HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga
HSG Wittlich qualifiziert für weibliche B RPS Oberliga

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Miezen verlieren auch ihr letztes Heimspiel
 
 
 
FOTO: TV / Björn Pazen
Trier. Die Trierer Miezen haben auch ihr letztes Heimspiel unter Interimstrainer Ralf Martin nicht gewinnen können: Am Samstagabend unterlag der Frauen-Handball-Zweitligist vor 730 Fans in der Arena mit 19:27 (12:11) gegen Union Halle-Neustadt.
 

Die Gäste aus Sachsen-Anhalt machten somit den Bundesliga-Aufstieg perfekt – und feierten diesen auch ausgelassen. Weil Meister Rosengarten nicht aufsteigen will und Halle die Saison mindestens als Dritter beenden wird, sind sie neuer Erstligist.

 

Vor der Partie hatten sich der Vorstand der MJC (mit einer Foto-Collage) sowie die Mannschaft (mit sechs Flaschen Bier) bei Martin dafür bedankt, dass er für Andy Palm eingesprungen war, der Ende März entlassen worden war. „Wir danken Ralf Martin sehr dafür, dass er den Job übernommen hat. Und schön, dass er dem Verein in anderer Funktion erhalten bleibt“, sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech. „Er hat tolle Arbeit geleistet, auch wenn wir unter ihm manchmal bluten mussten“, ergänzte Mieze Hannah Sattler, stellvertretend für ihr Team.

 

Der Klassenerhalt stand schon vorher fest, weil Hannover-Badenstedt sich aus der 2. Liga zurückzieht. Trotz der Niederlage bleiben die Miezen vor dem letzten Saisonspiel in Zwickau zwei Punkte vor dem ersten sportlichen Abstiegsplatz, weil Hannover ebenfalls verlor.

 

Martin konnte den erneuten Einbruch nur teilweise erklären: „Wir sind gut gestartet, hatten Halle bis zur Pause den Zahn gezogen, die Abwehr stand gut – und so wollten wir auch weiterspielen. Aber wir haben das nur bis zur 35. Minute geschafft. Uns ging die Puste aus, da kam nichts mehr. Noch ein Spiel, dann ist diese verkorkste Saison gottseidank zu Ende. Dank an die Fans, die uns so toll unterstützt haben, auch wenn wir ihnen nur wenige Punkte bescheren konnten.“

 

Dabei hatten die Miezen bis zur Pause nicht nur mitgehalten, sondern die Partie sogar bestimmt. Dank der anfangs starken Vesna Tolic sowie Joine Müller (mit sieben Treffern beste Trierer Werferin) lag die MJC ab dem 9:8 vorne, zur Pause hieß es 12:11 – auch dank Torfrau Yuko Minami, die neun Würfe in den ersten 30 Minuten abwehrte.

 

Doch danach legten die Gäste los wie die Feuerwehr: Während die Miezen viermal in Folge Pfosten oder Latte trafen oder dann an der starken Torfrau Julia Plöger (insgesamt 16 Paraden) scheiterten, war vor allem Halles Dänin Helena Mikkelsen unaufhaltsam. Dank ihrer Treffer setzten sich die Gäste auf 21:15 (49. Minute) ab, vorentscheidend war eine 5:1-Serie der „Wildcats“ gleich nach dem Seitenwechsel. Zudem kam die MJC mit der aggressiven und äußerst beweglichen Deckung von Halle-Neustadt überhaupt nicht zurecht. Und wie schon so oft zuvor, waren sie in der Schlussphase zu platt, um die Partie noch u drehen.

 

Für die Miezen war es die neunte Niederlage in den vergangenen zehn Partien, einzig bei Martins Heimdebüt gegen Waiblingen (37:35) gab es einen Erfolg.

 

DJK/MJC Trier: Minami, Eckelt – Petrovska (0), Sattler (1), Houben (1), Czanik (1), Tolic (5), Smits (0), Müller (7/2), Sabo (3/1), Zrnec (0), Constantinescu (0), Welter (1)

 

 

11. Mai 2018 | 11:55 Uhr

Frauen-Handball-Bundesliga

Eine kleine Fan-Party und eine große Hoffnung
 
Für Andrea Czanik und die Miezen steht heute das letzte Saisonheimspiel an.
Für Andrea Czanik und die Miezen steht heute das letzte Saisonheimspiel an. FOTO: TV / Björn Pazen
TRIER. Während die Miezen im letzten Saisonheimspiel den Fans etwas bieten wollen, kann der Gegner Halle-Neustadt den Aufstieg perfekt machen.
 

Es wird das letzte Miezen-Heimspiel bis Anfang September sein, es werden viele Kinder dabei sein - und es soll gefeiert werden: „Die Mannschaft würde sich freuen, wenn möglichst viele Fans noch mit im Front of House in der Arena bleiben würden, um die Saison ausklingen zu lassen“, sagt Vorstand Jürgen Brech. Personalentscheidungen werden derweil noch nicht verkündet: „Wir sind mit allen Spielerinnen, deren Verträge auslaufen, in Gesprächen, gleiches gilt für potenzielle Neuzugänge“, sagt Brech. Zudem suchen die Miezen bekanntlich auch noch einen Trainer beziehungsweise eine Trainerin als Nachfolge für Interimscoach Ralf Martin, der heute (19.30 Uhr) gegen Union Halle-Neustadt sein letztes Heimspiel in dieser Funktion hat.

 

Die sportliche Ausgangslage vor der Partie ist klar: Die Miezen wollen gewinnen, um auch dem sportlichen Klassenerhalt näherzukommen oder sogar schon sicherzustellen. Durch den Rückzug von Hannover-Badenstedt, derzeit zwei Punkte hinter Trier auf dem ersten Abstiegsplatz, ist klar, dass die MJC zweitklassig bleibt, aber: „Wir wollen den Fans etwas zurückgeben, nachdem wir zuletzt eher in der Talsohle steckten. Und mit einem Sieg hätten wir für den Fall, dass Badenstedt parallel nicht gegen Beyeröhde gewinnt, auch den sportlichen Klassenerhalt geschafft. Das ist unser Ziel. „Ich will nicht nur eine gute Leistung sehen, ich will dieses Spiel auch gewinnen“, sagt Martin, dessen Team das Hinspiel im Januar mit 23:30 verloren hatte und von den vergangenen neun Partien nur eine gewann.

 

Aber der Gegner braucht die Punkte ebenfalls: Halle/Neustadt ist momentan Tabellenzweiter, einen Pluspunkt vor Herrenberg und zwei vor Ketsch. Beendet das Team aus Sachsen-Anhalt die Saison mindestens auf Rang drei, steigen die Wildcats in die 1. Liga auf. Das rührt daher, dass Zweitliga-Meister Rosengarten sowie Ketsch und Herrenberg keine Lizenz für die 1. Liga beantragt haben. Rutscht Halle-Neustadt an den letzten beiden Spieltagen der Saison noch auf Rang vier ab, gibt es zwei Entscheidungsspiele gegen das Bundesliga-Schlusslicht HC Rödertal. Von den vergangenen acht Spielen hatte Halle-Neustadt (der vorherige Klub von Mieze Vesna Tolic) sieben gewonnen - und wird mit reichlich Selbstvertrauen an die Mosel kommen. Im Optimalfall können die Wildcats schon heute Abend den Aufstiegssekt genießen.

Zum letzten Saisonheimspiel erwarten die Miezen derweil eine stattliche Kulisse, denn gemeinsam mit der Sparkasse Trier wurden alle Trierer Schulen eingeladen. Die Schule, die mit der größten Gruppe kommt, erhält eine besondere Sportstunde mit den Miezen.

 

DJK/MJC Trier (Kader): Minami, Eckelt - Sattler, Zrnec, Constantinescu, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Müller, Houben, Welter

 

Miezen erhalten Zweitliga-Lizenz:

 

Wie alle übrigen Erst- und Zweitligisten, die eine Lizenz für die kommende Saison beantragt hatten, erhielten auch die Trierer Miezen die Spielgenehmigung für 2018/19.

| 21:18 Uhr
Die Luft ist raus: Handball-Miezen verlieren auch in Bremen
 

 

Bremen. Die Trierer Handball-Miezen haben am Samstagabend auch beim Tabellennachbarn Werder Bremen eine derbe Niederlage kassiert: 23:32 (14:18) hieß es am Ende einer einseitigen Partie.
 

Auswirkungen hat auch dieses Ergebnis nicht, denn durch den Rückzug von Hannover-Badenstedt am Dienstag haben die Miezen (weiter Viertletzter) den Klassenerhalt schon am grünen Tisch gesichert. Beste MJC-Werferin an der Weser war Vesna Tolic mit sechs Treffern. Für den zu Saisonende scheidenden Interimstrainer Ralf Martin war es die vierte Niederlage im fünften Spiel.

 

„Wir haben zu viele Chancen verworfen und waren zudem zu langsam auf dem Weg zurück in die Abwehr, da hatte uns Bremen förmlich überrollt. Das war ein verschenkter Tag“, sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech: „Das begann schon mit einem Riesenstau auf der Anreise, wir waren erst 30 Minuten vor dem Anwurf an der Halle.“

 

Das Hinspiel hatten die Miezen in einem wahren Thriller mit dem Schlusspfiff gewonnen, im Rückspiel in Bremen war die MJC nach dem 12:14 in der 26. Minute chancenlos. Die junge Bremer Mannschaft setzte sich zunächst bis zur Pause auf vier Treffer (18:14) ab, und danach bekamen die Miezen Jennifer Börsen (7 Tore) und Isabelle Dölle (6) nie in den Griff. Bremen zog davon, hatte spätestens beim 26:19 in der 47. Minute die Partie entschieden. Und am Ende hätte der Viertletzte beim Fünftletzten fast mit einem zweistelligen Abstand verloren. Die Partie hat gezeigt: Für die Miezen wird es Zeit, dass diese verkorkste Saison endlich vorbei ist.

 

Kommenden Samstag (12. Mai, 19.30 Uhr) steht das letzte Heimspiel der Saison gegen Union Hale/Neustadt an, das mit einem Sieg in Trier den Bundesliga-Aufstieg perfekt machen kann. Mit dem Auswärtsspiel in Zwickau am 26. Mai ist dann Schluss.

 

DJK/MJC Trier: Minami, Eckelt - Petrovska (0), Sattler (1), Houben (1), Czanik (2), Tolic (6), Smits (1), Müller (4), Szabo (4/1), Zrnec (3), Constantinescu (0), Welter (1).

30.04.2018 14:02 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSG, red

 

Paukenschlag: HSG Badenstedt beschließt Rückzug aus der 2. Bundesliga

 

Die HSG Hannover-Badenstedt zieht den Lizenzantrag zurückDie HSG Hannover-Badenstedt zieht den Lizenzantrag zurück
Quelle: HSG
 

Der Vorstand des Stammvereins TV Badenstedt v. 1891 e. V. hat einer Meldung des Vereins zu Folge "einstimmig" auf einer außerordentlichen Vorstandssitzung beschlossen, den eingereichten Lizenzantrag für die 2. Bundesliga fristgerecht bei der Handball Bundesliga Frauen zurückzuziehen. Der Tabellenvierzehnte ist damit als zweiter Absteiger nach dem SVG Celle, der sich bereits vor der Saison zurückzog.

 

"Der grundsätzlich hohe Mittelbedarf für eine Mannschaft in der zweiten Handball-Bundesliga ist für einen normalen Verein wie den TV Badenstedt ohnehin eine dauerhaft große Belastung. Wenn es dann auch noch zu unvorhergesehenen großen Zusatzbelastungen kommt, können wir das Wohl des wirtschaftlich und sportlich gesunden Stammvereins nicht außer Acht lassen", erläuterte der Vorstandsvorsitzender Pfeiffer.

"Aufgrund hoher Steuernachzahlungen für vergangene Jahre und des Wegfalls des Haupt- und Fahrkostensponsors zeigte sich kurzfristig, dass eine finanzielle Absicherung einer erneuten 2. Liga-Frauenhandball-Saison 2018/19 für die 1. Damen der HSG Hannover-Badenstedt nicht mehr vorhanden ist", schildert der Verein die Hintergründe für den Rückzug.

Pfeiffer weiter "Alle HSG`ler/-innen bedauern diese Entwicklung sehr und sind überzeugt, mit neuem finanziellen und sportlichen Konzept den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga in der Saison 2018/19 zu schaffen. Der Vorstand dankt ausdrücklich den Spielerinnen der 1. Damenmannschaft, welche sich in einer schwierigen Saison immer engagiert und mutig gezeigt haben und alles daran setzen, sportlichen den Abstieg zu verhindern."

Badenstedt wird eigener Aussage zu Folge in der kommenden Saison in der 3. Liga starten und führt aus: "Die Weichen für die sportliche Neuaufstellung sind bereits getroffen worden. Das Ziel ist eindeutig: Sofortiger Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga. "

 

28. April 2018

 

Neue Hoffnung für Miezen trotz unnötiger Niederlage
 
Die Trierer Miezen haben wichtige Punte im Kampf m den Klassenerhalt verschenkt: Am Samstagabend verlor der Frauen-Handball-Zweitligist mit 21:24 (11:12) gegen die SG Herrenbrg. Von Björn Pazen
 
Es war Kampf, es war Krampf – und es gab kein Happy-End für die Miezen: Die Trierer Handballerinnen haben am Samstagabend wichtige Punkte im Abstiegskampf verschenkt. Denn gegen den Tabellenvierten SG Herrenberg war am Samstagabend mehr drin als die 21:24 (11:12)-Niederlage. Die Gäste erhielten elf Siebenmeter, dennoch war bis um Ende mindestens ein Remis möglich. „50 Minuten waren wir gleichauf, dann ging uns die Puste aus. Gegen die starke Herrenberger Abwehr haben wir uns am Ende sehr schwer getan“, sagte MJC-Interimstrainer Ralf Martin. Beste Miezen waren Torfrau Yuko Minami, die 14 Würfe abwehrte, und die siebenfache Torschützin Joline Müller.

 

Trotz der Niederlage bleiben die Miezen zwei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, den Hannover derzeit einnimmt. „Wir haben es weiter selbst in der Hand. Mit der gleichen Eistellung wie heute können wir die Auswärtsspiele gegen die Mitkonkurrenten Bremen und Zwickau gewinnen“, sagte Ralf Martin.

 

Möglicherweise sind die Miezen unabhängig von allen weiteren Resultaten aber schon gerettet: Denn die TG Nürtingen, die sportlich den Klassenerhalt so gut wie sicher hat, gab überraschend bekannt, möglicherweise keine Lizenz zu beantragen und freiwillig in die 3. Liga zu gehen. Grund sei, dass die Finanzierung der kommenden Saison nicht gesichert sei. Eine Entscheidung soll kommende Woche fallen.

 

Würde Nürtingen die Reißleine ziehen, würde es aus der 2. Liga nur einen sportlichen Absteiger geben – und HCD Gröbenzell steht als Tabellenletzter bereits fest. Die drei übrigen Absteiger kämen dann vom „grünen Tisch“: SVG Celle hatte seine Mannschaft schon vor der Saison abgemeldet, Ex-Bundesligist HC Leipzig musste in die 3. Liga zwangsabsteigen.

 

Die Miezen waren gegen Herrenberg ganz schwach gestartet, lagen schnell 2:5 (7. Minute) und 3:7 (12.) zurück. Einzig Torfrau Yuko Minami hielt ihr Team überhaupt im Spiel, die Japanerin wehrte die ersten drei Siebenmeter von Herrenberg ab, sonst wäre eine Vorentscheidung schon vor der Pause gefallen gewesen. Im Angriff warfen die Triererinnen Herrenbergs Torfrau Monika Lide förmlich warm, in der Abwehr waren sie viel zu weit von ihren Gegenspielerinnen entfernt.

 

Aber eine Auszeit von Interimstrainer Ralf Martin wirkte dann Wunder. Die Miezen deckten viel aggressiver, machten die Räume dicht, und im Angriff lief es zumindest bei Einzelaktionen besser. Spielfluss und Tempo waren in der MJC-Offensive weiter nicht zu sehen. Aber dank der Treffer von Joline Müller und Linsey Houben kämpften sich die Gastgeber Tor um Tor heran, beim 10:10 (26.) war der Ausgleich wieder geschafft, mit einem 11:12 aus Trierer Sicht ging es in die Kabinen.

 

Gleich nach der Pause schaffte die MJC sogar die komplette Wende, lag beim 13:12 erstmals vorne und beim 15:13 sogar mit zwei Treffern Differenz. Aber just, als es aussah, dass sie die Kontrolle übernehmen könnten, verfielen die Miezen wieder in alte Muster: Im Angriff gab es keine Ideengeberin und keine Spielzüge gegen die engagierte Herrenberger Deckung und in der Abwehr wurde Minami viel zu oft von ihren Mitspielerinnen allein gelassen.

 

So drehten die Gäste erneut die Partie, sieben Minuten vor dem Ende war der Vorsprung wieder auf drei Tore angewachsen (22:19). In der Schlussphase fehlten der MJC die Kräfte und Mittel, um das Blatt nochmals zu wenden. Im dritten Saisonspiel gegen Herrenberg setzte es nach Erfolgen in Liga und Pokal die erste Niederlage – eine unnötige.

 

DJK/MJC Trier: Minami, Eckelt – Petrovska (0), Sattler (0), Houben (5), Czanik (1), Tolic (0), Smits (0), Müller (7/2), Szabo (6/1), Zrnec (0), Constantinescu (0), Welter (3) – Beste Werferin Herrenberg: Foth (8

 

 

Für die Miezen hat die Zeit der Rechenspiele begonnen

 

TRIER. Handball: Der Zweitligist will heute an den Heimsieg gegen Waiblingen anknüpfen und gegen Herrenberg den Abstand nach unten vergrößern. Von Björn Pazen
ANZEIGIn prekären Lagen klammert man sich gerne an alle Strohhalme, die irgendwie etwas Positives vermitteln. Bei den Trierer Miezen heißen diese Strohhalme am heutigen Samstag Kader und Statistik. Für das vorletzte Heimspiel der Saison gegen Herrenberg (Anwurf 19.30 Uhr) stehen Interimstrainer Ralf Martin so viele Spielerinnen zur Verfügung wie lange nicht mehr. Nur die an der Schulter operierte Ungarin Dora Simon-Varga fällt aus. Tine Welter (Abschluss ihres Grundwehrdienstes als luxemburgische Sportsoldatin) und Torfrau Melanie Eckel (Comeback nach Rückenverletzung) kehren in die Mannschaft zurück. „Das sind wichtige Alternativen“, hofft Martin.
 

