgen Brech, „sie ist Rückraumspezialistin und wird uns als Linkshänderin zu höherer Variabilität verhelfen.“

 

Ab kommender Saison im Miezentrikot: Gabriella Szabo.

 

 

Ab kommender Saison im Miezentrikot: Gabriella Szabo.

 

Mit der Verpflichtung von Vesna Tolic können die Miezen den dritten Neuzugang vermelden. Die 24-jährige Rechtshänderin stand zuletzt beim Ligakonkurrenten des SV Union Halle-Neustadt unter Vertrag und kann bereits auf die Erfahrung des kroatischen Juniorennationalteams zurückblicken. „Vesna Tolic ist eine wurfstarke Spielerin, mit ihren 1,84m Körpergröße wird sie auch unsere Abwehr stabilisieren.“

 

 

Auch Linkshänderin Vesna Tolic ist 17/18 in der Arena Trier zu Hause.

 

 

Auch Linkshänderin Vesna Tolic ist 17/18 in der Arena Trier zu Hause.

 

Der jüngste Neuzugang für die Trierer Miezen kommt aus dem Lipperland an die Mosel, so wirdAaricia Smits von der HSG Blomberg-Lippe 2 in der kommenden Saison im MJC-Trikot auflaufen. Die 19-jährige ist gebürtige Belgierin und kann kann die Rückraummitte sowie die Kreisposition spielen. Vorstand Brech ist sichtlich angetan von der Schwester der DHB-Nationalspielerin Xenia: „Aaricia Smits erfüllt genauestens das Profil, das wir uns wünschen. Sie hat im Blomberger Internat eine sehr gute handballerische Ausbildung genossen, ist an den Leistungssport herangeführt worden und hat sowohl in 3. Liga als auch in der A-Jugend-Bundesliga überzeugt.“

 

Aus dem Lipperland an die Mosel: Aaricia Smits.

 

 

Aus dem Lipperland an die Mosel: Aaricia Smits.

 

Auch auf der vakanten Torhüterposition können die Miezen nun Vollzug melden. So konnte die 30-jährige Yuko Minami vom Ligakonkurrenten TV Beyeröhde an die Mosel gelotst werden. „Nami ist ein sehr ehrgeiziger und positiver Mensch“, so Miezenchef Brech am Mittwoch, „sie will in Euopa spielen, um sich mit der WM in ihrem Heimatland Japan einen Traum zu erfüllen.“

 

Die erste Japanerin im MJC-Trikot: Yuko Minami.

 

Die erste Japanerin

im MJC-Trikot: Yuko Minami.

 

 

 

 

 

 

 

 

Miezen stellen Weichen für kommende Saison

Veröffentlicht am von DJK/MJC TRier
 

Die Kaderplanungen laufen bei den Trierer Bundesliga-Handballerinnen derzeit auf Hochtouren, innerhalb der aktuellen Woche können nun erste Ergebnisse präsentiert werden.

 

MJC kann auf dem Trainerposten Vollzug melden

So wird Andy Palm ab der kommen den Saison als Trainer an der Trierer Seitenlinie stehen, der 29-jährige Belgier, der seit 2015 beim Ligakonkurrenten BSV Sachsen Zwickau und zuvor in Aachen aktiv war, beerbt damit Cristina Cabeza Gutiérrez. „Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, mit Andy Palm einen jungen A-Lizenzinhaber für uns gewinnen zu können“, so Miezenchef Jürgen Brech am Dienstagabend.

 

Zwei Vertragsverlängerungen

Verlängert: Linsey Houben (links) und Ramona Constantinescu werden auch in der kommenden Saison in der Arena Trier zu Hause sein.

Verträge Verlängert: Linsey Houben (links) und Ramona Constantinescu werden auch in der kommenden Saison in der Arena Trier zu Hause sein.

 

Linsey Houben und Ramona Constantinescu haben ihre Kontrakte verlängert, während Houben bereits seit 2014 für die Miezen auf Torejagd geht, war Linkshänderin Constantinescu im vergangenen Herbst an die Mosel gewechselt und in der aktuellen Rückrunde von einer Schulterverletzung zurückgeworfen worden.

 

Zwei Abgänge zu vermelden

Torfrau und Kapitänin Jessica Kockler zieht es zum Aufsteiger der HSG Bensheim-Auerbach. „Das Jessi uns verlässt schmerzt“, gab Brech offen zu, „dass sie die Chance nutzt um in Bensheim 1. Liga zu spielen ist absolut nachvollziehbar, ich persönlich bin froh, dass sie mit Heike Ahlgrimm eine gute Trainerin haben wird. Wir wünschen Jessi für ihre Zukunft in der 1. Liga viel Erfolg und danken ihr für die hervorragende Arbeit.“ Die 1.87m große Kockler war 2009 aus der saarländischen Heimat Marpingen an die Mosel gewechselt, mit über 130 Spielen im Miezentrikot avancierte sie zur dienstältesten Spielerin. Ebenso verlassen wird die MJC Lucia Weibelova (Ziel unbekannt). „Innerhalb der Vertragsgespäche kamen wir nicht auf einen gemeinsamen Nenner“, erklärt Jürgen Brech, „insofern hat Lucia Weibelova ihren Kontrakt nicht verlängert. Wir bedanken uns bei Luci für Ihren Einsatz und wünschen Ihr alles Gute für Ihre Zukunft.“