08. Dezember 2018 | 19:58 Uhr

 

44 Gegentore: Miezen kassieren neuen Negativrekord 

 

Melsungen/Trier. Die Trierer Handball-Miezen sind am Samstagabend in der 2. Bundesliga mächtig unter die Räder gekommen. Bei der SG Kirchhof gab es eine 32:44-Niederlage.

Seit der Saison 2015/16 sind die Trierer Miezen zweitklassig, aber 44 Gegentore in einem Spiel gab es trotz zahlreicher deutlicher Niederlagen seither noch nie. Bisher war das 28:43 in Beyeröhde aus der vorherigen Spielzeit der Negativrekord. Seit Samstagabend nicht mehr - denn die Miezen gingen bei der SG Kirchhof mit 32:44 (15:25) unter.

Mit nur drei Punkten nach zehn Spielen bliebt die MJC somit Tabellenletzter der 2. Frauen-Handball-Bundesliga. Beim fröhlichen Scheibenschießen in Melsungen - in keinem bisherigen Saisonspiel hatten die Triererinnen mehr Treffer erzielt - war ausgerechnet Dora Simon-Varga mit sieben Toren beste MJC-Werferin. Die Ungarin hatte die ganze Woche wegen einer Magen-Darm-Erkrankung nicht trainieren können.

Die Miezen hatten genau zweimal geführt, beim 1:0 und beim 3:2 - dann nahm das Unheil seinen Lauf. Angeführt von Zweitliga-Torschützin Diana Sabljak, die sensationelle 16 Treffer beisteuerte und nach zehn Spielen nun bereits 104 Tore auf dem Konto hat, zogen die Nordhessen Tor um Tor davon. MJC-Trainer Elena Vereschako versuchte beim 5:11 die Reißleine mittels einer Auszeit zu ziehen - ohne Erfolg. Die Triererinnen spielten quasi ohne Abwehr und hatten nach gerade einmal 23 Minuten ihren 20. Gegentreffer zum 13:20 kassiert. Beim Halbzeitstand von 25:15 war die Differenz erstmals zweistellig - aber der Torhunger auf beiden Seiten war wahrlich noch nicht gestillt, auch wenn die Parte längst entschieden war.

 

Der Abstand bewegte sich meist bei elf bis zwölf Toren, beim 27:41 waren es gar 14 Treffer. Zumindest verloren die Miezen die zweite Hälfte nur mit 17:19 - doch eine Gefahr stellte der Tabellenletzte für die Gastgeberinnen zu keinem Zeitpunkt dar.

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska (1), Sattler (1), Ilciukaite (6/1), Houben (4/3), Czanik (5), Tolic (4/1), Szabo (1), Zrnec (3), Simon-Varga (7) - Beste Werferin Kirchhof: Sabljak (16/7)

 

| 21:04 Uhr
 
Miezen: Starke erste Hälfte reicht in Rödertal nicht
 
 Die Trierer Handball-Miezen bleiben Tabellenletzter der 2. Frauen-Bundesliga. Am Samstagabend verlor die MJC das Auswärtsspiel bei den Rödertalbienen mit 19:24. Zur Pause war die Partie noch ausgeglichen gewesen.„Wir haben toll gekämpft, aber am Ende haben wieder einmal die Kräfte gefehlt.“ Schon häufiger in dieser Saison lautete genauso das Fazit der Miezen-Trainerin Elena Vereschako. So auch am Samstagabend, als ihr „letztes Häuflein der Aufrechten“ beim Bundesliga-Absteiger HC Rödertal lange mithielt, sich am Ende aber mit leeren Händen auf die über zehnstündige Heimreise aus der Nähe von Dresden begab.
 

Neben Dovile Ilciukaite (Länderspiele mit Litauen) waren Andrea Czanik, Angela Petrovska und Dora Simon-Varga krank oder angeschlagen in die Partie gegangen, Trier fehlten wieder einmal die Alternativen. Wie schon so oft glückte der Start, erst lag die MJC 5:2, dann sogar 10:6 vorne. Doch zahlreiche Fehler im Angriff brachten die Triererinnen um die durchaus mögliche Halbzeitführung, mit einem 11:11 wurde die Seiten gewechselt.

 

Bis zum 16:17 aus Trierer Sicht war in Großröhrsdorf noch alles drin, danach verließen die Miezen die Kräfte, der HCR setzte sich locker und leicht auf 23:17 ab, weil wegen mangelnder Kraft auch die Konzentration nachließ, was zu vielen Fehlpässen und Fehlwürfen führte. „Ich kann keiner Spielerin einen Vorwurf machen“, sagte Vereschako: „Wir dürfen den Kopf jetzt nicht in den Sand stecken, sondern müssen immer weiterkämpfen.“Nach nur drei Punkten aus zehn Spielen wird es aber langsam Zeit: „Wir brauchen einmal eine echte Sensation“, sagt die Trainerin, die am Samstag aber auch Positives sah: „Unsere Abwehr und unsere Torfrauen waren richtig stark.“

 

Die nächste MJC-Partie ist am Samstag das Auswärtsspiel in Kirchof, am 16. Dezember ist das letzte Heimspiel des Jahres um 13 Uhr gegen Nürtingen.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt – Petrovska (1), Sattler (2), Houben (5/1), Czanik (2), Tolic (3/2), Szabo (3), Zrnec (1); Simon-Varga (2)

 

Beste Werferin Rödertal: Neustadt (5/5)

| 18:10 Uhr
 
Die Miezen kämpfen, die Bären feiern

 

Die Miezen bieten Spitzenreiter Ketsch lange Paroli, aber leisten sich beim 26:30 wie so oft einen Aussetzer.
 

Manchmal genügt es, wenn Bären 20 Minuten ihre Krallen zeigen, um Miezen aus dem Konzept zu bringen. Am Sonntagmittag war dies die Erkenntnis des tierischen Duells zwischen Trierer Miezen und Kurpfalz-Bären in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga. 26:30 (14:16) hieß es aus Trierer Sicht gegen den Spitzenreiter, und von dessen Trainerin gab es viel Lob für ihren Ex-Verein: „Da mache ich keinen Hehl draus, dass es immer wieder besonders ist, nach Trier zurückzukommen. Und die Miezen haben 60 Minuten lang toll gekämpft, haben uns anfangs das Leben richtig schwer gemacht.“ Kate Schneider startete ihre Karriere bei den Miezen, unter deren aktueller Trainerin Elena Vereschako. Und die gab das Lob zurück: „Kate macht eine Superarbeit in Ketsch. Ich drücke ihr die Daumen, dass sie auch aufsteigt.“

 

Nachdem am Samstagabend Aufsteiger Harrislee sensationell gegen Zwickau gewonnen hatte, starteten die Miezen das Duell gegen den Tabellenführer am Sonntagmittag als Schlusslicht. Dieser Unterschied war in den ersten 25 Minuten sowie in der Schlussphase überhaupt nicht zu sehen.  Dank der Paraden von Torfrau Melanie Eckelt sowie der starken Leistungen von Linsey Houben und Dovile Ilciukaite (zusammen elf von 14 Trierer Toren vor dem Seitenwechsel, insgesamt zusammen 17 Tore) führte die MJC überraschend 9:7 (20.). Die rund 725 Zuschauer – darunter 300 von der Sparkasse eingeladene Schüler und Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe - waren aus dem Häuschen, die Bären waren anfangs gezähmt.

 

Aber Ketsch kämpfte sich zurück, drehte die Partie noch vor der Pause, aber das 14:16 war aus Sicht der Miezen immer noch alle Ehren wert. Doch was die Triererinnen dann 16 Minuten lang boten, zeigte genau, warum sie Tabellenletzter sind. Immer wieder leistet sich die MJC diese Durchhänger, eine Schwächeperiode, die den Gegner aufbaut. In der Defensive gelang den Miezen nichts mehr, jeder Wurf des Tabellenführers war ein Treffer. Auf der anderen Seite vergab die MJC eine Chance nach der anderen, wirkte komplett saft- und kraftlos. Beim 18:27 (46.) drohte den Miezen ein echtes Debakel. „Wir leisten uns immer wieder diese Aussetzer, da hat uns die Kraft gefehlt, wir waren nicht konzentriert genug. Mit ein paar mehr Alternativen auf der Bank wäre da mehr drin gewesen“, sagte Vereschako, und schob gleich nach: „Einen Vorwurf kann ich der Mannschaft nicht machen, Hut ab für diese Leistung.“

 

Denn die Achterbahnfahrt nahm nochmals eine überraschende Wendung: Die Bären hakten die Partie zu früh als gewonnen ab, waren nicht mehr so konzentriert. Die Miezen-Fans waren wieder da, pushten ihre Mannschaft nach vorne. Fünf Minuten vor dem Ende startete die MJC ihre Aufholjagd. Hätte Trier beim Spielstand von 25:30 nicht drei hundertprozentige Chancen vergeben, sondern verwandelt, wäre in diesem verrückten Spiel vielleicht sogar noch ein Punkt möglich gewesen.