Die Statistik spricht zudem für einen Heimerfolg: Zum dritten Mal treffen die KuTies und die Miezen in dieser Saison aufeinander, sowohl im Pokal (24:19 in Trier) als auch der Liga (25:24 in Schwaben) hatte die MJC die Nase vorn. Insgesamt gewannen die Miezen die vergangenen vier Duelle mit Herrenberg. „Ich habe nicht vor, dass diese Serie unter meiner Führung reißt“, sagt Martin vor dem Duell mit dem Tabellenvierten.

 

Nach dem schwachen Auswärtsauftritt in Berlin (26:36) haben die Miezen zuhause einiges gutzumachen. „Das letzte Heimspiel hatten wir gegen Waiblingen gewonnen, daran wollen wir anknüpfen. Wir hoffen wieder auf 700 oder mehr Fans in der Arena“ sagt Martin. Der hat am heutigen Samstag wahrlich Handball satt: Um 14.30 Uhr spielt die von ihm trainierte weibliche MJC-C-Jugend in der Oberliga  gegen VTZ Saarpfalz. Um 16.30 Uhr hat Martin gemeinsam mit Co-Trainer Christian Steil sein Abschiedsspiel an der Seitenlinie der MJC-Herren mit dem Rheinlandliga-Duell gegen den TV Urmitz. Und wer sich diese Partie in der Arena anschaut, erhält die Karte für das Miezen-Spiel gegen Herrenberg kostenlos dazu.

 

„Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat, wir haben unser Schicksal aber immer noch in den eigenen Händen“, betont Martin beim Blick auf das Restprogramm der beiden Teams, die um den dritten Abstiegsplatz kämpfen. Hannover-Badenstedt hat diesen Rang derzeit mit 17:31 Punkten inne. Die Miezen liegen mit 19:29 Punkten zwei Zähler davor. Aber: Am letzten Spieltag trifft Hannover auf den bereits als Absteiger feststehenden HCD Gröbenzell, zudem haben die Niedersachen noch insgesamt drei Heimspiele. Auf der anderen Seiten spielt Trier noch bei den Mitkonkurrenten Bremen (22:28 Punkte) und Zwickau (21:27), das einzige Heimspiel nach der Partie gegen Herrenberg ist gegen den Tabellendritten Halle/Neustadt, der jeden Punkt braucht, um dann als Dritter in die Bundesliga aufsteigen zu dürfen. „Von der Papierform her hat Hannover das einfachere Programm. Wenn wir aber noch zwei Spiele gewinnen, sollte das reichen“, rechnet Martin vor. Wären beide Teams nach 28 Spielen punktgleich, entscheidet die Tordifferenz - und da liegt Hannover derzeit 15 Tore vor den Miezen.

 

Und mit jedem Spieltag ohne eine Entscheidung, verkürzt sich natürlich auch das Zeitfenster für die Kaderplanung. Während die meisten Zweitligisten ihr Team für die kommende Saison bereits beisammen haben, ist bei den Miezen noch vieles in der Schwebe - inklusive des Trainers oder der Trainerin für die kommende Saison.

 

22. April 2018

Trierer Miezen chancenlos in der Hauptstadt
 
 
 

 

Berlin. Die Trierer Handball-Miezen konnten im Abstiegskampf der 2. Frauen-Bundesliga keinen Boden gut machen. Am Samstagabend war das Team von Interimstrainer Ralf Martin chancenlos bei den Spreefüxxen Berlin und verlor 26:36 (9:17) in der Hauptstadt. Da die Konkurrenz ihre Partien gewannen, ist der Rückstand zum Mittelfeld noch größer geworden.

 

Von Björn Pazen

 

Die MJC hat weiter zwei Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, auf dem Hannover liegt. Bester Trierer Werferin in Berlin war - wie vor einer Woche beim 37:35-Heimsieg gegen Waiblingen - Joline Müller. Die Rückraumspielerin erzielte sieben Treffer, sechs Mal war Gabriella Szabo erfolgreich.

 

Von Beginn an liefen die Miezen einem Rückstand hinterher. Aus dem 1:4 war schnell ein 5:14 (22. Minute) geworden, zur Pause hatte Berlin beim 17:9 schon mehr als eine Vorentscheidung erreicht. Beim 15:25 in der 45. Minute betrug der Abstand erstmals zehn Tore, danach konnte die MJC, die auf Melanie Eckelt, Dora Simon-Varga und Tine Welter verzichten musste, diesen auch nicht mehr reduzieren. Im insgesamt vierten Spiel gegen Berlin setzte es somit die vierte Niederlage für die MJC. Nach dem 23:26 im Hinspiel vor vier Wochen hatte sich der Verein von Trainer Andy Palm getrennt. Die Bilanz von seinem Nachfolger Ralf Martin beträgt nach drei Spielen 2:4 Punkte.

 

Somit ist der Druck erneut gewachsen, das nächste Heimspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gegen Herrenberg muss unbedingt gewonnen werden.

 

Spreefüxxe Berlin - DJK/MJC Trier 36:26 (15:7)

DJK/MJC Trier: Minami, Krämer - Petrovska (1), Sattler (0), Houben (3), Czanik (2), Tolic (0), Smits (2), Müller (7), Szabo (6/4), Zrnec (2), Constantinescu (3) - Beste Werferinnen Berlin: Magg (7), Estermann und Trumpf (je 6).

 

 

Trierer Miezen gewinnen Heimspiel mit 37:35

 

Trier. Die Heimpremiere von Interimstrainer Ralf Martin ist gelungen: In einer packenden Partie besiegten die Trierer Miezen den FSG Waiblingen-Korb verdient mit 37:35 (17:16). Nach fünf Niederlagen in Serie sorgten die überragenden Joline Müller (elf Treffer), Andrea Czanik (8) und Lindsey Houben (5) sowie die starke Torhüterin Yuko Minami für den lange ersehnten Erfolg. Von Stefan Strohm          Miezen-Coach Martin war nach der Partie überglücklich: „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Alle Spielerinnen ziehen mit, wir haben endlich einmal unser Spiel 60 Minuten durchgehalten. Die Mädels haben sich belohnt, nun können wir ein bisschen beruhigter zum nächsten Spiel in Berlin fahren.“Eine der Matchwinnerinnen war Miezen-Torfrau Yuko Minami, die 13 Glanzparaden zeigte und in der vorentscheidenden Phase Mitte der zweiten Halbzeit sogar einen Siebenmeter parierte. „Sie war heute unser entscheidender Rückhalt“, lobte sie MJC-Coach Martin. Die zweite große Matchwinnerin war Joline Müller, die sieben ihrer insgesamt elf Tore in der ersten Halbzeit erzielte, als die Miezen sehr konzentriert, hellwach und äußerst kampfstark begannen. „Wir haben versucht, mit Tempo gegen die schnellen Spielerinnen dagegenzuhalten und haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt“, lobte Müller nach dem Spiel den Auftritt ihres Teams.

 

Ralf Martin hatte sein Team auf die schnellen und quirligen Gäste gut eingestellt, die Miezen agierten mit einer 5:1-Deckung und mit einem starken „Staubsauger“ Aaricia Smits sehr aufmerksam und blockten viele Wurfversuche erfolgreich ab. Zudem war das Angriffsspiel variabel gestaltet, denn fast alle Miezen trugen sich in die Torschützenliste ein. Die Gäste, bei denen Monika Odrowska und Linksaußen Hanna Hojczyk herausragten, ließen lange Zeit nicht locker. In der ersten Halbzeit kämpften sie sich nach einem Fünf-Tore-Rückstand (7:12/16. Minute) wieder heran, so dass die Miezen trotz einer engagierten und starken Leistung nur mit einem hauchdünnen 17:16-Vorsprung in die Halbzeitpause gingen.

 

Nach dem Seitenwechsel wogte die Partie hin und her, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Waiblingen führte in der 45. Minute mit 27:25, doch die Miezen, angefeuert von den knapp 700 begeisterten Zuschauern, schlugen zurück: Immer wieder Czanik und Müller waren von der Gäste-Defensive nicht zu stoppen. Fünf Minuten vor dem Ende traf Müller zum 33:30, doch dann kassierte Houben eine Zeitstrafe. In Unterzahl trafen jedoch Petrovska und Szabo zum 35:31, doch Waiblingen verkürzte eine Minute vor dem Ende noch einmal auf 35:36. Als dann Houben 37 Sekunden vor dem Ende zum 37:35 traf, war das Spiel endgültig entschieden. Miezen-Vorstand Jürgen Brech atmete nach dem Schlusspfiff erleichtert auf: „Das war eines unserer besten Spiele der vergangenen Jahre. Dank an die Mannschaft – sie hat gezeigt, welches Potenzial in ihr steckt.“

 

DJK/MJC Trier: Minami, Kraemer (n.e.) – Sattler (0), Zrnec (1), Tolic (3), Szabo (3), Petrovska (1), Czanik (8), Smits (3), Müller (11/davon ein Siebenmeter), Houben (5), Welter (n.e.), Constantinescu (2)

 

Beste Werferinnen Waiblingen-Korb: Odrowska (10/4), Gruber (6), Dirmeier (5), Hojczyk (5)

 

 

| 19:42 Uhr
 
Trotz Trainerwechsel: Weitere Niederlage für die Trierer Miezen

 

MELSUNGEN. Auch der Trainerwechsel von Andy Palm auf Ralf Martin hat die Niederlagenserie der Trierer Handball-Miezen nicht beendet: Trotz einer tollen kämpferischen Leistung unterlag die DJK/MJC Trier am Samstagabend mit 27:31 (16:12) bei der SG Kirchhof. Von Björn Pazen
 

Hauptgrund für die Niederlage war eine Schwächephase Anfang der zweiten Halbzeit, als die Triererinnen sieben Tore in Folge kassierten und die komfortable Pausenführung aus der Hand gaben. Durch die fünfte Niederlage in Folge bleiben die Miezen punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz, drei Konkurrenten konnten allerdings punkten.

 

Beste MJC-Werferin in Kirchhof war Linsey Houben mit fünf Treffern, bei den Gastgebern überragte die aktuell erfolgreichste Torschützin der 2. Liga Bundesliga, Diana Sabljak mit elf Toren.

Nach der 23:26-Heimniederlage vor zwei Wochen hatte der Miezen-Vorstand die Reißleine gezogen und sich von Trainer Andy Palm getrennt. Martin hatte urlaubsbedingt nur drei Trainingseinheiten Zeit, um die Mannschaft auf die Partie in Kirchhof vorzubereiten (der TV berichtete).

 

Denno9ch waren die ersten 35 Minuten in Kirchhof erfolgreich aus Trierer Sicht: In der zwölften Minute gingen die Miezen beim 5:4 erstmals in Front – und bauten diese Führung bis zur Pause auf vier Tore (16:12) aus. Auffallend war die Geschlossenheit, gerade im Angriff, denn die Tore verteilten sich auf viele Spielerinnen. Sogar Torfrau Yuko Minami reihte sich mit zwei Treffern ins leere Kirchhofer Tor in die Torschützenliste ein.

Doch nach der Pause drehte die Partie komplett, Kirchhof kehrte wie verwandelt aus der Kabine zurück. Bis zum 18:14 (34.) hielt der Trierer Vier-Tore-Vorsprung, aber dann: Angeführt von Sabljak starteten die Gastgeber ihre Aufholjagd: Nach vier Toren in Folge war beim 18:18 der Ausgleich erreicht, nicht einmal eine Auszeit Martins änderte etwas – im Gegenteil: Als die SG ihre Serie auf 7:0 in nur sechs Minuten ausgebaut hatte, lag Trier mit 18:21 hinten.

 

Doch die Miezen gaben sich nicht auf. Dank Gabriella Szabo und Maja Zrnec kam die MJC wieder in Schlagdistanz, nach 46 Minuten war die Partie beim 22:22 wieder völlig offen. Ein erneuter Doppelschlag von Sabljak in Überzahl sorgte allerdings wieder für eine Drei-Tore-Führung für Kirchhof (25:22)– Martin nahm acht Minuten vor dem Ende seine letzte Auszeit.

 

Es nützte nichts mehr, selbst in Unterzahl behielt Kirchhof die Oberhand – trotz toller Moral gab es eine weitere Niederlage für die Miezen, die im Kampf um den Klassenerhalt weiter Boden verloren: Denn zuvor hatten bereits drei Trierer Konkurrenten im Abstiegskampf gepunktet: Zwickau setzte sich im Kellerduell gegen Hannover-Badenstedt mit 28:23 vor, Waiblingen und Nürtingen trennten sich 23:23.

 

Statistik: SG Kirchhof – DJK/MJC Trier 31:27 (12:16)

 

DJK/MJC Trier: Minami (2), Krämer – Petrovska (1), Sattler (0), Houben (5), Czanik (1), Tolic (2), Smits (2), Müller (4), Szabo (4/2), Zrnec (4), Constantinescu (2)

 

Beste Werferin Kirchhof: Sabljak (11/6)

 

 

„Da ist Leben in der Mannschaft“
 
 
 
 
 

 

 

 

Ralf Martin trainiert bis Saisonende die Trierer Miezen. FOTO: Jürgen Brech / TV

TRIER. Mit der heutigen Partie bei der SG Kirchhof startet für Ralf Martin seine sieben Spiele dauernde „Mission Klassenerhalt“ bei den Trierer Handball-Miezen.
 

Eben noch im Urlaub, jetzt schon im Rampenlicht. So sah die Woche von Ralf Martin aus. Am Mittwoch trat er offiziell seinen Job als Interimstrainer der Trierer Miezen an. Der 55-Jährige soll die Mission Klassenerhalt erfüllen, nachdem sich die Miezen von Martins Vorgänger Andy Palm nach der 23:26-Heimniederlage gegen Berlin getrennt hatten. „Ich hatte dem Vorstand zugesagt, dass ich helfe, wenn Not am Mann ist“, sagt Martin, für den die Berufung zum Interimstrainer auch eher überraschend kam. „Aber ich stehe natürlich zu meinem Wort.“

 

Die ersten Eindrücke, die er von den Spielerinnen gewonnen hat, sind positiv: „Sie sind sich alle der Situation bewusst, in der wir stecken. Aber sie haben auch alle eine sehr positive Grundhaltung, sie laufen jetzt nicht mit hängenden Köpfen durch die Halle. Da ist Leben in der Mannschaft, das sieht man sofort. Die Spielerinnen haben mich sehr positiv aufgenommen“, sagt Martin, der auch weiterhin parallel Trainer der ersten MJC-Männer-Mannschaft und der weiblichen C-Jugend bleibt. Bei Terminüberschneidungen wird er von seinen Co-Trainern Christoph Steil (Männer) und Fabian Schreiner (Mädchen) vertreten.

 

Sieben Spieltage vor Saisonende sind die Miezen punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz in der 2. Bundesliga, aus der neben Celle (Mannschaft bereits vor dem Saisonstart zurückgezogen) zwei Teams in die 3. Liga absteigen werden. Dass es bei dieser Zahl bleiben würde, auch wenn keine Mannschaft in die 1. Liga aufsteigen sollte, bestätigte der Ligaverband HBF gestern noch einmal dem Volksfreund. Bislang hat nur Halle-Neustadt eine Lizenz für die 1. Liga beantragt, sollten die „Wildcats“ nicht unter den ersten drei Teams landen und direkt aufsteigen, wird es Aufstiegsspiele gegen den Letzten der ersten Liga aus Rödertal geben.

 

Den Auftakt seiner „Sieben-Spiele-Mission“ hat Ralf Martin, der bereits im Dezember 2015 für zwei Spiele Interimstrainer der Miezen war, am heutigen Samstag (Anwurf 18 Uhr) bei der SG Kirchhof. Die Hessen stehen mit ausgeglichenem Punktekonto auf dem siebten Platz, das Hinspiel hatten die Triererinnen mit 35:32 gewonnen. „Wir wollen heute ein gutes Spiel abliefern. Aber nur gut spielen reicht nicht, es geht jetzt um Punkte. Das wissen alle“, sagt Martin, der speziell für die drei noch ausstehenden Heimspiele auf das begeisterungsfähige Trierer Publikum hofft.

 

Was die Taktik betrifft, setzt er auf eine stabile Defensive, mehr Tempo und mehr einfache Gegenstoßtreffer als bisher, aber er weiß auch: „Wir können in dieser kurzen Zeit das Rad nicht neu erfinden. Der Fokus wird daher erst einmal auf der Abwehr liegen. Ich habe der Mannschaft klare Ansagen gemacht, was ich von ihr verlange. Zudem haben wir intensiv an der Physis gearbeitet. Niemand will absteigen, jede will sich beweisen - auch für die persönliche Zukunft jeder einzelnen und für den Verein.“

 

Bei seiner Premiere stehen Martin nicht alle Spielerinnen zur Verfügung: Melanie Eckelt laboriert weiterhin an einer Rückenverletzung, für sie soll eine Torfrau aus der zweiten Mannschaft mit nach Melsungen reisen. Sportsoldatin Tine Welter fällt wegen ihres nun langsam endenden Grundwehrdienstes in Luxemburg aus. Zudem fehlte Polizei-Kommissarin Joline Müller berufsbedingt bei einigen Trainingseinheiten, wird heute aber auflaufen.

 

30.03.2018

 

Trierer Miezen ziehen die Reißleine:

 

Am Donnerstagnachmittag gab der Frauen-Handball-Zweitligist die Trennung von Trainer Andy Palm bekannt. Der Ostbelgier mit indischen Wurzeln hatte die MJC erst zu Saisonbeginn als Nachfolger der Spanierin Cristina Cabeza übernommen.

 

Nach zuletzt vier Niederlagen in Folge und nur zwei Siegen aus den vergangenen zehn Spielen waren die Miezen in der Tabelle immer weiter abgerutscht, stehen sieben Spieltage vor dem Saisonende punktgleich mit dem ersten Abstiegsplatz auf Rang zwölf. Für Palm (30) wird bis Saisonende Ralf Martin die Miezen übernehmen. Der Trainer der ersten Männer-Mannschaft der MJC (Rheinlandliga) hatte die Miezen bereits 2015 als Interimstrainer in zwei Spielen trainiert. Co-Trainerin bleibt Sina Eckelt.

