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Metz macht’s dank Aufholjagd
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Heimspiel für die Junioren-Nationalspielerin: Die gebürtige Wittlicherin Jennifer Souza war mit Bayer Leverkusen beim Wittlicher Handball Cup und wurde der „Publikumsliebling“. FOTO: TV / Thomas Prenosil/HSG Wittlich

Franzosen gewinnen zum zweiten Mal Wittlicher Handball Cup, Finalsieg gegen Bietigheim.

 

Auf der einen Tribünenseite die Trommler aus Bietigheim, auf der anderen die gelb-gekleideten Fans aus Frankreich mit ihren „Allez Metz“-Rufen – wie auf dem Feld standen sich auch auf den fast ausverkauften Rängen des Finales beim Wittlicher Handball Cup im Eventum die stärksten Lager gegenüber. Und am Ende jubelten die Franzosen – zum zweiten Mal nach 2015 gewann Metz das Turnier und beendete somit den Hattrick-Traum von Bietigheim, das 2016 und 2017 in Wittlich gewonnen hatte. Im Finale gab es nach einer tollen Aufholjagd in Hälfte zwei einen 26:21-(8:11)-Erfolg gegen den deutschen Vizemeister – vor allem dank sieben Finaltoren der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits, Schwester von Ex-Mieze Aaricia Smits.

 

Die Handballfans im Eventum sahen am Wochenende eine Drei-Klassen-Gesellschaft. Ganz oben die beiden Finalisten Metz und Bietigheim, die verlustpunktfrei ins Endspiel eingezogen waren. Dahinter die drei Bundesligisten Buxtehude, Leverkusen und Metzingen, die alle in etwa auf einem Niveau lagen. Und dahinter der chancenlose Schweizer Meister und Pokalsieger Spono Nottwil. „Wir hatten einige Verletzte, deswegen hatten wir keine Chance“, sagte Nottwils Trainer Urs Mühlethaler. Sein Team war zum ersten Mal dabei – insgesamt war der Trainer begeistert: „Ein Super-Turnier, toll organisiert, ganz nette Leute.“

 

Im „Mitteldrittel“ des Turniers fehlte Metzingen mit der früheren Junior-Mieze Shenia Minevskaya gleich im Auftaktspiel gegen Buxtehude das nötige Glück – durch die 19:20-Niederlage war das Halbfinale in weite Ferne gerückt. Gegen Metz führten die Schwaben 23:20, verloren dann aber mit 27:29 und spielten nur um den fünften Platz. Metz mit vier aktuellen Weltmeisterinnen im Kader spielte mit einer überragenden Defensive – und hatte immer, wenn es darauf ankam, noch genügend Reserven. Wie auch beim 26:21 im Halbfinale gegen Leverkusen.

 

Apropos Leverkusen: Bei Bayer stand in Jennifer Souza eine gebürtige Wittlicherin im Kader, die bei ihrer Turnierpremiere zu Hause insgesamt sechs Tore erzielte. „Das war super, davon habe ich als Kind geträumt“, sagte die Junioren-Nationalspielerin. Am Ende gewann sie mit Rekord-Teilnehmer Leverkusen das Spiel um Platz drei überraschend deutlich mit 28:22 gegen Buxtehude. Souza nahm zudem die Trophäe des „Publikumslieblings“ mit nach Leverkusen.

 

In der Bayer-Gruppe hatte Bietigheim souverän den ersten Platz belegt und dann auch im Halbfinale wenig Federlesens mit Buxtehude (28:20) gemacht. Bietigheim lag dank der überragenden Nationaltorfrau Dinah Eckerle (von den Trainern auch zur besten Turniertorhüterin gewählt) 13:8 vorne, ehe Metz die Partie drehte. Die Fans waren begeistert.

 

„Mit der Zuschauerzahl sind wir angesichts des Sommerwetters sehr zufrieden. An beiden Tagen lag sie über unseren Erwartungen“, sagte Axel Weinand, Vorsitzender der HSG Wittlich.

 

 Ergebnisse: Vorrunde: Gruppe A: SG BBM Bietigheim - Spono Eagles Nottwil (SUI) 33:21 (19:7), Bayer Leverkusen – Spono Eagles 30:18 (15:10), SG BBM Bietigheim – Bayer Leverkusen 27:20 (16:10) - Gruppe B: Buxtehuder SV – TuS Metzingen 20:19 (8:9), Metz Handball – Buxtehuder 26:19 (12:9), TuS Metzingen – Metz Handball 27:29 (14:12)

Halbfinals: SG BBM Bietigheim – Buxtehuder SV 28:20 (13:7), Handball Metz – Bayer Leverkusen 26:21 (14:11), Spiel um Platz fünf: Spono Eagles Nottwil – TuS Metzingen 21:37 (8:18), Spiel um Platz drei: Buxtehuder SV – Bayer Leverkusen 22:28 (13:16), Finale: SG BBM Bietigheim – Handball Metz 21:26 (11:8).