 

So aber glückte nur noch ein Treffer – und nach dem 26:30 haben die Bären 18:0 Punkte auf dem Konto und die Miezen sind weiter Schlusslicht. „Wenn wir aber so weiter spielen wie heute, dann werden wir uns auch da unten rauskämpfen können“, ist sich Vereschako sicher

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt – Petrovska, Sattler, Ilciukaite (7/1), Houben (10/7), Czanik, Tolic (1), Szabo (1), Zrnec (3), Simon-Varga (4) – Beste Werferin Ketsch: Fackel (10/2)

Mieze Ilciukaite ins Nationalteam berufen

 

Dovile Ilciukaite wurde aufgrund ihrer starken Leistungen im Miezen-Trikot zum nächsten Lehrgang der litauischen Nationalmansnchaft eingeladen. Sie war im Sommer aus Kaunas nach Trier gewechselt und hatte zuvor zwei Jahre nicht mehr im Nationalteam gespielt. Wegen ihrer Länderspiele wird sie den Miezen beim Auswärtsspiel in Rödertal fehlen. Vom 30. November bis 2. Dezember spielt Litauen bei einem Turnier in der Schweiz gegen die Gastgeber, Finnland und die Färöer Inseln um einen Platz in den Playoffs für die WM 2019.

 

 
Miezen verlieren trotz starker Vorstellung in Berlin

 

Berlin. Die Trierer Handball-Miezen konnten den Hauptstadt-Fluch nicht beenden. Trotz einer kämpferisch starken Leistung verlor die Mannschaft von Elena Vereschako bei den Spreefüxxen mit 28:31 (17:14) und bleibt mit 3:11 Punkten auf einem Abstiegsrang.
 

Die Serie hat weiter Bestand, die Miezen können gegen die Spreefüxxe einfach nicht gewinnen. Im fünften Vergleich mit den Handballerinnen aus der Hauptstadt zog die MJC zum fünften Mal den Kürzeren. Obwohl sie bis zum Schluss auf Augenhöhe waren, unterlagen die Miezen auch am Samstagabend, Knackpunkt war eine Schwächephase gleich nach der Pause, als die MJC einen Vorsprung aus der Hand gab. Trotz ihrer Fußverletzung war Linsey Houben erneut beste Werferin der Miezen, die Niederländerin traf siebenmal. Sechs Treffer steuerte Vesna Tolic bei. Berlins erfolgreichste Werferin war Simona Kolosove mit acht Toren. Auffällig: Beide Mannschaften erhielten je sieben Siebenmeter zugesprochen, Trier verwandelte alle, Berlin scheiterte einmal.

 

Ab dem 5:5 in der zehnten Minute lagen die Miezen bis zum Seitenwechsel konstant in Führung. Nach dem 17:14-Pausenvorsprung folgte allerdings besagte siebenminütige Schwächephase, die die Gastgeberinnen zu einer 7:1-Serie und der 21:18-Führung nutzten. Aber eine Auszeit von MJC-Trainerin Vereschako wirkte wie ein Weckruf: die Miezen waren wieder auf Augenhöhe, liefen dem knappen Rückstand allerdings bis zum Schluss hinterher. Selbst drei Minuten vor dem Ende beim 25:27 hatten sie noch die Chance auf einen Punkt. Als dann aber Fabienne Humer zum 28:25 traf, war die Partie entschieden.

Am kommenden Sonntag (16 Uhr) spielen die Miezen zuhause gegen den souveränen und verlustpunktfreien Tabellenführer Kurpfalz-Bären aus Ketsch, der von Ex-Mieze Kathrin Schneider trainiert wird.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska, Sattler (2), Ilöciukaite (3), Houben (7/3), Czanik (2), Tolic (6/4), Szabo (4), Zrnec (4), Simon-Varga -

 

Beste Werferinnen Berlin: Kolosove (8/6), Kunde (7)

| 16:48 Uhr

 

Erster Sieg für die Trierer Miezen gegen Bremen
 
 
 

 

Sie zeigte gegen Werder Bremen ihr bislang bestes Spiel im Miezen-Trikot: die sechsfache Torschützin Dovile Ilciukaite (rechts). FOTO: HANS KRAEMER

 

TRIER. Handball: Miezen feiern gegen Bremen ersten Saisonsieg, verlassen den letzten Platz und feiern ein überragendes Quartett. Von Björn Pazen
 
Es ist Monate her, dass die Miezen so unbeschwert und freudetrunken durch die Arena tanzten. Gestern war es mal wieder so weit, der erste Saisonsieg, Jubel pur. „Der Stein, der mir vom Herzen gefallen ist, war tonnenschwer“, gestand Trainerin Elena Vereschako nach dem 29:23 (15:11) im Kellerduell gegen Werder Bremen. Durch den Erfolg zog die MJC mit den Bremern gleich, gab die rote Laterne des Schlusslichts an Aufsteiger Harrislee ab und ist nun Drittletzter.
 

Vier Spielerinnen waren hauptverantwortlich für den Erfolg: Torfrau Alexandra Baranowska, die 15 Bremer Würfe abwehrte, sowie das Trio Linsey Houben (8 Tore), Andrea Czanik (7) und Dovile Ilciukaite (6). Letztgenannte Litauerin, die im Sommer nach Trier wechselte, zeigte ihr bestes Spiel im Miezen-Trikot – und war am Ende überglücklich: „Dieser Sieg war so wichtig für unser Selbstvertrauen, für den Kopf. Wir haben es heute geschafft, unser Niveau für 60 Minuten obenzuhalten, haben uns fast keinen Durchhänger erlaubt. Jetzt hoffe ich, dass wir eine Serie starten können.“

 

Obwohl Maja Zrnec rotgesperrt fehlte und Angela Petrovska wegen einer Blinddarm-Entzündung nicht auflaufen konnte, war der Sieg ungefährdet. Zwar waren auch Houben und Czanik angeschlagen, doch beide bissen auf die Zähne. Nach dem 5:1 in der achten Minute ließ die Konzentration der Miezen im Angriff zwar etwas nach, doch hinten war Baranowska zur Stelle. „Das hat heute unglaublich viel Spaß gemacht“, sagte die polnische Torfrau: „Wir haben uns diesen Erfolg absolut verdient. Ich denke, dass der Knoten nun geplatzt ist.“

 

Nach der 15:11-Pausenführung sorgten auch die 350 Zuschauer dafür, dass nichts mehr anbrannte. Die Miezen-Trommler gaben alles, die Fans standen auf ihren Sitzen. „Den Zuschauern gebührt heute ein besonderer Dank“, meinte auch Trainerin Vereschako, die auch an die Mannschaft viele Komplimente verteilte: „Was die heute geleistet hat, ist einen Riesenapplaus wert. Sie haben mehr als 100 Prozent gegeben.“

 

Beim 25:19 schien die Messe gelesen, doch Bremen kam noch einmal auf 22:25 heran – als dann jedoch Houben mit ihrem achten Tor zum 26:22 traf, fiel der Ballast von den Miezen ab, die die Partie dann locker nach Hause schaukelten. „Diese Trierer Mannschaft ist definitiv besser als ihr Tabellenplatz“, sagte Bremens Trainer Maximilian Busch.

 

Nun haben die Miezen erst einmal zwei Wochen Pause, ehe es mit dem Auswärtsspiel in Berlin weitergeht. Vorstand Jürgen Brech sieht der Zukunft nun ebenfalls gelassener entgegen: „Dieser Sieg wurde Zeit, er war absolut verdient.“

 

Baranowska, Eckelt (n.e.) – Braun (n.e.), Petrovska (n.e.), Satller (2), Ilciukaite (6/1), Houben (8), Czanik (7), Tolic 0), Szabo (3), Greinert (n.e.), Simon-Varga (3) – Beste Werferin Bremen: Osterthun (5)

 

 
Früher Anwurf, viele Fragezeichen

 

 

Trierischer Volksfreund: Björn Pazen

 

 

 

Zwischen Mittagessen und verkaufsoffenem Sonntag passt doch noch der Besuch eines Handballspiels – so lautet die Hoffnung der Trierer Miezen vor dem Kellerduell gegen Werder Bremen. Die Partie des Tabellen-Schlusslichts gegen den Drittletzten wird in der Arena zu absolut ungewöhnlicher Zeit angeworfen, am Sonntag um 14 Uhr. „Wir hoffen, dass uns dennoch viele Fans in dieser enorm wichtigen Partie unterstützen“, sagt Trainerin Elena Vereschako vor dem erst zweiten Heimspiel der Saison nach dem 23:25 vor vier Wochen gegen Beyeröhde.

 

Die Anfeuerung von den Rängen wird der Frauen-Handball-Zweitligist auch brauchen, denn personell gehen die Miezen auf dem Zahnfleisch. Maja Zrnec fehlt wegen ihrer Rotsperre definitiv (der TV berichtete), angeschlagen sind zudem Torfrau Melanie Eckelt (Rückenprobleme) und die aktuell beste MJC-Werferin Linsey Houben (Entzündung am Fuß). Zu allem Überfluss laboriert die Mazedonierin Angela Petrovska an einer Blinddarm-Entzündung. „Wer von den dreien spielen kann, weiß ich erst kurz vor dem Anpfiff“, sagt Vereschako. Daher werden in Hannah Braun und Anke Greinert zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft im Kader stehen, die dank der frühen Anwurfzeit sogar noch die Chance haben, ihr Team später beim Rheinlandliga-Auswärtsspiel in Wittlich zu unterstützen. „Einfach wird das Spiel gegen Bremen bestimmt nicht“, meint die Trainerin, die ein bisschen neidisch auf den großen Kader des Gegners schaut: „Sie sind viel breiter besetzt, können daher ohne Qualitätsverlust viel wechseln“, sagt Vereschako. In der Vorsaison gewann die MJC ihr Heimspiel gegen Bremen hauchdünn mit 32:31 – es war seinerzeit im Januar das Ende einer Siegesserie, in den folgenden 17 Partien gelangen nur noch drei Erfolge. Beim Rückspiel an der Weser war die MJC beim 23:31 chancenlos. Werder verfügt in Merle Heidergott über die überragende Zweitliga-Torschützin der vergangenen Jahre, im Mai wurde sie als beste Spielerin der Saison ausgezeichnet. Mit 36 Toren liegt Heidergott bereits wieder ganz vorne im Ranking.