 

In der Mitteilung des Vereins heißt es, dass sich „Vorstand und Trainer auf die vorzeitige Beendigung des Vertrags“ geeinigt hatten. „Wir danken Andy für seine Arbeit und sein Engagement seit Beginn der Saison. Die Trennung erfolgt absolut freundschaftlich und in gegenseitigem Respekt und wir wünschen ihm für seine weitere Karriere nur das Beste. Er ist auch in dieser Situation seiner großen Verantwortung gerecht geworden und hat deutlich gemacht, dass auch er in der aktuellen Situation einen Wechsel für unverzichtbar hält“, wird MJC-Vorstand Jürgen Brech in der Pressemitteilung von Donnerstagnachmittag zitiert.

 

Für Martin habe laut Brech gesprochen, dass er den Verein in- und auswendig kennt: „Dass Ralf hier einspringt, ist nicht selbstverständlich, zumal er auch Trainer der Herren und der weiblichen C-Jugend-Oberliga-Mannschaft ist. Er kennt allerdings die Situation und die Mannschaft und ist bereits Ende 2015 erfolgreich als Interimstrainer in die Bresche gesprungen.“

 

Sein erstes Spiel in neuer, alter Funktion hat Ralf Martin am 7. April in Kirchhof, das erste Heimspiel unter seiner Leitung hat die MJC am Sonntag, 15. April, 16 Uhr, gegen Waiblingen. Palm war zunächst nicht für ein Statement zu erreichen.

 

 

| 17:06 Uhr

 

Trierer Miezen taumeln dem Abstieg entgegen

 

 
 
FOTO: Björn Pazen / TV
Trier. Wer in den letzten sieben Minuten kein Tor mehr wirft, kann nicht gewinnen – diese schmerzhafte Erfahrung machten die Handballerinnen am Sonntag gegen Berlin. Die Trierer Miezen verlieren gegen die Füchse mit 23:26. Damit taumeln sie weiter Richtung 3. Liga.
 
Von Björn Pazen
 

An den Trommlern hat es nicht gelegen. „Wir haben alles gegeben“, hieß es von den treuesten der treuen Miezen-Fans nach dem Abpfiff. Bis zum Ende hatten sie die Zweitliga-Handballerinnen angefeuert, hatten den Takt vorgegeben. Aber die Spielerinnen verpassten es wieder einmal, diese Unterstützung in Punkte umzumünzen. Resignation und hängende Köpfe statt Jubel und Befreiungsschlag am Sonntagmittag in der Arena Trier.

 

23:26 hieß es am Ende eines Spiels, das die Miezen niemals hätten verlieren dürfen. „Das war eine Kopfsache, wir haben uns angesichts der Tabellensituation selbst Stress gemacht. Es fehlt das Selbstvertrauen“, sagte Linksaußen Hannah Sattler: „Wir haben die Partie in den letzten zehn Minuten so was von aus der Hand gegeben.“

Auf dem Feld standen zwei super-nervöse Abstiegskandidaten, die eine Serie von Fehlern produzierten, nur ganz selten hatte die Partie Zweitliga-Niveau. Auch die beiden Schiedsrichterinnen Daniela Kuschel und Sandra Senk hatten nicht ihren besten Tag. „Da gab es so viele Entscheidungen, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte. Das macht keinen Spaß mehr“, sprach MJC-Vorstand Jürgen Brech deutliche Worte in Richtung der Schiedsrichterinnen – aber auch an seine Mannschaft: „Wir hatten das Spiel in der Hand und haben am Ende die Nerven verloren.“

 

In der ersten Hälfte vergab die MJC alleine drei Siebenmeter, zumindest hatte Torfrau Yuko Minami da noch Zweitliga-Format, hielt Trier im Spiel. Kurz vor dem Halbzeitpfiff erhalten die Miezen einen Freiwurf, doch die Schiedsrichterinnen pfeifen so oft ab, bis die Sirene ertönt – Vesna Tolic beschwert sich, erhält zwei Minuten, und so bleibt es bei der knappen 14:13-Führung für die MJC vor 420 Zuschauern.

 

Nachdem vor der Pause Linsey Houben die Trierer Alleinunterhalterin im Angriff war, übernahm dann Gabriella Szabo diese Rolle, dank ihrer Treffer setzte sich Trier auf 19:16 ab, hatte die Partie im Griff. Aber dann: Fehlpässe Fehlwürfe, technische Fehler, Hektik, Konfusion – die MJC verloren komplett die Kontrolle über das Spiel. „Wir haben viel zu viele freie Bälle verworfen“, klagte auch Trainer Andy Palm, der von einer „richtig bitteren Niederlage“ sprach.

 

Sein Team hatte es dennoch selbst in der Hand, erzielte nach dem 23:22 von Sattler in der 53. Minute aber keinen einzigen Treffer mehr. Acht Angriffe liefen sie auf das Berliner Tor, die Ausbeute war null. So muss man sich nicht wundern, dass Trier weiter punktgleich mit dem ersten Absteiger ist. „Wir hätten uns ein klein wenig Luft verschaffen können, aber...“

 

Sieben Spiele hat Trier noch Zeit, den Klassenerhalt einzutüten – und angesichts von nur drei Absteigern ist die Situation machbar – nach nur zwei Siegen in den vergangenen neun Spielen sinkt die Hoffnung aber immer weiter.

 

DJK/MJC Trier: Minami, Krämer – Petrovska (n.e.), Sattler (3), Houben (6), Czanik (3), Tolic (0), Smits (0), Müller (3/3), Szabo (6), Zrnec (1), Constantinescu (1), Welter (n.e.) – Beste Werferin Berlin: Blöhdorn (9/3)

11. März 2018
 
Dritte Niederlage in Folge: Handball-Miezen verlieren 19:27 bei den Bären
Ketsch. Katastrophaler Wiederbeginn nach der Pause der Grund für die 17:29-Niederlage in Ketsch. Von Björn Pazen
 

Dritte Niederlage in Folge, 4:14 Punkte in den vergangenen neun Spielen - die Trierer Miezen konnten ihren Abwärtstrend in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga auch in der Kurpfalz nicht beenden. Bis zur Pause (Halbzeitstand 11:11) war die Mannschaft von Andy Palm dem Tabellenzweiten aus Ketsch absolut ebenbürtig, aber mit dem Wiederanpfiff gelang gar nichts mehr.

 
 

Am Ende stand eine deutliche 19:27-Niederlage für die MJC, und die hatte einen Namen: Saskia Fackel. Die beste Werferin der Kurpfalz-Bären schoss die Miezen in der entscheidenden Phase Anfang der zweiten Halbzeit fast im Alleingang ab, erzielte sieben ihrer zehn Tore zwischen der 31. und 48. Minute.

 

Die erste Hälfte war ausgeglichen, Trier lag bei der von Ex-Mieze Kate Schneider trainierten Mannschaft sogar einige Mal in Führung. Aber dann: In den ersten zwölf Minuten nach dem Seitenwechsel hatte die MJC einen totalen Black-Out im Angriff, erzielte kein einziges Tor, kassierte dafür drei Zeitstrafen und sieben Gegentreffer. Beim 11:18 nahm Palm seine Auszeit, aber da war es schon zu spät, Ketsch hatte die Partie entschieden - und lag beim 24:14 (49.) erstmals mit zehn Tore Differenz vorne - was eine 13:3-Serie (!) in 19 Minuten bedeutete.

 

Beste MJC-Werferinnen waren Gabriella Szabo mit sieben Treffern und Linsey Houben mit fünf Tore. Nach einer Pause am kommenden Wochenende steht für die Miezen am Sonntag, 25. März, das Schicksalsspiel zuhause gegen die Füchse aus Berlin an.

 

Statistik:

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska (1), Sattler (1), Houben (5), Czanik (1), Tolic (1), Smits (0), Müller (0), Szabo (7/1), Zrnec (2), Constantinescu (1), Welter (0) - Beste Werferin Ketsch: Fackel (10/4)


 

 
| 18:06 Uhr
 
 Miezen taumeln nach 24:30 weiter nach unten
Hannover. Die Trierer Handball-Miezen haben erneut verloren: Am Sonntag gab es ein 24:30 in Hannover, nun liegen sie nur noch drei Punkte vor einem Abstiegsplatz. Von Björn Pazen
 

Wenn es dieses Fantasie-Geschöpf wirklich geben würde, die Trierer Handball-Miezen würden das Abstiegsgespenst nun deutlich vor Augen sehen. Innerhalb von acht Tagen unterlag der Frauen-Handball-Zweitligist auch gegen den zweiten Abstiegskandidaten und liegt nun selbst nur noch drei Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz. Obwohl Torfrau Melanie Eckelt nach ihrer Rückenverletzung wieder an Bord war, verlor die MJC am Sonntagabend mit 24:30 (14:15) bei der HSG Hannover-Badenstedt - ein weiterer Rückschlag nach der 22:27-Heimniederlage gegen Nürtingen vor Wochenfrist.

 

„Hier dürfen wir auf keinen Fall verlieren“, hatte MJC-Vorstand Jürgen Brech noch zur Pause gesagt. Am Ende stand aber eine viel zu schwache Wurfausbeute einem Sieg im Weg. Dabei hatten die Miezen am Anfang alles richtig gemacht. Die Abwehr stand in den ersten zwölf Minuten super, im Angriff ging fast alles. Lohn war eine 8:2-Führung. Warum dann aber Trainer Andy Palm beim 8:3 eine Auszeit nahm, bleibt sein Geheimnis. Denn danach drehte sich die Partie. Die Miezen leisteten sich eine viel zu hohe Anzahl von Fehlwürfen. Innerhalb von elf Minuten machte Badenstedt so aus einem 2:8 ein 10:10 - der Vorsprung war weg, und mit ihm auch die Sicherheit und Leichtigkeit bei der MJC. Vor allem die Rumänin Gabriella Szabo hatte anscheinend ihr Zielwasser zu Hause vergessen und vergab zahlreiche beste Chancen.

 

Bis zur 39. Minute war dennoch weiterhin alles drin - da lagen die Triererinnen 18:17 vorne - es war allerdings auch ihre letzte Führung. Badenstedt nutzte danach eine Überzahlsituation zu drei Treffern in Folge - und hatte dann die Partie im Griff. Beim 26:21 zehn Minuten vor dem Ende war die Messe gelesen. Und in der 45. Minute folgte ein weiterer Schock, denn Aaricia Smits musste verletzt vom Feld und wurde sicherheitshalber zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. „Da hatte sich Hannover aber schon in einen Rausch gespielt, und bei uns lief gar nichts mehr“, sagte Brech: „Das Spiel haben wir vor der Pause verloren, als wir uns noch weiter hätten absetzen müssen.“

Nach dem 8:2 gelangen den Miezen nur 16 Tore in 48 Minuten - also alle drei Minuten ein Tor. Zu wenig, um selbst bei einem Abstiegskandidaten bestehen zu können. Während Hannover den Sieg stürmisch feierte und nun einen Punkt vor dem ersten Abstiegsplatz liegt, taumeln die Miezen nach der zehnten Saison-Niederlage weiter nach unten.  Am Samstag geht es zum Tabellenzweiten Ketsch - und auch wenn deren Trainerin Kate Schneider jahrelang für die Miezen spielte, wird sie die Punkte wohl kaum verschenken.

DJK/MJC Trier:Minami, Eckelt - Petrovska (0), Sattler (3), Houben (4), Czanik (4), Tolic (2), Smits (1), Müller (3), Szabo (4), Zrnec (2), Constantinescu (1) - Beste Werferinnen Hannover-Badenstedt:Düvel, Pollmer (beide 6)

 
Trierer Miezen: Den Gesprächen sollen Taten folgen
 
Trier. Die MJC gastiert beim Drittletzten Hannover, der gerade den Trainer gewechselt hat. Von Björn Pazen
 

Die nötigen Gespräche sind geführt, die Mannschaft hat Selbstkritik geübt, aber: „Jetzt müssen wir das auch abhaken und nach vorne schauen.“ Für Miezen-Trainer Andy Palm ist die jüngste 22:27-Niederlage gegen die TG Nürtingen aufgearbeitet. Nun wartet das nächste Duell gegen einen Abstiegskandidaten: Am Sonntag (16 Uhr) gastiert der Trierer Frauen-Handball-Zweitligist bei der HSG Badenstedt.

 

Die Mannschaft aus Hannover steht mit 13 Punkten auf dem drittletzten Platz. Das Hinspiel hatten die Miezen mit 35:29 gewonnen. Die HSG verlor zuletzt das Kellerduell gegen Werder Bremen, zuvor gab es ein Remis gegen Nürtingen.

In Hannover hatte man Anfang Februar auf den Abwärtstrend reagiert. Wie oft in solchen Situationen traf es den Trainer. Der erst zu Saisonbeginn verpflichtete Roland Friede musste gehen. Just vor dem Gastspiel der Miezen bei der HSG wurde die freie Stelle nun wieder besetzt: Gemeinsam mit dem bisherigen Co-Trainer Boris Linnemann soll Jan Friedrich den Abstieg verhindern. Der 27-Jährige, der hauptamtlich beim Handballverband Niedersachsen tätig ist, war bereits vor einigen Jahren Teil des HSG-Trainerteams. „Ein Trainerwechsel soll ja immer neue Kräfte freisetzen, da müssen wir aufpassen“, sagt Andy Palm.

 

In seinem Team steht nicht fest, ob Yuko Minami am Sonntag erneut die einzige Torfrau sein wird oder ob Melanie Eckelt nach ihrer Rückenverletzung wieder dazustößt. Definitiv fehlen wird Tine Welter. Dafür ist die Rumänin Ramona Constantinescu, die gegen Nürtingen ihr Comeback gefeiert hatte, auch in Hannover mit an Bord. Besonders aufpassen muss die MJC auf Jana Pollmer, mit 158 Treffern beste Werferin der zweiten Liga.

 

Ganz schwache Miezen verlieren gegen Nürtingen
 

Quelle: Trierischer Volksfreund vom 24.2.2018

 
Trier. Die Miezen haben die Chancen auf den dritten Sieg in Serie sträflich vergeben. Die Trierer Zweitliga-Handballerinnen haben nach einer ganz schwachen Leistung am Samstagabend mit 22:27 (11:17) gegen die TG Nürtingen verloren.
 
Von Björn Pazen
 

TRIER Sie wollten sich ins gesicherte Mittelfeld absetzen, nun aber gab es sogar Pfiffe von den eigenen Fans: „Wir sind ganz schlecht ins Spiel reingekommen, und haben uns viel zu viele Fehler geleistet“, war MJC-Trainer Andy Palm enttäuscht, aber auch noch zurückhaltend bei der Bewertung des Trierer Auftritts.

 

Denn die Miezen, die am vergangenen Sonntag noch beim Tabellenzweiten Mainz gewonnen hatten, boten eine der schwächsten Saisonleistungen gegen den Abstiegskandidaten aus Schwaben, der damit seine Serie in Trier fortsetzte, denn die TG Nürtingen hat bislang alle Partien in der Arena gewonnen. Somit weisen MJC und TG nun beide 17 Pluspunkte auf.

 

Fast schon traditionell erwischten die Miezen einen ganz schwachen Start, lagen schnell 1:6 hinten, nicht einmal eine frühe Auszeit von Palm sorgte für einen Weckruf. Die MJC musste erneut auf Torfrau Melanie Eckelt (Rückenverletzung) verzichten, einzige Torhüterin war wieder die Japanerin Yuko Minami. Dafür feierte überraschend die Rumänin Ramona Constantinescu ihr Comeback – allerdings spielte die Linkshänderin überraschend auf der linken Außenbahn statt auf der rechten.

 

Aber auch Constantinescu konnte nicht für Sicherheit und Stabilität sorgen. Den Miezen fehlten vor der Pause der Zugriff in der Abwehr und die Effektivität. Ganz anders Nürtingen: Wie erwartet, zog die zweifache Zweitliga-Torschützenkönigin Verena Breidert die Partie an sich, hatte vor der Pause bereits sieben ihrer insgesamt zehn Tore erzielt. Daneben schafften es die Miezen nicht, Benitta Quattlender zu stoppen. Zudem gewann Christine Hessel das Torwartduell gegen Minami um Längen.

 

Von 8:3 setzte sich Nürtingen auf 12:6 ab, eine weitere Palm-Auszeit folgte – und am Ende hatte die MJC noch Glück, dass der letzte Nürtinger Treffer von Yvonne Rolland von den Schiedsrichtern nicht gegeben wurde, weil der Ball erst nach dem Pausenpfiff die Torlinie überquert hatte. So stand es „nur“ 11:17.

 

Nach dem Seitenwechsel legten die Miezen los wie die Feuerwehr, auch dank mehreren Minami-Paraden – und für fünf Minuten sah es danach aus, als ob sie die Partie drehen könnten. Unter anderem dank zwei Siebenmetertreffern von Linsey Houben (beste Trierer Werferin mit sieben Toren) verkürzte die MJC auf 15:17. Gästetrainer Stefan Eidt nahm gleich seine Auszeit – und die verfehlte ihre Wirkung nicht.

 

Trier leistete sich nun wieder Fehlpass auf Fehlpass, verfiel in das alte Schema, während Nürtingen fast mühelos mit einer Serie von 6:0 Treffern auf 23:17 davonzog, die Miezen blieben zehn Minuten ohne Tor. Die Messe war gelesen, vereinzelt waren angesichts der vielen Fehlpässe und Fehlwürfe sogar Buhrufe und Pfiffe gegen die Miezen von den 380 Zuschauern zu hören.

 

DJK/MJC Trier: Minami – Petrovska (0), Sattler (0), Houben (7/4), Czanik (1), Tolic (3), Smits (2), Müller (4), Szabo (4), Zrnec (1), Constantinescu (0), Welter (0)

Beste Werferinnen TG Nürtingen: Breidert (10//1)

 

Setzen die Miezen die Reihe der knappen Siege fort?

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
23.02.2018
 

Mit den beiden Siegen gegen Gröbenzell und Mainz haben sich die Zweitligahandballerinnen der DJK/MJC Trier erst einmal wieder etwas von der unmittelbaren Abstiegszone abgesetzt. Mit einem Erfolg gegen Nürtingen könnte die Truppe von Coach Andy Palm auf ein positives Punktekonto kommen.

