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Torfrau sichert Trierer Miezen das Remis
 
Trier. Die kleine Erfolgsserie der Trierer Miezen ist gerissen. Nach zwei aufeinander folgenden Siegen reichte es am Samstagabend im Ligaspiel gegen die Mannschaft des TVB Wuppertal nach einer spannenden Schlussphase leidglich zu einem 31:13 (17:18)-Unentschieden. Von Jürgen Braun
 

Bedanken konnten sich die  Trierer Zweitliga-Handballerinnen für den Punktgewinn vor allem bei ihrer japanischen Torfrau Yuko Minami, die mit Ausnahme von zwei Siebenmetern dieses Mal den Vorzug vor Melania Eckelt erhalten und einen echten Sahnetag erwischt hatte.

Nach einer Woche trainingsfrei nach dem überraschenden Sieg beim Tabellendritten Korb / Waiblingen fiel es der Multi-Kulti-Truppe des belgischen Trainers Andreas Palm sichtlich schwer, in die Partie hinein zu kommen. Dort, wo nur knapp 24 Stunden vorher nach fast 4000 Zuschauer den WM-Krimis beigewohnt hatten, verloren sich am Samstag Abend nach offiziellen Angaben noch 340 Zuschauer, die ihre Mannschaft aber lautstark unterstützten.

 

Der aufmunternde Applaus von den spärlich besetzten Rängen reichte allerdings nicht aus, um der eigenen Mannschaft Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Die Gäste, in diesem Jahr auswärts noch ungeschlagen, waren in der Anfangsphase in diesem Duell zweier früherer Erstligisten klar die Ton angebende Mannschaft.

 

Beim 10:6 in der 18. Minute betrug der Vorsprung der Bergischen zum ersten Mal vier Tore, alleine ihrer japanischen Torfrau hatten es die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt zu verdanken, dass der Vorsprung nicht noch anwuchs. Die 32jährige brillierte nicht nur zwischen den Pfosten, sondern leitete mit zentimetergenauen Pässen auch noch Erfolg versprechende Konter ein. Mit viel Kampfgeist und dank der Initiative von Spielmacherin Maja Zrnec kamen die Miezen bis zum Pausenpfiff noch auf 17:18 heran.

 

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Miezen kamen konzentrierter aus den Kabinen als zu Beginn aus der Begegnung und gingen beim 20:19 zum ersten Mal in dieser Begegnung in Führung. In der Folge versäumte man es jedoch, diesen Vorsprung aus zu bauen, weil viele sogenannte freie Würfe und „Hundertprozentige“ vergeben wurden.

 

In der hektischen Schlussphase hielt Ersatz-Torfrau Melanie Eckelt mit einem gehaltenen Siebenmeter-Strafwurf ihre Farben in der Partie. MJC-Coach Palm handelte sich zudem wegen ständigen Lamentierens mit den Unparteiischen die Gelbe Karte ein.

In der Schlussminute vergab zunächst Tina Welter Frei von der Rechtsaußenposition. Der letzte Wurf der Wuppertalerinnen aus der eigenen Hälfte verfehlte das von der Torfrau verlassene Trierer Gehäuse nur um wenige Zentimeter. Somit blieb es beim insgesamt gerechten Remis.

 

DJK M7 MJC Trier: Minami, Eckelt – Sattler, Houben (4), Czanik (3), Tomic, Smits (4), Szabo (3/1), Zrnec (7), Simon-Varga (5), Welter (4), Petrovska (1)

 

Trierer Miezen gewinnen beim Tabellendritten
 
 
 
 
FOTO: Bjoern Pazen (BP)
 
Waiblingen. Acht Tore von Tine Welter, viele Paraden von Torfrau Melanie Eckelt und eine tolle Moral in der Schlussphase - das waren die Gründe für den überraschenden Auswärtssieg der Trierer Miezen am Samstagabend. Dank des 30:28 (15:16) beim Tabellendritten FSG Waiblingen/Korb sind die Triererinnen im sicheren Mittelfeld der 2. Frauen-Handball-Bundesliga angekommen.
 

Beim 2:3 nach fünf Minuten lagen die Miezen in einem hochklassigen Spiel zum letzten Mal bis zum Halbzeitpfiff hinten, da übernahm erst einmal die Slowenin Maja Zrnec das Ruder. In einem ihrer besten Spiele im MJC-Trikot sorgte die Linksaußen gemeinsam mit der später überragenden Luxemburgerin Tine Welter auf der rechten Außenbahn für die eine konstante und teilweise auch beruhigende Trierer Führung in der ersten Hälfte, Waiblingens Trainer Jürgen Krause - Vater der Welthandballerin von 2007, Nadine Krause - sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen, aber konnte kurzfristig nichts ändern. 

 

Die MJC lag beim Aufsteiger mehrfach mit drei Toren vorne, büßte diese Führung aber bis zur Pause wieder ein und ging mit einem 15:16 in die Kabine. Und dort schien Andy Palm genau die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Trierer Defensive stand hervorragend, kassierte fast neun Minuten keinen Gegentreffer - und im Angriff lief es für die Miezen wie am Schnürchen, mit sieben (!) Treffern in Folge zum zwischenzeitlichen 22:16.

 

Waiblingen warf nun alles in die Waagschale, verkürzte Tor um Tor. Beim 24:21 nahm Palm seine Auszeit, um die Mannschaft neu einzustellen, aber der Tabellendritte ließ sich in dieser Phase nicht aufhalten. Innerhalb von 14 Minuten machten die Schwaben aus einem Sechs-Tore-Rückstand zunächst den Ausgleich beim 26:26 - und gingen dann sogar zweimal, durch zwei Tore von Kyra Teixeira, in Führung.

