So eng geht es in der Handball Bundesliga zu

Seit Ende August läuft die Saison 2018/19 der Handball-Bundesliga. Immer noch gehört die deutsche Liga mit ihren vielen Weltklasse-Spielern zu den stärksten Handballligen der Welt und liefern den Zuschauern spannende Spiele. Der Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt ist auch dieses Jahr wieder oben mit dabei und will erneut die Meisterschaft in den hohen Norden bringen. Aber an der Spitze geht es eng zu. Kandidaten wie der THW Kiel, SC Magdeburg und die Rhein-Neckar-Löwen wollen im Kampf um den Titel mitreden. Mittlerweile ist fast die Hälfte der Saisonspiele gespielt – Zeit für uns, einen Blick auf die Leistungen der Favoriten zu werfen.

SG Flensburg-Handewitt

Der Titelverteidiger ist hervorragend in die derzeitige Saison gestartet und thront nach 15 Spieltagen auf der Tabellenspitze. Die Nordlichter konnten mit einem 28:31 Erfolg in die Saison starten und direkt zwei Punkte einheimsen. Am vierten Spieltag folgte bereits der erste Kracher gegen den THW Kiel. Im Nordderby konnte sich die SG mit 26:25 knapp durchsetzen. Bisher marschiert die Mannschaft von Trainer Maik Machulla ungeschlagen durch die Saison und war auch in den Aufeinandertreffen mit den anderen Favoriten stets in guter Form. RP-Online berichtet, dass der Trainer trotzdem auf Understatement setzt. Neben dem THW Kiel wurden auch Magdeburg und die Rhein-Neckar-Löwen besiegt. Während es gegen Magdeburg nur zu einem knappen 26:25 Erfolg reichte, warf man die Löwen mit 27:20 aus deren eigenen Halle. Kein Wunder also, dass Flensburg die Tabelle souverän anführt. Sollte man diese Leistungen aufrechterhalten können, dürfte einem erneuten Meisterschaftssieg kaum etwas im Wege stehen.

 

THW Kiel

Mit zwanzig gewonnen Meisterschaften ist der THW Kiel immer noch der Rekordmeister der deutschen Handball-Bundesliga. Seit 2015 warten die schwarz-weiß Gestreiften allerdings auf einen weiteren Titel. In dieser Saison scheinen die Chancen nicht schlecht zu stehen. Der Kader ist gespickt mit Nationalspielern und für die WM im Januar wird Kiel vermutlich wieder die meisten deutschen Nationalspieler abstellen. Betway listet die Nationalmannschaft mit einer Quote von 5,50 (Stand 6.12.) auf den WM-Titel. Ein WM-Titelsieg ist daher in erreichbarer Nähe. Spieler wie Patrick Wiencek, Christian Dissinger oder Steffen Weinhold wollen davor aber noch die Liga-Meisterschaft nach Kiel holen. Nach einem gelungenen Saisonauftakt musste man sich am vierten Spieltag dem Titelverteidiger Flensburg geschlagen geben. Auch gegen den direkten Konkurrenten SC Magdeburg passierte dem Team eine empfindliche 35:30 Schlappe. Trotz dieser Niederlagen stehen die Kieler derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz.

SC Magdeburg

Direkt hinter dem THW Kiel steht der SC Magdeburg. Mit nur einer zusätzlichen Niederlage liegen die Magdeburger derzeit bei 13 Siegen aus 16 Spielen. Bis zum siebten Spieltag lief es gut für das ehemalige Team von Stefan Kretschmar, doch gegen die Füchse aus Berlin kam es zur ersten Saisonniederlage. Während man bereits den THW Kiel in einem vorgezogenem mit 35:30 besiegen konnte, musste man sich gegen den Titelverteidiger aus Flensburg geschlagen geben. Überraschenderweise zogen die Magdeburger zuletzt auch gegen Frisch auf! Göppingen den Kürzeren. Obwohl Hoffnungsträger O’Sullivan wohl in nächster Zeit ausfallen wird, ist Trainer Bennet Wiegert zuversichtlich, im Titelkampf noch ein Wörtchen mitreden zu können.

Rhein-Neckar-Löwen

Der amtierende Pokalsieger macht sich auch in der Bundesliga Hoffnungen, die Meisterschaften von 2016 und 2017 wiederholen zu können. Derzeit liegt das Team von Trainer Nikolaj Bredahl Jacobsen auf dem vierten Platz. Mit sieben Siegen in Serie ist man überzeugend in die neue Spielzeit gestartet, gegen den THW Kiel folgte dann allerdings der erste Dämpfer. Auch gegen den Tabellenführer SG Flensburg sahen die Löwen mit 27:20 kein Licht. Neben diesen beiden Niederlagen trennte man sich gegen den SC DhfK Leipzig mit 24:24 unentschieden.

Handball-WM überstrahlt alles

Selbstverständlich will jede der vier großen Mannschaften der Bundesligameister werden, doch die anstehende Handball-Weltmeisterschaft überschattet diesen Wunsch. Im Januar 2019 ist es wieder soweit: Dänemark und Deutschland werden gemeinsamer Veranstalter der 26. Handball-Weltmeisterschaft sein. Das Eröffnungsspiel findet am 10. Januar in Berlin statt und das Finale wird am 27. Januar im dänischen Herning ausgetragen. Die Bundesliga wird in dieser Phase pausieren. Die deutschen Nationalspieler werden bei der Heim-WM in einer Gruppe mit Schwergewichten wie Frankreich, Russland und Serbien einiges zu tun haben. Auch Brasilien und Korea werden sich nicht im Vorbeigehen schlagen lassen. Auch diesen Winter gibt es wieder spannende Spiele für die Handballfans – sowohl in der Liga als auch auf interanationalem Parkett. Die Frauen legen derzeit bei der EM vor, mal schauen, was die Männer im Januar liefern können.