 

In der 2. Frauenhandball-Bundesliga ist (noch) fast alles möglich – zumindest im Kampf gegen den Abstieg. Elf Spieltage vor Schluss der Saison haben von 15 Vereinen noch zehn den Klassenerhalt nicht sicher.

Zu den Wackelkandidaten zählen auch noch die DJK/MJC Trier und die TG Nürtingen, die am kommenden Samstag (19.30 Uhr) in der Arena aufeinander treffen. Der größere Druck liegt auf den Gästen, die mit 15:21-Punkten auf Platz 12 nur zwei Punkte vor einem direkten Abstiegsplatz und damit hinter den Miezen (17:17) liegen, die Rang 8 belegen. Dass die Miezen trotz ausgeglichenen Punktekontos noch nicht in Sicherheit sind, bestätigt ihr Trainer Andy Palm, der sagt: „Mit Ausnahme von Tabellenführer Rosengarten kann in dieser Liga Jeder gegen Jeden gewinnen.“

Diese Konstellation ist ein Bonus für die Zuschauer, denn jedes Spiel verspricht viel Brisanz, weil es nie um die Goldene Ananas geht. Das gilt natürlich auch für das Duell am Samstag, in dem die Gastgeberinnen dem Pflichtsieg gegen Gröbenzell und dem Überraschungssieg in Mainz den dritten Erfolg in Serie folgen lassen wollen. Die Schwierigkeit, dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, hat einen Namen: Verena Breidert. Die Linkshänderin im Nürtinger Rückraum ist die personifizierte Torgefahr. Die ehemalige Bundesligaspielerin von Frischauf Göppingen war in den beiden letzten Jahren Torschützenkönigin der 2. Liga und hat mit bisher 143 Toren als Dritte der aktuellen Liste gute Chancen, diesen Erfolg zu wiederholen. Die 37-Jährige Kapitänin der TG war im Hinspiel mit elf Treffern maßgeblich für die 25:26-Niederlage der Miezen verantwortlich. Klar, dass Palm sein Hauptaugenmerk auf Breidert richtet, die mehr als ein Drittel aller Nürtinger Tore erzielt: „Es muss uns gelingen, Verena bei acht Toren oder weniger zu halten.“ Selbst das gelingt aber nur wenigen Gegnern. „Wir werden in der Abwehr beweglich sein müssen, auch öfter rausrücken um die Distanzwürfe zu erschweren“, sagt Palm. Auch offensiv ist Variabilität gefordert, denn mit Christine Hesel steht bei der TG eine starke Torfrau zwischen den Pfosten, „die unorthodoxe Bewegungen draufhat und Emotionen schüren kann.“ Bei Trier fehlen weiterhin Ramona Constantinescu und Dora Simon Varga. Der Einsatz von Torhüterin Melanie Eckelt ist fraglich, Tina Welter steht trotz fehlenden Mannschaftstrainings wieder im Kader.

 

 

| 19:07 Uhr
 
Miezen feiern Sieg beim Tabellenzweiten
MAINZ. Am Ende wurde es noch einmal spannend, aber mit kühlem Kopf und dank Gabriella Szabo haben die Trierer Handball-Miezen am Sonntagabend überraschend zugeschlagen. Beim bisherigen Tabellenzweiten Mainz 05/Budenheim setzte sich das Team von Andy Palm mit 25:23 (15:11) durch.
 
Von Björn Pazen
 

„Das war ein Erfolg der Mannschaft, alle haben alles für diese zwei wichtigen Punkte gegeben“, sagte Palm nach dem Triumpf, durch den die Miezen nun Tabellenachter der 2. Frauen-Bundesliga sind. „Die intensiven Gespräche mit den Spielerinnen tragen Früchte“, lobte auch Vorstand Jürgen Brech, der von einer „absolut geschlossenen Mannschaftsleistung“ sprach.

 

Die Miezen hatten in der Landeshauptstadt einen Start nach Maß. Die Abwehr stand sicher, Torfrau Yuko Minami spielte stark auf. Nach nur 14 Minuten nahm Mainz die erste Auszeit, da führten die Trierierinnen bereits 6:4 - und hatten nur Probleme mit einer Spielerin: Pauline Golla, die zu diesem Zeitpunkt alle Mainzer Tore erzielt hatte. Nach 23 Minuten hieß es 10:7. „In dieser Phase hätten wir noch weiter davonziehen können, aber wir vergaben einige Chancen zu leichtfertig“, sagte Brech, dessen Team zur Pause „nur“ noch mit 12:11 vorne lag.

 

Wer aber dachte, Mainz würde nach dem Seitenwechsel klar Schiff machen, wurde von den ersatzgeschwächten Miezen (ohne Torfrau Melanie Eckelt und Linksaußen Tine Welter) eines Besseren belehrt. Weiter voll konzentriert behielt Trier die Oberhand. In der 39. Minute glückte Maja Zrnec die erste Vier-Tore-Führung zum 17:13. Aber nun machten sich die besseren Wechselmöglichkeiten der Mainzer bemerkbar, die auf 16:17 verkürzten. Vor allem die Rückraumspielerinnen Szabo und Joline Müller hielten die Miezen aber im Rennen.

 

Beim 21:22 scheiterte Golla per Siebenmeter - und auf der anderen Seite traf Szabo in Unterzahl. Beim 24:23 für Trier erkämpfte sich die MJC kurz Schkluss den Ball und Szabo sorgte mit ihrem neunten Treffer für Jubelstürme bei den Miezen.

 

DJK/MJC Trier: Minami - Petrovska (2), Sattler (2), Houben (2), Czanik (2), Tolic (0), Smits (1), Müller (5), Szabo (9/2), Zrnec (2)

 

 

 

Erst für die Miezen, dann für Deutschland auf dem Feld

 

 

FOTO: Hans Krämer

TRIER. Nach ihrem MJC-Comeback wurde Joline Müller für die Polizei-EM nominiert. Am Sonntag geht es nach Mainz.
 

Die Kommissarin kann wieder strahlen, sie ist nicht nur zurück im Dienst bei der Polizei-Inspektion Neunkirchen (Saar), sondern auch wieder auf dem Feld. Im letzten Spiel der Vorsaison am 20. Mai 2017 gegen Aufsteiger Bensheim war es passiert. Miezen-Rückraumspielerin Joline Müller zog sich einen Kreuzbandriss zu. Ein Schock. 

 

Gleich nach der Operation beginnt die Reha in Weiskirchen - ein Heimspiel für die Saarländerin. „Mein Physiotherapeut war ein echter Glücksgriff. Er hat mich ständig gefördert und gefordert“, sagt die 24-Jährige. Sechs bis sieben Stunden täglich, viereinhalb Monate lang - ein knallhartes Programm. Zunächst folgte die Wiedereingliederung in den Polizeidienst, dann die ersten Schritte bei den Miezen.

 

Nach nur sieben Monaten stand Joline Müller wieder auf dem Feld, erzielte beim Heimsieg der MJC gegen Werder Bremen zwei Siebenmetertore. „Mein Knie ist absolut schmerzfrei - und mit einem so schnellen Comeback konnte niemand rechnen“, sagt Müller, die vor zwei Wochen in Beyeröhde „wieder komplett“ auf dem Feld stand.

Und mit diesem Comeback kam sie ihrem nächsten großen Traum ein großes Stück näher, der Polizei-Europameisterschaft vom 12. bis 19. März in Göppingen. Vergangene Woche fand in Eutin (Schleswig-Holstein) der zweite Sichtungslehrgang statt - und als Trainer Rudi Fritsch seinen EM-Kader bekanntgab, war die Freude bei „Scholli“ (so Müllers Spitzname) riesig - sie war dabei.

 

„Die EM war meine große Motivation während der Reha“, sagt Müller. Im 16er Kader für die EM stehen zahlreiche Erst- und Zweitligaspielerinnen, und eine weitere Spielerin aus der Region steht als Reserve bereit: Nicki Packmohr von der HSG Wittlich.

 

Die deutschen Polizistinnen gehen bei ihrem Heimspiel als Mitfavorit auf den Titel an den Start. „Ich denke, wir haben gute Chancen“, sagt die MJC-Rückraumspielerin.

 

Zunächst aber stehen noch einige Aufgaben mit den Miezen an. Nach dem 28:27-Zittersieg gegen Schlusslicht Gröbenzell geht es am Sonntag (Anwurf 17 Uhr) zum Tabellenzweiten Mainz/Budenheim. „Der Erfolg gegen Gröbenzell war nach der Niederlagenserie unglaublich wichtig fürs Selbstvertrauen“, sagt Müller, für die es „super-schwer war, auf der Tribüne oder der Bank zu sitzen und der Mannschaft nicht helfen zu können“. Nun wird sie mehr und mehr Einsatzzeiten bekommen - und den Miezen trotz der Polizei-EM in keinem Spiel fehlen: Denn just an jenem Wochenende, an dem sie für Deutschland auf der Platte steht, haben die Miezen spielfrei.


 

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| 16:39 Uhr
Szabo trifft in der Schlusssekunde zum 28:27-Heimsieg gegen Gröbenzell
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Trier. Nach vier Niederlagen in Serie haben die Trierer Miezen in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga ihr Heimspiel an Karnevalssamstag gegen den Tabellenletzten HCD Gröbenzell hauchdünn mit 28:27 (13:15) gewonnen. Von Stefan Strohm
 

Was für eine Dramatik: Mit der Schlusssirene trifft Gabriella Szabo im packenden Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Gröbenzell zum 28:27 (13:15) – und die Miezen tanzen ins Karnevalwochenende! Nach zuvor vier Niederlagen in Serie schaffen die Trierer Zweitliga-Handballerinnen die Trendwende und halten mit nunmehr 15:17 Punkten Abstand zu den Abstiegsplätzen.

 

Die Schlussphase der Partie der Miezen gegen den Tabellenletzten hat es in sich. In der 53. Minute gehen die Miezen durch einen Siebenmeter von Szabo zum zweiten Mal in der zweiten Halbzeit in Führung. Das Spiel wogt hin und her, erneut Szabo bringt Trier knapp zwei Minuten vor dem Ende mit 27:26 in Front. Doch im Gegenzug kassiert Sattler eine umstrittene Zwei-Minuten-Zeitstrafe, und Jänicke verwandelt den Siebenmeter zum Ausgleich. In Unterzahl wächst die kleine Japanerin Yuko Minami über sich hinaus und rettet mit einer starken Parade das Unentschieden. Noch sieben Sekunden sind zu spielen, und Miezen-Trainer Andy Palm nimmt eine Auszeit. Der Trierer Coach nimmt Minami vom Feld bringt eine zusätzliche Feldspielerin. Die starke Vesna Tolic passt auf Szabo, und die 31-Jährige trifft in letzter Sekunde zum umjubelten und erlösenden 28:27-Heimsieg! Die 350 Zuschauer sind aus dem Häuschen, und den Miezen fällt eine zentnerschwere Last von den Schultern.

 

Die Siegtorschützin Szabo strahlte nach dem Schlusspfiff übers ganze Gesicht: „Egal, wer das entscheidende Tor gemacht hat – die zwei Punkte sind wichtig. Endlich hatten wir wieder Erfolg, hoffentlich geht es jetzt die nächsten Wochen wieder besser.“

Neben der neunfachen Torschützin zeigten auch Vesna Tolic mit ihrer Wurfstärke aus dem Rückraum und Kreisläuferin Andrea Czanik eine starke Leistung, zudem lohnte sich der Wechsel auf der Torhüterposition. Minami kam Mitte der ersten Halbzeit für Melanie Eckelt und parierte zwölf Würfe – eine gute Leistung, die sie mit ihren Paraden in der Schlussphase krönte.

 

In der ersten Halbzeit begannen beide Teams nervös und leisteten sich einige technische Fehler. Auch aufgrund einiger zweifelhafter Schiedsrichter-Entscheidungen fanden die Gäste als erste Mannschaft ihren Rhythmus und gingen in der 13. Minute erstmals mit zwei Toren Vorsprung in Führung. Zrnec gelang der Ausgleich zum 7:7 (15.), ehe Gröbenzell durch drei Treffer in Serie mit 10:7 (17.) führte. Die agile junge Mannschaft spielte nicht wie ein Tabellenschlusslicht, während die Miezen nur schwer in die Gänge kamen. Vesna Tolic brachte ihr Team Ende der ersten Hälfte wieder heran, mit ihrem dritten Treffer erzielte sie den Ausgleich zum 13:13 (30.). Doch noch vor der Pausensirene nutzten die Gäste aus Oberbayern zwei Konter, die jeweils Pelz erfolgreich abschloss. Somit führte der Tabellenletzte zur Pause mit 15:13.

 

Nach dem Wechsel kamen die Miezen konzentrierter und aggressiver zurück und glichen schnell aus. Als die Partie auf der Kippe stand, trafen immer wieder Czanik, Tolic und Szabo – ein Spiel über die Außenpositionen kam kaum zustande. Die Luxemburgerin Tina Welter scheiterte insgesamt bei drei Tempogegenstößen, und auch Hannah Sattler vergab einige Chancen. Am Ende aber bäumten sich die Miezen in der packenden Partie auf – und durften dank Minami und Szabo nach der Schlusssirene ausgelassen feiern.

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler (2), Zrnec (3), Tolic (6), Szabo (9/davon drei Siebenmeter), Czanik (5), Smits, Müller (1/1), Houben (2), Welter

 

Beste Werferinnen Gröbenzell: Fischer (6), Jänicke (5/3)

Schiedsrichter: Jan Lier/Manuel Lier

 
 
| 10:41 Uhr
Jetzt muss es klappen: Trierer Miezen empfangen Tabellenletzten
 
Maja Zrnec (mit Ball) und die Trierer Miezen stehen am Samstag gehörig unter Druck.
 
 
 
Maja Zrnec (mit Ball) und die Trierer Miezen stehen am Samstag gehörig unter Druck. FOTO: H.K. / Hans Krämer
 
 
Für die Trierer Miezen steht an Karneval ein Schicksalsspiel gegen den Tabellenletzten an. Von Björn Pazen
 

Karneval 2017: Die Trierer Miezen sind beim Trierer Rosenmontagszug mit einem eigenen Wagen vertreten, machen Werbung für die neun Monate später stattfindende Frauen-Handball-WM in Trier. Karnevalssamstag 2017. Die Trierer Miezen sind Tabellenzweiter der Frauen-Handball-Bundesliga – nach einer sensationellen Siegesserie. Das Wort „Aufstieg“ geistert durch das Umfeld der Mannschaft. An jenem Karnevalssamstag treffen die Miezen auf den Tabellenvorletzten Werder Bremen - und verlieren sensationell 21:25. Zudem bestätigt Trainerin Cristina Cabeza, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird. Eine Woche zuvor war ein gewisser Andy Palm mit seinem damaligen Team aus Zwickau zu Gast in Trier - und gab den Miezen später sein Jawort.

 

Es waren turbulente Karneval­s­­tage 2017 für den Frauen-Handball-Zweitligisten. Ein Jahr später sind die Wochen vor Karneval genau das Gegenteil der Erfolgsserie von 2017. Nach zwischenzeitlich 9:1 Punkten in Folge sind die Miezen extrem abgerutscht, haben die vergangenen vier Partien verloren. Nun ist am Karnevalssamstag wieder ein Miezen-Spiel, zur ungewohnten Anwurfzeit 15 Uhr gastiert der Tabellenletzte HCD Gröbenzell in der Arena. Und der feierte just am vergangenen Spieltag seinen ersten Saisonsieg, ein 26:25 gegen Nürtingen.

 

„Momentan ist der Wurm drin“, sagt MJC-Vorstand Jürgen Brech vor dem wegweisenden Spiel treffend. In der gesamten Woche nach der 28:43-Niederlage in Beyeröhde hatten Vorstand und Trainerteam der MJC Aufbauarbeit geleistet, haben viele Gespräche mit den sichtlich verunsicherten Spielerinnen geführt. „Es macht ja keinen Sinn, in dieser Situation auf die Mannschaft draufzuhauen, das hilft ja auch nicht“, sagt Brech. Den Spielerinnen sei die Tragweite der Partie gegen Gröbenzell bewusst, schließlich rangiert man nach dem Rückrundenstart nur noch vier Punkte vor einem Abstiegsplatz.

 

Um das Tal der Tränen zu verlassen, setzt man bei den Miezen auf den Faktor Fans - denn der Karnevalsamstag wird zu einer Doppelveranstaltung der MJC: Gleich im Anschluss, um 17.30 Uhr, bestreitet die Männer-Mannschaft ihre Rheinlandliga-Partie gegen Bassenheim, für das auch die Eintrittskarte des Miezenspiels gültig ist. „Wir hoffen auf viele Zuschauer, die erst die Miezen unterstützen und dann in die närrischen Tage aufbrechen wollen - gerne auch als Miezen kostümiert“, sagt Brech. In der Halbzeitpause tritt passend zur fünften Jahreszeit eine Garde der KG Rote Funken mit einem Showtanz auf.

Und wenn die Mannschaften in die Kabine gehen, hofft man bei der MJC darauf, dass nicht schon wieder alles entschieden ist, wie zuletzt schon häufiger. „Unsere Startphasen waren in den vergangenen Wochen wenig berauschend. Das muss sich ändern“, sagt Brech.

 

In der Hinrunde hatten die Miezen locker mit 32:23 beim Aufsteiger aus der Nähe von München gewonnen. Ein ähnliches Resultat am Karnevalssamstag würde sicherlich für Freude an den närrischen Tagen sorgen, wenn auch Trainer Andy Palm meint: Wir tun gut daran, den Gegner nicht an diesem Resultat zu messen.“ Gröbenzell, das auf seine beste Werferin Vera Balk (Kreuzbandriss) verzichten muss, bezeichnet die Miezen auf seiner Internetseite indes schon als „angezählten Boxer, der dadurch besonders gefährlich“ sei.

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Müller, Houben, Welter (?)