 

Sollten die Miezen trotz einer tollen Leistung mit leeren Händen nach Hause fahren? Nein! Das 28:27 vier Minuten vor dem Ende sollte Waiblingens letztes Tor bleiben, die letzten drei Treffer durch Simon-Varga, Houben und Czanik gehörten den Miezen, die damit ihre Aufwärtstrend ganz klar unter Beweis stellten.

 

„Die Schlussphase war richtig dramatisch, es ist toll, dass wir ein enges Spiel noch gewinnen konnten. Das gibt Selbstvertrauen“, sagte MJC-Vorstand, der ein Sonderlob für seine Torfrau parat hatte: „Melanie Eckelt war unsere Matchwinnerin.“

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Sattler (1), Houben (4), Czanik (3), Tolic, Smits (1), Szabo (6/3), Zrnec (4), Simon-Varga (3/2), Welter (8)

 

- beste Werferin Waiblingen: Odrowska (7)

 

 

Volle Halle, viele Tore und zwei Punkte - Zweiter Heimsieg für die Trierer

(Trier) Die Trierer Handball-Miezen haben vor 1180 Zuschauern gegen den Aufsteiger Kirchhof gewonnen. Sie gewannen zuhause mit 35:32 (18:17).

 

19.11.2017 Von Björn Pazen

 

Die Trierer Miezen haben die Chance beim Schopfe gepackt, haben so viele Fans wie schon lange nicht mehr in der Arena begeistert – und dank des zweiten Heimsiegs der Saison auch die Abstiegsränge verlassen. Das 35:32 (18:17) gegen Aufsteiger SG Kirchhof am Sonntag war echte Werbung für den Zweitligisten und für den Frauen-Handball dank Dramatik, vielen Treffern und voller Halle.
„Vielen Dank an alle, dass wir vor so einer Kulisse spielen dürfen. Gerade daher waren die Punkte so wichtig. Jeder hat gesehen, wie sich die Mannschaft gefreut hat. Wir konnten den Deckel leider nicht früher zumachen, haben aber als Mannschaft eine Superleistung gezeigt. Mit dem Sieg haben wir jetzt mehr Luft zum Atmen“, sagte MJC-Trainer Andy Palm.

Tempo, Tore und keine Abwehr – das war in der Kurzversion die erste Halbzeit. 35 Treffer in 30 Minuten sieht man eher selten. Wenn man dann noch die rund zehn Pfosten- und Lattentreffer auf beiden Seiten hinzuzählt, kann man erfassen, wie wenig Wert auf Defensive gelegt wurde. Die 1180 Zuschauer (dank der Schulaktion der Sparkasse Trier) hatten ihren Spaß, die Torfrauen der Miezen eher weniger. Denn Melanie Eckelt und Yuko Minami (die später zur Matchwinnerin wurde) bekamen vor der Pause kaum einen Ball zu fassen.

Kirchhof war nach dem Überraschungssieg gegen Nürtingen hochmotiviert nach Trier gereist, lag bis zur 29. Minute immer vorne, teilweise sogar mit drei Treffern Differenz. „Aber dann haben die Miezen einen tollen Kampfgeist gezeigt“, lobte in der Halbzeit Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Angeführt vom Tor-Duo Gabriella Szabo und Dora Simon-Varga, das elf der 18 MJC-Tore in Hälfte eins erzielte, gelang beim 17:17 der erste Ausgleich und kurz vor dem Wechsel sogar die erste Führung.


Ein Sieger war auch die Klasse 10 des Trierer Max-Planck-Gymnasiums, denn die war die größte Gruppe der Schulaktion und bekommt nun eine Sportstunde mit den Miezen. „Die Resonanz auf die Aktion war toll, die Schüler haben eine tolle Stimmung gemacht“, sagte Sparkassenvorstand Günter Passek. Und die Stimmung wurde gleich nach dem Wechsel noch besser: Zwei Paraden von Minami, zwei schnelle MJC-Tore – fertig war das 20:17.

Immer dann, wenn die Miezen ein kleines bisschen Sicherheit in ihr Spiel bekam, wurden sie im wahrsten Sinne zurückgepfiffen. Denn die Schiedsrichter Christian und David Hannes zogen sich häufiger den Unmut der Fans, MJC-Trainer Andy Palm und Miezen-Vorstand Jürgen Brech zu. Grund waren vor allem die vielen Zeitstrafen gegen die Miezen. So blieb das Spiel auf Messers Schneide, mit hoher Intensität, aber etwas weniger Tempo. 

15 Minuten vor dem Ende stand es nur noch 24:23 für die MJC, die in dieser Phase auch fahrlässig mit ihren Chancen umging. Kirchhof nutzte dies clever aus, schloss eine 7:3-Serie mit der ersten Führung nach der Pause zum 28:27 (53.) ab. Aber als es auf sei ankam, waren die Fans zur Stelle, trommelten und klatschen die MJC nach vorne. Im Angriff lief es nun wieder, dank Andrea Czanik und Szabo, dafür stand die Miezen-Abwehr teilweise offen wie ein Scheunentor. Vor allem die zwölffache Torschützin Dionne Visser nutzte diese Lücken gnadenlos aus. Die Spannung war greifbar. 90 Sekunden vor dem Ende führte Trier 33:32, Szabo hämmerte ihren fünften Strafwurf unhaltbar in die Maschen – 34:32. Ballverlust Kirchhof. Noch 32 Sekunden, Auszeit Trier. Das Tor von Simon-Varga zum 35:32-Endstand geht im kollektiven Siegerjubel unter. 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska (1), Sattler, Houben (4), Czanik (5), Tolic (4), Smits (3), Szabo (9/5), Simobn-Varga (8), Welter (1) – Beste Werferin Kirchhof: Visser (12/2)

Viele Fliegen und eine Klappe

Am Sonntag wollen die Trierer Handball-Miezen vor voller Hütte gegen den Aufsteiger Kirchhof aus dem Keller klettern.

