Win-Win-Situation: Wie Handball und Geschäfte voneinander profitieren

Sport und Kommerz - zwei Aspekte, die untrennbar miteinander verbunden sind. Das ist im Handball nicht anders. Es wird zwar immer wieder darüber diskutiert, wie viel Einfluss unternehmerische Interessen auf den Sport haben sollen, aber es ist ein Fakt, dass der Profisport ansonsten undenkbar wäre. Dabei muss bedacht werden, dass es sich um eine Wechselwirkung handelt, bei der man von zwei Seiten der gleichen Medaille sprechen kann. Sowohl der Sport als auch die Unternehmen profitieren hier. Das schafft eine Win-Win-Situation.


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Wie Geschäfte vom Handball profitieren

Der wichtigste Grund für Unternehmen in Handballvereine zu investieren ist das Marketing. Man versucht beim Sport-Zielpublikum die Wahrnehmung über das eigene Produkt zu stärken und den Namen eines Unternehmens direkt mit einem Verein zu verknüpfen. Dadurch entsteht ein Gefühl von Verbundenheit zwischen Mannschaft, Spielern und den Unternehmen. Dies soll die Fans natürlich motivieren, deren Produkte zu kaufen. Es handelt sich also um eine Investitions- und Anlagestrategie, bei der Unternehmen langfristig versuchen Gewinn zu schlagen. Der große Sportartikelhersteller Adidas hielt diese Strategie allerdings 2012 nicht mehr für rentabel und zog sich nach dem Scheitern der deutschen Handballnationalmannschaft als Sponsor aus dem Sport zurück. 2013 trat das mittelständische Unternehmen Kempa die Nachfolge an, nachdem es schon zwischen 2004 und 2008 als Ausrüster der Handballer tätig war. Diese Strategie zahlte sich aus. Nicht nur die Nationalmannschaft, sondern auch sechs weitere Handballvereine werden von Kempa ausgestattet - mindestens noch bis 2019. Somit wurde eine breite Wahrnehmung der Marke erzeugt.Ähnlich erfolgreich sind Unternehmen der Sportwettenbranche. Durch ein breites Angebot an Wettmöglichkeiten von Handballspielen in verschiedenen Ligen haben Buchmacher hier ihre Beliebtheit steigern können. Dies hat dazu beigetragen, dass diese ihre Programmpalette ausbauen konnten. Wie man an dem Mr Green Affiliate Programm erkennen kann, bietet das Online-Casino nun neben Sportwetten auch ein Partnerschaftsprogramm an, bei dem Webseiten- und Blogbesitzer Geld verdienen können, indem Besucher auf die eingebauten Banner klicken. 

 

Wie Sponsoren dem Handball helfen

Während Unternehmen hauptsächlich darauf setzen größere Beliebtheitswerte durch eine gesteigerte Markenwahrnehmung zu erreichen, profitiert der Sport hier schlichtweg von den investierten Geldern. Alleine 2015 flossen im gesamten deutschen Sport mehr als 3,3 Milliarden Euro über Sponsorenverträge, 20 Prozent mehr als noch 2011. Alleine das kleine Unternehmen Kempa überweist jährlich mehr als 300.000 Euro an den Deutschen Handballbund. Zusammen mit der Ausrüstung des Mutterkonzerns Uhlsport beläuft sich die Investition auf eine halbe Million Euro. Neben der Ausrüstung hat der Deutsche Handballbund ebenfalls eine Einnahmequelle in der Partnerschaft mit Lagère Sports geschaffen. Hier wurde der Vertrag unlängst bis 2024 verlängert. Hier erhält das Unternehmen die exklusiven Vermarktungsrechte im Bereich Marketing und Medien für die deutschen Herren- und Frauen-Handballnationalmannschaften. Hierzu zählen Werbeflächen, Banden- und Bodenkleberwerbung und natürlich die Trikots selber bei allen Länderspielen Deutschlands.


Besonders für Bundesligisten ist die Verbindung zwischen Sport und Geschäft wichtig. Hier gilt es nicht nur national, sondern auch international konkurrenzfähig zu bleiben. Transferkosten, qualifiziertes Personal und natürlich die Gehälter der Spieler sind Kostenfaktoren neben den notwendigen Marketingmaßnahmen. Das macht die Vereine selber zu Unternehmen, weshalb jede Finanzspritze hier mehr finanzielle Freiräume schafft. Am Ende ist es also eine Win-Win-Situation aller Beteiligten.