 

 

| 20:14 Uhr
 
Miezen kassieren nächste heftige Niederlage
Wuppertal/Trier. Trierer Handballerinnen taumeln nach 28:43 beim TV Beyeröhde der Abstiegszone entgegen. Von Björn Pazen
 

Die Trierer Handball-Miezen hatten nach drei Niederlagen in Folge auf die Trendwende gehofft, aber es kam noch viel schlimmer: Am Samstagabend setzte es für die Mannschaft von Trainer Andy Palm beim TV Beyeröhde eine 28:43 (10:21)-Klatsche. Erstmals seit Jahren kassierte die MJC somit in einem Ligaspiel mehr als 40 Gegentreffer.

 

Nach nun 0:8 Punkten in Folge schrumpft der Abstand zur Abstiegszone immer weiter. Das nächste Heimspiel am Fastnachtssamstag gegen den Tabellenletzten aus Gröbenzell wird nun schon zum Schicksalsspiel.

 

Von der ersten bis zur letzten Minuten waren die Miezen, bei denen Joline Müller nach mehreren Kurzeinsätzen ihr „echtes Comeback“ feierte, beim TV Beyeröhde chancenlos - das Desaster ging schon mit einem ganz schwachen Start los. Bereits nach sieben Minuten nahm Palm seine erste Auszeit, da lag die MJC mit 1:6 hinten. Doch es änderte sich nichts: Die Gastgeberinnen setzten sich auf 12:4 ab, hatten die Partie spätestens beim ersten Zehn-Tore-Abstand (16:6) in der 23. Minute entschieden.

 

Bis zur Pause hatte die MJC-Abwehr bereits 20 Treffer kassiert, und auch nach dem Seitenwechsel spielte die Mannschaft aus Wuppertal Katz‘ und Maus mit den Miezen. Vor allem Pia Adams und Melina Fabisch bekamen die Triererinnen nie unter Kontrolle, die MJC ergab sich ihrem Schicksal, lag zehn Minuten vor dem Ende beim 21:36 gegen den torhungrigen TVB erstmals mit 15 Treffern Differenz hinten.

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska (1), Sattler (1), Houben (3), Czanik (5), Tolic (3), Smits (5), Müller (4/1), Szabo (6), Zrnec (0) - Beste Torschützinnen TV Beyeröhde: Adams (12/1), Fabisch (10)


 
 
 
| 17:00 Uhr
Miezen wollen im Bergischen Land hoch hinaus

 

Die Trierer Handball-Miezen wollen mit dem Auswärtsspiel in Beyeröhde wieder in die Erfolgsspur zurückkehren – denn der Keller ist nicht mehr weit weg. Von Björn Pazen

Wenn das mal keine Achterbahnfahrt ist! Fünfmal in Folge ungeschlagen und an den Aufstiegsrängen angeklopft, nun drei Niederlage in Serie und gar nicht mehr so weit von der Abstiegszone entfernt. Die Trierer Handball-Miezen hüpfen derzeit von einem Extrem ins andere in der 2. Bundesliga. Nach dem 32:31 gegen Werder Bremen am 6. Januar setzte es 0:6 Punkte und dazu eine Tordifferenz von minus 23 Treffern aus den Partien in Halle/Neustadt sowie Zuhause gegen Zwickau und Tabellenführer Rosengarten.

 

„Gegen Zwickau hätten wir gewinnen müssen, und gegen Rosengarten kann man verlieren, aber nicht so, wie wir es getan haben“, blickt MJC-Trainer Andy Palm auf die 28:39-Heimniederlage gegen die Norddeutschen am vergangenen Wochenende zurück.

Aufgrund der Niederlagenserie sieht sich der Belgier bestätigt, als er nach dem Erfolg gegen Bremen auf die Euphoriebremse trat: „Alle wollte hören, dass wir oben angreifen, aber ich habe gleich gesagt, dass jeder Punkt erstmal  ein Punkt ist, um frühzeitig den Klassenerhalt zu sichern.“ Beim Blick auf die Tabelle fällt auf, was Palm als „alles sau-eng“ bezeichnet: Mit nun 13:15 Zählern rangieren die Miezen nur noch vier Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, nach oben fehlen sechs Punkte zum ersten Aufstiegsplatz für die 1. Bundesliga.

 

„Mit einer kleinen Serie geht es da schnell hoch oder eben schnell runter. Da sind wir gerade das beste Beispiel“, sagt Palm vor dem Auswärtsspiel beim TV Beyeröhde am Samstag (Anwurf: 18.45 Uhr). Seine Maxime ist ganz einfach: „Die Mannschaft knabbert natürlich an drei Niederlagen in Folge. Aber die beste Medizin sind natürlich Siege und Erfolgserlebnisse. Am besten gleich heute.“

 

Aber die Partie in Wuppertal steht nicht unbedingt auf der Liste der einfachen Auswärtsspiele. Der TV Beyeröhde ist das Farmteam des Bundesligisten Bayer Leverkusen. Zahlreiche Bayer-Talente werden dort für die Bundesliga ausgebildet, darunter aktuelle Junioren-Nationalspielerinnen wie Pia Adams oder die aktuell beste TVB-Torschützin Ramona Ruthenbeck (88 Tore).  

 

Neun Tore steuerte Ruthenbeck auch beim Hinspiel in Trier bei, das einen Tag nach dem Ende der WM-Spiele in der Arena Trier stattfand und bei dem sich beide Teams nach einer irrsinnigen Achterbahnfahrt mit 31:31 trennten, nachdem die MJC   aus einem 28:30 ein 31:30 gemacht hatte.

 

„Aufgrund der Toptalente ist Beyer­öhde schon eine Hausnummer. Dort kann man gewinnen oder verlieren. Aber gerade mit Blick auf das nächste Heimspiel gegen Schlusslicht Gröbenzell wäre es super, wenn wir zwei Punkte mitnehmen würden“, hofft Palm. Personell steht ihm der gleiche Kader wie zuletzt zur Verfügung. Nur Dora Simon-Varga und Ramona Constantinescu (beide Schulter-Operationen) fallen aus. Simon-Vargas OP vergangene Woche seit „gut verlaufen“, ssagt Palm: „Sie befindet sich schon wieder im Aufbautraining, aber es ist noch viel zu früh, um etwas über den Heilungsverlauf zu sagen.“


 

| 20:57 Uhr
 
Miezen unterliegen dem Spitzenreiter deutlich mit 28:39

 

Trier. Zweite Heimniederlage in Folge für die Handballerinnen der DJK / MJC Trier. Gegen Tabellenführer SG Buchholz-Rosengarten unterlag der aktuelle Tabellensiebte der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen am Samstagabend in der Arena Trier deutlich mit 28:39 (13:22).
 

Dornen im Rosengarten: Nichts war es in der Arena mit der angestrebten Überraschung der Trierer Miezen in der zweiten Handball-Bundesliga gegen den Tabellenführer SG Buchholz-Rosengarten.

 

In der Partie gegen den seit dem Oktober 2017 ohne Punktverlust durch die zweite Bundesliga fegenden Spitzenreiter aus dem hohen Norden zogen die Triererinnen nur eine Woche nach der Heimpleite gegen den Abstiegskandidaten Zwickau erneut mit 28 ; 39 (13:22). den Kürzeren. Statt der Königin der Blumen waren für die Triererinnen jede Menge Dornen im Rosengarten reserviert.

 

Die Miezen, die bis zum Saisonende auf die an der Schulter operierte Ungarin Dorothea Simon-Varga verzichten müssen und auch die ebenfalls wegen einer Schulterverletzung fehlende Rumänin Ramona Constantinescu vermissten, wollten von Beginn an das umsetzen, was Ihnen Ihr Trainer Andy Palm mit auf den Weg gegeben hatte: „Die Fehler aus den beiden vergangenen verlorenen Spielen minimieren, gegen den Tabellenführer ein engagiertes Spiel machen und dann sehen, was dabei herauskommt.“

 

Trier begann ohne Respekt vor dem großen Namen, führte 1:0 durch Gabriella Szabo und hielt in den ersten zehn Minuten prächtig mit. Doch sobald sich technische Fehler einschlichen, bestraften dies die Norddeutschen mit vielen schnellen Tempogegenstößen. Zwar parierte Torfrau Melanie Eckelt zwei sogenannte Hundertprozentige, aber das Debakel zeichnete sich schon nach knapp 20 Minuten und einem 8:0-Lauf beim Stand von 7:16 ab.

 

Buchholz-Rosengarten kam immer wieder über die bärenstarke Kreisläuferin Evelyn Schultz zu leichten Treffern. Auch eine Auszeit von Trainer Andy Palm änderte an der Konstellation nichts. Dieser Gegner, das war schnell erkenntlich war – und dies nicht nur für die DJK / MJC Trier in dieser Liga – einfach (mindestens) eine Nummer zu groß.

 

Das sah auch Triers Trainer Andy Palm so, der den Sieg des Gegners neidlos anerkannte. „Rosengarten war auf allen Positionen besser besetzt. Wir müssen jetzt sehen, dass wir nach drei Niederlagen in Folge am nächsten Wochenende in Beyeröhde wieder etwas Zählbares mitbringen.“ Als die beiden Schiedsrichterinnen Heinz / Lehnert aus Augsburg zur Pause baten, war die Messe beim Stand von 13:22 schon gelesen.

 

Die auch körperlich robusteren und athletischer wirkenden Gäste, bei denen mit Tanja Logvin eine ehemalige Champions-League-Siegerin auf der Bank saß, schalteten nach dem Wiederanpfiff zunächst mindestens einen Gang zurück. Bis Logvin, die aus eigenen Profi-Zeiten derlei Schluderei nicht gewohnt war, der Geduldsfaden riss und sie ihren Unmut von der Bank deutlich kundtat.

 

Den Triererinnen muss man zugute halten, dass sie zumindest die Niederlage in Grenzen halten wollten und teils auch mit schönen Spielzügen aufwarteten. Immer aber hatte man das Gefühl, dass die Gegenseite, wenn es denn erforderlich gewesen wäre, das Tempo noch einmal deutlich hätte anziehen können.

Einziger Lichtblick: Gegen diesen Gegner wird man in der nächsten Saison nicht mehr verlieren, weil er dann im Oberhaus agieren wird.

 

DJK / MJC Trier: Eckelt / Minami – Sattler, Zrnec, Tolic, (6), Szabo, (8) Petrovska, Czanik (4), Smits, Müller, (2/1)Houben (5/2), Welter (3)

 

Erfolgreichste Torschützin der Gäste war Evelyn Schutz (11)

Schiedsrichterinnen: Heinz / Lehnert (Augsburg)

 

Zuschauer: 320

 

 

| 16:44 Uhr

 

Trierer Zweitliga-Handballerinnen kassieren 26:31-Niederlage gegen Tabellenvorletzten Zwickau
 
Trier. Die Trierer Miezen haben am Samstagnachmittag ihr Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten BSV Sachsen Zwickau überraschend mit 26:31 (11:16) verloren. Vor rund 400 Zuschauern zeigten die Trierer Zweitliga-Handballerinnen vor allem in der ersten Hälfte eine in Angriff und Abwehr schwache Leistung. Die Aufholjagd in der zweiten Hälfte wurde letztlich nicht belohnt.

Schade, Miezen! Die spannende Aufholjagd gegen den BSV Sachsen Zwickau kam zu spät und war am Ende nicht von Erfolg gekrönt. Zwar kämpften die Triererinnen in der zweiten Hälfte beherzt und ließen sich auch durch einen Zehn-Tore-Rückstand beim 14:24 in der 39. Minute nicht entmutigen, doch die Hypothek aus der ersten Halbzeit erwies sich am Ende als zu groß. Fünf Minuten vor dem Ende schnupperten die Miezen zwar am Ausgleich, als die erfolgreichste Trierer Werferin Gabriella Szabo auf 25:27 verkürzte, doch es reichte nicht ganz. Sattler und Szabo vergaben ihre Chancen, so dass am Ende etwas überraschend die Gäste ihren ersten Auswärtssieg bejubeln durften.

 

Miezen-Trainer Andy Palm war nach der Partie etwas ratlos: „In der ersten Halbzeit waren wir so gut wie gar nicht auf der Platte. Hätten wir von Anfang an so gespielt wie gegen Ende der zweiten Hälfte – aber das haben wir nicht geschafft. Wir müssen das am Montag mit der Mannschaft besprechen, sonst gibt es am Samstag gegen Rosengarten eine Packung.“ Beim zweiten Heimspiel innerhalb von einer Woche treffen die Miezen dann in der Arena auf den bislang souveränen Spitzenreiter.

 

In der ersten Hälfte erwischten die Miezen gegen Zwickau einen klassischen Fehlstart. Schon nach zwei Minuten lag das konfus beginnende Team mit 0:3 in Rückstand. Durch zwei Szabo-Treffer und einem Tor von Houben verkürzten die Gastgeberinnen vor rund 400 Zuschauern in der Arena auf 3:4 (6.). Doch wer dachte, dass die Miezen nun ihren Rhythmus gefunden hätten, sah sich getäuscht: Nicht wie geplant die Triererinnen zeigten Tempo-Handball, sondern immer wieder gelangen den Gästen nach technischen Fehlern oder Fehlversuchen der Miezen Treffer. Nach vier Fehlwürfen von Houben zog Zwickau auf 7:3 (12.) und später auf 12:6 (18.) davon. Die Miezen fanden kein Rezept gegen die Defensive der Gäste und scheiterten mit ihren zu schwachen Würfen immer wieder an der Zwickauer Torhüterin Ela Szott.

 

Ihre höchsten Führungen besaßen die Sächsinnen beim 14:7 (25.) und 16:9 (30.). Mit der Halbzeitsirene kam noch einmal neuer Mut bei den Miezen auf, denn vom Mittelkreis aus traf Zrnec zum für die Miezen sogar noch schmeichelhaften 11:16-Halbzeitstand.

In der zweiten Hälfte wechselte MJC-Coach Palm im Tor: Yuka Minami kam für Melanie Eckelt und sorgte mit ihren Paraden dafür, dass sich das Spiel in der Endphase doch noch zu einem Krimi entwickelte. Danach sah es zunächst nicht aus, denn angeführt von den starken Nadja Bolze, Katarina Pavlovic und Petra Nagy ging Zwickau sogar mit zehn Toren in Führung (22:12, 37.). Andrea Czanik, die alle ihre fünf Tore in der zweiten Halbzeit erzielte, und Gabriella Szabo hielten die Miezen aber im Spiel. Mit vier Treffern in Folge verkürzten sie auf 18:24 (43.).

 

Die Schlussphase wurde hektisch, als auf einmal die Zwickauerinnen nervös wurden und die Miezen Tor um Tor verkürzten. Von der 51. bis zur 58. Minute blieben die Gäste torlos, und die Miezen kamen durch Czanik und zweimal Szabo bis auf zwei Tore heran (25:27, 55.). Doch als die Miezen ihre Chancen vergaben, waren Nagy und Bolze zur Stelle und entschieden die Partie zu Gunsten Zwickaus. Gäste-Trainerin Corina Cupcea freute sich über die ersten Auswärtspunkte der Saison: „Wir wollten von Anfang an Gas geben und uns einen Vorsprung erarbeiten. Dieser Plan ist aufgegangen, ich bin zufrieden. In unserer Situation sind zwei Punkte das Wichtigste – ich hoffe, dass wir noch aus dem Tabellenkeller herauskommen.“

Für die Miezen gilt es nun, nach der zweiten Niederlage in Folge ihre Wunden zu lecken und sich auf das Spiel gegen den Spitzenreiter Rosengarten einzustellen. Trainer Andy Palm wird seine Mannschaft aufrichten müssen, denn nur mit einer deutlichen Leistungssteigerung werden die Miezen in der Lage sein, dem Tabellenführer am kommenden Samstag auf Augenhöhe zu begegnen.

 

Statistik:

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Sattler (0), Zrnec (3), Tolic (1), Szabo (10/davon drei Siebenmeter), Petrovska (0), Czanik (5), Smits (2), Simon-Varga (0), Müller, Houben (3), Welter (2)

Beste Werferinnen Zwickau: Bolze (10/4), Pavlovic (9/1)

 

 

 

| 20:01 Uhr

 

Trierer Miezen verlieren Topspiel in Halle/Neustadt
 
 
 
 

Miezen-Spielerin Tine Welter von der DJK/MJC Trier während der Partie gegen Waiblingen FOTO: Jürgen Brech

 

Nach zuletzt 9:1 Punkten in Folge und dem Sprung auf den sechsten Platz der zweiten Handball-Bundesliga der Frauen hat es die Trierer Miezen am Samstagabend erwischt.

 

Im Topspiel beim Tabellendritten Union Halle/Neustadt gab es eine am Ende zu deutliche 23:30 (10:13)-Niederlage für die extrem ersatzgeschwächten Triererinnen. Trainer Andy Palm musste auf die verletzten Ramona Constantinescu. Joline Müller, Dora Simon-Varga sowie Tine Welter (Grundwehrdienst in Luxemburg) verzichten. Bis zur Schlussphase hielt die MJC mit, dann fehlten die Alternativen. Beste Trierer Werferin war Vesna Tolic mit sechs Treffern.

 

Bis zum 6:6 zur Mitte der ersten Halbzeit waren die Miezen auf Augenhöhe, dann setzten sich die Gastgeberinnen zur Pause auf 13:10 ab. Gleich nach dem Seitenwechsel gelang den Miezen durch einen Doppelschlag von Linsey Houben und einen weiteren Treffer von Gabriella Szabo der Ausgleich zum 13:13 – aber das war auch schon das letzte richtig knappe Resultat. Aufgrund der größeren Wechseloptionen und dank einer stabilen Abwehr betrug der Vorsprung des Tabellendritten ab der 38. Minute konstant drei bis fünf Tore. Die Miezen gaben sich aber nie auf, Halle konnte sich bis erst nach dem 26:23 in der 53. Minute entscheidend absetzen und gewann am Ende verdient.

 

DJK/MJC Trier: Minami, Eckelt – Petrovska (1), Sattler (3), Houben (4/3), Czanik (2), Tolic (6), Smits (3), Szabo (4), Zrnec (0), Brunner (0) – Beste Werferin Halle: Mikkelsen (6)

 

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| 20:59 Uhr
 
Miezen zittern sich zum 32:31-Sieg gegen Bremen
60 Minuten auf der Achterbahn, Dramatik pur – und am Ende feiern die Miezen: Frauen-Handball-Zweitligist DJK/MJC Trier hat seine Erfolgsserie am Samstagabend auf 9:1 Punkte in Folge ausgebaut. Doch die Mannschaft von Trainer Andy Palm musste bis zum Schlusspfiff zittern, ehe der 32:31 (17:18)-Erfolg gegen Werder Bremen eingetütet war.
Von Björn Pazen
 

Den Siegtreffer erzielte Linsey Houben 50 Sekunden vor Schluss per Siebenmeter, den letzten Bremer Angriff fing Maja Zrnec ab. Trier liegt nun auf Tabellenplatz sechs.