Der äußere Rahmen ist für ein Handballfest bereitet. Die Trie rer Miezen haben gemeinsam mit der Sparkasse Trier alle Trierer Grundschulen eingeladen, die Ministerpräsidentin hat ihr Kommen genauso angekündigt wie der Lotto-Chef des Landes, der Sparkassenboss und der Trierer Oberbürgermeister. Das letzte MJC-Heimspiel vor der WM soll Lust und Laune machen für den sportlichen Höhepunkt, der vom 2. bis 8. Dezember in der Arena über die Bühne geht.

 

Wenn am Sonntag um 16 Uhr die Miezen die SG Kirchhof in der Arena empfangen, geht es aber auch um Abstiegskampf und die Chance der MJC, verlorenes Terrain in der 2. Bundesliga wieder gutzumachen. Mit 4:8 Punkten sind die Triererinnen als Viertletzte auf einem Abstiegsplatz, einen Punkt hinter dem Aufsteiger aus Nordhessen, der am Sonntag seine Visitenkarte in der Arena abgibt. Allerdings hat Kirchhof auch zwei Partien mehr absolviert, darunter zuletzt den Überraschungserfolg gegen die TG Nürtingen, gegen die die MJC zuvor verloren hatte.

 

MJC-Trainer Andy Palm weiß um den Druck, versucht diesen aber auch vom Team zu nehmen: "Der aktuelle Tabellenstand spiegelt nicht unser Potenzial wider. Wir brauchen jetzt eine Initialzündung, um durchzustarten." Gerade die erwartet große Kulisse soll Ansporn sein: "Wir können Werbung für uns, für den Frauenhandball, für die WM machen - und vielleicht auch noch den einen oder anderen potenziellen Sponsor begeistern", sieht Palm die Chance, viele Fliegen mit einer Klappe - sprich einem begeisternden Spiel inklusive zwei Punkten - schlagen zu können. "Wir können erneut in einem besonderen Rahmen Werbung für unseren Sport und gleichzeitig für die Handball-WM der Frauen machen", sagt auch der wiedergewählte MJC-Vorstand Jürgen Brech (siehe Extra). Im Gegensatz zur Konkurrenz hatten die Miezen nach zuvor drei Heimspielen in elf Tagen nun 17 Tage Spielpause nach dem Pokal-Aus gegen Nellingen an Allerheiligen. Nach ein paar Tagen Regeneration standen Athletiktraining und intensive Vorbereitung auf Kirchhof an. "Wir haben uns einiges einfallen lassen, um die eher unorthodoxe Kirchhofer 4:2-Abwehr zu knacken", verriet Palm. In der eigenen Defensive liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Kreise von Diana Sabljak (ehemalige Bundesliga-Spielerin in Koblenz/Weibern) einzuengen, die bislang im Schnitt achtmal pro Partie traf.


"Auch wenn wir eigentlich in der Favoritenrolle sind, erwartet uns eine Partie auf Augenhöhe, denn die Gäste haben hier nichts zu verlieren, sie werden befreit aufspielen und sind eine harte Nuss", sagt Palm, der mit Ausnahme der Langzeitverletzten Langzeitverletzten Joline Müller (Kreuzbandriss) und Ramona Constantinescu (Schulter-OP) alle Miezen an Bord hat.

 

Wie die Miezen hat Kirchhof auch etwas zur WM beigetragen, die SG war in dieser Woche Sparringspartner der deutschen Nationalmannschaft, die sich im nahe gelegenen Rotenburg an der Fulda auf die Heim-WM vorbereitet.


DJK/MJC Trier (Kader): Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben, Welter
 

Extra: MIEZEN ERWEITERN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT


(red) Bei der Mitgliederversammlung des DJK/MJC Sportmanagement e.V. wurde der Vorstand des Lizenznehmers der Trierer Miezen in der 2. Liga um Christoph Steil erweitert. Der langjährige MJC-Spieler und Trainer, für den die neue Tätigkeit eine "Herzensangelegenheit" ist, unterstützt nun den wiedergewählten Vorsitzenden Jürgen Brech bei seiner Arbeit. Auch der Aufsichtsrat ist nach der Wahl wieder vollzählig, diesem Gremium gehören nun an: Oliver Bloeck (Vorsitzender), Erwin Becker (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Nink, Mario Kutschke, Herbert Schuhmacher, Maik Scharnweber, Thomas Fix und Jörg Hunold (Mergener Hof).

Ohne Chance - Trierer Miezen unterliegen Ketsch mit 16:29

 Keine Führung während der gesamten Partie, nur sieben Treffer vor der Pause, viele leichte Ballverluste: Die Zweitliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier haben am Samstagabend in der Arena deutlich mit 16:29 gegen den Tabellenführer Kurpfalzbären Ketsch verloren.