 

Beste Spielerin:  Manon Hiuette (Metz)  – Beste Torfrau: Dinah Eckerle (Bietigheim) –  Publikumsliebling: Jennifer Souza (Leverkusen) –  Torschützenkönigin: Manon Houette (19)

 

 

 

 

Wittlich ist ab heute das Mekka des Frauenhandballs
 
Wittlich. (BP) Zwölf aktuelle deutsche Nationalspielerinnen sowie die deutsche Handballerin des Jahres, Anna Loerper, vier aktuelle Weltmeisterinnen aus Frankreich, mehrere EM-Zweite und WM-Dritte aus den Niederlanden, dazu aus Vereinssicht der deutsche Rekordmeister, der aktuelle deutsche Vizemeister und die Titelträger aus Frankreich und der Schweiz – Wittlich ist an diesem Wochenende wieder das Mekka des Frauenhandballs.
 

Zum 19. Mal ist die HSG Wittlich der Veranstalter, zum sechsten Mal findet das Turnier im Eventum statt, und zum fünften Mal heißt es an diesem Wochenende Wittlicher Handball Cup.

 

Das sind die wichtigsten Zahlen und Fakten. Seit 1999 identisch ist der Spielplan des Turniers: Am heutigen Samstag ab 11 Uhr spielen die sechs Mannschaften in zwei Vorrundengruppen die Halbfinalteilnehmer aus, am Sonntag folgen nach einem Einlagespiel der HSG-Frauen ab 11.45 Uhr die Halbfinals, gefolgt von den Platzierungsspielen und dem Finale um 17.45 Uhr.

In diesem Jahr gibt es eine Premiere in Wittlich: Erstmals ist eine Mannschaft aus der Schweiz am Start, Meister Spono Eagles Nottwil – und der eröffnet den fünften Wittlicher Handball Cup mit dem ersten Vorrundenspiel gegen Turnier-Titelverteidiger SG BBM Bietigheim, der die erste Mannschaft werden kann, die dreimal in Folge in Wittlich gewinnt. Weiterer Gegner in Gruppe A ist Rekord-Teilnehmer Bayer Leverkusen, der an allen 19 Turnieren in Wittlich teilnahm – und in Junioren-Nationalspielerin Jennifer Souza auch eine gebürtige Wittlicherin im Kader hat.

In Gruppe B ist der aktuelle französische Meister und letztjähriger Champions-League-Viertelfinalist Metz Handball mit der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits der internationale Teilnehmer und zugleich Favorit. Daneben sind die Bundesligisten Buxtehuder SV und TuS Metzingen in diese Gruppe gelost worden. „Trotz der Hitze hoffen wir auf eine volle Halle, das Eventum ist bekanntlich immer gut temperiert“, sagt HSG-Vorsitzender Axel Weinand. Vor allem aus Bietigheim, Metzingen und Metz haben sich schon viele Fans angekündigt.

Traditionell ist Wittlich für alle Mannschaften das erste Vorbereitungsturnier für die neue Saison – die für die beiden schwäbischen Vertreter extrem früh sogar international beginnt: Vizemeister Bietigheim muss Anfang September in der Champions-League-Qualifikation ran, Metzingen zur gleichen Zeit in der ersten Europapokalrunde.

 

Spielplan Wittlicher Handball Cup:

Vorrunde am Samstag, 4. August, ab 11 Uhr

 

Sonntag, 5 August:

10 Uhr: Freundschaftsspiel HSG Wittlich – TV Engers

Ab 11.45 Uhr: Halbfinals, 14.45 Uhr: Spiel um Platz 5, 16.20 Uhr: Spiel um Platz drei, 17.45 Uhr: Finale, 19 Uhr: Siegerehrung

 

 

| 09:46 Uhr

 

Internationale Klasse nicht nur am Ball, sondern auch an der Pfeife
 
EHF-Schiedsrichter aus Russland, Serbien, Belgien und Deutschland werden am Wochenende die Spiele beim Wittlicher Handball Cup pfeifen.
EHF-Schiedsrichter aus Russland, Serbien, Belgien und Deutschland werden am Wochenende die Spiele beim Wittlicher Handball Cup pfeifen. FOTO: TV / Soeren Stache

 

WITTLICH. Erstmals in der 19-jährigen Turniergeschichte wurde der Wittlicher Handball Cup vom Europäischen Verband für einen Lehrgang für Schiedsrichter aus vier Ländern ausgewählt.
 