 

Nach dem Ausfall von Dora Simon-Varga, die im Februar an der Schulter operiert werden muss und diese Saison nicht mehr auflaufen wird, tauchte überraschend Joline Müller im Kader auf. Die Saarländerin hatte sich im letzten Spiel der Saison 2016/17 im Mai das Kreuzband gerissen – und die Polizei-Kommissarin feierte mit zwei Siebenmetertreffern ein umjubeltes Comeback.

 

„Die Nervenstärke unserer Spielerinnen war toll, aber wir hätten das Ganze auch entspannter lösen können“, sagte Trainer Palm: „Nachdem wir erhebliche Probleme mit dem Bremer Rückraum hatten, war eine Umstellung der Abwehr der Schlüssel zum Erfolg.“ Trotz der Serie bleibt der Belgier aber auf dem Boden: „Wir werden ganz normal weiterarbeiten. In einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann, ist es zu früh, um nach oben zu schauen.“

 

Bereits die erste Hälfte war eine Achterbahnfahrt für die Miezen. Nach einer anfangs ganz schwachen Abwehr- und Torwartleistung lag die MJC nach neun Minuten mit 5:8 hinten. Nach einer Auszeit von Trainer Palm fingen sich die Gastgeberinnen aber wieder, Torfrau Melanie Eckelt wehrte einige Würfe ab, im Angriff lief es besser, auch weil Linksaußen Hannah Sattler vor Spielfreude strotzte – und beim 9:9 war der Ausgleich hergestellt.

 

Wer aber dachte, dass die Miezen die Partie nun im Griff hätten, war getäuscht. Erneut hatte die Defensive zu viele Lücken, vor allem Merle Heidergott (insgesamt elf Tore) und Alina Otto (acht Treffer) nutzten dies gnadenlos aus und brachten Bremen wieder deutlich mit 15:11 in Führung. Aber plötzlich riss der Faden, Trier kam heran – und dann war es bei ihrem Überraschungs-Comeback Joline Müller, die per Siebenmeter mit ihrem ersten Saisontor zum 16:17 verkürzte.

 

Nach dem Wechsel hatte Trier mehrere Chancen, in Führung zu gehen, doch die Miezen gingen wieder zu schlampig mit ihren Chancen um. Bremen setzte sich auf 24:20 ab, aber dann: Innerhalb von fünf Minuten drehten die Miezen richtig auf, legten eine 7:1-Serie zum 27:25 hin, die 420 Zuschauer standen auf den Sitzen.

 

Aber statt die Partie nun locker nach Hause zu schaukeln, blieb die MJC nun sechs Minuten ohne Tor, während Bremen sich auf 28:27 absetzte. Die Minuten vor Schluss lagen die Gästen weiter mit 30:29 in Führung. Doch dann kam Houben – zunächst glich sie zum 30:30 aus, dann traf sie per Siebenmeter 50 Sekunden vor Schluss zum Endstand. Ein Vorteil für die Miezen: in den letzten zwei Minuten spielten sie nach einer Heidergott-Zeitstrafe in Überzahl. Bremen kam zwar noch zum finalen Angriff, aber verlor den Ball. Am nächsten Spieltag geht es für die Miezen nach Halle/Neustadt.

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska (0), Sattler (5), Houben (7/2), Czanik (4), Tolic (1), Smits (0), Müller (2/2), Szabo (5/1), Zrnec (3), Welter (5)

Beste Torschützin Bremen: Heidergott (11)

 
Und wieder eine weniger: Miezen haben vor Bremen-Heimspiel weiteren Ausfall zu beklagen

Ist bis zum Saisonende raus: Miezen-Spielerin Dora Simon-Varga.

FOTO: Hans Krämer

Miezen haben einen weiteren bitteren Ausfall zu verkraften. Auch daher wäre ein Heimsieg gegen Bremen am Samstagabend (19.30 Uhr) immens wichtig.Es gibt Zeiten, da läuft einfach alles wie geschmiert – selbst, wenn man gar nicht daran beteiligt ist. Davon können die Trierer Miezen derzeit ein kleines Lied singen. Vier Spiele ohne Niederlage, 7:1 Punkte – und dann auch noch ohne eigenes Zutun in der Tabelle weiter nach oben geklettert: Weil Waiblingen in drei Partien eine Spielerin einsetzte, die nicht für die 2. Liga spielberechtigt war, wurden den Schwaben vier Punkte abgezogen.

 

Dadurch überholten die Miezen Waiblingen und sind vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen am Samstag (19.30 Uhr, Arena) auf dem achten Platz. Kuriosum am Rande: Das einzige Spiel, das Waiblingen in besagter Zeit verlor, war gegen die Miezen (28:30), weswegen der MJC zwei Tore in der Tabelle abgezogen werden. Zu verschmerzen wird sich Trainer Andy Palm denken.

 

Schlagen die Miezen nun auch die Handballerinnen der Fußball-Bundesligisten von der Weser, die zwei Punkte vor der MJC liegen, würde man auch den kommenden Gegner überflügeln – und stünde unter den besten sechs der Liga.

„Wir haben in den vergangenen Wochen gesehen, wie viel Bewegung in der Tabelle ist – wir haben durch unsere Erfolge davon profitiert. Aber die Situation kann sich auch ganz schnell wieder drehen, speziell, da nach dem Bremen-Spiel in Halle-Neustadt, Zwickau und Tabellenführer Rosengarten sehr unangenehme Gegner warten.“

Daher wäre ein Sieg gegen Werder Gold wert: „Dann können wir halbwegs sorgenfrei nach unten schauen“, sagt Palm. Nach unten? Als Tabellensechster? Der Belgier, der Silvester in der Eifel feierte, bleibt seiner vorsichtigen Linie treu, will erst einmal den großen Haken hinter das Thema Klassenerhalt machen, bevor er von höheren Weihen spricht. Und diese Haltung liegt auch in einer weiteren schweren Verletzung begründet: die ungarische Spielmacherin und Linksaußen Dora Simon-Varga fällt für den Rest der Saison aus.

Die 27-Jährige laboriert schon seit längerem an hartnäckigen Schulterproblemen – nun geht nichts mehr, im Februar muss die Schulter operiert werden. „Wir müssen die Verantwortung in der Mannschaft nun anders verteilen“, sagt Palm, in dessen Team seit Saisonbeginn auch Ramona Constantinescu (ebenfalls Schulter-Operation) und Joline Müller (Kreuzbandriss) fehlen. Neue Nummer eins auf der linken Außenbahn ist MJC-Eigengewächs Hannah Sattler.

 

Taktisch gesehen setzt Palm nun noch mehr auf das Zusammenspiel der verbliebenen Rückraumspielerinnen mit den Kreisläuferinnen Angela Petrovska und Andrea Czanik. „Gerade dort entwickeln wir uns richtig gut weiter, gleiches gilt für die Torquote unserer Außenspielerinnen. Aber jede weitere Schwächung des Kaders beraubt uns natürlich einiger Optionen.“

In den bisherigen vier Zweitliga-Partien gegen Bremen gab es zwei MJC-Siege, ein Remis und eine Niederlage. Ein besonderes Augenmerk wird die Miezen-Abwehr auf Rückraumspielerin Merle Heddergott (bislang 77 Treffer) legen.

 

 

Kader DJK/MJC Trier

 Eckelt, Minami – Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Houben, Welter

 

 

| 19:44 Uhr
 
Miezen gewinnen Spiel in Herrenberg mit 25:24
Herrenberg. Die Trierer Miezen haben ihr Auswärtsspiel gegen die SG H2Ku Herrenberg mit 25:24 gewonnen. Von Björn Pazen
 

Mit ihrem Tor zum 25:24 drei Sekunden vor dem Ende hat Tina Welter die Erfolgsserie der Trierer Handball-Miezen fortgesetzt. Am Samstagabend setzte sich der Frauen-Handball-Zweitligist bei der SG Herrenberg durch, hat nun 7:1 Punkte in Serie erzielt und geht auf einem einstelligen Tabellenplatz ins neue Jahr. Beste Trierer Werferin beim Thriller in Schwaben war Gabriella Szabo mit 11/7 Toren.

 

Beim 5:4 übernahmen die Miezen erstmals die Führung und hielten diesen Vorsprung bis zur Pause beim 11:10 – danach lag der Gastgeber nicht mehr vorne. Gleich nach dem Seitenwechsel erhöhte Trier den Vorsprung auf vier Tore beim 14:10, doch entschieden war noch lange nichts, selbst nicht als die Luxemburgerin Welter mit ihrem dritten von vier Treffern das 19:16 erzielt hatte (47.).

 

Trotz der Roten Karte gegen Abwehrchefin Anika Leppert (nach der dritten Zeitstrafe) in der 48. Minute kämpfte sich Herrenberg heran, gleich nach dem 20:23 dank drei Trefffern in Folge wieder aus – aber die Triererinnen hielten dagegen. Erst traf Anndra Czanik zum 24:23, dann war es Welter, die das 25:24 erzielte und für einen erfolgreichen Jahreswechsel sorgte. Das nächste MJC-Heimspiel ist am 6. Januar gegen Werder Bremen.

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska (2), Sattler (0), Houben (2), Czanik (3), Tolic (1), Smits (0), Szabo (11/7), Zrnec (2), Welter (4) – Beste Torschützin Herrenberg: Neubrander (5)


 

| 11:33 Uhr

 

Buspanne des Gegners: Miezen-Spiel abgesagt
 

 

Trier. Das für den heutigen Samstag (Anwurf: 16 Uhr) geplante Heimspiel der Trierer Handball-Miezen gegen die Füchse Berlin ist soeben abgesagt worden.
 

Grund: Der Gegner aus der Hauptstadt steckt nach einer Buspanne bei Erfurt fest. „Da die Berliner frühestens zwei Stunden nach dem geplanten Anwurf in Trier gewesen wären, haben wir nach Rücksprache mit der Ligaleitung gemeinsam entschieden, die Partie abzusagen“, sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, die Eintrittskarten bleiben natürlich gültig.

 

 

| 20:51 Uhr

 

Torfrau sichert Trierer Miezen das Remis
 
Trier. Die kleine Erfolgsserie der Trierer Miezen ist gerissen. Nach zwei aufeinander folgenden Siegen reichte es am Samstagabend im Ligaspiel gegen die Mannschaft des TVB Wuppertal nach einer spannenden Schlussphase leidglich zu einem 31:13 (17:18)-Unentschieden. Von Jürgen Braun
 

Bedanken konnten sich die  Trierer Zweitliga-Handballerinnen für den Punktgewinn vor allem bei ihrer japanischen Torfrau Yuko Minami, die mit Ausnahme von zwei Siebenmetern dieses Mal den Vorzug vor Melania Eckelt erhalten und einen echten Sahnetag erwischt hatte.

Nach einer Woche trainingsfrei nach dem überraschenden Sieg beim Tabellendritten Korb / Waiblingen fiel es der Multi-Kulti-Truppe des belgischen Trainers Andreas Palm sichtlich schwer, in die Partie hinein zu kommen. Dort, wo nur knapp 24 Stunden vorher nach fast 4000 Zuschauer den WM-Krimis beigewohnt hatten, verloren sich am Samstag Abend nach offiziellen Angaben noch 340 Zuschauer, die ihre Mannschaft aber lautstark unterstützten.

 

Der aufmunternde Applaus von den spärlich besetzten Rängen reichte allerdings nicht aus, um der eigenen Mannschaft Selbstvertrauen mit auf den Weg zu geben. Die Gäste, in diesem Jahr auswärts noch ungeschlagen, waren in der Anfangsphase in diesem Duell zweier früherer Erstligisten klar die Ton angebende Mannschaft.

 

Beim 10:6 in der 18. Minute betrug der Vorsprung der Bergischen zum ersten Mal vier Tore, alleine ihrer japanischen Torfrau hatten es die Gastgeberinnen zu diesem Zeitpunkt zu verdanken, dass der Vorsprung nicht noch anwuchs. Die 32jährige brillierte nicht nur zwischen den Pfosten, sondern leitete mit zentimetergenauen Pässen auch noch Erfolg versprechende Konter ein. Mit viel Kampfgeist und dank der Initiative von Spielmacherin Maja Zrnec kamen die Miezen bis zum Pausenpfiff noch auf 17:18 heran.

 

Im zweiten Spielabschnitt entwickelte sich eine umkämpfte Begegnung zweier Mannschaften auf Augenhöhe. Die Miezen kamen konzentrierter aus den Kabinen als zu Beginn aus der Begegnung und gingen beim 20:19 zum ersten Mal in dieser Begegnung in Führung. In der Folge versäumte man es jedoch, diesen Vorsprung aus zu bauen, weil viele sogenannte freie Würfe und „Hundertprozentige“ vergeben wurden.

 

In der hektischen Schlussphase hielt Ersatz-Torfrau Melanie Eckelt mit einem gehaltenen Siebenmeter-Strafwurf ihre Farben in der Partie. MJC-Coach Palm handelte sich zudem wegen ständigen Lamentierens mit den Unparteiischen die Gelbe Karte ein.

In der Schlussminute vergab zunächst Tina Welter Frei von der Rechtsaußenposition. Der letzte Wurf der Wuppertalerinnen aus der eigenen Hälfte verfehlte das von der Torfrau verlassene Trierer Gehäuse nur um wenige Zentimeter. Somit blieb es beim insgesamt gerechten Remis.

 

DJK M7 MJC Trier: Minami, Eckelt – Sattler, Houben (4), Czanik (3), Tomic, Smits (4), Szabo (3/1), Zrnec (7), Simon-Varga (5), Welter (4), Petrovska (1)

 

Trierer Miezen gewinnen beim Tabellendritten
 
 
 
 
FOTO: Bjoern Pazen (BP)
 
Waiblingen. Acht Tore von Tine Welter, viele Paraden von Torfrau Melanie Eckelt und eine tolle Moral in der Schlussphase - das waren die Gründe für den überraschenden Auswärtssieg der Trierer Miezen am Samstagabend. Dank des 30:28 (15:16) beim Tabellendritten FSG Waiblingen/Korb sind die Triererinnen im sicheren Mittelfeld der 2. Frauen-Handball-Bundesliga angekommen.
 

Beim 2:3 nach fünf Minuten lagen die Miezen in einem hochklassigen Spiel zum letzten Mal bis zum Halbzeitpfiff hinten, da übernahm erst einmal die Slowenin Maja Zrnec das Ruder. In einem ihrer besten Spiele im MJC-Trikot sorgte die Linksaußen gemeinsam mit der später überragenden Luxemburgerin Tine Welter auf der rechten Außenbahn für die eine konstante und teilweise auch beruhigende Trierer Führung in der ersten Hälfte, Waiblingens Trainer Jürgen Krause - Vater der Welthandballerin von 2007, Nadine Krause - sah sich früh zu einer Auszeit gezwungen, aber konnte kurzfristig nichts ändern. 

 

Die MJC lag beim Aufsteiger mehrfach mit drei Toren vorne, büßte diese Führung aber bis zur Pause wieder ein und ging mit einem 15:16 in die Kabine. Und dort schien Andy Palm genau die richtigen Worte gefunden zu haben. Die Trierer Defensive stand hervorragend, kassierte fast neun Minuten keinen Gegentreffer - und im Angriff lief es für die Miezen wie am Schnürchen, mit sieben (!) Treffern in Folge zum zwischenzeitlichen 22:16.

 

Waiblingen warf nun alles in die Waagschale, verkürzte Tor um Tor. Beim 24:21 nahm Palm seine Auszeit, um die Mannschaft neu einzustellen, aber der Tabellendritte ließ sich in dieser Phase nicht aufhalten. Innerhalb von 14 Minuten machten die Schwaben aus einem Sechs-Tore-Rückstand zunächst den Ausgleich beim 26:26 - und gingen dann sogar zweimal, durch zwei Tore von Kyra Teixeira, in Führung.

 

Sollten die Miezen trotz einer tollen Leistung mit leeren Händen nach Hause fahren? Nein! Das 28:27 vier Minuten vor dem Ende sollte Waiblingens letztes Tor bleiben, die letzten drei Treffer durch Simon-Varga, Houben und Czanik gehörten den Miezen, die damit ihre Aufwärtstrend ganz klar unter Beweis stellten.

 

„Die Schlussphase war richtig dramatisch, es ist toll, dass wir ein enges Spiel noch gewinnen konnten. Das gibt Selbstvertrauen“, sagte MJC-Vorstand, der ein Sonderlob für seine Torfrau parat hatte: „Melanie Eckelt war unsere Matchwinnerin.“

 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Sattler (1), Houben (4), Czanik (3), Tolic, Smits (1), Szabo (6/3), Zrnec (4), Simon-Varga (3/2), Welter (8)

 

- beste Werferin Waiblingen: Odrowska (7)

 

 

Volle Halle, viele Tore und zwei Punkte - Zweiter Heimsieg für die Trierer

(Trier) Die Trierer Handball-Miezen haben vor 1180 Zuschauern gegen den Aufsteiger Kirchhof gewonnen. Sie gewannen zuhause mit 35:32 (18:17).

 

19.11.2017 Von Björn Pazen

 

Die Trierer Miezen haben die Chance beim Schopfe gepackt, haben so viele Fans wie schon lange nicht mehr in der Arena begeistert – und dank des zweiten Heimsiegs der Saison auch die Abstiegsränge verlassen. Das 35:32 (18:17) gegen Aufsteiger SG Kirchhof am Sonntag war echte Werbung für den Zweitligisten und für den Frauen-Handball dank Dramatik, vielen Treffern und voller Halle.
„Vielen Dank an alle, dass wir vor so einer Kulisse spielen dürfen. Gerade daher waren die Punkte so wichtig. Jeder hat gesehen, wie sich die Mannschaft gefreut hat. Wir konnten den Deckel leider nicht früher zumachen, haben aber als Mannschaft eine Superleistung gezeigt. Mit dem Sieg haben wir jetzt mehr Luft zum Atmen“, sagte MJC-Trainer Andy Palm.