 

Nach zwölf Minuten lagen die Miezen mit 2:7 in Rückstand, ehe sie sich auf 5:8 herankämpften (22.). Nach einer Auszeit von Katrin Schneider, Ex-Mieze und Trainerin der Ketscher, zogen die Gäste dank eines 7:2-Laufs wieder auf und davon. Zur Pause stand es 7:15 aus Miezen-Sicht – so wenige Treffer hatte Trier in einer ersten Spielhälfte in dieser Saison noch nicht erzielt. Die Ketscher Torfrau Sabine Stockhorst entschärfte alleine vor der Pause elf Würfe der Miezen – sie wurde teilweise aber auch ,warmgeworfen‘. Die Gäste traten viel aggressiver als die Triererinnen auf.
 

Auch in der zweiten Hälfte stellte die MJC die Ketscher vor keine großen Probleme.  Ein Manko bei der MJC: Gabriella Szabo kam erst in der 44. Minute zu ihrem ersten und einzigen Tor aus dem Spiel heraus.

Schon am Mittwoch, 1. November, geht es für Trier weiter. Dann empfangen die Miezen um 16 Uhr in der heimischen Arena im DHB-Pokal den Erstligisten Nellingen.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler, Houben (3), Czanik (3), Tolic, Smits, Szabo (2/1), Zrnec (2), Varga (5/2), Welter (1)

 

Bären sollen in Miezen-Falle tappen

Kein Grund zur Skepsis: Die von der Ex-MJC-Spielerin Katrin Schneider trainierten Kur-Pfalz-Bären reisen als Tabellenführer nach Trier. TV-Foto: Hans Krämer 
 

(Trier) Handball: DJK/MJC Trier trifft am Samstagabend auf den Überraschungs-Tabellenführer Ketsch.

 

Trier Den Heimfluch beendet, und jetzt erstmals in dieser Saison in der Arena wieder zur angestammten Miezen-Zeit am Samstagabend um 19.30 Uhr: Die Voraussetzungen für einen möglichen zweiten Zweitliga-Heimsieg innerhalb von sechs Tagen nach dem 35:29 gegen Hannover-Badenstedt stehen nicht schlecht für die Handballerinnen der DJK/MJC Trier.

 

Wenn da am heutigen Samstag nicht der Überraschungs-Tabellenführer anreisen würde. Die langjährige Mieze und frühere MJC-Kapitänin Katrin Schneider (27) hat als Trainerin die Kur-Pfalz-Bären aus Ketsch nach sechs Spielen sensationell mit 9:3 Punkten auf den ersten Platz geführt.
Mit 4:6 Punkten haben sich die Miezen etwas ins Mittelfeld vorgeschoben. Sie können gegen die Bären zudem auf den aktuell besten Kader (nur Joline Müller und Ramona Constantinescu fehlen) zurückgreifen.
Aber Miezen-Trainer Andy Palm hat Respekt vor Ketsch: "Wir müssen uns auf eine Mannschaft einstellen, die schneller spielt als alle anderen Teams, mit denen wir es bisher zu tun hatten. Ketsch kommt aus einer sehr beweglichen und offensiven Abwehr immer wieder zu gefährlichen Tempogegenstößen."


Daher gelte es, die Fehlerquote im Angriff so zu minimieren wie in Hälfte zwei gegen Hannover, als zudem Torfrau Yuko Minami einen Sahnetag hatte. "Der Sieg war ein Schritt nach vorne, aber weitere müssen folgen. Wir können nun selbstbewusster auftreten - und wollen den Tabellenführer ärgern", sagt Palm.

 

Sechs Siege, zwei Niederlagen - so lautet die bisherige Bilanz der Miezen gegen den Club aus der Nähe des Hockenheimrings seit 2005 in der ersten und zweiten Liga. Das bislang letzte Spiel wollen die Triererinnen allerdings aus ihrem Gedächtnis streichen. 13:11 führte die MJC vor heimischer Kulisse Ende März zur Pause, um nach der schlechtesten Halbzeit der gesamten Saison 2016/17 mit 21:31 zu verlieren. Ketsch machte mit diesem Erfolg seinerzeit den Klassenerhalt perfekt.
Nun reisen die Bären als Tabellenführer an. Sie sind selbst überrascht über den guten Start, speziell über die fünf Punkte in den drei Auswärtsspielen in Zwickau, Beyeröhde und Mainz: "Wir sind bisher sehr mutig in fremden Hallen aufgetreten. Auch in Trier wollen wir beweisen, über welche Kampfqualitäten wir verfügen. Über einen Erfolg in meiner alten Handballheimat würden wir uns sicherlich sehr freuen. Aber auch eine Niederlage gegen dieses mit starken Individualistinnen ausgestattete Team wäre keine Schande", sagt Schneider, die sich Mitte September einer zweiten Schulter-Operation unterziehen musste. Seit zwei Wochen sitzt sie wieder auf der Bank.

 

 

Berichte vom Spieltag 21./22. Oktober 2017

Miezen feiern ersten Heimsieg – 35:29 gegen Hannover

Gute Nachricht am Sonntagnachmittag: Die Trierer Miezen haben gegen die Handballer der HSG Hannover-Badenstedt mit 35:29 Toren gewonnen.

22.10.2017
 
Es war der 18. Februar 2017, es gab ein 31:28 gegen Zwickau – danach gewannen die Trierer Handball-Miezen kein Zweitliga-Heimspiel mehr. Es folgten saisonübergreifend sieben Niederlagen in der Arena – seit Sonntag ist dieser Bann nun gebrochen: Dank des 35:29 (18:17) gegen die HSG Hannover-Badenstedt schwimmt die MJC mit nun 4:6 Punkten wieder in ruhigerem Fahrwasser. Wie wichtig der Befreiungsschlag war, zeigten die Freudentänze nach dem Abpfiff.
 
