In der Ruhe liegt die Kraft - Daun hält die Klasse

Der TuS Daun hat den Klassenerhalt perfekt gemacht. Und das, obwohl zwischenzeitlich die Ergebnisse alles andere als zufriedenstellend waren. Trainer Markus Willems hat dafür eine Erklärung. 

 

Während bei anderen Vereinen schnell die Anspannung steig und die Quoten bei Wetten auf einen Abstieg steigen, sobald sich eine Ergebniskrise breitmacht, blieb die Nervosität bei den Herren der TuS Daun aus. Und das, obwohl es satte sechs Niederlagen in Serie hagelte und damit auch das Thema Abstieg wieder brandaktuell wurde. Doch laut Coach Markus Willems war im gesamten Verein von Abstiegsangst nicht die Spur. „Wir wussten, dass am Ende der Saison zwei Gegner kommen, die wir schlagen können“, sagte Willems. Und er sollte recht behalten. Zuletzt gelang gegen den Tabellenvorletzten Moselweiß ein Sieg. Damit ist sicher, Daun spielt auch in der nächsten Saison in der Rheinlandliga. Für den Klub ist es die siebte Spielzeit in der Rheinlandliga in Serie. Für Willems ist das allerdings keineswegs eine Normalität: „Wir liegen geografisch genau zwischen Koblenz und Trier. Für uns ist es nicht einfach, beispielsweise Studenten zu gewinnen. Wir müssen daher vor allem Spieler aus dem eigenen Nachwuchs rekrutieren. Aber das ist nicht einfach. Als meine Söhne klein waren, war ich Trainer bei den Minis. Da waren 35 Jungs im Training. Heute sind es nur noch 15.“

 

Neben der Problematik, neues adäquates Spielermaterial zu finden, kam gegen Saisonende auch noch das Verletzungspech hinzu. Mit Manfred Schnupp fehlte zudem ein absoluter Leistungsträger beinahe die gesamte Saison. Die zentrale Figur im Dauner Spiel laborierte monatelang an einem Achillessehnenabriss. Auch Willems spielender Assistenztrainer Patrick Brümmer konnte das Team aufgrund einer Knieverletzung längere Zeit nicht unterstützen. Der Kader stellte sich damit quasi von alleine auf. Spieler aus dem zweiten Glied rückten nach, wie Thing Hoang Tran, der für Schupp nachrückte, oder Stefan Keil und Melvin Wheaten. Die Ergänzungsspieler machten ihre Sache Willems zufolge aber gut.

 

Was aber stehen bleibt, ist die Tatsache, dass der TuS Daun satte neun Rote Karten in dieser Spielzeit kassierte. Nun Tabellenschlusslicht TV Bassenheim erhielt mit 17 Stück an der Zahl mehr. „Das ist ein Beleg für unsere körperliche Unterlegenheit. Weil wir versuchen, trotzdem dagegenzuhalten, sieht es manchmal ungestüm aus. Ich würde uns aber als sehr faire Mannschaft bezeichnen“, analysierte Willems den Grund für die zahlreichen Platzverweise. Willems selbst wird auch in der nächsten Saison die Geschicke bei der TuS leiten. Zudem wird ein Großteil des Kaders erhalten bleiben. „Stefan Keil und Christian Lofi werden aufhören. Derzeit haben wir keine externen Neuzugänge, aber zwei gefühlte Zugänge. Daniel Eich, der rund ein Dreivierteljahr beruflich bedingt nicht zur Verfügung stand, ist wieder ganz in der Eifel. Und Manfred Schnupp wird wohl wieder angreifen können.“

 

Für die abschließende Partie zuhause gegen Bad Ems/Bannberscheid kam ein Einsatz Schnupps aber noch zu früh. Und auch wenn die TuS mit Tabellenplatz acht rein tabellarisch weder gewinnen noch verlieren konnte, wollte man sich dennoch liebend gern mit einem Sieg in die wohl verdiente Pause verabschieden. Am Ende musste man sich, wenn auch denkbar knapp, mit 29:30 geschlagen geben.