HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga
HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga
30.04.16 - von Walli Rosch

Handballdamen des SV Gerolstein hoffen auf den Rücktritt vom Rücktritt

Gerolstein. Nach der offiziellen Erklärung der Spielerin Doris Waldorf am Ende
dieser Saison ihre aktive Zeit in der Damenmannschaft nach 34 Jahren zu beenden, niemand jedoch wirklich daran glauben wollte, ist es nun doch Fakt.
Am Freitag, 29.04.2016 dreht sie ihre letzte Runde als aktive Spielerin auf dem Handballparkett bei einem Auswärtsspiel des SVG gegen die Damen aus Igel.
So einfach und sachlich könnte es klingen…
Aber was sollen wir zum Abschied sagen?

Alles begann am St. Matthias Gymnasium in Gerolstein.
Im Rahmen der damaligen Schülermannschaft lernte Doris das Handballspielen,
zudem begann dort eine große Leidenschaft, die bis heute ungebrochen fortbesteht.
1982 startete sie mit vorzeitiger Seniorenerklärung im Damenteam des SV Gerolstein. Es folgten Bezirksklasse, Oberliga, Trainer (Bernd Teschauer, Hermann Schwöppe, Robert Bowi, Bernd Hennen, Jarek Glinka, Angelika Schauster, Markus Etteldorf),
neue Teamkolleginnen, Abschiede von Teamkolleginnen, viele Tore, unfassbar gute
und schnelle Pässe nach vorne , Siege, Niederlagen, Schiedsrichter (Giesen, Bach, Wenner, Schmitt ….), Mannschaftstouren, herzhafte Lacher, Tränen,
starke Freundschaften und vieles mehr.
Doris hat sich in alle diesen Jahren beständig und verlässlich, unverändert, unverschliessen, ehrlich und hochmotiviert beispiellos allen Veränderungen gestellt, hat mit Offenheit und wachem Geist viele Dinge im Team in Bewegung gebracht und sie mit getragen. Als „Mutter Theresa“ – wie wir sie zu Recht gerne nennen – ist sie seit Jahren eine „tragende Säule“ der Mannschaft, die Lücke die sich nun ergibt, wird sich nur sehr schwer, mit viel Mühe und Zeit, schließen lassen.
Neben ihren intensiven aktiven Einsätzen in der Damenmannschaft hat sie zahlreiche, sehr qualifizierte und erwähnenswerte Vereinsarbeit geleistet.
Dank ihr gibt es seit vielen Jahren die Kooperation Grundschule – SV Gerolstein Handball mit den Grundschulhandballtreffs, die viele Jugendspieler zum Handball
gebracht haben ; Sie setzt sich aktiv für unsere Löwenminihandballer ein, zum Einen als lebendes Löwenmaskottchen BALLEO und zum Anderen als Ausrichter des jährlich stattfindenden Minituniers in Gerolstein ; Als Trainerin und Betreuerin von mehreren Jugendmannschaften hat sie durch ihr handballerisches Können, ihren Fleiß, ihre Geduld und ihr untrüglich gutes Gefühl für „die Kinder“, viele hervorragende Handballer hervor gebracht, die alle gerne, dankbar und gut ausgebildet weiter „am Ball“ sind.
Apropos „Am Ball‘“ – Unsere Vereinszeitung. Doris war Gründerin und fast 20 Jahre Redaktionsvorsitzende. Kombiniert mit dem Job als Pressesprecherin der Abteilung Handball hat sie das zur weit über die Gerolsteiner Grenzen hinaus bekannten „rasenden Reporterin“ gemacht.
Intensive Mitarbeit an der Internetpräsenz www.sv-gerolstein.de, Sportlerehrung des Landkreises Daun, Teilnahme am Wettbewerb „Der zukunftsfähige Sportverein“ vom Sportbund Rheinland, Fortbildungsmaßnahmen zur Jugendtrainerausbildung vom HVR, Zeitnehmerlehrgänge, Zeitnehmereinsätze, Impulsgeber für viele SV-Events wie Saisonabschlußfeiern, mehrtägige Jugendfreizeitcamps, Tulpenpflanzaktion in Kooperation mit der Stadt Gerolstein, Absolvierung des Deutschen Sportabzeichens mit Handballteams, Outdoorlauftraining mit Handballern zur Teilnahme am Gerolsteiner Stadtlauf, Sponsorensuche, Sponsor (Waldorf GmbH), 2. Preis im RWE-Wettbewerb „Heldin im Alltag“ – all‘ das steht auf ihrer Fahne.

Ein Trost für uns alle: Der Abschied heute betrifft – da geben wir die Hoffnung nicht auf - „nur“ die aktive Zeit. Doris wird uns bestimmt für das definitiv unersetzliche Engagement für den Handball, für den SV Gerolstein und für uns alle weiter zur Verfügung stehen.
Was bereits sicher und zwischen Doris und der Handballabteilung beschlossen ist:
Sie wird ab kommende Saison den Job als Trainerin der 1. Damenmannschaft übernehmen und somit einige „ihrer“ Jugendspielerinnen und die bisherigen Teamkolleginnen weiter begleiten.

Ich komme zu meiner Eingangsfrage: Was sollen wir zum Abschied als Aktive sagen?

Danke! für die Zeit „am Ball“, für den Teamgeist, das ehrliche Interesse an allem und jedem, für deine Freundschaft, dein unermüdliches Engagement.

Hut ab! vor soviel Beständig- und Verlässlichkeit, vor deiner körperlichen Fitness und deinem wachem Geist, vor deinem Fleiß und deiner Motivation.