Die 500 Fans in der Arena sahen vor der Pause zwar 35 Treffer, aber mindestens genauso viele Fehler auf beiden Seiten. Handball für Feinschmecker sieht wahrlich anders aus. Badenstedt hatte den besseren Start, Trier lag dann beim 9:8 erstmals vorne – danach pendelte die Führung ständig hin und her. Stark bei der MJC:  Kreisläuferin Andrea Czanik war nach ihrer Zahnoperation ein kämpferisches Vorbild, war mit acht Treffern beste Werferin. Erhielt die Slowakin den Ball, gab es entweder Tor oder Siebenmeter. Und diese wurden eiskalt von Gabriella Szabo verwandelt. Auch dank fünf Strafwurftoren hatte die Rumänin bereits ihren Saisonschnitt von sieben Toren pro Partie zur Pause erreicht. Dass die MJC nach 30 Minute 18:17 führte, lag aber an einem unglaublichen Hammer von Vesna Tolic in doppelter Unterzahl und mit dem Halbzeitpfiff.  


Danach sorgte ein Wechsel für den entscheidenden Rückenwind bei den Triererinnen: Die Japanerin Yuko Minami ersetzte Melanie Eckelt zwischen den Pfosten, wehrte in den ersten zehn Minuten von Hälfte zwei gleich sieben Würfe ab, nach 30 Minuten Spielzeit war es 14 Paraden. Damit hatte die Sushi-Köchin den größten Anteil am 25:20-Vorsprung der MJC. Auch weil einigen Würfen die Präzision fehlte, dauerte es bis zur 50. Minute und dem 29:23 bis der erste Heimsieg der Saison unter Dach und Fach war.


DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler, Houben (1), Czanik (8), Tolic (4), Smits (1), Szabo (8/6), Zrnec (3), Simon-Varga (5), Welter (5)– Beste Torschützin Hannover-Badenstedt: Pollmer (10/4)

Drei Heimspiele in elf Tagen bestimmen, wo es langgeht

Jetzt gilt's: Die Trierer Miezen um das Trainerteam Andy Palm und Sina Eckelt steht vor wegweisenden Partien. Los geht's am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hannover-Badenstedt. TV-Foto: Hans Krämer
 

(TRIER) Handball: Miezen stehen gegen Hannover unter Druck. Sie haben aber zwei Alternativen mehr.

 

TRIER Irgendwie war das alles anders geplant. Mit einer neuen Mannschaft in Fahrt kommen, die Neuen integrieren und sich so schnell wie möglich finden und dann ab ins gesicherte Mittelfeld. So hatten sich Andy Palm und Sina Eckelt, das Trainerduo der Trierer Handball-Miezen, ihren Start vorgestellt. Nun aber, nach nur vier Spielen, wächst schon der Druck auf die MJC. 2:6 Punkte stehen zu Buche, sinnigerweise aber eine positive Tordifferenz. Das zeigt: die Niederlagen waren knapp.

 

25:26 hieß es am vergangenen Samstag in Nürtingen, "ein Spiel, das wir hätten gewinnen müssen", wie Palm zugibt. Doch es fehlte an der Kaltschnäuzigkeit im Angriff und am Personal. Am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt stehen zumindest wieder zwei Spielerinnen mehr auf dem Spielbericht: Torfrau Melanie Eckelt hat ihre Gehirnerschütterung so weit ausgestanden wie Kreisläuferin Andrea Czanik ihre Zahn-Operation überwunden hat. Beide sind nach eineinhalbwöchiger Pause seit Mittwoch wieder im Training. "Ich denke, dass sie Sonntag auch dabei sind. Melli und Andi haben uns in Nürtingen an allen Ecken und Enden gefehlt", sagt Palm.


Czanik soll in der Defensive eine tragende Rolle übernehmen, sie soll mit ihrer Physis und Erfahrung dafür sorgen, dass Gäste-Kreisläuferin Natasha Ahrens (vom Erstligisten Celle nach Hannover gewechselt) nicht zur Entfaltung kommt. "Auf ihrer Position gehört sie zum Besten, was die Liga zu bieten hat", schwärmt Palm von Ahrens, die vornehmlich die Lücken für die Rückraumspielerinnen der HSG reißt.


Hannover - wie Trier im Achtelfinale des DHB-Pokals - hat zwar wie die Miezen erst einen Sieg auf dem Konto, spielte aber bereits zweimal Remis (gegen Bremen und in Nürtingen). Mit dem neuen Trainer Roland Friebe hatten sich die Niedersachsen nur ein Ziel auf die Fahne geschrieben: nicht abzusteigen. Die Miezen dachten in anderen Sphären, aber so langsam müssen Punkte her: "Wir reden noch nicht von Druck, aber der Mannschaft fehlt einfach ein Erfolgserlebnis. Wir haben eine relativ neue Truppe, die sich nun wieder aus der Situation rausziehen muss, in die sie sich hineinmanövriert hat. Ich bin mir aber sicher, dass das schon am Sonntag klappt", sagt Palm.

 

Das bislang einzige Heimspiel gegen Hannover ging für die MJC vergangene Saison mit 29:35 ziemlich in die Hose - dafür gewann Trier das Auswärtsspiel mit 34:27. Palm hat seine Mannschaft vor allem auf die aggressive 5:1-Deckung der HSG vorbereitet, "wo es auch richtig wehtun kann. Das ist nicht nur im übertragenen Sinne eine harte Nuss", sagt der Belgier.