 

Dennoch stehen auch für Werder nur drei Punkte zu Buche, aus einem Heimremis gegen Berlin und einem deutlichen 32:17-Auswärtssieg bei Aufsteiger Nidda. Die Miezen warten allerdings auch noch auf ihren ersten Sieg, haben nur einen Punkt auf dem Konto. „Auch wenn wir nur einen kleinen Kader haben, müssen wir versuchen, Tempo zu machen. Denn mit einfachen Gegenstoßtoren kannst du deine Ressourcen schonen, um auch in der Schlussphase noch genügend Kraft zu haben“, lautet Ve­reschakos taktische Vorgabe.

 

 

DKK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt (?) - Sattler, Tolic, Szabo, Petrovska (?), Czanik, Simon-Varga, Ilciukaite, Houben (?), Braun, A. Greinert

 

 

|- Quelle Trierischer Volksfreund:

 

Miezen: Klare Niederlage statt erstem Sieg
 
WAIBLINGEN . Die Trierer Handball-Miezen warten auch nach fünf Zweitliga-Spieltagen auf ihren ersten Sieg. Beim VfL Waiblingen kassierte die MJC am Samstagabend eine deutliche 23:31 (7:14)-Niederlage und war über 60 Minuten chancenlos.
 

Insgeheim hatte die DJK/MJC Trier nach dem Remis vergangene Woche in Herrenberg auf ihren ersten Saisonsieg gehofft, doch am Ende von 60 einseitigen Minuten stand die vierte Niederlage im fünften Spiel. Nachdem es in den vergangenen Wochen stetig aufwärts gegangen war, war das 23:31 (7:14) ein klarer Rückschlag für die Miezen, die nach der neunten Minuten konstant mit mindestens drei und später bis zu zwölf Toren Differenz hinten lagen.

 

Bereits nach zehn Minuten, beim 1:5, nahm MJC-Trainer Elena Vereschako ihre erste Auszeit. Danach kam ihre Mannschaft zwar zwischenzeitlich zu mehr Toren, am deutlichen Rückstand änderte sich allerdings nichts mehr. Nach dem 9:6 (24.) steigerte sich Waiblingen in der Abwehr, ließ bis zur Pause nur noch einen Treffer zu und hatte beim Halbzeitstand von 14:7 bereits für eine Vorentscheidung gesorgt.

 

Der Angriff blieb auch nach dem Seitenwechsel die Trierer Problemzone, es dauerte 37 Minuten, bis der zehnte Treffer gelang. Insgesamt verwarf die MJC alleine vier Siebenmeter. Kurze Zeit später sorgte ausgerechnet die luxemburgische Ex-Mieze Tina Welter mit dem 22:12 für die erste zweistellige Differenz gegen die komplett chancenlosen Triererinnen. Der größte Abstand waren zwölf Treffer beim 14:26

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Immerhin muss man es Trier noch anrechnen, dass man sich nicht komplett aufgab, das Endergebnis von 23:31 war eine gewisse Ergebniskosmetik. Beste Werferin war erneut die Niederländerin Linsey Houben mit acht Treffern, insgesamt hat sie nun bereits 30 Tore auf ihrem Konto.

 

Durch die Niederlage bleiben die Miezen Tabellenletzter der 2. Liga. Am kommenden Sonntag, um 14 Uhr, steht das nächste Heimspiel gegen Werder Bremen an.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska (0), Sattler (0), Ilciukaite (1), Houben (8/1), Czanik (5), Tolic (1), Szabo (5/2), Zrnec (0), Simon-Varga (3) - Beste Werferinnen Waiblingen: Texeira, Gruber (je 5)

 

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| 19:09 Uhr - Quelle: Trierischer Volksfreund
 
Fragwürdige Rote Karte bringt Miezen um den Sieg

 

HERRENBERG. Handball: Trier beendet Niederlagenserie mit einem 26:26 in Herrenberg und hadert mit Schiedsrichtern.
 

(BP) Im vierten Saisonspiel in der 2. Handball-Bundesliga standen die Trierer Miezen kurz vor dem ersten Sieg. Einige fragwürdige Schiedsrichter-Entscheidungen, inklusive einer Roten Karte gegen Spielmacherin Maja Zrnec in der Schlussphase, sowie ein Pfostenwurf von Hannah Sattler mit dem Schlusspfiff standen zwei Punkten allerdings im Weg. Am Ende einer dramatischen Partie bei der SG Herrenberg hieß es am Sonntagabend 26:26 (13:15).

 

„Der Sieg war drin, aber auch dieser erste Punkt ist immer ein erster Schritt nach vorne“, sagte MJC-Vorstand Jürgen Brech: „Speziell aus unserer Leistung nach der Pause sollten wir Selbstvertrauen für die nächsten Spiele schöpfen können. Vorstand Brech und Trainerin Elena Vereschako waren sauer über die jungen Schiedsrichterinnen: Sieben Strafwürfe für Herrenberg, einer für Trier, fünf Zeitstrafen und eine rote Karte gegen Trier, zwei Mal zwei Minuten gegen die SG. „Trotz der Schiedsrichter haben wir uns nicht unterkriegen lassen und eine tolle Moral gezeigt. Dennoch haben wir einen Punkt verloren“, sagte Elena Vereschako.

 

Trotz des ersten Punktes sind die Miezen Tabellenletzter, denn die zuvor ebenfalls punktlosen Teams TG Nürtingen (30:28 in Lintfort) und HSG Gedern/Nidda (22:14 im Aufsteigerduell gegen Harrislee) haben gewonnen.

 

Bis zum 6:6 war die Partie in Herrenberg ausgeglichen, auch weil die niederländische Mieze Linsey Houben eine starke Anfangsphase mit vier Treffern zeigte.  Dann aber vergab die MJC mehrere Chancen in Serie, Herrenberg zog auf 9:6 und später sogar 13:8. Mit der Einwechslung der Ungarin Dora Simon-Varga ging es dann wieder aufwärts. Bis zum Seitenwechsel kam die MJC auf 13:15 heran, hatte allerdings aber auch den Nachteil, dass Abwehrchefin Andrea Czanik zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Zeitstrafen kassiert hatte.

 

Doch auch davon ließ sich die MJC nicht schocken – genauso wenig von der Tatsache, dass sich Herrenberg erneut auf vier Treffer absetzte (19:15). Denn binnen fünf Minuten erzielten die Miezen eine 4:0-Serie (zweimal Hannah Sattler, Szabo und Houben) und zwangen Herrenberg zu einer Auszeit (40.). Aber während die Gastgeberinnen nun keinen Fuß auf den Boden bekamen, drehte Trier auf: Zweimal Czanik, einmal Zrnec – und nach 44 Minuten hieß es 22:20, nach 50 Minuten sogar 25:21 für Trier. Aber dann: Maja Zrnec kassierte die Rote Karte – „für eine Lappalie“, wie Brech meinte, dann muss auch Gabriella Szabo für die letzten beiden Minuten auf die Bank. Herrenberg wirft mit dem Mute der Verzweiflung alles nach vorne – und tatsächlich: 14 Sekunden vor Schluss gelingt der 26:26-Ausgleich.

 

Am Samstag geht es für die Miezen zum VfL Waiblingen. Der nächste Heimauftritt ist zu ungewohnter Anwurfzeit, am Sonntag, 28. Oktober, um 14 Uhr gegen Werder Bremen.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt – Petrovska (2), Sattler (3), Ilciukaite (0), Houben (5), Czanik (5), Tolic (4), Szabo (4), Zrnec (3), Simon-Varga (4) –

 

Beste Werferinnen Herrenberg: Neubrander (8), Gebhard (7)

 

 
Dem Favoriten bis zum Ende Paroli geboten
 
Eine Halbzeit hat sie bärenstark gespielt und sich dann von einer Schwächephase zu Beginn der zweiten Hälfte wieder gut erholt, bis zum Ende machte es die DJK/MJC Trier am Samstagabend in ihrem ersten Zweitliga-Heimspiel der neuen Saison spannend, stand aber unterm Strich mit leeren Händen da: Mit 23:25 (11:7) unterlag das von Elena Vereschako trainierte Team dem im Vorfeld klar favorisierten TV Beyeröhde-Wuppertal, der damit seine Startbilanz auf vier Siege aus den ersten vier Partien ausbaute.
 

