HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga
HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga

"Die Relegation hält uns nicht auf"

Die kleinen Miezen werden in der Handball-Rheinlandliga der Frauen ihrer Rolle als Meisterschaftsfavorit vollauf gerecht. Nun geht’s ins entscheidende Spiel gegen Engers.

 

7.02.2017 Mirko Blahak

 

 Zugegeben - bei dieser Frage droht Gefahr, sich aufs Glatteis zu begeben. Wer hat die besseren Chancen auf den Aufstieg - die erste oder zweite Mannschaft der DJK/MJC Trier? Franziska Garcia, Trainerin der kleinen Miezen, laviert nicht herum: "Natürlich sind wir besser im Rennen. Wir wollen aufsteigen. Auch die erste Mannschaft spielt eine Bombensaison. Ein Aufstieg für sie käme aus meiner Sicht aber ein Jahr zu früh."

 

13 Spiele, 13 Siege - die MJC II steht in der Rheinlandliga dort, wo sie nach eigenem Verständnis auch hingehört: auf Platz eins. "Wir haben nicht nur mit Silvia Solic und Mégane Vallet Spielerinnen, die schon höherklassig aktiv waren. Da muss es unser Anspruch sein, aufzusteigen - zumal das vor der Saison auch klar als Ziel ausgegeben worden ist."


Im Grunde scheint dem nichts im Wege zu stehen - doch noch müssen ein paar Hürden genommen werden. Am Wochenende zunächst die Partie beim Tabellenzweiten Engers - und im Falle der Meisterschaft eine Aufstiegsrelegation. Nur zwei Erste aus dem Rheinland, Rheinhessen, der Pfalz und dem Saarland steigen auf.


"Natürlich ist es schade, dass der Meister nicht direkt hochgeht. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass Aufsteiger in die Oberliga mit Ach und Krach direkt wieder abgestiegen sind. Von daher ist eine Relegation im Sinne unseres Sports okay", zeigt Garcia Verständnis. Angst vor der Aufstiegsrunde haben die kleinen Miezen ohnehin nicht. "Die Relegation hält uns nicht auf", gibt Garcia selbstbewusst zu Protokoll.

 

Die 33-Jährige, die Triers zweite Mannschaft zusammen mit Co-Trainerin Esther Mohr betreut, will das Team als Unterbau für das Zweitliga-Team stärken: "Wir haben viele gute Talente in unseren Reihen. Sie müssen gefördert werden. Das ist in der Oberliga viel besser möglich als in der Rheinlandliga. Zwischen den Spielklassen liegen Welten - etwa in puncto Physis." Im Falle des Aufstiegs würde der Kader punktuell verändert werden. Bedarf bestehe etwa am Kreis, da Silvia Solic ihre Karriere beenden wird.


Aber erst mal steht das Topspiel am Sonntag in Engers an. In der Vorbereitung wird Trier in dieser Woche ein Mal mehr trainieren als gewöhnlich. In Engers dürfen sich die kleinen Miezen dann auf eine lautstarke Unterstützung freuen. Garcia: "Ein Fanbus mit 40 Leuten ist schon voll."