Die Miezenfans können sich indes auf drei Heimspiele innerhalb von elf Tagen freuen: Nach der sonntäglichen Partie gegen Hannover folgt am Samstag, 28. Oktober (19.30 Uhr), das Ligaduell gegen Ex-Mieze Katrin Schneider und die Ketscher Kur-Pfalz Bären. Und wiederum nur drei Tage später, an Allerheiligen (1. November, 16 Uhr), kämpft die MJC im Pokal gegen den Erstligisten TV Nellingen um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
Palm und seine Spielerinnen hoffen in allen drei Heimspielen auf höheren Zuschauerzuspruch als zuletzt: "150 mehr als zuletzt dürften es am Sonntag schon sein. Aber wir wissen auch, dass wir mit erfolgreichen Spielen auch erstmal vorlegen müssen."

 

Miezen-Aufholjagd in Nürtingen nicht belohnt

20 Minuten vor dem Ende lagen die Trierer Handball-Miezen am Samstagabend bei der TG Nürtingen scheinbar hoffnungslos hinten, dann startete die MJC ihre Aufholjagd. Doch zu mehr als einem 25:26 (9:11) reichte es nicht mehr. Mit 2:6 Punkten nach vier Spielen haben die Zweitliga-Handballerinnen somit ihren Start verpatzt.

 

14.10.2017 Björn Pazen

 

Allerdings pfiffen die Triererinnen personell aus dem letzten Loch. Neben den Langzeitverletzten Ramona Constantinescu und Joline Müller fehlten in Nürtingen auch Torfrau Melanie Eckelt (Gehirnerschütterung) und Kreisläuferin Andrea Czanik (Nach Zahn-Operation). Somit standen Trainer Andy Palm nur eine Torfrau - Yuko Minami - und neun Feldspielerinnen zur Verfügung.
Bis zum 7:6 war die Partie ausgeglichen, dann setzte sich Nürtingen auf 11:6 ab, angeführt von Verena Breidert, für die am Ende elf Tore zu Buche standen. Nachdem sich die Miezen zur Pause auf 9:11 herangekämpft hatten, musste Palm schon früh, beim 10:15 (35.), seine Auszeit nehmen, aber kurzfristig besserte sich nichts: Nürtingen setzte sich bis zur 41. Minute auf 18:10 ab, hatte die Partie scheinbar entschieden.

Doch die Miezen zeigten ihre Krallen, verkürzten zunächst mit einer 7:2-Serie auf 17:20, drei Minuten vor Schluss war beim 22:24 fast die Wende geschafft. Als dann Hannah Sattler zum 23:24 traf, keimte 38 Sekunden vor Schluss sogar die Hoffnung auf ein Remis auf, die dann aber Ana Petrinja im Gegenzug gleich wieder zerstörte. Mit dem Schlusspfiff gelang Tina Welter nur noch das 25:26. Somit stehen die Miezen beim Heimspiel gegen Hannover-Badenstedt am Sonntag, 22. Oktober, schon unter Druck.
 

TG Nürtingen - DJK/MJC Trier 26:25 (11:9)

DJK/MJC Trier: Minami - Petrovska (1), Sattler (1), Houben (2), Tolic (3), Smits (3), Szabo (6/2, Zrnec (1), Simon-Varga (4), Welter (4) - Beste Torschützin Nürtingen: Breidert (11/2)

 

Zwischen den Pfosten gibt es einige Leerstände

Handball-Miezen bangen vor dem heutigen Auswärtsspiel in Nürtingen um Torfrau Melanie Eckelt.

 

14.10.2017
 

TRIER (BP) Der Siebenmeterwurf ging genau ins Gesicht. Melanie Eckelt sackt zusammen, rappelt sich aber wieder auf, spielt noch kurze Zeit, bevor Trainer Andy Palm die Miezen-Torfrau vom Feld nimmt. Der Kopftreffer beim 24:19-Pokalsieg gegen Herrenberg 15 Minuten vor Schluss sah erst nicht so schlimm aus, doch Eckelt fiel die gesamte Trainingswoche aus.

 

Drei Lendenwirbel geprellt, Gehirnerschütterung, Schleudertrauma lautete das ärztliche Bulletin. Ob die Nummer 1 der Trierer Zweitliga-Handballerinnen am heutigen Samstag (Anwurf 19.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei der TG Nürtingen auflaufen kann, ist sehr fraglich. "Bei solchen Verletzungen gehen wir kein Risiko ein. Nur wenn Melli richtig fit ist, wird sie auflaufen", sagte Palm. Die Entscheidung wird also recht kurzfristig vor Anwurf getroffen werden.


Das große Problem: Sollte Eckelt ausfallen, wäre Yuko Minami die einzig verbliebene Torfrau. Weil auch in den parallel spielenden zweiten und dritten Miezen-Mannschaften Torhüterinnen ausfallen, wäre die Japanerin in Nürtingen auf sich alleine gestellt. "Für den Fall muss Yuko da weitermachen, wo sie im Pokalspiel gegen Herrenberg aufgehört hat. Und diese Leistung stabilisieren", sagt Palm.


Die Miezen haben ein Spiel weniger als Nürtingen absolviert und liegen drei Punkte hinter den Schwaben, die sich im Vorjahr Hoffnungen auf den Aufstieg machten und am Ende Fünfter wurde. Die Mannschaft steht und fällt mit einer Spielerin: Verena Breidert. Die zweifache Zweitliga-Torschützenkönigin hat in der aktuellen Spielzeit nach vier Partien bereits 28 Tore auf dem Konto. "Sie ist immer für bis zu zehn Tore gut, ganz ausschalten kannst du sie nie", sagt Palm, dessen belgische Landsfrau Aaricia Smits sich der Bewachung der 38-Jährigen annehmen soll. "Wir müssen irgendwie versuchen, sie aus dem Spiel zu nehmen", sagt Palm, der möglicherweise noch auf eine zweite Stammspielerin verzichten muss: Kreisläuferin Andrea Czanik wurden die Weisheitszähne gezogen, daher konnte sie diese Woche ebenfalls nicht trainieren.