Die Miezen haben derweil auch nach drei Spielen noch keinen Zähler auf dem Konto. Der beherzte Auftritt gegen die Gäste aus dem Bergischen machte aber auch der Trainerin viel Hoffnung für die nächsten Wochen: „Sicher sind wir enttäuscht, dass es nicht zu einem Punkt oder gar einem Sieg gereicht hat. Wir haben uns aber in Abwehr und Angriff erneut klar gesteigert.“

 

Ähnlich wie zuletzt beim 26:29 in Zwickau haderten die Miezen erneut mit zahlreichen Latten- und Pfostentreffern. An der Torumrandung scheiterte gegen Schluss auch Andrea Czanik, die in der 55. Minute nicht nur das 21:22 verpasste, sondern sich zudem eine Wadenverletzung zuzog. Trotzdem biss sich die Slowakin durch die letzten Minuten, markierte 35 Sekunden vor Schluss das 23:24, ehe Ramona Ruthenbeck drei Sekunden vor dem Ende alles klar machte für Beyeröhde. „Wir haben sehr, sehr gut gekämpft und waren bis zuletzt im Spiel“, sah Czanik hinterher in erster Linie das Positive. Ihre Teamkollegin Lindsey Houben – mit acht Treffern erfolgreichste Mieze – pflichtete ihr bei und ergänzte: „Mit unserem kleinen Kader, der nur wenige Wechselmöglichkeiten zulässt, war das schon beachtlich.“

 

In den ersten 30 Minuten wussten die Gastgeberinnen mit schnellem, direktem Spiel und konzentrierten Abschlüssen phasenweise sogar zu begeistern: 3:0 hieß es nach sieben Minuten, 6:2 nach einer Viertelstunde. Über 8:5 (22.) und 10:6 (25.) führten die Miezen zur Pause überraschend mit 11:7 – und das auch dank zahlreicher starker Paraden und gleich drei gehaltener Siebenmeter von Torfrau Aleksandra Baranowska.

 

„Wir wussten, wie unangenehm Trier spielen kann“, ließ Beyeröhdes Coach Martin Schwarzwald in seiner Analyse durchblicken. Doch nach dem Seitenwechsel brachte sein Team deutlich mehr Power in die Aktionen, spielte druckvoller und fand so nun die Lücken in der Abwehr der Miezen. Binnen knapp sieben Minuten hatte der TVB so aus einem Vier-Tore-Rückstand eine Führung mit einem Treffer Vorsprung gemacht (13:12). Als die Gäste in der 49. Minute erstmals mit drei vorne lagen, roch es nach einer Vorentscheidung, doch die Schützlinge von Elena Vereschako fighteten sich noch mehrere Male heran.

 

Anerkennenden Applaus gab es nach der Schlusssirene von den 385 Zuschauern, darunter auch der 2003er Meistertrainer Dago Leukefeld und Martin Rommel. Nachdem der langjährige Miezen-Macher sein Vorstandsamt aufgegeben hatte, gönnte er sich eine fast sechsjährige Zuschauer-Pause. Primär aus alter Verbundenheit zu der im Sommer zur DJK/MJC zurückgekehrten und von ihm 1996 als Spielerin verpflichteten Vereschako fand Rommel nun wieder den Weg zu den Miezen. „Es war ein Spiel, das hoffen lässt. Wenn sie so weitermachen, werden sie schon in Kürze zu einigen Punkten kommen“, zeigte sich Rommel optimistisch, dass der DJK/MJC auch in dieser Saison der Klassenverbleib gelingt.

 

Zunächst sind die Triererinnen aber im DHB-Pokal gefordert: Samstag, 18 Uhr, ist Bundesligist TV Nellingen zu Gast in der Arena.

 

Aufstellung/Tore DJK/MJC Trier: Aleksandra Baranowska, Melanie Eckelt – Angela Petrovska (1), Hannah Sattler (1), Dovile Ilciukaite (2/1), Lindsey Houben (8), Andrea Czanik (2), Vesna Tolic (2), Gabriella Szabo (4), Maja Zrnec (3), Dora Varga (n.e.)

 

Beste Schützinnen TV Beyeröhde-Wuppertal: Natalie Adeberg (7/2) und Melina Fabisch (4/1)

 

Beste Wünsche, harter Brocken
 
Im ersten Heimspiel geht es für die Miezen gleich gegen Tabellenführer Beyeröhde.
 

Wenn die Handball-Miezen am heutigen Samstag (18 Uhr), Arena) gegen den TV Wuppertal-Beyeröhde ihr erstes Zweitliga-Heimspiel der Saison bestreiten, könnte es zu einer großen Wiedersehensparty kommen: „Wir haben versucht, alle früheren Miezen zu kontaktieren, die damals von 1996 an in der 2. oder später 1. Liga für die MJC aufgelaufen sind, alle haben heute Abend freien Eintritt und müssen sich nur an der Kasse melden“, sagte eine, die auch zu den Hoch-Zeiten der Miezen inklusive Deutscher Meisterschaft auf dem Feld stand - die neue Trainerin Elena Vereschako.

 

Die gebürtige Weißrussin, die 1996 als Linksaußen zur MJC kam, trainierte zwar später den Miezen-Nachwuchs und die zweite Mannschaft – heute aber sitzt die 45-Jährige zum ersten Mal bei einem Heimspiel auf der Bank des Bundesligateams. Und passend zur Heimpremiere freute sich Vereschako über eine besondere Aufmunterung: Wolfgang Rommel schrieb ihr eine Karte. Der langjährige MJC-Trainer, der die Triererinnen aus der Regionalliga in die Bundesliga führte und Vereschakos erster Coach in Trier war, freut sich, dass seine ehemalige Spielerin jetzt Trainerin ist und wünschte ihr viel Erfolg. „Das hat mich total gefreut, speziell, weil Wolfgang mir auch noch einen Volksfreund-Artikel über mein erstes Spiel im Miezen-Trikot 1996 gegen Allensbach mitgeschickt hat.“

 

Diese Aufmunterung können die Miezen gut gebrauchen: Nach zwei Spieltagen haben sie keinen Punkt auf dem Konto – dagegen kommt der heutige Gegner mit breiter Brust: Drei Spiele, drei Siege, Tabellenführung – und in Ramona Ruthenbeck eine der besten Zweitliga-Spielerinnen in ihren Reihen. Beyeröhde hat den Vorteil, Farmteam von Bundesligist Bayer Leverkusen zu sein, so kommen viele junge, hochtalentierte Spielerinnen nach Wuppertal, um dort Spielpraxis zu sammeln und sich für die 1. Liga zu empfehlen. „So einen Erstligisten bräuchten wir auch in der Nähe“, sagt Ve­reschako.

Angesichts der allein schon zahlenmäßigen Unterschiede im Kader und der Tabellensituation sieht Vereschako ihr Team als Außenseiter – auch wenn ihre Mannschaft vergangenen Samstag in Zwickau einen klaren Aufwärtstrend im Vergleich zum Start in Mainz zeigte. „Da muss schon alles passen, wenn wir eine Chance haben wollen.“ Eine Hoffnungsträgerin könnte Dora Simon-Varga sein, mit der man bei den Miezen eigentlich noch nicht gerechnet hat. „Sie will unbedingt spielen, sie brennt förmlich auf ihren Einsatz“, sagt die Trainerin, die erst kurz vor dem Spiel und nach Rücksprache mit den Physiotherapeuten entscheiden wird, ob die Ungarin rund fünf Monate nach ihrer Schulter-Operation auflaufen kann.

 

Mit den Trainingsleistungen in dieser Woche war Veresschako insgesamt zufrieden, sie vermisste aber bei einigen Spielerinnen die „hundertprozentige Konzentration. Sie müssen alles geben, auch im Training.“ Zur Heimpremiere Vereschakos gastiert auch eine ihrer ehemaligen Spielerinnen aus dem MJC-Nachwuchs mit Beyeröhde in der Arena: Natalie Adeberg.

Über eine Sache ärgert sich die Trainerin zudem: die fehlende Wertschätzung der Miezen in einigen Medien, explizit den Volksfreund ausgenommen: „Ich glaube, die regionalen Radiosender haben noch nicht gemerkt, dass unsere Saison schon begonnen hat.“

 

DJK/MJC Trier (Kader): Baranowska, Eckelt - Sattler, Zrnec, Tolic, Szabo, Petrovska, Czanik, Simon-Varga (?), Ilciukaite, Houben

 
 
Toller Kampf der Miezen nicht belohnt
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Mieze Gabriella Szabo erzielte in Zwickau vier Tore - Archivfoto Björn Pazen

 

Den Start verschlafen, aber dann bis zum Schluss toll gekämpft - für die Miezen war in Zwickau mehr drin als das 26:29.
 

Sie haben bis zum Schluss gekämpft, doch die Aufholjagd der Trierer Handball-Miezen wurde nicht belohnt. Die Mannschaft von Elena Vereschako verlor am Samstag beim BSV Sachsen Zwickau mit 26:29 (13:18) und wartet nach zwei Zweitliga-Spieltagen weiter auf den ersten Punkt. Dovile Ilciukaite, Linsey Houben und Gabriella Szabo waren mit je vier Treffern beste Werferin bei den Miezen, für Zwickau traf Jenny Choinowski elf Mal.

 

Zwei Wochen nach dem 21:35-Debakel zum Saisonstart in Mainz präsentierte sich die MJC deutlich stärker - zumindest ab der zwölften Minute. Denn die Miezen verschliefen - vielleicht auch wegen der 550 Kilometer langen Anreise - den Start komplett. Gleich die beiden ersten Würfe der Triererinnen landeten am Pfosten, nach elf Minuten schien die Messe beim 2:8 aus Trierer Sicht bereits gelesen. Zwar steigerte sich die MJC danach im Angriff, aber der Rückstand betrug bis kurz vor dem Seitenwechsel konstant sechs oder sieben Tore. „Wir haben das Spiel vor der Pause aufgrund der vielen technischen Fehler verloren“, sagte vereschako.

 

Nach der Pause (13:18) zeigten die Miezen aber ihre Krallen: Erst ein Doppelschlag von Hannah Sattler, dann zwei Treffer von Linsey Houben, und beim 17:20 war die Partie wieder offen. Zwickau wurde nervös, beim 21:23 schien die Wende möglich. Doch ausgerechnet, als man die Partie fast gekippt hatte, ging der MJC das Zielwasser aus. Mehrere Chancen - darunter ein Siebenmeter von Vesna Tolic - wurden vergeben, auch eine Auszeit brachte keine Wende, beim 26:21 waren die Gastgeberinnen wieder auf der Siegerstraße.