Tempo, Tore und keine Abwehr – das war in der Kurzversion die erste Halbzeit. 35 Treffer in 30 Minuten sieht man eher selten. Wenn man dann noch die rund zehn Pfosten- und Lattentreffer auf beiden Seiten hinzuzählt, kann man erfassen, wie wenig Wert auf Defensive gelegt wurde. Die 1180 Zuschauer (dank der Schulaktion der Sparkasse Trier) hatten ihren Spaß, die Torfrauen der Miezen eher weniger. Denn Melanie Eckelt und Yuko Minami (die später zur Matchwinnerin wurde) bekamen vor der Pause kaum einen Ball zu fassen.

Kirchhof war nach dem Überraschungssieg gegen Nürtingen hochmotiviert nach Trier gereist, lag bis zur 29. Minute immer vorne, teilweise sogar mit drei Treffern Differenz. „Aber dann haben die Miezen einen tollen Kampfgeist gezeigt“, lobte in der Halbzeit Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Angeführt vom Tor-Duo Gabriella Szabo und Dora Simon-Varga, das elf der 18 MJC-Tore in Hälfte eins erzielte, gelang beim 17:17 der erste Ausgleich und kurz vor dem Wechsel sogar die erste Führung.


Ein Sieger war auch die Klasse 10 des Trierer Max-Planck-Gymnasiums, denn die war die größte Gruppe der Schulaktion und bekommt nun eine Sportstunde mit den Miezen. „Die Resonanz auf die Aktion war toll, die Schüler haben eine tolle Stimmung gemacht“, sagte Sparkassenvorstand Günter Passek. Und die Stimmung wurde gleich nach dem Wechsel noch besser: Zwei Paraden von Minami, zwei schnelle MJC-Tore – fertig war das 20:17.

Immer dann, wenn die Miezen ein kleines bisschen Sicherheit in ihr Spiel bekam, wurden sie im wahrsten Sinne zurückgepfiffen. Denn die Schiedsrichter Christian und David Hannes zogen sich häufiger den Unmut der Fans, MJC-Trainer Andy Palm und Miezen-Vorstand Jürgen Brech zu. Grund waren vor allem die vielen Zeitstrafen gegen die Miezen. So blieb das Spiel auf Messers Schneide, mit hoher Intensität, aber etwas weniger Tempo. 

15 Minuten vor dem Ende stand es nur noch 24:23 für die MJC, die in dieser Phase auch fahrlässig mit ihren Chancen umging. Kirchhof nutzte dies clever aus, schloss eine 7:3-Serie mit der ersten Führung nach der Pause zum 28:27 (53.) ab. Aber als es auf sei ankam, waren die Fans zur Stelle, trommelten und klatschen die MJC nach vorne. Im Angriff lief es nun wieder, dank Andrea Czanik und Szabo, dafür stand die Miezen-Abwehr teilweise offen wie ein Scheunentor. Vor allem die zwölffache Torschützin Dionne Visser nutzte diese Lücken gnadenlos aus. Die Spannung war greifbar. 90 Sekunden vor dem Ende führte Trier 33:32, Szabo hämmerte ihren fünften Strafwurf unhaltbar in die Maschen – 34:32. Ballverlust Kirchhof. Noch 32 Sekunden, Auszeit Trier. Das Tor von Simon-Varga zum 35:32-Endstand geht im kollektiven Siegerjubel unter. 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska (1), Sattler, Houben (4), Czanik (5), Tolic (4), Smits (3), Szabo (9/5), Simobn-Varga (8), Welter (1) – Beste Werferin Kirchhof: Visser (12/2)

Viele Fliegen und eine Klappe

Am Sonntag wollen die Trierer Handball-Miezen vor voller Hütte gegen den Aufsteiger Kirchhof aus dem Keller klettern.

Der äußere Rahmen ist für ein Handballfest bereitet. Die Trie rer Miezen haben gemeinsam mit der Sparkasse Trier alle Trierer Grundschulen eingeladen, die Ministerpräsidentin hat ihr Kommen genauso angekündigt wie der Lotto-Chef des Landes, der Sparkassenboss und der Trierer Oberbürgermeister. Das letzte MJC-Heimspiel vor der WM soll Lust und Laune machen für den sportlichen Höhepunkt, der vom 2. bis 8. Dezember in der Arena über die Bühne geht.

 

Wenn am Sonntag um 16 Uhr die Miezen die SG Kirchhof in der Arena empfangen, geht es aber auch um Abstiegskampf und die Chance der MJC, verlorenes Terrain in der 2. Bundesliga wieder gutzumachen. Mit 4:8 Punkten sind die Triererinnen als Viertletzte auf einem Abstiegsplatz, einen Punkt hinter dem Aufsteiger aus Nordhessen, der am Sonntag seine Visitenkarte in der Arena abgibt. Allerdings hat Kirchhof auch zwei Partien mehr absolviert, darunter zuletzt den Überraschungserfolg gegen die TG Nürtingen, gegen die die MJC zuvor verloren hatte.

 

MJC-Trainer Andy Palm weiß um den Druck, versucht diesen aber auch vom Team zu nehmen: "Der aktuelle Tabellenstand spiegelt nicht unser Potenzial wider. Wir brauchen jetzt eine Initialzündung, um durchzustarten." Gerade die erwartet große Kulisse soll Ansporn sein: "Wir können Werbung für uns, für den Frauenhandball, für die WM machen - und vielleicht auch noch den einen oder anderen potenziellen Sponsor begeistern", sieht Palm die Chance, viele Fliegen mit einer Klappe - sprich einem begeisternden Spiel inklusive zwei Punkten - schlagen zu können. "Wir können erneut in einem besonderen Rahmen Werbung für unseren Sport und gleichzeitig für die Handball-WM der Frauen machen", sagt auch der wiedergewählte MJC-Vorstand Jürgen Brech (siehe Extra). Im Gegensatz zur Konkurrenz hatten die Miezen nach zuvor drei Heimspielen in elf Tagen nun 17 Tage Spielpause nach dem Pokal-Aus gegen Nellingen an Allerheiligen. Nach ein paar Tagen Regeneration standen Athletiktraining und intensive Vorbereitung auf Kirchhof an. "Wir haben uns einiges einfallen lassen, um die eher unorthodoxe Kirchhofer 4:2-Abwehr zu knacken", verriet Palm. In der eigenen Defensive liegt das Hauptaugenmerk darauf, die Kreise von Diana Sabljak (ehemalige Bundesliga-Spielerin in Koblenz/Weibern) einzuengen, die bislang im Schnitt achtmal pro Partie traf.


"Auch wenn wir eigentlich in der Favoritenrolle sind, erwartet uns eine Partie auf Augenhöhe, denn die Gäste haben hier nichts zu verlieren, sie werden befreit aufspielen und sind eine harte Nuss", sagt Palm, der mit Ausnahme der Langzeitverletzten Langzeitverletzten Joline Müller (Kreuzbandriss) und Ramona Constantinescu (Schulter-OP) alle Miezen an Bord hat.

 

Wie die Miezen hat Kirchhof auch etwas zur WM beigetragen, die SG war in dieser Woche Sparringspartner der deutschen Nationalmannschaft, die sich im nahe gelegenen Rotenburg an der Fulda auf die Heim-WM vorbereitet.


DJK/MJC Trier (Kader): Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben, Welter
 

Extra: MIEZEN ERWEITERN VORSTAND UND AUFSICHTSRAT


(red) Bei der Mitgliederversammlung des DJK/MJC Sportmanagement e.V. wurde der Vorstand des Lizenznehmers der Trierer Miezen in der 2. Liga um Christoph Steil erweitert. Der langjährige MJC-Spieler und Trainer, für den die neue Tätigkeit eine "Herzensangelegenheit" ist, unterstützt nun den wiedergewählten Vorsitzenden Jürgen Brech bei seiner Arbeit. Auch der Aufsichtsrat ist nach der Wahl wieder vollzählig, diesem Gremium gehören nun an: Oliver Bloeck (Vorsitzender), Erwin Becker (stellvertretender Vorsitzender), Manfred Nink, Mario Kutschke, Herbert Schuhmacher, Maik Scharnweber, Thomas Fix und Jörg Hunold (Mergener Hof).

Ohne Chance - Trierer Miezen unterliegen Ketsch mit 16:29

 Keine Führung während der gesamten Partie, nur sieben Treffer vor der Pause, viele leichte Ballverluste: Die Zweitliga-Handballerinnen der DJK/MJC Trier haben am Samstagabend in der Arena deutlich mit 16:29 gegen den Tabellenführer Kurpfalzbären Ketsch verloren.

 

Nach zwölf Minuten lagen die Miezen mit 2:7 in Rückstand, ehe sie sich auf 5:8 herankämpften (22.). Nach einer Auszeit von Katrin Schneider, Ex-Mieze und Trainerin der Ketscher, zogen die Gäste dank eines 7:2-Laufs wieder auf und davon. Zur Pause stand es 7:15 aus Miezen-Sicht – so wenige Treffer hatte Trier in einer ersten Spielhälfte in dieser Saison noch nicht erzielt. Die Ketscher Torfrau Sabine Stockhorst entschärfte alleine vor der Pause elf Würfe der Miezen – sie wurde teilweise aber auch ,warmgeworfen‘. Die Gäste traten viel aggressiver als die Triererinnen auf.
 

Auch in der zweiten Hälfte stellte die MJC die Ketscher vor keine großen Probleme.  Ein Manko bei der MJC: Gabriella Szabo kam erst in der 44. Minute zu ihrem ersten und einzigen Tor aus dem Spiel heraus.

Schon am Mittwoch, 1. November, geht es für Trier weiter. Dann empfangen die Miezen um 16 Uhr in der heimischen Arena im DHB-Pokal den Erstligisten Nellingen.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler, Houben (3), Czanik (3), Tolic, Smits, Szabo (2/1), Zrnec (2), Varga (5/2), Welter (1)

 

Bären sollen in Miezen-Falle tappen

Kein Grund zur Skepsis: Die von der Ex-MJC-Spielerin Katrin Schneider trainierten Kur-Pfalz-Bären reisen als Tabellenführer nach Trier. TV-Foto: Hans Krämer 
 

(Trier) Handball: DJK/MJC Trier trifft am Samstagabend auf den Überraschungs-Tabellenführer Ketsch.

 

Trier Den Heimfluch beendet, und jetzt erstmals in dieser Saison in der Arena wieder zur angestammten Miezen-Zeit am Samstagabend um 19.30 Uhr: Die Voraussetzungen für einen möglichen zweiten Zweitliga-Heimsieg innerhalb von sechs Tagen nach dem 35:29 gegen Hannover-Badenstedt stehen nicht schlecht für die Handballerinnen der DJK/MJC Trier.

 

Wenn da am heutigen Samstag nicht der Überraschungs-Tabellenführer anreisen würde. Die langjährige Mieze und frühere MJC-Kapitänin Katrin Schneider (27) hat als Trainerin die Kur-Pfalz-Bären aus Ketsch nach sechs Spielen sensationell mit 9:3 Punkten auf den ersten Platz geführt.
Mit 4:6 Punkten haben sich die Miezen etwas ins Mittelfeld vorgeschoben. Sie können gegen die Bären zudem auf den aktuell besten Kader (nur Joline Müller und Ramona Constantinescu fehlen) zurückgreifen.
Aber Miezen-Trainer Andy Palm hat Respekt vor Ketsch: "Wir müssen uns auf eine Mannschaft einstellen, die schneller spielt als alle anderen Teams, mit denen wir es bisher zu tun hatten. Ketsch kommt aus einer sehr beweglichen und offensiven Abwehr immer wieder zu gefährlichen Tempogegenstößen."


Daher gelte es, die Fehlerquote im Angriff so zu minimieren wie in Hälfte zwei gegen Hannover, als zudem Torfrau Yuko Minami einen Sahnetag hatte. "Der Sieg war ein Schritt nach vorne, aber weitere müssen folgen. Wir können nun selbstbewusster auftreten - und wollen den Tabellenführer ärgern", sagt Palm.

 

Sechs Siege, zwei Niederlagen - so lautet die bisherige Bilanz der Miezen gegen den Club aus der Nähe des Hockenheimrings seit 2005 in der ersten und zweiten Liga. Das bislang letzte Spiel wollen die Triererinnen allerdings aus ihrem Gedächtnis streichen. 13:11 führte die MJC vor heimischer Kulisse Ende März zur Pause, um nach der schlechtesten Halbzeit der gesamten Saison 2016/17 mit 21:31 zu verlieren. Ketsch machte mit diesem Erfolg seinerzeit den Klassenerhalt perfekt.
Nun reisen die Bären als Tabellenführer an. Sie sind selbst überrascht über den guten Start, speziell über die fünf Punkte in den drei Auswärtsspielen in Zwickau, Beyeröhde und Mainz: "Wir sind bisher sehr mutig in fremden Hallen aufgetreten. Auch in Trier wollen wir beweisen, über welche Kampfqualitäten wir verfügen. Über einen Erfolg in meiner alten Handballheimat würden wir uns sicherlich sehr freuen. Aber auch eine Niederlage gegen dieses mit starken Individualistinnen ausgestattete Team wäre keine Schande", sagt Schneider, die sich Mitte September einer zweiten Schulter-Operation unterziehen musste. Seit zwei Wochen sitzt sie wieder auf der Bank.

 

 

Berichte vom Spieltag 21./22. Oktober 2017

Miezen feiern ersten Heimsieg – 35:29 gegen Hannover

Gute Nachricht am Sonntagnachmittag: Die Trierer Miezen haben gegen die Handballer der HSG Hannover-Badenstedt mit 35:29 Toren gewonnen.

22.10.2017
 
Es war der 18. Februar 2017, es gab ein 31:28 gegen Zwickau – danach gewannen die Trierer Handball-Miezen kein Zweitliga-Heimspiel mehr. Es folgten saisonübergreifend sieben Niederlagen in der Arena – seit Sonntag ist dieser Bann nun gebrochen: Dank des 35:29 (18:17) gegen die HSG Hannover-Badenstedt schwimmt die MJC mit nun 4:6 Punkten wieder in ruhigerem Fahrwasser. Wie wichtig der Befreiungsschlag war, zeigten die Freudentänze nach dem Abpfiff.
 
Die 500 Fans in der Arena sahen vor der Pause zwar 35 Treffer, aber mindestens genauso viele Fehler auf beiden Seiten. Handball für Feinschmecker sieht wahrlich anders aus. Badenstedt hatte den besseren Start, Trier lag dann beim 9:8 erstmals vorne – danach pendelte die Führung ständig hin und her. Stark bei der MJC:  Kreisläuferin Andrea Czanik war nach ihrer Zahnoperation ein kämpferisches Vorbild, war mit acht Treffern beste Werferin. Erhielt die Slowakin den Ball, gab es entweder Tor oder Siebenmeter. Und diese wurden eiskalt von Gabriella Szabo verwandelt. Auch dank fünf Strafwurftoren hatte die Rumänin bereits ihren Saisonschnitt von sieben Toren pro Partie zur Pause erreicht. Dass die MJC nach 30 Minute 18:17 führte, lag aber an einem unglaublichen Hammer von Vesna Tolic in doppelter Unterzahl und mit dem Halbzeitpfiff.  


Danach sorgte ein Wechsel für den entscheidenden Rückenwind bei den Triererinnen: Die Japanerin Yuko Minami ersetzte Melanie Eckelt zwischen den Pfosten, wehrte in den ersten zehn Minuten von Hälfte zwei gleich sieben Würfe ab, nach 30 Minuten Spielzeit war es 14 Paraden. Damit hatte die Sushi-Köchin den größten Anteil am 25:20-Vorsprung der MJC. Auch weil einigen Würfen die Präzision fehlte, dauerte es bis zur 50. Minute und dem 29:23 bis der erste Heimsieg der Saison unter Dach und Fach war.


DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovska, Sattler, Houben (1), Czanik (8), Tolic (4), Smits (1), Szabo (8/6), Zrnec (3), Simon-Varga (5), Welter (5)– Beste Torschützin Hannover-Badenstedt: Pollmer (10/4)

Drei Heimspiele in elf Tagen bestimmen, wo es langgeht

Jetzt gilt's: Die Trierer Miezen um das Trainerteam Andy Palm und Sina Eckelt steht vor wegweisenden Partien. Los geht's am Sonntag mit dem Heimspiel gegen Hannover-Badenstedt. TV-Foto: Hans Krämer
 

(TRIER) Handball: Miezen stehen gegen Hannover unter Druck. Sie haben aber zwei Alternativen mehr.

 

TRIER Irgendwie war das alles anders geplant. Mit einer neuen Mannschaft in Fahrt kommen, die Neuen integrieren und sich so schnell wie möglich finden und dann ab ins gesicherte Mittelfeld. So hatten sich Andy Palm und Sina Eckelt, das Trainerduo der Trierer Handball-Miezen, ihren Start vorgestellt. Nun aber, nach nur vier Spielen, wächst schon der Druck auf die MJC. 2:6 Punkte stehen zu Buche, sinnigerweise aber eine positive Tordifferenz. Das zeigt: die Niederlagen waren knapp.

 

25:26 hieß es am vergangenen Samstag in Nürtingen, "ein Spiel, das wir hätten gewinnen müssen", wie Palm zugibt. Doch es fehlte an der Kaltschnäuzigkeit im Angriff und am Personal. Am Sonntag (Anwurf 16 Uhr) im Heimspiel gegen die HSG Hannover-Badenstedt stehen zumindest wieder zwei Spielerinnen mehr auf dem Spielbericht: Torfrau Melanie Eckelt hat ihre Gehirnerschütterung so weit ausgestanden wie Kreisläuferin Andrea Czanik ihre Zahn-Operation überwunden hat. Beide sind nach eineinhalbwöchiger Pause seit Mittwoch wieder im Training. "Ich denke, dass sie Sonntag auch dabei sind. Melli und Andi haben uns in Nürtingen an allen Ecken und Enden gefehlt", sagt Palm.


Czanik soll in der Defensive eine tragende Rolle übernehmen, sie soll mit ihrer Physis und Erfahrung dafür sorgen, dass Gäste-Kreisläuferin Natasha Ahrens (vom Erstligisten Celle nach Hannover gewechselt) nicht zur Entfaltung kommt. "Auf ihrer Position gehört sie zum Besten, was die Liga zu bieten hat", schwärmt Palm von Ahrens, die vornehmlich die Lücken für die Rückraumspielerinnen der HSG reißt.