Olympiasiegerinnen, Weltmeisterinnen, Europameisterinnen - beim Wittlicher Handball Cup (früher Stelioplast-Cup) stehen seit der Turnierpremiere 1999 in jedem Jahr Weltstars auf dem Feld. Anno 2018 werden zum Beispiel vier aktuelle Weltmeisterinnen vom französischen Klub Metz Handball um den Sieg beim bestbesetzten Frauenhandballturnier Deutschlands kämpfen. Aber das 19. Turnier der HSG Wittlich, das am Samstag und Sonntag im Wittlicher Eventum ausgespielt wird, wartet mit einer speziellen Premiere auf: Erstmals ist der Wittlicher Handball Cup vom europäischen Handballverband EHF ausgesucht worden, um Nachwuchs-Schiedsrichter aus ganz Europa zu sichten, zu schulen und fit internationale Einsätze zu machen. Es ist überhaupt der erste EHF-Schiedsrichterlehrgang dieser Art auf deutschem Boden.

 

„Wir sind natürlich sehr stolz. Das ist eine tolle Auszeichnung und Wertschätzung für das Turnier und unseren Verein“, sagt Axel Weinand, der Vorsitzende der HSG Wittlich, der früher selbst einmal Schiedsrichter war. Weil seit dem ersten Turnier so viele hochkarätige Mannschaften - wie die früheren Champions.-League-Sieger aus Viborg (Dänemark) oder Larvik (Norwegen) oder die nationale Spitze wie Rekordmeister Leverkusen - am Start sind, stand die HSG immer schon in Kontakt zum Deutschen Handballbund, um auch Top-Schiedsrichter zu bekommen. Und der DHB entsandte stets Bundesliga-Schiedsrichter zusammen mit aufstrebenden Nachwuchs-Gespannen.

 

Dass nun Schiedsrichter aus Belgien, Russland, Serbien und auch Deutschland die Spiele des Wittlicher Handball Cups am Wochenende pfeifen, liegt auch an Jutta Ehrmann-Wolf, der Geschäftsführerin des Rekord-Turnier-Teilnehmers Bayer Leverkusen. Sie war früher selbst Schiedsrichterin, leitete Spiele in der Männer-Bundesliga und im Europapokal. Später wurde sie nicht nur EHF-Delegierte, sondern ist seit 2014 auch Mitglied in der Schiedsrichterkommission des europäischen Verbands. Und diesen Kontakt zur EHF nutzte die HSG Wittlich.

 

Da auch der Deutsche Handballbund dieses Ansinnen (auch finanziell) unterstützte, wurde der Wittlicher Handball Cup von der EHF ausgewählt. Bereits am Donnerstag reisen nicht nur die vier internationalen Gespanne an, sondern auch die beiden EHF-Schiedsrichterausbilder Tomo Vodopivec (Slowenien) und Helmut Wille (Österreich) sowie der Spanier Marcos Bestilleiro vom EHF-Hauptquartier in Wien und die EHF-Trainerausbilderin Marta Bon aus Slowenien.

 

Denn auf die acht Schiedsrichter wartet am Freitag ein ganzer Schulungstag in Wittlich. Die DHB-Schiedsrichter Christian und David Hannes, die Serbinnen Dragana Jakovlevic und Danijela Sando, die Belgier Kristof Gilis und Luca Beulakker und die Russen Anton Antashev und Denis Musatov müssen sich unter anderem Fitness- und Regeltests unterziehen und erhalten Vorträge zu verschiedenen Schiedsrichterthemen. Alle acht haben das Nachwuchs-Programm der EHF durchlaufen und sollen in Wittlich darauf vorbereitet werden, künftig Länderspiele und Europapokalpartien zu leiten.

„Wir unterstützen diesen Schiedsrichterlehrgang natürlich gerne, weil wir ja auch selbst mit den Hannes-Brüdern vertreten sind. Wir sind überzeugt, dass beide beim Turnier in Wittlich eine gute Figur machen und sich für künftige internationale Aufgaben empfehlen können“, sagt Wolfgang Jamelle, der Schiedsrichterchef des Deutschen Handballbunds: „Die EHF sucht für solche Lehrgänge immer qualitativ hochwertige Turniere aus - und diese Klasse hat Wittlich eindrucksvoll über Jahre bewiesen.“

 

Da Jamelle selbst nicht anwesend sein kann, wird Jutta Ehrmann-Wolf die Schiedsrichter von Seiten des DHB betreuen.