 

„In dieser Phase hatten wir ein bisschen Pech, allerdings waren auch einige Schiedsrichterentscheidungen gegen uns“, sagte Vereschako: „Wir hatten es wirklich in der Hand, die Partie zu kippen.“

 

Die MJC gab sich bis zum Schluss nie auf, doch mehr als das 26:29 war dann nicht mehr drin - der schwache Start war am Ende mitentscheidend dafür, dass die Miezen - bei denen sich alle Feldspielerinnen auch in die Torschützenliste eintrugen - die Heimfahrt punktlos antraten. „Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben, deswegen gab es nach dem Spiel auch ein Lob für jede Spielerinnen. Die Mannschaft hat als Team zusammengehalten und sich nie aufgegeben, darauf können wir aufbauen“, sagte Vereschako.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska (3), Sattler (3), Ilciukaite (4/2), Czanik (3), Houben (4), Tolic (3/1), Szabo (4), Zrnec (2) - Beste Werferin Zwickau: Choinowski (11/4)

 

Miezen-Klatsche zum Saisonstart in Mainz
 
 

 

 

 

Die Litauerin Dovile Ilciukaite erzielte beim 21:35 der Miezen in Mainz acht Tore. Foto: Jürgen Brech. FOTO: Jürgen Brech

 

MAINZ. Die Trierer Handball-Miezen sind am Samstagabend mit einer 21:35-Niederlage in Mainz in die Zweitliga-Saison gestartet. Von Björn Pazen

 

Sie waren als Außenseiter in ihr erstes Saisonspiel in der 2. Frauen-Handball-Bundesliga gegangen, aber dass es beim FSV Mainz 05 zum Start gleich eine 21:35 (11:18)-Klatsche geben würde, hatte keiner bei den Trierer Miezen erwartet. Ein Hoffnungsschimmer im Rheinland-Pfalz-Derby am Samstagabend war die Leistung von Neuzugang Dovile Ilciukaite. Die Litauerin war mit acht Treffern die beste Werferin der MJC, die aber insgesamt chancenlos in der Landeshauptstadt war.

 
 

Die Miezen waren nur bis zum 10:11 in der 21. Minute auf Augenhöhe. Dann folgten neun schwarze Minuten, die die Mainzerinnen nutzten, um sich bis zur Pause auf 18:11 abzusetzen. Trier schloss nicht mehr so diszipliniert ab, die Gastgeberinnen konterten die Miezen förmlich aus. Nicht einmal eine Auszeit beim 10:13 konnte den Abwärtstrend stoppen.

Auch nach der Pause wurde es nicht besser für die Miezen gegen die favorisierten Mainzerinnen. Nach 38 Minuten war der Rückstand der Miezen beim 13:23 erstmals zweistellig - halbzeitübergreifend waren Trier in 17 Minuten nur zwei Tore gelungen, und das obwohl Trainerin Vereschako die Disziplin im, Abschluss in den Vordergrund ihrer Vorbereitung gestellt hatte.

 

Zudem merkte man der MJC deutlich den kleinen Kader an - Mainz hatte vier Auswechselspielerinnen mehr zur Verfügung als die Miezen. Aber gerade in Hälfte zwei übernahm Neuzugang Ilciukaite die Verantwortung, die Litauerin sorgte fast im Alleingang dafür, der Abstand bis 31:21 nicht noch größer wurde, dann aber gelangen den Mainzerinnen die vier letzten Treffer einer ziemlich einseitigen Partie.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt - Petrovska (1), Sattler (0), Ilciukaite (8/2), Houben (5), Czanik (4), Tolic (0), Szabo (2), Zrnec (1) -

 

Beste Werferin Mainz: Denise Großheim (6)

 


Trierer Miezen haben nur ein Ziel: Klassenerhalt!
 

Der Miezen-Kader für die Saison 2018/19 (von links): Physiotherapeut Taro Hazeyama, Trainerin Elena Vereschacko, Co-Trainerin Sina Eckelt, Dovile Ilciukaite, Vesna Tolic, Linsey Houben, Alexandra Baranowska, Andrea Czanik, Angela Petrovska, Melanie Eckelt, Hanna Braun, Gabriella Szabo, Dora Simon-Varga, Hannah Sattler. Es fehlt: Maja Zrnec.

 

FOTO: TV / Jürgen Brech/MJC

 

Trier. Die DJK/MJC Trier startet am Samstag mit einem kleinen Kader in die neue Zweitligasaison.
 
Von Björn Pazen
 

Die Rechenaufgabe ist ganz einfach: Wenn fünf Spielerinnen gehen und nur zwei kommen, fehlen drei. Doch diese drei zu finden, gestaltet sich im Falle der Trierer Handball-Miezen alles andere als einfach. Erst rund drei Wochen vor dem Ende der Zweitliga-Saison 2017/18 stand fest, dass die DJK/MJC Trier die Liga gehalten hatte – trotz einer katastrophalen Rückrunde. „Wir konnten erst Anfang Mai bei der Kaderplanung richtig loslegen“, sagt Vorstand Jürgen Brech.

 

Dass Interimstrainer Ralf Martin, der im März den erfolglosen Andy Palm abgelöst hatte, gehen würde, stand von vorneherein fest. Also lag erst einmal der Fokus auf der Trainersuche.

 

Noch bevor Ex-Mieze Elena Vereschako bekanntgegeben wurde, gab es einen dreifachen Rückschlag für die MJC-Planungen: die Saarländerin Joline Müller (zum Oberligisten Marpingen), die Luxemburgerin Tina Welter (zu Triers Ligakonkurrent Waiblingen) und die Belgierin Aaricia Smits (Metz) gaben ihre teilweise doch sehr überraschenden Abschiede bekannt. Am Tag vor dem ersten Training meldete sich nicht weniger überraschend die japanische Torfrau Yuko Minami ab, die zum Ligakonkurrenten Rödertal gewechselt ist. Und zu guter Letzt entschied sich die Rumänin Ramona Constantinescu gegen die Miezen und für den Militärdienst in ihrer Heimat. Zudem fällt Dora Simon-Varga wegen einer Schulterverletzung derzeit aus. In der Vorbereitung fehlte die Slowenin Maja Zrnec für vier Wochen, weil sie in ihrer Heimat den Trainerschein machte. Alles andere als gute Omen für die neue Spielzeit.

 

 

„Mindestens drei Spielerinnen fehlen“, sagt Neu-Trainerin Elena Vereschako vor der am Samstag beginnenden Zweitliga-Saison. Eine echte Rechtsaußen steht nicht im MJC-Kader, auch eine Linkshänderin gibt es nicht. „Zum Glück haben wir viele Spielerinnen, die auf vielen Positionen einsetzbar sind“, sagt die gebürtige Weißrussin Vereschako, die seit ein paar Jahren einen deutschen Pass hat. Die 45-Jährige, die von 1996 bis 2004 bei den Miezen spielte und danach sehr erfolgreich den MJC-Nachwuchs, die zweite Mannschaft und den DHB-Stützpunkt Trier coachte, bevor sie in den vergangenen Jahren den HC Museldall aus Grevenmacher zu Meisterschaft und Pokalsieg in Luxemburg führte, ist die Hoffnungsträgerin der Miezen. Sie soll Talente aus der zweiten Mannschaft (Rheinlandliga) an die zweite Liga heranführen. In der Vorbereitung waren zum Beispiel schon Hannah Braun und Anke Greinert häufig dabei.

Einzige echte Neuzugänge sind Torfrau Alexandra Baranowska (TSG Ober-Eschbach) und die Litauerin Dovile Ilciukaite (Zalgiris Kaunas). „Beide sind echte Verstärkungen, aber da Dovile erst spät zur Mannschaft stieß, braucht sie noch Zeit, um sich zu integrieren“, sagt Vereschako, die generell betont, „dass alle Geduld mit dieser Mannschaft haben müssen. Die Saison wird nicht einfach, daher sind wir sehr auf die Unterstützung der Fans, aber auch unserer Partner angewiesen – gerade dann, wenn es nicht laufen sollte“.

 

Aus ihrer Analyse der Vorsaison hat sie eine wichtige Erkenntnis gezogen: „Wenn die Spielerinnen bis zum Schluss kämpfen, werden die Fans auch Niederlagen verzeihen. Und diese Niederlagen werden kommen.“ Einziges Saisonziel ist daher – wieder einmal – der Klassenerhalt. „Im Sinne der Planung wäre es super, das Thema Abstieg wäre früher als in den vergangenen Jahren kein Thema mehr“, sagt Vorstand Brech.

 

Es kann sein, dass der Miezen-Kader noch wachsen wird: „Aber wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet. Deswegen muss es sportlich passen und finanziell machbar sein“, sagt Brech. In der Vorbereitung zeigte sich das Kaderproblem zum Beispiel beim Lotto-Cup in Ludwigsburg: „Da waren die Spielerinnen mangels großer Wechselmöglichkeiten platt. Aber sie haben niemals aufgegeben, das hat mir imponiert“, sagt die Trainerin. Im ersten Pflichtspiel schrammte die MJC vergangene Woche beim 28:26 nach Verlängerung beim Oberligisten TV Bassenheim in der ersten DHB-Pokalrunde knapp an einer Blamage vorbei.