Hannover - wie Trier im Achtelfinale des DHB-Pokals - hat zwar wie die Miezen erst einen Sieg auf dem Konto, spielte aber bereits zweimal Remis (gegen Bremen und in Nürtingen). Mit dem neuen Trainer Roland Friebe hatten sich die Niedersachsen nur ein Ziel auf die Fahne geschrieben: nicht abzusteigen. Die Miezen dachten in anderen Sphären, aber so langsam müssen Punkte her: "Wir reden noch nicht von Druck, aber der Mannschaft fehlt einfach ein Erfolgserlebnis. Wir haben eine relativ neue Truppe, die sich nun wieder aus der Situation rausziehen muss, in die sie sich hineinmanövriert hat. Ich bin mir aber sicher, dass das schon am Sonntag klappt", sagt Palm.

 

Das bislang einzige Heimspiel gegen Hannover ging für die MJC vergangene Saison mit 29:35 ziemlich in die Hose - dafür gewann Trier das Auswärtsspiel mit 34:27. Palm hat seine Mannschaft vor allem auf die aggressive 5:1-Deckung der HSG vorbereitet, "wo es auch richtig wehtun kann. Das ist nicht nur im übertragenen Sinne eine harte Nuss", sagt der Belgier.


Die Miezenfans können sich indes auf drei Heimspiele innerhalb von elf Tagen freuen: Nach der sonntäglichen Partie gegen Hannover folgt am Samstag, 28. Oktober (19.30 Uhr), das Ligaduell gegen Ex-Mieze Katrin Schneider und die Ketscher Kur-Pfalz Bären. Und wiederum nur drei Tage später, an Allerheiligen (1. November, 16 Uhr), kämpft die MJC im Pokal gegen den Erstligisten TV Nellingen um den Einzug ins Pokal-Viertelfinale.
Palm und seine Spielerinnen hoffen in allen drei Heimspielen auf höheren Zuschauerzuspruch als zuletzt: "150 mehr als zuletzt dürften es am Sonntag schon sein. Aber wir wissen auch, dass wir mit erfolgreichen Spielen auch erstmal vorlegen müssen."

 

Miezen-Aufholjagd in Nürtingen nicht belohnt

20 Minuten vor dem Ende lagen die Trierer Handball-Miezen am Samstagabend bei der TG Nürtingen scheinbar hoffnungslos hinten, dann startete die MJC ihre Aufholjagd. Doch zu mehr als einem 25:26 (9:11) reichte es nicht mehr. Mit 2:6 Punkten nach vier Spielen haben die Zweitliga-Handballerinnen somit ihren Start verpatzt.

 

14.10.2017 Björn Pazen

 

Allerdings pfiffen die Triererinnen personell aus dem letzten Loch. Neben den Langzeitverletzten Ramona Constantinescu und Joline Müller fehlten in Nürtingen auch Torfrau Melanie Eckelt (Gehirnerschütterung) und Kreisläuferin Andrea Czanik (Nach Zahn-Operation). Somit standen Trainer Andy Palm nur eine Torfrau - Yuko Minami - und neun Feldspielerinnen zur Verfügung.
Bis zum 7:6 war die Partie ausgeglichen, dann setzte sich Nürtingen auf 11:6 ab, angeführt von Verena Breidert, für die am Ende elf Tore zu Buche standen. Nachdem sich die Miezen zur Pause auf 9:11 herangekämpft hatten, musste Palm schon früh, beim 10:15 (35.), seine Auszeit nehmen, aber kurzfristig besserte sich nichts: Nürtingen setzte sich bis zur 41. Minute auf 18:10 ab, hatte die Partie scheinbar entschieden.

Doch die Miezen zeigten ihre Krallen, verkürzten zunächst mit einer 7:2-Serie auf 17:20, drei Minuten vor Schluss war beim 22:24 fast die Wende geschafft. Als dann Hannah Sattler zum 23:24 traf, keimte 38 Sekunden vor Schluss sogar die Hoffnung auf ein Remis auf, die dann aber Ana Petrinja im Gegenzug gleich wieder zerstörte. Mit dem Schlusspfiff gelang Tina Welter nur noch das 25:26. Somit stehen die Miezen beim Heimspiel gegen Hannover-Badenstedt am Sonntag, 22. Oktober, schon unter Druck.
 

TG Nürtingen - DJK/MJC Trier 26:25 (11:9)

DJK/MJC Trier: Minami - Petrovska (1), Sattler (1), Houben (2), Tolic (3), Smits (3), Szabo (6/2, Zrnec (1), Simon-Varga (4), Welter (4) - Beste Torschützin Nürtingen: Breidert (11/2)

 

Zwischen den Pfosten gibt es einige Leerstände

Handball-Miezen bangen vor dem heutigen Auswärtsspiel in Nürtingen um Torfrau Melanie Eckelt.

 

14.10.2017
 

TRIER (BP) Der Siebenmeterwurf ging genau ins Gesicht. Melanie Eckelt sackt zusammen, rappelt sich aber wieder auf, spielt noch kurze Zeit, bevor Trainer Andy Palm die Miezen-Torfrau vom Feld nimmt. Der Kopftreffer beim 24:19-Pokalsieg gegen Herrenberg 15 Minuten vor Schluss sah erst nicht so schlimm aus, doch Eckelt fiel die gesamte Trainingswoche aus.

 

Drei Lendenwirbel geprellt, Gehirnerschütterung, Schleudertrauma lautete das ärztliche Bulletin. Ob die Nummer 1 der Trierer Zweitliga-Handballerinnen am heutigen Samstag (Anwurf 19.30 Uhr) im Auswärtsspiel bei der TG Nürtingen auflaufen kann, ist sehr fraglich. "Bei solchen Verletzungen gehen wir kein Risiko ein. Nur wenn Melli richtig fit ist, wird sie auflaufen", sagte Palm. Die Entscheidung wird also recht kurzfristig vor Anwurf getroffen werden.


Das große Problem: Sollte Eckelt ausfallen, wäre Yuko Minami die einzig verbliebene Torfrau. Weil auch in den parallel spielenden zweiten und dritten Miezen-Mannschaften Torhüterinnen ausfallen, wäre die Japanerin in Nürtingen auf sich alleine gestellt. "Für den Fall muss Yuko da weitermachen, wo sie im Pokalspiel gegen Herrenberg aufgehört hat. Und diese Leistung stabilisieren", sagt Palm.


Die Miezen haben ein Spiel weniger als Nürtingen absolviert und liegen drei Punkte hinter den Schwaben, die sich im Vorjahr Hoffnungen auf den Aufstieg machten und am Ende Fünfter wurde. Die Mannschaft steht und fällt mit einer Spielerin: Verena Breidert. Die zweifache Zweitliga-Torschützenkönigin hat in der aktuellen Spielzeit nach vier Partien bereits 28 Tore auf dem Konto. "Sie ist immer für bis zu zehn Tore gut, ganz ausschalten kannst du sie nie", sagt Palm, dessen belgische Landsfrau Aaricia Smits sich der Bewachung der 38-Jährigen annehmen soll. "Wir müssen irgendwie versuchen, sie aus dem Spiel zu nehmen", sagt Palm, der möglicherweise noch auf eine zweite Stammspielerin verzichten muss: Kreisläuferin Andrea Czanik wurden die Weisheitszähne gezogen, daher konnte sie diese Woche ebenfalls nicht trainieren.

 

Miezen verlieren Heimpremiere gegen Mainz

Die neue Aufwärmmusik war eine Mischung aus Rockkonzert und Ballermann-Party, aber am Ende tanzte nicht Trier, sondern Mainz übers Feld.

 

01.10.2017 Björn Pazen

 

 

Unter den Augen der Dolphins-Rollstuhlbasketballer sowie der Ex-Spielerinnen Judith Derbach und Jessica Kockler haben die Trierer Handball-Miezen am Sonntag ihre Heimpremiere der neuen Saison vergeigt. Im Rheinland-Pfalz-Derby gegen das Team aus der Landeshauptstadt stand am Ende eine durchaus vermeidbare 26:30 (14:16)-Niederlage auf der Anzeigentafel.


„Uns hat das nötige Selbstvertrauen gefehlt, zudem hatten wir nicht die mentale und physische Präsenz. Aber ich denke, das wird noch kommen. Heute haben wir zumindest nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte MJC-Trainer Andy Palm recht geknickt und selbstkritisch nach seinem ersten Heimspiel in der Arena. Der Belgier gab nach nun 2:4 Punkten zu: „Wir haben definitiv noch Luft nach oben, speziell, was das Umschalten und die nötige Ruhe im Abschluss betrifft.“

Seine Mannschaft war in der noch sichtlich von der Premiere des Trierer Kultfilms „City Royale“ am Vorabend gezeichneten Arena gut gestartet, hatte dann aber erst den Faden verloren und schaffte es am Ende nicht mehr, den Rückstand aufzuholen.

Dora Simon-Varga, die in der Vorsaison mit über 200 Treffern beste MJC-Werferin war, gelang das erste Heimtor der neuen Spielzeit. Danach war die Partie absolut ausgeglichen, keine der Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen. Bei Trier zeigte Neuzugang Gabriella Szabo ihre Torgefahr mit sechs Treffern (verwarf allerdings auch viele Bälle. Beim 13:11 stand die erste Zwei-Tore-Führung der Gastgeberinnen auf der Anzeigentafel – aber danach lief erst einmal nichts mehr. Sieben Minuten blieb Trier ohne Treffer, während Mainz auf 15:13 davonzog. In dieser Phase vergaben die Miezen leichtfertig einige Chancen. Weil aber Torfrau Melanie Eckelt alleine vor der Pause sieben Würfe abwehrte, blieb beim Pausenpfiff der Rückstand bei zwei Treffern.
Mainz spielte im Angriff weiter effektiver, Trier war nicht nahe genug bei den Gegenspielerinnen und lag so fast permanent mit vier Treffern hinten. Hoffnung keimte unter den rund 500 Fans sechs Minuten vor dem Ende beim 25:26 durch Linsey Houben auf, doch statt den Ausgleich zu markieren, kassierten die Miezen zwei Treffer in Folge, beim 25:28 war die Messe gelesen.

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami – Petrovka (3), Sattler, Houben (5), Czanik (3), Tolic (1), Smits, Szabo (6/1), Zrnec (1), Simon-Varga (4/1), Welter (3) - Beste Torschützinnen Mainz: Maidhof (8/2)

Bericht vom Spieltag 23./24.9.2017

Miezen feiern ersten Saisonsieg

Die Trierer Handball-Miezen haben im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg gefeiert. Am Samstagmittag setzte sich die Mannschaft von Neu-Trainer Andy Palm souverän mit 32:23 (12:10) beim Zweitliga-Aufsteiger HCD Gröbenzell (bei München) durch.

 

23.09.2017
Björn Pazen

 

Überragende Triererin war der rumänische Neuzugang Gabriella Szabo mit elf Treffern, darunter drei Strafwürfen. Daneben waren Kreisläuferin Andrea Czanik (7) und Rechtsaußen Tina Welter (6) die besten MJC-Werferinnen.

 

Nach einem ausgeglichenen Start gab die MJC nach dem 9:8 (25. Minute) die Führung nicht mehr aus der Hand. Bis zum 18:16 aus Trierer Sicht blieben die Gastgeberinnen dran, danach setzte sich Trier Tor um Tor ab. Spätestens beim 27:21 sieben Minuten vor Schluss war der erste Saisonsieg in trockenen Tüchern, nachdem die Miezen vor zwei Wochen mit 25:28 in Rosengarten (bei Hamburg) verloren hatten.

Mit dem Erfolg hat die MJC beste Eigenwerbung für das erste Heimspiel am kommenden Sonntag (1. Oktober, 16 Uhr) gemacht, wenn man im Rheinland-Pfalz-Derby auf Mainz 05 trifft.


DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska, Sattler, Houben (2), Czanik (7), Tolic, Smits, Szabo (11/3), Zrnec, Simon-Varga (4/1), Welter (6)

 

 

 

Vorschau auf den Spieltag am 23./24.9.2017

 

Miezen: Lust auf Sieg, kein Abstecher zum Oktoberfest

 

(BP) Nein, selbst im Falle des ersten Saisonsiegs ist bei den Trierer Handball-Miezen kein Abstecher zum Münchner Oktoberfest geplant - obwohl die Wies‘n nur etwas mehr als 20 Kilometer entfernt ist. Am heutigen Samstag geht es für die MJC nach zweiwöchiger Pause weiter mit der Saison.

 

23.09.2017

 

Das zweite Auswärtsspiel in Folge führt die Miezen nach Gröbenzell, in die Nähe von Fürstenfeldbruck.


Der dortige HCD von Trainer Hendrik Pleines feierte vergangene Spielzeit den Aufstieg aus der 3. Liga ins "Unterhaus". Und dort will man mit einer jungen Mannschaft - mit nur einer Legionärin (Lidija Radovanic) - bestehen. Die ersten beiden Zweitligaspiele der Vereinsgeschichte gingen gegen den Mitfavoriten aus Mainz (24:32) und zuhause gegen Nürtingen (27:31) verloren. "Gröbenzell verfügt über eine junge, hungrige Mannschaft, die einen schnellen Handball bevorzugt", sagt Neu-Miezen-Trainer Andy Palm über den heutigen Gastgeber (Anwurf ist um 16 Uhr).

 

Die Miezen hatten zwei Wochen Zeit, das unnötige 25:28 zum Saisonstart in Rosengarten zu verarbeiten, wo die MJC nach 45 guten Minuten in der Schlussviertelstunde eine deutliche Führung aus der Hand gab. "Wenn wir in Gröbenzell so aufspielen wie anfangs in Rosengarten, gehen wir als Sieger vom Feld", sagt Palm, der sein Team in der Favoritenrolle beim Aufsteiger sieht, dennoch den nötigen Respekt von seinen Spielerinnen fordert.


"Wir müssen als Team zusammenwachsen und im Angriff geduldiger auf unsere Chancen warten", sind für den Ostbelgier die wichtigsten Erkenntnisse vor der Partie in Gröbenzell. Dort sieht er seine Mannschaft auch aus einem besonderen Grund in der Pflicht: "Mit einem Erfolgserlebnis können wir für eine volle Halle bei unserer Heimpremiere am 1. Oktober gegen Mainz sorgen. Für mich und die Neuzugänge wird das eine ganz besondere Partie, die Vorfreude wächst täglich. Erst aber gilt, es in Gröbenzell zu bestehen." Dort steht hinter dem Einsatz von Neuzugang Vesna Tolic noch ein Fragenzeichen, sie hat sich beim Krafttraining eine Rückenverletzung zugezogen.


DJK/MJC Trier (Kader):


Eckelt, Minami - Sattler, Zrnec, Tolic (?), Szabo, Petrovska, Czanik, Smits, Simon-Varga, Houben, Welter

DHB-Pokalspiel terminiert: Zu ungewohnter Zeit, am Sonntag, 8. Oktober, um 13 Uhr, geht es für die Miezen um den Einzug ins DHB-Pokal-Achtelfinale. Weil die Arena samstags durch Liedermacher Reinhard Mey und sonntags ab 17 Uhr durch die Basketball-Gladiators belegt wird, muss das Zweitrundenspiel gegen den Ligakonkurrenten SG H2Ku Herrenberg zur Mittagszeit angepfiffen werden.

 

 

 

Frauen-Zweitligist verliert zum Saisonstart mit 25:28 in Rosengarten - und das nach einer 22:18-Führung.

 
11.09.2017
 
Buchholz/Nordheide (BP) "Das musste ich erst mal sacken lassen. Am Dienstag, bei der Videoanalyse gibt es noch Gesprächsbedarf": Der neue Miezen-Trainer Andy Palm war auch am Tag nach seinem ersten Zweitliga-Spiel auf der MJC-Bank angefressen. Sein Fazit des ersten Saisonspiels bei den Handball-Luchsen aus Rosengarten und Buchholz war kurz und bündig: "Ärgerlich und bitter. Wir haben den Sieg in 16 schwachen Minuten aus der Hand gegeben."
 
Über weite Strecken - genauer gesagt bis zur 44. Spielminute - hatte seine Mannschaft beim letztjährigen Zweitliga-Zweiten die Partie unter Kontrolle. Dann folgte ein unerklärlicher Einbruch vor den Toren Hamburgs. Mit einer 25:28-Niederlage traten die Miezen die Heimreise an. Dora Simon-Varga war mit sieben Treffern Triers beste Torschützin - aber auch die Ungarin schaffte es in der Schlussphase nicht mehr, die Talfahrt ihres Teams zu beenden.
 
"Wir haben viel zu hektisch abgeschlossen. Alles, was vorher gut lief, lief nachher schlecht", sagte Palm, der zumindest mit der Abwehr zufrieden war. Nach einem tollen Start, gepaart mit einer starken Mannschaftsleistung, lag Trier vor der Pause kontinuierlich mit drei bis vier Toren Differenz vorne. Dank eines Treffers von Andrea Czanik quasi mit dem Halbzeitpfiff hieß es 16:13 für die Gäste, die auch gleich nach dem Wiederanpfiff nicht nachließen. Nach dem 17:13 für die MJC hatten die Gastgeber eine starke Phase, aber eine Viertelstunde vor dem Ende sah es beim 22:18 aus Trierer Sicht nach einem Auswärtssieg aus.
 
Aber dann: Angeführt von Johanna Heidmann, die insgesamt zehn Treffer erzielte, kämpfte sich Rosengarten Tor um Tor heran. Mit einem Doppelschlag erzielte Heidmann nicht nur den ersten Ausgleich beim 23:23, sondern brachte ihr Team auch nach vorne. Beim 24:24 durch Simon-Varga waren die Miezen letztmals gleichauf, dann entschieden die Luchse mit vier Treffern in Folge die Partie.
 

DJK/MJC Trier: Eckelt, Minami - Petrovska (0), Sattler (0), Houben (3), Czanik (3), Tolic (2), Smits (0), Szabo (5/1), Zrnec (1), Simon-Varga (7/3), Welter (4) - Beste Torschützin Rosengarten: Heidmann (10)