 

Die sechs Mannschaften dürfen sich also nicht nur auf hochklassige Testspiele freuen, sondern auch darauf, dass die insgesamt zwölf Spiele bis zum Finale am Sonntagabend auch von Top-Schiedsrichtern geleitet werden.

 

 

Christian Hannes ist einer der beiden DHB-Schiedsrichter in Wittlich.

14.05.2018

 

Der 5. Wittlicher Handball-Cup 2018 findet am 4. und 5. August im EVENTUM statt. Das Teilnehmerfeld ist komplett: Buxtehuder SV, Bayer Leverkusen, TuS Metzingen, SG Bietigheim, Metz Handball und erstmals ein Team aus der Schweiz: Spono Eagles Nottwil (Schweizer Cup-Sieger 2018, Schweizer Meister 2000, 2001, 2006, 2016).

 

Schwaben träumen vom Titel-Hattrick
 
Die SG BBM Bietigheim tritt als Titelverteidiger beim Wittlicher Handball Cup an.
 
 
 

Die SG BBM Bietigheim tritt als Titelverteidiger beim Wittlicher Handball Cup an.

 

FOTO: TV / Thomas Prenosil

Wittlich. Das Turnierfeld des fünften Wittlicher Handball Cups steht: Am 4./5. August trifft nationale auf internationale Klasse.
 
Von Björn Pazen
 

Die Chance zum Titel-Hattrick, eine eidgenössische Premiere und ein niederländisches Trainerdebüt bei der 19. Teilnahme – das sind die Fakten zum Wittlicher Handball Cup (WHC) 2018. Zum 19. Mal veranstaltet die HSG Wittlich am 4. und 5. August sein großes Frauen-Handballturnier, das in Deutschland seinesgleichen sucht – und erneut stehen nationale und internationale Klasse auf dem Feld. Fünf Teilnehmer sind identisch mit dem Vorjahr, ein Club ist erstmals in Wittlich am Start: der aktuelle Schweizer Pokalsieger und Meisterschaftsfinalist Spono Eagles aus Nottwil betritt Neuland, denn sie sind auch das erste eidgenössische Team überhaupt beim Turnier, das von 1999 bis 2013 Stelioplast-Cup hieß.

 

Daneben wird definitiv ein DHB-Pokalfinalist in Wittlich am Start sein, denn im Halbfinale am Samstag  treffen die SG BBM Bietigheim und die Tussies aus Metzingen aufeinander —  und beide sind in Wittlich erneut mit von der Partie. Die bereits als deutscher Vizemeister feststehende Mannschaft aus Bietigheim kann im Eventum Geschichte schreiben als zweite Mannschaft nach dem Rekordsieger HC Leipzig in der dann 19-jährigen Turniergeschichte, die dreimal in Folge den Siegerpokal entgegennahm. 2016 (im Finale gegen Leipzig) und 2017 nach dem Finaltriumph gegen Ex-Pokalsieger Buxtehuder SV war die Mannschaft von Trainer Martin Albertsen Erster geworden — und über den Dänen kam auch der Kontakt der HSG nach Nottwil zustande, denn Albertsen ist in Personalunion auch Schweizer Nationaltrainer.

Nach dem ersten Auftritt in Wittlich im Vorjahr kommt Metzingen mit einem neuen Trainer zum WHC, aus Blomberg wechselt Andre Fuhr in die Outlet-Stadt. Und auch Rekord-Teilnehmer Bayer Leverkusen wird bei seinem 19. Start in der Säubrennerstadt einen neuen Trainer vorstellen, der Niederländer Robert Nijdam wird Renate Wolf nach dieser Saison ablösen. Zum siebten Mal ist der Buxtehuder SV beim Wittlicher Handball Cup am Start. Für internationales Flair sorgt der französische Rekordmeister Metz Handball, in dessen Kader vier Französinnen stehen, die im Dezember 2017 in Hamburg Weltmeister wurden. 2015 hatte Champions-League-Viertelfinalist Metz (mit der deutschen Nationalspielerin Xenia Smits) das Turnier in Wittlich sogar gewonnen.

Beim Turnierveranstalter HSG Wittlich ist man angesichts der Klasse des Teilnehmerfeldes stolz: „Die Zuschauer können sich wieder auf tolle Spiele freuen. Erneut hatten wir viele Anfragen von Clubs aus Deutschland und dem Ausland. Das zeigt, dass wir im Frauenhandball schon so etwas wie eine Marke geworden sind“, sagt der HSG-Vorsitzende Axel Weinand.

