Die besten Handballspieler aus Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist sportlich nicht die Nummer eins der Bundesrepublik Deutschland. Wie auch, angesichts der Größe und Menge an Sportvereinen. Dennoch schaffen es einige Spieler immer wieder, selbst die internationale Landkarte zu betreten. Insbesondere im Handball fallen vier Namen der Bundesliga auf.

 

Erik Schmidt (Füchse Berlin)

Quelle: Kreis Ab via Twitter
 

Die Landeshauptstadt Mainz bietet nicht von ungefähr einen der talentiertesten Spieler aus Rheinland-Pfalz. Erik Schmidt wurde am 28. Dezember 1992 geboren und machte sich über viele Jugendstationen auf in die höchste deutsche Spielklasse. Diese erreichte er letzten Endes per Aufstieg aus der zweiten Liga mit dem TSG Friesenheim. 113 Tore in der Saison 2014/15 weckten schließlich das Interesse anderer Klubs und die TSV Hannover-Burgdorf schlug am Ende zu und sicherte sich die Dienste des Kreisläufers. Der rasante Aufstieg führte bereits während seiner Debütsaison in der höchsten deutschen Spielklasse in die Nationalmannschaft. Im September 2014 spielte Schmidt erstmals mit dem Adler auf der Brust. Die Krönung folgte zwei Jahre später, als sich das DHB-Team in Polen die Europameisterschaftskrone aufsetzte. Mittlerweile ist der 39 Mal für Deutschland erfolgreiche Akteur für die Füchse Berlin aktiv, bei denen er im vergangenen Sommer einen Dreijahresvertrag unterschrieb. Eine leichte persönliche Enttäuschung erfuhr Schmidt zuletzt durch die Nicht-Berücksichtigung für den EM-Kader 2018.

 

Christian Dissinger (THW Kiel)

Beim Branchenführer der letzten Jahre ist der zweite aktuelle deutsche Nationalspieler aus dem Rheinland aktiv. Christian Dissinger, am 15. November 1991 in Ludwigshafen am Rhein zur Welt gekommen, kann eine Gemeinsamkeit mit Schmidt aufweisen. Auch er spielte zu Beginn seiner Profizeit bei der TSG Friesenheim, bis diese am Ende der Saison 2010/11 wieder abstieg. Es folgte eine Tour durch Europa, die Dissinger unter anderem in der Schweiz und in Spanien auflaufen sah, bevor 2014 die Rückkehr in die Bundesliga mit TuS N-Lübbecke und 2015 der Wechsel zum THW Kiel erfolgte. Christian Dissinger hatte in seiner Karriere mehrfach mit schweren Verletzungen zu kämpfen, unter anderem zwei Kreuzbandrissen. Doch immerhin 19 Mal lief er bisher für Deutschland auf und erzielte dabei 42 Tore. Sein Highlight war die Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Rio.

 

Christian Klimek (TBV Lemgo)

Quelle: Hballtransfers via Twitter
 

Die Eulen der TSG Friesenheim ziehen sich durch den Artikel, so soll es auch bleiben. Christian Klimek, geboren am 8. Januar 1990 in Ludwigshafen am Rhein, unternahm dort ebenso seine ersten Schritte als Aktiver, bevor 2014 zu TuS N-Lübbecke und 2016 zum TBV Lemgo weiterzog. Als Kreisläufer wartet er zwar noch auf sein Nationalmannschaftsdebüt, kommt in der aktuellen Saison aber immerhin auf 14 Tore. Mit Lemgo ging es in der vergangenen Spielzeit lange gegen den Abstieg, dieses Jahr sieht es etwas besser aus. Ein gesicherter Mittelfeldplatz beruhigt die Nerven aller Beteiligten. Selbst wenn es demnächst zum wenigversprechenden Duell mit den Rhein-Neckar Löwen kommt, in dem die Sportwetten Quote Lemgo bei 15,50 sieht (Stand 1. Februar), sollten am Ende der Saison auch dank Christian Klimek ausreichend Punkte zwischen Lemgo und den Abstiegsrängen liegen.

 

Denni Djozic (TSG Friesenheim)

Letzlich noch ein interessanter Spieler, der tatsächlich für die TSG Friesenheim aktiv ist. Auch wenn es für die Pfälzer in der Tabelle nicht allzu gut aussieht, bleibt der am 2. Oktober 1991 in Speyer geborene Djozic einer der Schlüsselspieler. Auf Linksaußen kommt der 26-jährige auf 40 Saisontore und findet sich in der internen Rangliste damit auf Platz 4 wieder. Unter anderem spielte Djozic schon vier Jahre seiner Karriere für die Rhein-Neckar Löwen, bevor er schließlich letztes Jahr mit den Eulen aufstieg. Besonders interessant ist die Frage nach der Nationalmannschaft. Denni Djozic wurde 2013 bereits einmal für die bosnische Auswahl berufen, konnte allerdings verletzungsbedingt nicht auflaufen. Damit bleibt er für Christian Prokop und den DHB eine Option für die Zukunft.