HSG Hunsrück qualifiziert für männliche C RPS Oberliga
HSG Hunsrück qualifiziert für männliche C RPS Oberliga
| 18:14 Uhr
Endspielzeit auf dem Wolfsberg

 

 
 
 
 
Motivatorin, Seelentrösterin, harter Hund: Franziska Garcia muss derzeit verschiedene Rollen
 
Vom ungeschlagenen Aufsteiger zum Sorgenkind - Die kleinen Miezen zahlen in der Oberliga Lehrgeld. Nun kommt’s zum  Showdown gegen die TG Waldsee.
 
 

Zur Genesung hat dieses Wochenende bei der kränkelnden Trainerin der kleinen Miezen, Franziska Garcia, nicht beigetragen. Die TG Waldsee gewann überraschend gegen die HSG Marpingen – und die DJK/MJC Trier II verlor sang- und klanglos beim HSV Püttlingen. „Das ist mies für uns gelaufen. Wir haben uns wie ein Absteiger präsentiert“, findet Garcia klare Worte. Damit wird die Luft für die MJC im Abstiegskampf der Oberliga immer dünner.  Trier ist Vorletzter – mit drei Punkten Rückstand auf die TG Waldsee. Stand jetzt ist mit zwei Absteigern zu rechnen.

 

Wie kann das sein? In der Vorsaison fegten die kleinen Miezen alle Kontrahenten aus der Halle. 40:0 Punkte, dazu zwei Siege in der Relegation: Souverän katapultierte sich Trier aus der Rheinlandliga in die Oberliga. Und nun diese großen Probleme. „In der Rheinlandliga war vieles einfach. Da haben wir Spiele mit acht Toren Unterschied gewonnen, auch wenn wir nur 70 bis 80 Prozent abgerufen haben. Auch der Start in die Oberliga verlief mit dem Sieg am zweiten Spieltag gegen Marpingen verheißungsvoll. Da dachten wohl einige, uns fliegt alles zu. Mit den Niederlagen kamen wir in einen Abwärtsstrudel. Dann wird es irgendwann auch mental schwierig“, analysiert Garcia.

 

Personelle Probleme, mit denen die MJC vor allem im November und Dezember zu kämpfen hatte, will die Trainerin nur bedingt gelten lassen: „Egal, ob wir die Klasse halten oder nicht, die Mannschaft muss Lehren aus dieser Saison ziehen.“

 

Eine Minimalchance gibt es noch. Am Sonntag empfängt Trier den direkten Konkurrenten TG Waldsee (17 Uhr, Wolfsberghalle). Partien gegen die Turngemeinschaft sind durchaus mit positiven Erinnerungen verbunden. In der Hinrunde gab‘s einen 17:15-Auswärtserfolg – und im Mai hatte Trier in der Aufstiegsrelegation zu Hause vor großer Kulisse mit 24:22 gewonnen. Garcia: „Natürlich werden wir das als Trainerteam im Vorfeld ansprechen. Aber im Moment ist es sehr schwierig, positiv auf die Mädels einzuwirken. Wir brauchen sie nicht streicheln.“ Und der Gegner hat sich im Winter mit Lena Ebel und Julia Barth verstärkt, die Bundesliga- beziehungsweise Zweitliga-Erfahrung haben.

 

Dennoch: Mit einem Sieg würde Trier auf einen Punkt heranrücken – danach sind noch vier Partien zu absolvieren.  „Ein Abstieg würde uns nicht umhauen, aber ein bis zwei Jahre zurückwerfen. Die Oberliga muss für uns der Gradmesser sein. Wenn wir Talente an die erste Mannschaft heranführen wollen, hilft uns die Rheinlandliga nicht weiter“, sagt Garcia, die im Falle des Abstiegs bleiben würde: „Eigentlich habe ich nicht die B-Lizenz erworben, um wieder in der Rheinlandliga zu arbeiten. Aber ich werde mich sicher nicht fortstehlen. Ich habe eine Verantwortung gegenüber den jungen Spielerinnen.“