Ein solches Turnier zu stemmen, geht nicht ohne starke Partner. Einer, der seit dem Start im Jahre 1999 die HSG unterstützt, ist Lotto Rheinland-Pfalz. Für Lotto-Geschäftsführer Jürgen Häfner ist die Tradition das eine, die tolle Organisation und das hohe sportliche Niveau das andere: „Es ist immer wieder beeindruckend, wie die Verantwortlichen und die vielen ehrenamtlichen Helfer im Umfeld dieses großartigen Turniers ein unbändiges Engagement für den Handball und die Liebe zum Sport leben. Ohne diesen beständigen Einsatz wäre der erfolgreiche Weg bis heute nicht möglich gewesen.“

Rund 200 Freiwillige werden wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Die Vorrundengruppen werden in den kommenden Wochen ausgelost. Die Vorrundenpartien gehen am Samstag, 4. August, ab 11.30 Uhr  über die Bühne, sonntags finden nach einem Einlagespiel der Wittlicher Oberliga-Handballerinnen die beiden Halbfinals statt, gefolgt von den Platzierungsspielen und dem großem Finale um 17.30 Uhr. So wird am 5. August gegen 19 Uhr feststehen, ob sich Bietigheim den Traum vom Titel-Hattrick erfüllen konnte.

 

Weitere Informationen, auch zum Ticketverkauf, unter www.hsg-wittlich.de

 

 

Bietigheim gewinnt den Wittlicher Handballcup, der fast ins Wasser gefallen wäre.

 

07.08.2017 Björn Pazen

 

WITTLICH Im Männer-Fußball wäre das Finale Bayern München und Borussia Dortmund gewesen, im Frauen-Handball standen sich beim Wittlicher Handball Cup am Sonntagabend ebenfalls Meister (SG Bietigheim) und Pokalsieger (Buxtehuder SV) im Endspiel gegenüber. Während die Bayern am Samstag mit Dusel gegen Dortmund gewannen, machte es Bietigheim in Wittlich weniger spannend. Trotz eines schwachen ersten Turniertags setzte sich der Turnier-Titelverteidiger mit 30:26 (13:14) gegen Buxtehude durch und feierte bei seinem zweiten Start in Wittlich den zweiten Triumph. Nach einem 7:10-Rückstand drehte Bietigheim das Endspiel nach dem Wechsel und hatte die Partie beim 24:18 entschieden.

 

Auch Frauen-Handball-Bundestrainer Michael Biegler, der am Samstag mit DHB-Sportdirektor Wolfgang Sommerfeld zu Gast in Wittlich war, konnte sich freuen: Vier Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft zeigten viele seiner Nationalspielerinnen eine tolle Frühform: Jennifer Rode (Bayer Leverkusen) wurde mit 26 Treffern beste Turnier-Torschützin, Kim Naidzinavicius (Bietigheim) wurden von den Trainern zur besten Turnierspielerin gewählt. Daneben überzeugten auch Emily Bölk (Buxtehude), Katja Kramarczyk (Leverkusen), Shenia Minevskaja (Metzingen) oder Buxtehudes Lone Fischer, die alleine acht Treffer im Finale erzielte. Xenia Smits spielte im Trikot von Metz ebenfalls stark.


Ihr Team war am ersten Turniertag die große Überraschung. Der französische Meister hatte Bietigheim in der Vorrunde geschlagen und war mit weißer Weste ins Halbfinale eingezogen. Dort war Metz Favorit gegen Buxtehude, hatte nach Katastrophenstart (1:6) die Partie gedreht, sich aber mit dem Schlusspfiff den Treffer zum 26:27 gefangen. Am Ende feierte der Turniersieger von 2015 den dritten Platz durch ein 27:19 über den TuS Metzingen. Die "Tussies" hatten ebenfalls ihre Vorrundengruppe gewonnen, dann auch das Halbfinale verloren. Gegen Bietigheim - dem besten Turnierspiel - setzte sich der Meister mit 31:27 (18:12) durch, nachdem man zuvor gegen den späteren Turnierfünften Bayer Leverkusen fast gestrauchelt wäre.


Gestrauchelt wäre fast der gesamte Wittlicher Handball Cup. Denn das Turnier hatte bei seiner 18. Auflage am Freitagnachmittag kurz vor der Absage gestanden: Wasser war in den Sicherungskasten des Eventums eingedrungen, die Halle war ohne Strom. "Der Hausmeister und sein Team haben dann ganz tolle Arbeit geleistet, sonst wäre das Turnier förmlich ins Wasser gefallen", sagt Axel Wei-nand, Vorsitzender des Veranstalters HSG Wittlich.