 

Miezen verlieren Heimpremiere gegen Mainz

Die neue Aufwärmmusik war eine Mischung aus Rockkonzert und Ballermann-Party, aber am Ende tanzte nicht Trier, sondern Mainz übers Feld.

 

01.10.2017 Björn Pazen

 

 

Unter den Augen der Dolphins-Rollstuhlbasketballer sowie der Ex-Spielerinnen Judith Derbach und Jessica Kockler haben die Trierer Handball-Miezen am Sonntag ihre Heimpremiere der neuen Saison vergeigt. Im Rheinland-Pfalz-Derby gegen das Team aus der Landeshauptstadt stand am Ende eine durchaus vermeidbare 26:30 (14:16)-Niederlage auf der Anzeigentafel.


„Uns hat das nötige Selbstvertrauen gefehlt, zudem hatten wir nicht die mentale und physische Präsenz. Aber ich denke, das wird noch kommen. Heute haben wir zumindest nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte MJC-Trainer Andy Palm recht geknickt und selbstkritisch nach seinem ersten Heimspiel in der Arena. Der Belgier gab nach nun 2:4 Punkten zu: „Wir haben definitiv noch Luft nach oben, speziell, was das Umschalten und die nötige Ruhe im Abschluss betrifft.“

Seine Mannschaft war in der noch sichtlich von der Premiere des Trierer Kultfilms „City Royale“ am Vorabend gezeichneten Arena gut gestartet, hatte dann aber erst den Faden verloren und schaffte es am Ende nicht mehr, den Rückstand aufzuholen.

Dora Simon-Varga, die in der Vorsaison mit über 200 Treffern beste MJC-Werferin war, gelang das erste Heimtor der neuen Spielzeit. Danach war die Partie absolut ausgeglichen, keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Bei Trier zeigte Neuzugang Gabriella Szabo ihre Torgefahr mit sechs Treffern (verwarf allerdings auch viele Bälle. Beim 13:11 stand die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeberinnen auf der Anzeigentafel – aber danach lief erst einmal nichts mehr. Sieben Minuten blieb Trier ohne Treffer, während Mainz auf 15:13 davonzog. In dieser Phase vergaben die Miezen leichtfertig einige Chancen. Weil aber Torfrau Melanie Eckelt alleine vor der Pause sieben Würfe abwehrte, blieb beim Pausenpfiff der Rückstand bei zwei Treffern.
Mainz spielte im Angriff weiter effektiver, Trier war nicht nahe genug bei den Gegenspielerinnen und lag so fast permanent mit vier Treffern hinten. Hoffnung keimte unter den rund 500 Fans sechs Minuten vor dem Ende beim 25:26 durch Linsey Houben auf, doch statt den Ausgleich zu markieren, kassierten die Miezen zwei Treffer in Folge, beim 25:28 war die Messe gelesen.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovka (3), Sattler, Houben (5), Czanik (3), Tolic (1), Smits, Szabo (6/1), Zrnec (1), Simon-Varga (4/1), Welter (3) - Beste Torschützinnen Mainz: Maidhof (8/2)

Bericht vom Spieltag 23./24.9.2017

Miezen feiern ersten Saisonsieg

Die Trierer Handball-Miezen haben im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg gefeiert. Am Samstagmittag setzte sich die Mannschaft von Neu-Trainer Andy Palm souverän mit 32:23 (12:10) beim Zweitliga-Aufsteiger HCD Gröbenzell (bei München) durch.

 

23.09.2017
Björn Pazen

 

Überragende Triererin war der rumänische Neuzugang Gabriella Szabo mit elf Treffern, darunter drei Strafwürfen. Daneben waren Kreisläuferin Andrea Czanik (7) und Rechtsaußen Tina Welter (6) die besten MJC-Werferinnen.

 

Nach einem ausgeglichenen Start gab die MJC nach dem 9:8 (25. Minute) die Führung nicht mehr aus der Hand. Bis zum 18:16 aus Trierer Sicht blieben die Gastgeberinnen dran, danach setzte sich Trier Tor um Tor ab. Spätestens beim 27:21 sieben Minuten vor Schluss war der erste Saisonsieg in trockenen Tüchern, nachdem die Miezen vor zwei Wochen mit 25:28 in Rosengarten (bei Hamburg) verloren hatten.

Mit dem Erfolg hat die MJC beste Eigenwerbung für das erste Heimspiel am kommenden Sonntag (1. Oktober, 16 Uhr) gemacht, wenn man im Rheinland-Pfalz-Derby auf Mainz 05 trifft.


DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska, Sattler, Houben (2), Czanik (7), Tolic, Smits, Szabo (11/3), Zrnec, Simon-Varga (4/1), Welter (6)

 

 

 

Vorschau auf den Spieltag am 23./24.9.2017

 

Miezen: Lust auf Sieg, kein Abstecher zum Oktoberfest

 

(BP) Nein, selbst im Falle des ersten Saisonsiegs ist bei den Trierer Handball-Miezen kein Abstecher zum Münchner Oktoberfest geplant - obwohl die Wies‘n nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernt ist. Am heutigen Samstag geht es für die MJC nach zweiwöchiger Pause weiter mit der Saison.