 

Am Samstag geht es im Rheinland-Pfalz-Derby zum Saisonstart gleich gegen den Meisterschafts-Mitfavoriten Mainz, dann dauert es bis zum 29. September, ehe das erste Heimspiel (gegen Beyeröhde) ansteht. Unter den ersten sieben Zweitliga-Partien sind für die Miezen gleich fünf Auswärts­spiele,  was den Start sicher nicht einfacher macht. Vereschako sieht es aus einem anderen Blickwinkel: „Dann haben wir in der Rückrunde, wenn wir richtig eingespielt sind, viele Heimspiele.“

Generell haben die Miezen eine neue Anwurfzeit für ihre Heimspiele: Samstag, 18 Uhr, statt wie bisher um 19.30 Uhr. Allerdings greift diese neue Standardzeit nur bei sieben der 15 Heimspiele – wegen der Arena-Belegung, einigen Doppelspieltagen mit den Basketballern und der Regel, dass Spiele gegen Teams, die weiter als 500 Kilometer anreisen, früher angeworfen werden müssen.

 

Nachdem in der Vorsaison (mit nur 15 Teams) nur Gröbenzell sportlich abgestiegen war und sich Hannover aus der zweiten Liga zurückgezogen hatte, stehen in der neuen Spielzeit zwei extrem weite zusätzliche Reisen für die MJC an: Aus der 3. Liga Nord stieg Harrislee (bei Flensburg) auf, aus der ersten Liga stieg Rödertal (bei Dresden) ab.

 

Weitere Drittliga-Aufsteiger sind Lintfort (bei Duisburg) und Nidda (in Hessen).

 

Der Modus ist gleichgeblieben: Zwei Mannschaften steigen in die erste Liga auf (im Vorjahr war es mit Halle/Neustadt nur eine Mannschaft, der Rest hatte verzichtet), bis zu vier Mannschaften müssen in die dritte Liga absteigen.

 

 

 

| 13:30 Uhr

 

Ein Donnerwetter nach der Fast-Pleite
 
Bassenheim. Die Trierer Handball-Miezen sind nur knapp an einer Pokalpleite vorbeigeschrammt: Beim Oberligisten TV Bassenheim (bei Koblenz) musste der Zweitligist in der ersten Runde des DHB-Pokals in die Verlängerung, bevor am Samstagabend der glückliche 28:26 (25:25, 11:12)-Erfolg eingetütet war.
 
Von Björn Pazen
 

In den gesamten 70 Minuten war kaum ein Klassenunterschied erkennbar. „Danach gab es schon ein gehöriges Donnerwetter in der Kabine. So kann man sich nicht präsentieren“, war MJC-Trainerin Elena Vereschako noch am Sonntagmittag bedient: „Einige Spielerinnen müssen, glaube ich, mal ihre Ansprüche an sich und die Liga überdenken. Wir hatten sie vor den eigenen Gesetzen des Pokals und vor der Stärke von Bassenheim gewarnt, es hatte nichts genutzt.“

 

„Aber Hauptsache weitergekommen“ war das Motto von Vereschako und der der MJC, für die Gabriela Szabo mit zehn Toren die beste Werferin war. Auf der anderen Seite steuerte die frühere Mieze Eva Lennartz neun Treffer für den TVB bei. „Sie hat gezeigt, dass mein langjähriges Training nicht so schlecht gewesen sein kann“, meinte Vereschako, die Lennartz in der Jugend und der zweiten Mannschaft trainiert hatte. In Christina Henn stand noch eine weitere Ex-Triererin im Bassenheimer Kader. Noch vor zwei Jahren hatten die Miezen beim gleichen Gegner im DHB-Pokal mit 33:18 (16:10) gewonnen.

 

„Wir hätten den Sack viel früher zumachen müssen, wir haben in der Abwehr zu wenig Tempo gemacht, und haben im Angriff zu viele Chancen vergeben“, sagt die MJC-Trainerin, auf deren Statistikzettel am Ende drei vergebene Siebenmeter und insgesamt 15 freie Chancen standen, die nicht im Tor landeten. „Wir hatten Pech mit sechs Pfostenwürfen, zudem mussten wir 14 Minuten in Unterzahl spielen – aber all‘ dass sollte ein Zweitligist gegen einen Oberligisten locker überstehen können, ohne solche Probleme zu bekommen“, meinte Vereschako.

 

Neben Szabo, die 60 Minuten in Angriff und Abwehr durchspielte, bekam Nachwuchsspielerin Hanna Greinert noch ein Lob von der Trainerin – genau in die andere Richtung ging die Kritik an der Slowenin Maja Zrnec: „Von ihr kam gar nichts, genau wie von allen unseren Außenspielerinnen.“ In der letzten Minute führte die MJC 25:24 und war in Ballbesitz. Doch Bassenheim erkämpfte sich den Ball, traf und feierte schon die Verlängerung wie einen Sieg.

 

„In der Verlängerung hatten wir mehr Kräfte, das war entscheidend. So wie am Samstag dürfen wir uns auf keinen Fall nächste Woche beim ersten Ligaspiel in Mainz präsentieren“, sagt die Trainerin, die nun erst einmal am Dienstag um 12 Uhr gespannt ist, wer der Miezen-Gegner in der zweiten Pokalrunde ist, die im Oktober ausgespielt wird.

 

DJK/MJC Trier: Baranowska, Eckelt – Szabo (10), Tolic (6), Houben (5/1), Czanik (3), Greinert (2), Petrovska (1), Ilciuckaité (1), Braun, Sattler, Simon-Varga, Zrnec – Beste Werferin Bassenheim: Lennartz (8/6)

 

 

 

Kleines Team. Starke Leistung

 
August 14, 2018

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Miezen Zweite beim Turnier in Bad Soden – Neuzugang Dovilé Ilciuckaité

Erfolgreiches Wochenende für die Trierer Miezen. Erst belegte der Frauenhandball-Zweitligist beim Sole-Mio-Cup in Bad Soden den zweiten Platz. Dann konnte Trainerin Elena Verechako mit Dovile Ilciukaute auch noch eine neue Spielerin begrüßen. Die Litauerin kommt vom mehrfachen Landesmeister Zalgiris Kaunas und kann im Rückraum auf allen Positionen eingesetzt werden.

 

 

 

Das Turnier in Bad Soden stand aus Miezen-Sicht unter dem Motto „kleines Team, starke Leistung“. Vereschako hatte nur insgesamt 8 Feldspielerinnen zur Verfügung, darunter Nachwuchstalent Hannah Braun und Vivi Steil aus der zweiten Mannschaft. „Unter diesem Aspekt und unter Berücksichtigung der Tatsache, dass das unser erster Härtetest war, bin ich zufrieden“, sagt Vereschako nach insgesamt fünf Spielen über jeweils 2×20 Minuten. Der Trainerin ging es bei diesem Turnier, bei dem starke Regionalmannschaften , 3.Ligisten und Schweizer Erstligisten am Start waren, in erster Linie darum, verschiedene Trainingsinhalte unter Wettkampfbedingungen abzurufen. So wurden ganz gezielt unterschiedliche taktische Varianten in Unterzahlsituationen praktiziert.

 

Wegen des knappen Kaders und der schwierigen Bedingungen bei hochsommerlichen Temperaturen ließ im Lauf des Turniers die Kraft dann natürlich nach. Dennoch gelangen gegen die unterklassigen Gegner mehr oder weniger deutliche Siege. Es kam dann zum programmierten Finale gegen den Schweizer Erstligisten DHB Rotweiß Thun, der mit voller Kaderstärke von 14 Spielerinnen angetreten war. Bis zum 4:4 agierten beide Teams auf Augenhöhe, dann verschaffte sich Thun bis zur  Halbzeitpause einen knappen 7:5-Vorsprung. „Das war schon die Vorentscheidung“, so Vereschako, „danach waren wir mit unseren Kraftreserven am Ende.“  Die Schweizerinnen nutzten ihr konditionelles Plus dann noch zu einem klaren 15:9-Erfolg.

 

Dennoch brachte der erste Härtetest wichtige Erkenntnisse. Mit dem bis dato einzigen Neuzugang, Torfrau Aleksandra Baranowska  wurde eine Torfrau verpflichtet, die eine ihrer Qualitäten, das Einleiten schneller Gegenstöße mit präzisen langen Pässen, eindrucksvoll unter Beweis stellen konnte. Klar ist aber auch, dass der Kader zu klein ist. „Wir brauchen noch drei  Feldspielerinnen – im Optimalfall“, sagt Vereschako. Denn mit Ramona Constantinescu hat sich eine weitere Spielerin verabschiedet. Die Rumänin hat die Aufnahme an der Militärakademie ihres Landes bestanden und wird nicht mehr nach Trier zurückkehren.

 

Eine neue Mieze ist aber schon da. Mit der Litauerin Dovile Ilciukaite, die in Bad Soden noch nicht zum Einsatz kam, hofft Vereschako eine spielerische Lücke geschlossen zu haben. „Sie hat ihre Stärken vor allem im Eins-gegen-Eins, eine Qualität, die uns gerade aus dem Rückraum bisher gefehlt hat.“

 

Zur Person:
Name: Dovile Ilciukaute
Geboren am: 26. September 1991
Geburtsort: Kaunas (Litauen)
Nationalität: Litauisch

Sportliche Erfolge:
Mehrfach litauische Meisterin und Pokalsiegerin
Seit 2012 ununterbrochen im Europapokal und der Nationalmannschaft aktiv

Der große Wunsch: Nie mehr Herztropfen!
 
TRIER. Handball: Die neue Trainerin der Miezen und der MJC-Vorstand wollen mit einem kleinen Kader frühzeitig den Klassenerhalt schaffen.
 