 

Dessen Turnierbilanz fällt positiv aus: "Trotz Sommerwetter war die Zuschauer-Resonanz sehr gut", sagte er. Und: "Die Handballfans haben tolle Spiele gesehen, mit nationaler und internationaler Klasse."

 

Extra: ERGEBNISSE WITTLICHER HANDBALL CUP


Vorrunde: Gruppe A: Pogon Stettin - Buxtehuder SV 21:30 (10:13), Pogon Stettin - TuS Metzingen 19:34 (8:15), Buxtehuder SV - TuS Metzingen 22:25 (12:13) Gruppe B: SG BBM Bietigheim - Bayer Leverkusen 26:23 (12:11), Handball Metz - SG BBM Bietigheim 24:21 (13:11), Bayer Leverkusen - Metz Handball 23:29 (7:12) Halbfinals: TuS Metzingen - SG BBM Bietigheim 27:31 (12:18), Metz Handball - Buxtehuder SV 26:27 (12:11) Spiel um Platz 5: Pogon Stettin - Bayer Leverkusen 27:34 (11:24), Spiel um Platz drei: TuS Metzingen - Metz Handball 19:27 (8:13) Finale: SG BBM Bietigheim - Buxtehuder SV 30:26 (13:14), Einlagespiel: HSG Wittlich - TV Bassenheim 33:32

 

 

 

Im Zeichen der Handball-Weltmeisterschaft - Hochklassige Gegner in Wittlich

Auch an Kuchen mangelt es beim Wittlicher Handball Cup nicht - weder für Mannschaften noch für Besucher, wie dieses Foto aus 2016 mit fünf von auch in diesem Jahr 200 ehrenamtlichen Helfern zeigt. Foto: HSG Wittlich/Dieter Rau  Foto: Bjoern Pazen (BP)
 

(Wittlich) Zum 18. Mal veranstalten die Handballer der HSG Wittlich am Wochenende ihr Turnier, das bundesweit seinesgleichen sucht. Neben sechs Topmannschaften des Frauenhandballs gibt es sogar eine Weltpremiere im Eventum.

 
02.08.2017
Björn Pazen
 
Eigentlich ist alles Routine, aber jedes Jahr seit 1999 steht die Handballspielgemeinschaft (HSG) Wittlich Anfang August wieder vor einer neuen Herausforderung. Der Saison-Höhepunkt steht an, der Wittlicher Handball-Cup, der von 1999 bis 2013 als "Stelioplast-Cup" bekannt wurde. Über 200 ehrenamtliche Helfer werden unter der Leitung von Ramona Lentz und Julia Marx ab Donnerstag wieder im Einsatz sein. Bis Freitag wird das Eventum hergerichtet, ab Samstag geht es dann um Turnierleitung, Mannschaftsbetreuung, Kuchenverkauf, Kartenverkauf und vieles mehr - und Montag wird wieder abgebaut. 30 ganz junge HSG-Mitglieder werden am Sonntagabend gegen 17.45 Uhr mit den beiden Finalisten aufs Feld laufen, viele andere werden die unterschiedlichsten Aufgaben übernehmen - vor allem, um den Mannschaften alle Wünsche zu erfüllen. "Bei keinem Testturnier sind die Organisation, das Catering und die Rundum-Sorglos-Betreuung so perfekt wie in Wittlich", lobte im Vorjahr Michael Jungbluth, Betreuer des Buxtehuder SV, dem aktuellen deutschen Frauen-Handball-Pokalsieger. "Die Mannschaften fragen schon gleich nach dem Finale nach, ob sie im nächsten Jahr wieder dabei sein dürfen. Sie schätzen nicht nur die Betreuung, sondern auch die hochklassigen Gegner, auf die sie bei uns treffen", sagt Axel Weinand, der HSG-Vorsitzende. Über die Jahre hat sich das Wittlicher Turnier zum bestbesetzten in ganz Deutschland entwickelt. Zu Gast waren schon Champions-League-Sieger, Olympiasieger, Weltmeisterinnen und viele Nationalspielerinnen.
 
Aus 13 verschiedenen Nationen sind die Spielerinnen der sechs Vereine, die am Samstag und Sonntag beim Wittlicher Handball Cup antreten. Aus Deutschland ist neben Pokalsieger Buxtehude auch der deutsche Meister (und Titelverteidiger in Wittlich) SG BBM Bietigheim am Start, dazu kommen Rekordmeister Bayer Leverkusen (dann bei allen 18 bisherigen Turnieren dabei) sowie der TuS Metzingen (Vizemeister 2016, Pokalfinalist 2017). Daneben spielen der französische Meister Handball Metz (Turniersieger in Wittlich 2015) und in Pogon Stettin erstmals eine polnische Mannschaft mit. "Wir hatten wie immer viele Anfragen von Spitzenvereinen, die bei uns spielen wollten", sagt Weinand.