 

23.09.2017

 

Das zweite Auswärtsspiel in Folge führt die Miezen nach Gröbenzell, in die Nähe von Fürstenfeldbruck.


Der dortige HCD von Trainer Hendrik Pleines feierte vergangene Spielzeit den Aufstieg aus der 3. Liga ins "Unterhaus". Und dort will man mit einer jungen Mannschaft - mit nur einer Legionärin (Lidija Radovanic) - bestehen. Die ersten beiden Zweitligaspiele der Vereinsgeschichte gingen gegen den Mitfavoriten aus Mainz (24:32) und zuhause gegen Nürtingen (27:31) verloren. "Gröbenzell verfügt über eine junge, hungrige Mannschaft, die einen schnellen Handball bevorzugt", sagt Neu-Miezen-Trainer Andy Palm über den heutigen Gastgeber (Anwurf ist um 16 Uhr).

 

Die Miezen hatten zwei Wochen Zeit, das unnötige 25:28 zum Saisonstart in Rosengarten zu verarbeiten, wo die MJC nach 45 guten Minuten in der Schlussviertelstunde eine deutliche Führung aus der Hand gab. "Wenn wir in Gröbenzell so aufspielen wie anfangs in Rosengarten, gehen wir als Sieger vom Feld", sagt Palm, der sein Team in der Favoritenrolle beim Aufsteiger sieht, dennoch den nötigen Respekt von seinen Spielerinnen fordert.


"Wir müssen als Team zusammenwachsen und im Angriff geduldiger auf unsere Chancen warten", sind für den Ostbelgier die wichtigsten Erkenntnisse vor der Partie in Gröbenzell. Dort sieht er seine Mannschaft auch aus einem besonderen Grund in der Pflicht: "Mit einem Erfolgserlebnis können wir für eine volle Halle bei unserer Heimpremiere am 1. Oktober gegen Mainz sorgen. Für mich und die Neuzugänge wird das eine ganz besondere Partie, die Vorfreude wächst täglich. Erst aber gilt, es in Gröbenzell zu bestehen." Dort steht hinter dem Einsatz von Neuzugang Vesna Tolic noch ein Fragenzeichen, sie hat sich beim Krafttraining eine Rückenverletzung zugezogen.


DJK/MJC Trier (Kader):


Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic (?), Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben, Welter

DHB-Pokalspiel terminiert: Zu ungewohnter Zeit, am Sonntag, 8. Oktober, um 13 Uhr, geht es für die Miezen um den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale. Weil die Arena samstags durch Liedermacher Reinhard Mey und sonntags ab 17 Uhr durch die Basketball-Gladiators belegt wird, muss das Zweitrundenspiel gegen den Ligakonkurrenten SG H2Ku Herrenberg zur Mittagszeit angepfiffen werden.

 

 

 

Frauen-Zweitligist verliert zum Saisonstart mit 25:28 in Rosengarten - und das nach einer 22:18-Führung.

 
11.09.2017
 
Buchholz/Nordheide (BP) "Das musste ich erst mal sacken lassen. Am Dienstag, bei der Videoanalyse gibt es noch Gesprächsbedarf": Der neue Miezen-Trainer Andy Palm war auch am Tag nach seinem ersten Zweitliga-Spiel auf der MJC-Bank angefressen. Sein Fazit des ersten Saisonspiels bei den Handball-Luchsen aus Rosengarten und Buchholz war kurz und bündig: "Ärgerlich und bitter. Wir haben den Sieg in 16 schwachen Minuten aus der Hand gegeben."
 
Über weite Strecken - genauer gesagt bis zur 44. Spielminute - hatte seine Mannschaft beim letztjährigen Zweitliga-Zweiten die Partie unter Kontrolle. Dann folgte ein unerklärlicher Einbruch vor den Toren Hamburgs. Mit einer 25:28-Niederlage traten die Miezen die Heimreise an. Dora Simon-Varga war mit sieben Treffern Triers beste Torschützin - aber auch die Ungarin schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die Talfahrt ihres Teams zu beenden.
 
"Wir haben viel zu hektisch abgeschlossen. Alles, was vorher gut lief, lief nachher schlecht", sagte Palm, der zumindest mit der Abwehr zufrieden war. Nach einem tollen Start, gepaart mit einer starken Mannschaftsleistung, lag Trier vor der Pause kontinuierlich mit drei bis vier Toren Differenz vorne. Dank eines Treffers von Andrea Czanik quasi mit dem Halbzeitpfiff hieß es 16:13 für die Gäste, die auch gleich nach dem Wiederanpfiff nicht nachließen. Nach dem 17:13 für die MJC hatten die Gastgeber eine starke Phase, aber eine Viertelstunde vor dem Ende sah es beim 22:18 aus Trierer Sicht nach einem Auswärtssieg aus.
 
Aber dann: Angeführt von Johanna Heidmann, die insgesamt zehn Treffer erzielte, kämpfte sich Rosengarten Tor um Tor heran. Mit einem Doppelschlag erzielte Heidmann nicht nur den ersten Ausgleich beim 23:23, sondern brachte ihr Team auch nach vorne. Beim 24:24 durch Simon-Varga waren die Miezen letztmals gleichauf, dann entschieden die Luchse mit vier Treffern in Folge die Partie.
 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska (0), Sattler (0), Houben (3), Czanik (3), Tolic (2), Smits (0), Szabo (5/1), Zrnec (1), Simon-Varga (7/3), Welter (4) - Beste Torschützin Rosengarten: Heidmann (10)