(BP) Das soll eine ganze Handballmannschaft sein? Beim Konditionstraining im Moselstadion ist die Zahl der Miezen-Spielerinnen recht übersichtlich. Dass Neutrainerin Elena Vereschako nur eine Handvoll Spielerinnen zur Verfügung steht, liegt einerseits am noch nicht kompletten Kader (siehe Extra), aber auch an diversen anderen Gründen: die Kroatin Vena Tolic musste sich einer Zahn-Operation unterziehen, die Slowenin Maja Zrnec ist in ihrer Heimat bei der A-Trainer-Ausbildung, Hannah Sattler ist noch in Urlaub und Dora Simon-Varga noch nicht wieder richtig fit nach ihrer Schuler-Operation im Frühjahr.

 

Rund fünf Wochen vor dem Saisonstart und nach einer Woche Vorbereitung stehen Vereschako (45), die nach drei erfolgreichen Jahren beim luxemburgischen Meister und Pokalsieger Grevenmacher wieder zur MJC zurückkehrte, und Vorstand Jürgen Brech Rede und Antwort, was die Gegenwart und Zukunft des Zweitligisten betrifft.

 

Sie wurden mit den Miezen deutsche Meisterin, waren dann erfolgreiche Nachwuchstrainerin im Verein – und hatten sich dann nach der Geburt Ihrer beiden Söhnen erst einmal von der MJC verabschiedet. Was waren Ihre Gründe, wieder zu den Miezen zurückzukehren?

 

Vereschako: Meine Jungs sind jetzt alt genug, dass ich diesen Posten übernehmen konnte. Und das Wichtigste: Hein Herz hängt immer noch an den Miezen, deren Entwicklung ich in den letzten Jahren natürlich sehr intensiv verfolgt habe, obwohl ich wegen eigenen Spielen nicht mehr so oft in der Halle war. Man kann hier in Trier wieder etwas aufbauen, gerade, was die Verzahnung von erster Mannschaft und Nachwuchsarbeit betrifft.

 

Aber in den vergangenen Jahren schaffte es kaum noch eine Nachwuchs-Mieze ins Zweitliga-Team?

 

Vereschako: Genau das wollen wir ändern. Ich stehe in sehr engem Kontakt zu den Trainern unserer zweiten Mannschaft und unserer B-Jugend. Da gibt es Talente, und die müssen wir langfristig, behutsam und geduldig an die erste Mannschaft heranführen. Aus der zweiten Mannschaft werden einige bei uns mittrainieren, eine Möglichkeit wären Doppel-Spielrechte.

 

Brech: Wir haben eine gute Nachwuchsarbeit betrieben, es fehlte allerdings die Anbindung ans Zweitliga-Team. Elena wird genau dort ansetzen, weil sie auch den Überblick haben wird. Als wir noch DHB-Stützpunkt waren, ein Internat hatten und in der ersten Liga spielten, war die Anziehungskraft für Talente aus der Großregion größer. Das zog einfach mehr, auch da müssen wir intensiv ansetzen, diese Spielerinnen für uns zu gewinnen. Wir wollen langfristig etwas aufbauen, deswegen hat Elena auch einen Zwei-Jahres-Vertrag mit der Option auf Verlängerung bekommen.

 

Vereschako: Generell ist es viel schwieriger geworden, Spielerinnen für die 2. Liga zu begeistern. Wir können kein Vollprofitum bieten, bei uns gehen alle Spielerinnen arbeiten. Sie fahren teilweise eineinhalb Stunden von der Arbeit zum Training, kommen mitten in der Nacht von Auswärtsspielen heim. Auch das müssen die Fans einmal sehen, was diese Spielerinnen auf sich nehmen, um hier zu spielen. Und dazu sind eben viele nicht mehr bereit – sie gehen nach dem Abitur studieren und sind für den Verein verloren.

 

Der Kader für die neue Saison ist noch nicht komplett, oder?

 

Vereschako: Ideal wären 14 Spielerinnen, zwei Torfrauen und zwölf Feldspielerinnen …

 

Brech: …aber das muss alles auch bezahlt werden. Wir wollen und werden noch weitere Spielerinnen verpflichten, aber das muss ins Budget passen. Und die Verhandlungen sind für uns nicht einfacher geworden, alleine schon, weil erst kurz vor Saisonende feststand, in welcher Liga wir spielen. Das machte die Trainer- und Spielersuche extrem schwierig. Daher ist mein größter Wunsch für die nächste Saison, dass wir einmal frühzeitiger den Klassenerhalt sichern.

 

Das heißt, einziges Saisonziel ist nicht abzusteigen?

 

Brech: Unser Kader ist zwar klein, aber nicht schlecht. Dennoch ist unser vorrangiges Ziel, die Klasse frühzeitig zu halten. Die Fans und das Umfeld müssen Geduld haben. Man darf keine Wunderdinge erwarten, und wenn im schlimmsten Fall langfristige Verletzungsausfälle dazukommen, kann es auch schwer werden.

 

Vereschako: Mein persönliches Ziel ist, dass Jürgen nicht bei jedem Spiel seine Herztropfen nehmen muss, sondern sich unsere Spiele entspannt anschauen kann. Ich habe die vergangene Saison analysiert: Die Vorrunde ist sehr gut gelaufen, aber dann wurde es erschreckend schlecht. Die Spielerinnen haben zwar gekämpft, aber nicht füreinander. Da stand keine Einheit auf dem Platz.

 

Wie wurde die Vorsaison aufgearbeitet?

 

Brech: Ich kann mir diesen Leistungsabfall bis heute nicht erklären, denn das Team hatte Potenzial. Wir haben in der Hinrunde einige Spiele glücklich gewonnen, dann einige unglücklich verloren – und dann kamen wir aus dieser Abwärtsspirale nicht mehr raus. Wir hatten einfach das Siegen verlernt. Dann mussten wir die Reißleine mit der Entlassung von Trainer Andy Palm ziehen. Ich hoffe, dass jetzt mit Elena wieder mehr Kontinuität im Verein einzieht.

 

Mit welcher Philosophie sollen die Miezen künftig spielen?

 

Vereschako: Aus einer stabilen Abwehr schnell nach vorne – und mit mehr Sicherheit und weniger Fehlern als in der Vorsaison. Dazu müssen wir uns vor allem athletisch steigern, um dieses höhere Tempo zu gehen und schnell umzuschalten. Zudem geht alles nur über Teamgeist, jede muss für die andere kämpfen. Und ich will viele positive Emotionen auf dem Feld sehen. Und auch das ganze Team hinter dem Team muss immer zeigen: Wir geben alles für euch. So wollen wir auch verlorenes Terrain bei den Fans zurückgewinnen. Bei einem Treffen mit dem Fanclub habe ich gemerkt: Die Unterstützung ist vorhanden, aber die Fans wollen die Mädels kämpfen sehen – dann dürfen sie auch verlieren. Denn alle wissen, dass wir kein Team sind, das um die ersten drei Plätze kämpft.

 

Wie sieht die Vorbereitung bis zum Saisonstart im Pokal am 1. September aus?

 

Vereschako: Momentan stehen Kraft und Ausdauer im Vordergrund – über die ganze Saison hinweg wird Athletiktrainerin Sina Eckelt diesen Bereich forcieren, mit sehr komplexen Übungen. Neben einigen Trainingsspielen starten wir am ersten Augustwochenende bei einem Turnier in Bad Soden und dann Ende August beim Lotto-Cup in Ludwigsburg.

 

Interview: Björn Pazen

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Langes Warten bis zur Heimpremiere

 

 

 

 

 

 

 
 

 

 

Andrea Czanik und die Trierer Miezen haben erst am 29. September ihr erstes Heimspiel der neuen Zweitliga-Saison.

FOTO: TV / Björn Pazen

 

Spielplan der Miezen steht fest, und die neue Standard-Anwurfzeit ist Samstag um 18 Uhr.
 

Samstag, 19.30 Uhr ist Miezen-Zeit – das war einmal! Mit dem Start der neuen Zweitligasaison  hat die MJC entschieden, früher aufzulaufen, auch um attraktiver für Familien zu werden. Neue Standard-Anwurfzeit für Heimspiele ist nun samstags um 18 Uhr. Aber: Standard sind in der neuen Saison nur sieben Partien, die anderen finden entweder sonntags statt oder – weil am Abend zum Beispiel Basketball auf dem Programm steht – auch schon am Nachmittag, teilweise um 13 Uhr.

 

Und überhaupt müssen die Miezenfans sehr lange auf das Heimdebüt der neuen Trainerin Elena Vereschako warten: Erst am 29. September absolvieren die Triererinnen ihre erste Partie in der Arena gegen Beyeröhde-Wuppertal. Und dann dauert es erneut einen Monat, ehe am Sonntag, 28. Oktober, das zweite Heimspiel gegen Bremen stattfindet. Dafür müssen die Miezen am 29. Dezember zu einem Nachholspiel des zweiten Spieltags zum letztjährigen Meister Rosengarten/Buchholz reisen.

 

Nachdem in der Vorsaison (mit 15 Teams) nur Gröbenzell (bei München) sportlich abgestiegen war und Hannover sich aus der 2. Liga zurückzog, stehen in der neuen Spielzeit zwei extrem weite zusätzliche Reisen für die MJC an: Aus der 3. Liga Nord stieg Harrislee (bei Flensburg) auf, aus der 1. Liga stieg Rödertal (bei Dresden) ab. Weitere Aufsteiger sind Lintfort (bei Duisburg) und Nidda (in Hessen).