Der Rekordsieger, der zuvor ebenfalls bei allen 17 HSG-Turnieren dabei war, fehlt allerdings dieses Mal: der HC Leipzig musste Insolvenz anmelden. "Wir hatten jedes Jahr immer rund 30 Fans aus Leipzig hier, für die tut es mir natürlich sehr leid", sagt Weinand, der aber nun andere stimmungsvolle Zuschauer begrüßen wird: "Aus Metzingen kommt sogar ein Fanbus, auch aus Bietigheim gab es viele Kartenreservierungen." Aber nicht nur die Fans, auch die in Wittlich, Hupperath und Bernkastel-Kues einquartierten Mannschaften sorgen für eine hohe Hotelauslastung in der Region.

Der Wittlicher Handball Cup steht indes schon ganz im Zeichen der Frauen-Handball-Weltmeisterschaft, die im Dezember in Deutschland stattfindet, unter anderem mit einer Vorrundengruppe in Trier. Weil über 15 Nationalspielerinnen aus dem erweiterten WM-Kader im Eventum auflaufen, wird - wie im Vorjahr - auch Bundestrainer Michael Biegler das Turnier besuchen. Zudem ist der Wittlicher Handball Cup das weltweit erste Turnier überhaupt, bei dem mit den offiziellen WM-Bällen gespielt werden wird. Und mit einem Stand und einer Kartenverlosung wird sich der WM-Spielort Trier im Eventum präsentieren.

 

Extra: HSG-TURNIER: SPIELPLAN UND KARTEN


(BP) Am Samstag wird beim Wittlicher Handball Cup von 11 Uhr bis 19.45 Uhr die Vorrunde in zwei Gruppen ausgespielt. Sonntags folgt zunächst um 10 Uhr ein Freundschaftsspiel der HSG-Oberliga-Handballerinnen gegen Bassenheim, ehe das Turnier ab 11.45 Uhr mit den beiden Halbfinals fortgesetzt wird. Nach den Spielen um Platz fünf (14.45 Uhr) und Platz drei (16.20 Uhr) wird im Eventum das Finale gegen 17.45 Uhr angepfiffen. Karten gibt es im Vorverkauf bei Sport Schmitz in der Neustraße. Per Mail an hsg.wittlich@t-online.de können auch Kartenpakete für Jugendmannschaften zu besonders günstigen Preisen reserviert werden. Beim Turnier selbst gibt es Tageskarten, Wochenendkarten und sonntags sogar Karten für einzelne Spiele wie das Finale an der Tageskasse. www.hsg-wittlich.de

 

 

 

 

 

Stettin komplettiert Teilnehmerfeld
 
Zum ersten Mal in der nun 18-jährigen Geschichte des Wittlicher Handball Cups gibt eine polnische Mannschaft ihre Visitenkarte beim Frauen-Turnier der HSG Wittlich ab: SPR Pogon Stettin (s. auch Wikipedia) komplettiert das Teilnehmerfeld, das am 5./6. August im Eventum antritt. Die Polinnen standen 2015 im Finale des europäischen Challenge-Cups und waren in der abgelaufenen Saison Fünfter in Polen. Der Kontakt kam über Frauen-Handball-Bundestrainer Michael Biegler zustande, der bis Januar 2016 polnischer Männer-Nationaltrainer war und immer noch über beste Kontakte dorthin verfügt.

Mit der Besetzung des letzten noch offenen Platzes im Teilnehmerfeld hatte sich die HSG Wittlich lange Zeit gelassen – denn eigentlich war dieser für den Turnier-Rekordsieger HC Leipzig reserviert gewesen. Der HCL hatte in der vergangenen Woche aber auch in zweiter Instanz aus finanziellen Gründen keine Lizenz für die Bundesliga erhalten. „Die Entwicklung in Leipzig tut uns sehr leid, aber da uns die Zeit drängte und immer noch nicht endgültig entschieden ist, ob es in Leipzig weitergeht, haben wir uns nach Rücksprache mit dem HCL dazu entschieden, den freien Platz neu zu vergeben“, sagt Axel Weinand, Vorsitzender der HSG Wittlich.

Neben den Debütanten aus Stettin treten beim best-besetzten Frauenhandball-Vorbereitungsturnier Deutschlands der neue deutsche Meister SG BBM Bietigheim, der neue Pokalsieger Buxtehuder SV, der französische Meister Metz Handball, Rekordmeister Bayer Leverkusen und der letztjährige Europapokalfinalist und Ligadritte TuS Metzingen an. Die beiden Vorrundengruppen werden in Kürze ausgelost.
 
06.05.2017
Björn Pazen
Titelverteidiger kommt als Meister
 

(Wittlich) Die SG BBM Bietigheim ist das Zugpferd beim Wittlicher Handball Cup am 5./6. August. Das Teilnehmerfeld ist schon fast komplett.

Wittlich Irgendwie ist es wie ein Gesetz: Wer das Frauen-Handball-Turnier der HSG Wittlich Anfang August gewinnt, gewinnt am Ende der Saison auch einen wichtigen Titel. So haben zum Beispiel Larvik HK aus Norwegen und Viborg HK aus Dänemark jeweils rund neun Monate nach ihren Triumphen beim Stelioplast-Cup auch die Champions League 2010 und 2011 gewonnen.

 

Im Vorjahr war nun erstmals die SG BBM Bietigheim zu Gast beim Wittlicher Handball Cup, so der Name des Turniers seit vier Jahren. Am Mittwochabend sicherten sich die Schwaben mit dem 24. Sieg im 24. Spiel (dem 28:24 in Leverkusen) vorzeitig und erstmals die deutsche Meisterschaft. Und das Team hat noch lange nicht genug: Am Sonntag steht Bietigheim (wie Trier Spielort bei der Frauen-Handball-WM im Dezember) im Finale des europäischen EHF-Cups gegen Rostov (Russland). Und am letzten Mai-Wochenende ist die SSG Gastgeber des deutschen Pokal-Finalturniers.
Weit vor diesem Triumphzug hatte Bietigheim der HSG Wittlich aber schon die Zusage gegeben, auch in diesem Jahr wieder am Wittlicher Handball Cup teilzunehmen. Pünktlich zur deutschen Meisterschaft des letztjährigen Turniersiegers hat die HSG nun das (fast komplette) Teilnehmerfeld des insgesamt 18. Frauen-Handball-Turniers in der Säubrennerstadt bekanntgegeben, das am 5./6. August ausgespielt wird.


Neben Meister Bietigheim sind dies Rekordmeister Bayer Leverkusen, Ex-Pokalsieger Buxtehuder SV, der letztjährige EHF-Pokalfinalist und Vizemeister TuS Metzingen (bei seiner Premiere in Wittlich) und als internationaler Farbtupfer der französische Meister und Champions-League-Viertelfinalist Metz Handball. Der sechste Platz ist für den Rekordsieger des Turniers in Wittlich reserviert: "Wir hoffen, dass es mit dem HC Leipzig weitergeht", betont Axel Weinand, Vorsitzender der HSG Wittlich. Die Leipziger haben das Turnier acht Mal gewonnen und standen auch 2016 im Finale gegen Bietigheim. Bis Mitte Mai wird geklärt sein, ob der HCL nach seinen Finanzsorgen eine Bundesliga-Lizenz erhält.

 

Im Jahr der Frauen-WM in Deutschland (1. bis 17. Dezember) liegt der Fokus beim Wittlicher Handball Cup auf den deutschen Nationalspielerinnen. Deswegen wird Bundestrainer Michael Biegler - wie schon im Vorjahr - sicherlich das Turnier nutzen, um vor Ort den Stand zum Start der Vorbereitung in die WM-Saison zu sehen. Unter anderem laufen in Wittlich Nationalmannschafts-Kapitänin Anna Loerper (Metzingen), Toptalent Emily Bölk (Buxtehude), Ex-Mieze Shenia Minevskaya (Metzingen) oder Rückraumstar Xenia Smits (Metz) auf.

 

Am Modus hat sich seit 1999 nichts geändert. Samstags finden ab 11.30 Uhr im Eventum die Vorrundenspiele in zwei Gruppen statt. Diese Gruppen werden ausgelost, wenn das Teilnehmerfeld komplettiert ist. Nach einem Einlagespiel des RPS-Oberligisten und Turniergastgebers HSG Wittlich folgen am Sonntagmorgen die Halbfinals, Platzierungsspiele und um 17.30 Uhr das Finale.


"Mittlerweile fragen die Topmannschaften bei uns an, ob sie bei uns antreten dürfen, das zeigt den Stellenwert - gerade auch in Anbetracht der Tatsache, dass vergleichbare Turniere in den vergangenen Jahren aus finanziellen Gründen eingestellt werden mussten", sagt Weinand. Einer der wichtigsten Partner des Turniers ist seit 1999 Lotto Rheinland-Pfalz. Rund 200 Freiwillige werden im August wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgen.


Weitere Informationen zum Turnier unter www.hsg-wittlich.de