 

Das erste Pflichtspiel der Saison 2018/19 steht für die Miezen in der ersten Runde des DHB-Pokals in der Nachbarschaft an: Wie schon vor zwei Jahren geht es am ersten September-Wochenende zum Rheinlandpokalsieger TV Bassenheim bei Koblenz (RPS-Liga). Die 2. Liga startet eine Woche später mit dem Rheinland-Pfalz-Derby gegen den FSV Mainz 05. Unter den ersten sieben Zweitliga-Partien sind fünf Auswärtsspiele für die Miezen.

 

 

5. Juli 2018

Miezen holen Vereschako als Trainerin zurück

 

 

 

 

 

 

 

 

Trier. Die Ex-Spielerin war zuletzt als Coach in Luxemburg erfolgreich.
 

Die wochenlange Suche hat ein Ende. Frauenhandball-Zweitligist DJK/MJC Trier hat Elena Vereschako als neue Trainerin verpflichtet. Mit der gebürtigen Weißrussin, die sich in den 2000er Jahren große Verdienste in der Nachwuchsarbeit des Vereins erworben hatte, wollen die Miezen zurück zu den Wurzeln. Neben der Weiterentwicklung der Zweitliga-Mannschaft soll die Talentförderung von Spielerinnen des Vereins und der gesamten Region intensiviert werden.


Vereschako kam 1996 nach Trier und gehörte als Spielerin dem Meisterteam der Miezen von 2003 an. Im Jahr darauf beendete sie verletzungsbedingt ihre aktive Karriere und wechselte endgültig ins Trainerfach.


Der Vertrag der 45-Jährigen ist zunächst auf zwei Jahre ausgelegt. Miezen-Vorstand Jürgen Brech zeigt sich erleichtert, dass die wichtigste Personalie geklärt ist: „Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, Elena zurückzuholen. Sie hat sich große Verdienste in unserem Verein erworben und ist als Spielerin und Trainerin ein echtes Vorbild. Als sie für den Stützpunkt des Deutschen Handball-Bunds in Trier verantwortlich war, haben wir viele Talente entwickelt. Deshalb sind wir davon überzeugt, mit ihr die richtige Besetzung für diese Schlüsselposition gefunden zu haben.“


In den vergangenen drei Jahren arbeitete Vereschako, die im Besitz der deutschen Staatsbürgerschaft ist, in Luxemburg. Mit HB Museldall Grevenmacher feierte sie 2017 mit dem Double aus Pokalsieg und Meisterschaft den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

 

Die Forderung, die sie an ihr zukünftiges Team stellt, hat sie selbst verinnerlicht:  „Es ist etwas Besonderes, Mieze zu sein.“ Diese Einstellung will sie den Spielerinnen vermitteln und damit auch die Bindung zu Zuschauern und Sponsoren intensivieren.


Das Wir-Gefühl soll auch über die sportliche Leistung entwickelt werden. „Wir wollen schnellen, athletischen und attraktiven Handball spielen“, sagt die Mutter zweier Söhne. Das oberste Gebot lautet: „Teamgeist.“


Wunderdinge kann Vereschako, die in Weißrussland Meistertitel, Pokalsiege und reichlich internationale Erfahrung sammelte, nicht vollbringen. Bei den Miezen will sie ein Aufbauprogramm starten, für das sie Geduld einfordert: „Wir müssen wieder dahin kommen, mehr Spielerinnen aus der eigenen Jugend und der Region nach oben zu bringen. Es gibt einige vielversprechende Ansätze, denn in den letzten Jahren ist im Nachwuchsbereich gut gearbeitet worden. Aber es muss jedem klar sein, dass eine solche Entwicklung Zeit braucht.“


Am 15. Juli wird Vereschako mit der Vorbereitung auf die Saison 2018/19 beginnen.

 

 

 

 

28. Juni 2018

 
 
Polin Baranowska verstärkt die Trierer Miezen
Trier. Die Frage nach dem neuen Trainer ist weiter offen, aber zumindest für das spielende Personal gibt es etwas Neues bei den Trierer Handball-Miezen: Der Zweitligist hat die Verpflichtung der polnischen Torfrau Aleksandra Baranowska bekanntgegeben, die vom Drittligisten Ober-Eschbach an die Mosel wechselt. Von Björn Pazenrige, die in Trier parallel eine Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin beginnen wird, erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag bei der MJC.
 
Die Frage nach dem neuen Trainer ist weiter offen, aber zumindest für das spielende Personal gibt es etwas Neues bei den Trierer Handball-Miezen: Der Zweitligist hat die Verpflichtung der polnischen Torfrau Aleksandra Baranowska bekanntgegeben, die vom Drittligisten Ober-Eschbach an die Mosel wechselt.
 
Von Björn Pazen

 

Die 28-Jährige, die in Trier parallel eine Ausbildung als Rechtsanwaltsgehilfin beginnen wird, erhielt einen Ein-Jahres-Vertrag bei der MJC.

Mit ihrem früheren Verein Lublin wurde Baranowska dreimal polnischer Meister und spielte auch in der Champions League. Aus Polen wechselte sie zunächst zum Zweitligisten Sachsen Zwickau und schließlich 2017 nach Ober-Eschbach. Nun will sie laut MJC-Mitteilung wieder „auf höherem Niveau Handball spielen, gleichzeitig aber auch die Zeit nach der Karriere vorbereiten“. Ihr Ziel bei den Miezen sei ein gesicherter Mittelfeldplatz: „Jedenfalls will ich eine zitterfreie Saison.“

 

Nachdem überraschend Joline Müller, Tina Welter und Aaricia Smits ihren Abschied aus Trier bekanntgegeben hatten, basteln die MJC-Verantwortlichen am künftigen Kader – schließlich startet Mitte Juli die Saisonvorbereitung.

 

Wer dann das Training als Nachfolger von Interimscoach Ralf Martin übernimmt, ist noch unklar: „Ich denke, wir können in der nächsten Woche Vollzug melden“, sagte Vorstand Jürgen Brech dem TV. Es gebe noch einige Details zu klären. Zudem verspricht Brech den Fans eine möglichst schnelle Komplettierung des Kaders für die neue Saison, die Anfang September startet.

 

 

 

 

Trierer Handball-Miezen verlieren drei Spielerinnen
 
Die viel zitierte Großregion macht sich rar im Kader der  Trierer Miezen – denn Belgien, Luxemburg und das Saarland sind Stand jetzt nicht mehr bei den Zweitliga-Handballerinnen vertreten. Wie der Verein am Donnerstag mitteilte, werden die Luxemburgerin Tina Welter, die Saarländerin Joline Müller und die Belgierin Aaricia Smits den Verein verlassen – was zumindest teilweise überraschend ist.
 

Gerade im Fall von Tina Welter (25), die 2015 aus Nellingen nach Trier kam, ist Vereinsvorstand Jürgen Brech enttäuscht. „Wir haben ihr alle Freiräume gelassen, was ihre Grundausbildung zur Sportsoldatin in Luxemburg betraf. Sie war vier Monate vom Training und Spielen freigestellt und hat immer volles Gehalt bekommen“, sagt Brech: „Sicherlich nicht unter der Voraussetzung, dass sie danach den Verein verlässt.“ Welter ist die erste Handballerin aus Luxemburg, die Sportsoldatin wurde. Nun  wechselt die Linksaußen zum Zweitliga-Konkurrenten FSG Waiblingen-Korb. 

 

 

Anders gelagert ist der Fall bei Joline Müller (25), die ebenfalls drei Jahre in Trier gespielt hatte. Die Saarländerin hatte sich im Mai 2017 einen Kreuzbandriss zugezogen, hatte Anfang des Jahres ihr Comeback gefeiert und war dann sogar Polizei-Europameisterin mit der deutschen Mannschaft geworden. Die Kommissarin, die in Neunkirchen ihren Dienst verrichtet, will sich künftig mehr auf „Job, Familie und Freunde“ konzentrieren und nimmt dafür den sportlichen Abstieg zu ihrem Heimatverein DJK Marpingen in Kauf. in der vierten Liga (RPS-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland) trifft sie künftig unter anderem auf die HSG Wittlich und die HSG Hunsrück.

 

Auf den Spuren ihrer älteren Schwester wandelt die jüngste Mieze: Aaricia Smits (20) wechselt in die 2. Mannschaft des französischen Rekordmeisters Metz Handball. Ihre Schwester Xenia (nach dem Passwechsel deutsche Nationalspielerin) ist eine der Stars beim Champions-League-Teilnehmer.  Aaricia Smits war erst im Vorjahr aus Blomberg nach Trier gekommen.

„Wir wollten dieses Trio halten, haben mit allen drei Spielerinnen lange und intensive Gespräche geführt, letztendlich haben sie unsere Angebote aber ausgeschlagen“, sagt Brech, der nun vom „Aufbau eines neuen Teams“ spricht. Ob weitere Spielerinnen die MJC verlassen werden, steht noch nicht fest.

 

Noch wichtiger als die Suche nach Neuzugängen ist die Verpflichtung eines neuen Trainers: „Wir haben zwei interessante Kandidaten an der Angel, vielleicht können wir nächste Woche schon Vollzug melden. Gleiches gilt für potenzielle Neuzugänge“, sagt der Miezen-Vorstand: „Unser Kernproblem war, dass erst sehr spät feststand, ob wir die 2. Liga halten oder nicht, somit hatten wir keine Planungssicherheit.“ Im Juli soll die Vorbereitung starten, bis dahin sollen Trainer und Team gefunden sein